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	<title>Felix Kersten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Felix_Kersten&amp;diff=1389890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;San Goffery: Formales</title>
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		<updated>2026-02-20T18:46:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formales&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Felix.Kersten.JPG|mini|Felix Kersten (1920)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Alexander Felix Kersten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. September]] [[1898]] in [[Tartu|Dorpat]], [[Gouvernement Livland]]; † [[16. April]] [[1960]] in [[Hamm]]) war ein [[Massage]]therapeut, der als persönlicher Masseur des [[Reichsführer SS|Reichsführers SS]] [[Heinrich Himmler]] Bekanntheit erlangte. Er soll nach eigener Aussage für die Rettung zahlreicher [[Juden]] und [[KZ-Häftling]]e verantwortlich gewesen sein. Der Quellenwert seiner nach dem Krieg veröffentlichen Memoiren wird angezweifelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Felix Kersten wurde als Sohn des Landwirts und Gutsverwalters Friedrich Ferdinand Kersten und dessen Ehefrau Olga Maria Charlotte, geb. Stübing, in Dorpat (heute Tartu, [[Estland]]) geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 111 (1941), Görlitz 1941, S. 342.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschlandradiokultur.de/rettende-haende.1079.de.html?dram:article_id=176461 Archivbeitrag auf Dradio Kultur]: &amp;#039;Rettende Hände&amp;#039; – Beleg für den Sohn Arno Kersten, abgerufen am 21. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Besuch des Progymnasiums in [[Cēsis|Wenden]] absolvierte er ab 1914 ein Studium der Landwirtschaft. Er schloss sich 1919 einer finnisch-estnischen [[Freischärler]]-Truppe namens &amp;#039;&amp;#039;[[Pohjan Pojat]]&amp;#039;&amp;#039; („Söhne des Nordens“) an, die für die Unabhängigkeit Estlands kämpfte. Auf Fürsprache des Kommandeurs Oberst [[Hans Kalm]] erhielt Kersten die [[Finnland|finnische]] [[Finnische Staatsangehörigkeit|Staatsbürgerschaft]]. Zu der Zeit erkrankte er an [[Rheuma|Gelenkrheumatismus]]. Die Behandlung dieses Gebrechens veranlasste ihn, sich nach seiner Genesung in [[Helsinki|Helsingfors]] zum Massagetherapeuten ausbilden zu lassen. An anderer Stelle schreibt Kersten, dass er sich aus Langeweile in der [[Massage]]therapie versucht hätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Nachforschungen und Dokumente aus dem finnischen Staatsarchiv ergaben, trat Kersten im Juni 1919 erstmals in Finnland auf und bediente sich des Militärpasses eines &amp;#039;&amp;#039;Edvard Alexander Kersten&amp;#039;&amp;#039;, der seit 1914 im Militär gedient hatte. Als Kersten von der finnischen Regierung die Anerkennung seiner Dienstjahre seit 1914 beantragte, stellte die innere Kontrolle der [[Finnische Streitkräfte|finnischen Armee]] fest, dass der [[Militärpass]] einer anderen Person gehörte und fälschlich von Kersten benutzt wurde, was dieser auch zugab. Kersten musste die finnische Armee verlassen. Bevor diese weitere Nachforschungen anstellen konnte, hatte Kersten im Frühjahr 1922 das Land verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1923 bis 1925 setzte er seine Ausbildung in [[Berlin]] fort, zuletzt bei dem bekannten chinesischen Arzt B. Ko. Als Ko nach [[Republik China (1912–1949)|China]] zurückkehrte, konnte Kersten einen Teil von dessen Patienten übernehmen und eine internationale [[Arztpraxis|Praxis]] aufbauen. Zu seinen ersten [[Adel|aristokratischen]] Patienten gehörte [[Adolf Friedrich zu Mecklenburg|Adolf Friedrich]], der ehemalige Herzog von Mecklenburg. Dieser empfahl ihn an seinen Bruder [[Heinrich zu Mecklenburg|Hendrik]], Gemahl der Königin der Niederlande, weiter, wo er zum ständigen gesundheitlichen Betreuer und Berater der königlichen Familie avancierte. Im Jahr 1928 zog Kersten in die [[Niederlande]]. Im folgenden Jahr veröffentlichte er das Büchlein &amp;#039;&amp;#039;Die manuelle Therapie&amp;#039;&amp;#039; und bezeichnete sich als „finnischer Massage-Therapeut“. Erst 1934 zog er zurück nach Deutschland, wo er 80&amp;amp;nbsp;km nördlich von Berlin bei [[Dollgowsee|Dollgow]] ([[Kreis Ruppin]]) das [[Gut Hartzwalde]] erwarb. Am 7. August 1937 heiratete Kersten die aus [[Karpniki|Fischbach]] bei Hirschberg im Riesengebirge stammende Irmgard Anna Margarethe Neuschäffer. Das Paar hatte drei Söhne: Ulf-Peter (* 1938); Arno-Alexander (* 1940) und Andreas Kersten (* 1943).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/fotostrecke/himmlers-leibarzt-felix-kersten-fotostrecke-107646-4.html Felix Kersten mit Ehefrau und drei Söhnen], Foto bei [[Spiegel Online]], abgerufen am 21. