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	<title>Felix Rühl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:22:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Felix_R%C3%BChl&amp;diff=1745923&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-10T17:41:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Felix Ruehl at the Nuremberg Trials.jpg|thumb|Felix Rühl beim Einsatzgruppen-Prozess]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Gustav Felix Rühl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. August]] [[1910]] in [[Neheim-Hüsten|Neheim]]; † [[2. Juni]] [[1982]] in [[Leverkusen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Leverkusen Nr. 735/1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[SS-Hauptsturmführer]], der im Sonderkommando 10b der [[Einsatzgruppe D]] am [[Holocaust|Mord an den Juden]] in der durch das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] besetzten [[Ukraine]] beteiligt war. Rühl wurde 1948 im [[Einsatzgruppen-Prozess]] zu zehn Jahren Haft verurteilt, jedoch 1951 freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rühl besuchte das Gymnasium und erhielt 1926 das [[Abitur]].&amp;lt;ref&amp;gt;Earl, Hilary: &amp;#039;&amp;#039;The Nuremberg SS-Einsatzgruppen Trial&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge 2009, S. 121 – &amp;quot;Table 3 – Education of the Defendants&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach arbeitete er bis 1929 als [[Handelsgehilfe]] in [[Luckenwalde]] und verbrachte dann ein Jahr in [[England]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot; /&amp;gt; Rühl trat zum 1. Dezember 1930 im Alter von 20 Jahren der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 408.461).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/862064&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Earl, Hilary: &amp;#039;&amp;#039;The Nuremberg SS-Einsatzgruppen Trial&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge 2009, S. 126 – &amp;quot;Table 4 – Joining Date of Defendants&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig zu seinem Parteieintritt wurde Rühl Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;earl-129&amp;quot; /&amp;gt; Von Februar 1931 bis September 1933 war Rühl bei einem Gericht in Luckenwalde angestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot; /&amp;gt; Im September 1932 verließ Rühl die SA und trat umgehend im Oktober 1932 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 51.305). 1933 trat Rühl in den Dienst der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]], 1935 wurde er schließlich Mitarbeiter im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]] (SD).&amp;lt;ref name=&amp;quot;earl-129&amp;quot;&amp;gt;Earl, Hilary: &amp;#039;&amp;#039;The Nuremberg SS-Einsatzgruppen Trial&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge 2009, S. 129 – &amp;quot;Table 5 – Joining Date of the SA, SS, SD and Gestapo&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rühl war ab 1935 bei der Staatspolizei (Stapo) der Gestapo in [[Köln]] tätig und leitete ab 1939 die Spionageabwehr in [[Prag]] sowie [[Brünn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee513&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 513.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rühl gehörte wie [[Lothar Fendler]] – sein späterer Mitangeklagter im Einsatzgruppen-Prozess – zum Führungsnachwuchs des Sicherheitsdienstes, und nahm nach Auswahl und Empfehlung durch seine Vorgesetzten an Kursen an der [[Polizei-Institut Charlottenburg|Führerschule der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS]] in [[Berlin-Charlottenburg]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitten in diesem Kurs wurde Rühl im Mai 1941 zur Aufstellung der Einsatzgruppen in der [[Schulen der SS, des SD und der Sicherheitspolizei|Grenzpolizeischule Pretzsch/Elbe]] abkommandiert, wo er dem Sonderkommando 10b der [[Einsatzgruppe D]] unter Leitung von Sturmbannführer [[Alois Persterer]] zugeteilt wurde. Diesem Sonderkommando gehörten 85 Mann und sieben Offiziere an, als Hauptsturmführer (entspricht dem Dienstgrad [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]]) stand Rühl nach Dienstgrad und [[Seniorität]] an vierter Stelle. Rühl nahm mit dem Sonderkommando 10b ab Ende Juni 1941 am [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall auf die Sowjetunion]] teil. Er war dort für die [[Quartiermeister]]ei (Nachschub und Unterkunft) und für Verwaltungsaufgaben zuständig. Am 30.