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	<title>Femtochemie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T19:11:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Femtochemie&amp;diff=1321445&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MrBenjo: +Normdaten</title>
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		<updated>2024-03-11T17:22:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Femtochemie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Teilgebiet der [[Chemie]], das Vorgänge auf der [[Femtosekunde]]n-Zeitskala beschreibt (1&amp;amp;nbsp;fs =&amp;amp;nbsp;10&amp;lt;sup&amp;gt;−15&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dynamisch messbaren Vorgänge, die in diesem Zeitbereich stattfinden, sind Kernbewegungen (Vibrationen). Die typische Geschwindigkeit, mit der sich Kerne bewegen, ist ca. 1&amp;amp;nbsp;km/s. Damit bewegen sich diese im Femtosekundenbereich um einige Ångström (1&amp;amp;thinsp;Å =&amp;amp;nbsp;10&amp;lt;sup&amp;gt;−10&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;m); eine [[Molekülschwingung]] dauert ca. 10 bis einige 100&amp;amp;nbsp;fs. Da [[Schwingung]]en in [[Molekül]]en – insbesondere Bindungsbildung und Bindungsbruch – die Grundlage chemischer Reaktionen darstellen, wird dieses Forschungsgebiet als eigener Teilbereich der Chemie aufgefasst und als „Femtosekunden-Chemie“ oder kurz Femtochemie bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;„Femtosecond Chemistry“ Volume I and II, VCH Weinheim (1995).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Erfindung der [[Modenkopplung|„phase-locked“]] [[Laser]]pulse Mitte/Ende der 1980er Jahre wurde der Femtosekundenbereich experimentell zugänglich. Spezielle [[Spektroskopie]]-Methoden, wie beispielsweise die [[Pump-Probe-Technik]], ermöglichen es, Momentaufnahmen der Kernbewegungen direkt zu messen. In seinen Arbeiten am NaI und ICN (neben anderen Molekülen) konnte [[Ahmed Zewail]] solche Momentaufnahmen erzeugen und unter anderem messen, in welcher Zeit Molekülbindungen brechen. Für seine Arbeiten wurde er 1999 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein typisches Femtosekundenexperiment besteht aus einer Pulsfolge von 2 Pulsen: einem Pump-Puls (Anregungspuls), der das Molekül in einen angeregten (dynamischen) Zustand versetzt, und einem zeitverzögerten Probe-Puls (Abfragepuls), der die dynamische Information des Systems zu verschiedenen Zeitpunkten abfragt. Typischerweise ist der Abfragepuls ein ionisierender Puls, und die abgefragte Information wird in Form von [[Photoelektron]]en oder -fragmenten gemessen. Das Zeitintervall zwischen den beiden Pulsen wird variiert, indem ein Puls einen Umweg über eine Strecke mit Spiegeln laufen muss. Dieser Umweg ist sehr klein: 100&amp;amp;nbsp;fs Zeitdifferenz bedeuten 0,03&amp;amp;nbsp;mm Umweg. Die abgefragte Information liefert sozusagen einen Fingerabdruck des Systems zum Zeitpunkt der Abfrage (Analogie: [[Stoppuhr]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Theorie werden solche Femtosekundenexperimente typischerweise mittels zeitabhängiger [[Störungstheorie (Quantenmechanik)|Störungstheorie]] rechnerisch behandelt. Die Wechselwirkung des Systems im Grundzustand mit dem ersten Puls wird in Störungstheorie erster Ordnung, und die Wechselwirkung mit dem Probe-Pulse in zweiter Ordnung beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es möglich war, diese Vorgänge zu messen, wurde sowohl auf Theorie- als auch auf Experimentatorenseite erforscht, wie solche Prozesse manipuliert werden können, um beispielsweise die Ausbeute chemischer Reaktionen zu erhöhen. Dieses Gebiet wird als [[Quantenkontrolle]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Shapiro, P. Brumer, „Principles of Quantum Control of Molecular Processes“, Wiley, New York (2003); S. A. Rice, M. Zhao, „Optical Control of Molecular Dynamics“, Wiley, New York (2000).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell (2008) können Laserpulse mit weniger als 5&amp;amp;nbsp;fs Pulsdauer und Spitzenintensitäten weit über 10&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; erzeugt werden. Für so erzeugte Felder &amp;lt;math&amp;gt;E(t)&amp;lt;/math&amp;gt; ist die Phase &amp;lt;math&amp;gt;\phi&amp;lt;/math&amp;gt; des Feldes unter der einhüllenden Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f(t)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;E(t) = f(t)\cdot \cos(\omega t + \phi)&amp;lt;/math&amp;gt; nicht mehr vernachlässigbar. Mit solchen und noch kürzeren Pulsen kann nun die Elektronendynamik beobachtet und beeinflusst werden. Die ultrakurzen, starken und phasenstabilisierten Laserpulse finden besonders in der [[Attosekundenphysik]] und in der Erzeugung der [[Hohe Harmonische|hohen Harmonischen]] Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Femtosekundenlaser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ahmed H. Zewail: [http://iupac.org/publications/pac/72/12/2219/pdf/ &amp;#039;&amp;#039;Femtochemistry. Past, present, and future.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Pure and Applied Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; 72, 2000, S.&amp;amp;nbsp;2219–2231, {{DOI|10.1351/pac200072122219}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Teilbereiche der Chemie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|LCCN=sh2003001074}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atomphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physikalische Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laseranwendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MrBenjo</name></author>
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