&amp;amp;nbsp;Juni 1941 traf Rühl mit dem Sonderkommando auf [[Rumänien|rumänischem]] Gebiet ein, von wo die Einsatzgruppe D der [[11. Armee (Wehrmacht)|11. Armee]] und dem rumänischen Heer beim Vormarsch folgte. Am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1941 wurde Rühl abgelöst und kehrte nach [[Berlin]] zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot; /&amp;gt; Zuletzt war Rühl in der Stapostelle [[Augsburg]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee513&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1947 bis 1948 war Rühl einer von 24 Angeklagten im [[Einsatzgruppen-Prozess]], sein Verteidiger war Rechtsanwalt [[Heinrich Link (Jurist)|Heinrich Link]] unter Assistenz von Dr. Kurt Helm. Der Richter war [[Michael A. Musmanno]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;personae&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Records of the United States Nuremberg War Crimes Trials&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 4, [[United States Government Printing Office]], District of Columbia 1950, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anklage unter Leitung von [[Benjamin Ferencz]] warf Rühl vor, bei Abwesenheit oder Dienstunfähigkeit des Sonderkommandoführers Alois Persterer, der angeblich stark trank, die Einheit zeitweise geführt zu haben. Dieser Anklagepunkt beruhte auf einer schriftlichen Aussage eines Soldaten des Sonderkommandos. Nach Aussage des Mitangeklagten [[Heinz Schubert (SS-Mitglied)|Heinz Schubert]], dass Rühl das Sonderkommando 10b zu keinem Zeitpunkt geführt habe, wurde der entsprechende Anklagepunkt im Urteil als nicht bewiesen zurückgewiesen („beyond a reasonable doubt“). Auch die direkte Teilnahme an den Mordaktionen des Sonderkommandos in [[Czernowitz]] nach dem 6. Juli 1941 und in [[Chotyn]] Ende Juli 1941 konnten ihm nicht sicher nachgewiesen werden. Am 9. April 1948 wurde Rühl in den ersten beiden Anklagepunkten – (1) [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]], (2) [[Kriegsverbrechen]] – angesichts seiner nur dreimonatigen Zugehörigkeit zu den Einsatzgruppen und der nicht nachgewiesenen direkten Befehlsverantwortung für die in dieser Zeit durch seine Einheit verübten Morde freigesprochen, im dritten Anklagepunkt – (3) Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation – jedoch für schuldig befunden und zu zehn Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Records of the United States Nuremberg War Crimes Trials&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 4, US Government Printing Office, District of Columbia 1950, S. 578–581.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der intensivierten Diskussion der [[Wiederbewaffnung#Bundesrepublik Deutschland|westdeutschen Wiederbewaffnung]] nach Ausbruch des [[Koreakrieg]]es ab Sommer 1950 wandelte Hochkommissar [[John Jay McCloy|John McCloy]] am 31. Januar 1951 auf Empfehlung des „Advisory Board on Clemency for War Criminals“ von den 15 Todesurteilen gegen im [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] Inhaftierte vier in lebenslange Haftstrafen und sechs in Haftstrafen zwischen zehn und fünfundzwanzig Jahren um, während fünf Todesurteile vollstreckt werden sollten. Die Haftstrafen wurden verkürzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Frei: &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitspolitik&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1996, S. 195–233.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 31. Januar 1951 wurde Rühl nach sechs Jahren Haft freigelassen, seine Resthaftzeit wurde ihm erlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;earl-293&amp;quot;&amp;gt;Earl, Hilary: &amp;#039;&amp;#039;The Nuremberg SS-Einsatzgruppen Trial&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge 2009, S. 293 – &amp;quot;Table 11 – Sentence Modifications of the Einsatzgruppen Leaders between 1948 and 1958&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rühl lebte anschließend in Leverkusen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee513&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Earl, Hilary: &amp;#039;&amp;#039;The Nuremberg SS-Einsatzgruppen Trial, 1945–1958: Atrocity, Law, and History&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge 2009, ISBN 978-0-521-45608-1.&lt;br /&gt;
* Frei, Norbert: &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitspolitik: die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1996, ISBN 3-406-41310-2.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trials of War Criminals Before the Nuernberg Military Tribunals Under Control Council Law No. 10&amp;#039;&amp;#039;, Vol. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;United States of America vs. Otto Ohlendorf, et al. (Case 9: „Einsatzgruppen Case“)&amp;#039;&amp;#039;. US Government Printing Office, District of Columbia 1950. In: „National Archives Microfilm Publications“, NM Series 1874–1946, Microfilm Publication M936. National Archives and Record Service, Washington 1973. (Auszüge aus der Urteilsbegründung zu Felix Rühl: S. [http://web.archive.org/web/20081205074554/http://www.mazal.org/archive/nmt/04/NMT04-T0578.htm 578]–[http://web.archive.org/web/20081205075740/http://www.mazal.org/archive/nmt/04/NMT04-T0581.htm 581].)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2019-06-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruhl, Felix}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rühl, Felix&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rühl, Fritz Gustav Felix (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Hauptsturmführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. August 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neheim-Hüsten|Neheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Juni 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leverkusen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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