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rolle im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Durch Vermittlung von [[August Diehn]] wurde Kersten 1939 bei Himmler eingeführt, der an [[Magenkrampf|Magenkrämpfen]] litt. Er behandelte Himmler auch während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] und verbrachte des Öfteren längere Zeit in Himmlers [[Hauptquartier]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46394451.html Der Orden unter dem Totenkopf, Die Geschichte der SS (20. Fortsetzung)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer seiner Patienten war auch der Industrielle [[Friedrich Flick]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-4559230&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article4559230/Die-Flicks-der-Konzern-die-Familie-die-Macht.html | titel=Die Flicks – der Konzern, die Familie, die Macht | autor=Norbert Frei | werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] | datum=2009-09-18 |zugriff=2. August 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1942 fuhr Kersten mit Himmler nach Rom, wo auch [[Galeazzo Ciano]] und andere führende Persönlichkeiten des [[Faschismus]] seine Patienten wurden. In der letzten Phase des Kriegs spielte er schließlich eine wichtige Vermittlerrolle bei den Kontakten, die Himmler mit der schwedischen Regierung anknüpfte. 1943 ließ Kersten sich in [[Stockholm]] nieder, wo er auch nach dem Krieg seine Praxis fortsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwedische Komitee des [[Jüdischer Weltkongress|World Jewish Congress]] hatte erfahren, dass Kersten im Auftrag des schwedischen Außenministeriums bei der Rettung mehrerer inhaftierter Personen aus deutschen Gefängnissen und [[Konzentrationslager]]n mitgewirkt hatte. [[Gilel Storch]], ein lettischer Geschäftsmann jüdischen Glaubens, trat daher mit Kersten in Verbindung, der sich bereit erklärte, mit Himmler über eine Verbesserung der Lage der [[Juden]] in den Konzentrationslagern zu verhandeln. Anfang März 1945 vermittelte Kersten ein Treffen zwischen einem Vertreter des &amp;#039;&amp;#039;WJC&amp;#039;&amp;#039; und Himmler. Diese Verhandlungen, die Himmler u.&amp;amp;nbsp;a. mit [[Norbert Masur]] auf Gut Hartzwalde führte, haben vermutlich dazu beigetragen, dass die Deutschen einige Konzentrationslager kampflos übergaben. [[Walter Schellenberg (SS-Mitglied)|Walter Schellenberg]], der bei [[Folke Bernadotte]] Zuflucht gefunden hatte, fertigte ein Manuskript zu der [[Rettungsaktion der Weißen Busse]] vom März/April 1945 an, das unter Bernadottes Namen mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Slutet&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ende&amp;#039;&amp;#039;) am 15. Juni 1945 veröffentlicht wurde. Kersten, Masur und Storch wurden darin namentlich nicht genannt.&lt;br /&gt;
Außenstehende in Schweden wussten von Kerstens häufigen Reisen nach Deutschland und betrachteten ihn als [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]. Am 13. oder 14. Juni 1945 erhielt Kersten einen Anruf von [[Folke Bernadotte]], den Kersten dahingehend interpretierte, dass ihm als finnischem Staatsbürger die Ausweisung nach Finnland drohe, wo ihn aufgrund seiner Beziehungen zu Himmler die sowjetische Gefangenschaft erwartete. In seiner Not wandte er sich an den niederländischen Baron van Nagell (der frühere Botschafter der Niederlande), der sich beim schwedischen Außenminister [[Christian Günther (schwedischer Politiker)|Christian Günther]] für ihn einsetzte. Die neue schwedische Regierung lehnte Kerstens Gesuch um die schwedische Staatsbürgerschaft ab. Kersten lebte danach in den Niederlanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Nachdem die niederländische Öffentlichkeit auf seine Person aufmerksam geworden war, erschienen seine Memoiren zuerst in niederländischer Sprache (&amp;#039;&amp;#039;Klerk en Beul&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/KlerkEnBeul_767 Klerk en Beul – Himmler van nabij] auf archive.org, (niederländisch); abgerufen am 3. Mai 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; später auch in anderen Sprachen. 1952 in Deutsch mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Totenkopf und Treue. Heinrich Himmler ohne Uniform. Aus den Tagebuchblättern des finnischen Medizinalrates Felix Kersten&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurden als eine wichtige historische Quelle für den [[Schutzstaffel|SS]]-Komplex und insbesondere für Himmler angesehen. Laut dem Historiker und Journalisten [[Loe de Jong]] war allerdings nur [[Nicolaas Wilhelmus Posthumus]] von der Richtigkeit der Memoiren überzeugt,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heinrich Wilhelm, Louis de Jong: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Legenden aus dem Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Quellenkritische Studien (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 28). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1974, ISBN 3-421-01680-1; S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich in nicht unwesentlichen Punkten in den verschiedenen Übersetzungen unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heinrich Wilhelm, Louis de Jong: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Legenden aus dem Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Quellenkritische Studien (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 28). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1974, ISBN 3-421-01680-1; S. 119–125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche NS-Historiker [[Peter Longerich]] urteilte 2010 über die Zuverlässigkeit der Memoiren in seiner Himmler-Biographie:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Unter den Händen des Masseurs, der, zwei Jahre älter als Himmler und von massiger Gestalt, eine beruhigende Ausstrahlung hatte, entspannte sich Himmler im Allgemeinen, und Kersten nutzte die Behandlungen, um ein Vertrauensverhältnis zum Reichsführer aufzubauen. Ob Himmler ihm dabei tatsächlich, wie Kersten in seinen Memoiren behauptete, tiefere Einblicke in seine Gedankenwelt gewährte oder ob Kersten sich diese Gespräche nach Kriegsende ausdachte, muss allerdings dahingestellt bleiben; jedenfalls sollte Kersten insbesondere in der Endphase des Krieges für Himmler wichtige Dienste bei der Vermittlung von Auslandskontakten übernehmen|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Longerich]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler. Biographie.&amp;#039;&amp;#039; München 2010, S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Jong, der damals am &amp;#039;&amp;#039;Riod&amp;#039;&amp;#039; ([[NIOD Instituut voor Oorlogs-, Holocaust- en Genocidestudies|Niederländisches Institut für Kriegsdokumentation]]) arbeitete, überprüfte um 1970 Kerstens „Dokumente“ zu dessen erfolgreichem Engagement gegen einen vermeintlichen [[Deportation]]splan der Nationalsozialisten, der die Umsiedlung der (je nach Version) vollständigen holländischen Bevölkerung vorsah. Er stellte fest, dass der Plan und seine Belege ein Konstrukt („…Textstücke mit einem großenteils, wenn nicht ganz, zusammenphantasierten Inhalt…“)&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heinrich Wilhelm, Louis de Jong: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Legenden aus dem Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Quellenkritische Studien (Schriftenreihe der [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]. Bd. 28). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1974, ISBN 3-421-01680-1, [https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=kWvoBQAAQBAJ&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA001 S. 131].&amp;lt;/ref&amp;gt; sind, die Kersten dank seiner überzeugenden Darstellung und wahrscheinlich Geldzuwendungen an Posthumus der holländischen Historikerkommission plausibel zu machen gewusst hatte. Somit war der 1950 verliehene Oranien-Nassau-Orden unverdient. De Jongs Untersuchungsergebnis wurde aus Gründen der Peinlichkeit in den Niederlanden kaum diskutiert.&lt;br /&gt;
Am 17. August 1950 empfing Kersten auf dem [[Palais Soestdijk|Schloss Soestdijk]] bei Amsterdam aus der Hand von [[Bernhard zur Lippe-Biesterfeld|Prinz Bernhard]] die Ernennung zum Großoffizier des [[Orden von Oranien-Nassau|Ordens von Oranien-Nassau]] für seine „Taten im Namen der Menschlichkeit“ und „in Dankbarkeit für die geschichtlich einmaligen Verdienste um Holland“. Kersten wurde in Finnland mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Lääkintöneuvos]]&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich „Medizinalrat“) und der Ernennung zum Kommandeur des [[Finnischer Orden der Weißen Rose|Ordens der Weißen Rose]] geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1945 hatte Kersten, der in den Nachkriegsjahren ein kleines Landgut in der Nähe von [[Stockholm]] erworben hatte, die schwedische Staatsbürgerschaft beantragt, was gewisse politische Kreise in Schweden wegen Kerstens Zwielichtigkeit und Nähe zu Himmler ablehnten bzw. immer wieder verzögerten. Ein neuer Vorstoß und Antrag Kerstens wurde noch 1952 nach einer Debatte vom Stockholmer [[Reichstag (Schweden)|Riksdag]] abgelehnt. Kersten trat jetzt mit einem Brief des Grafen Bernadotte – der 1948 ermordet wurde und auf die Anschuldigungen somit nicht mehr reagieren konnte – an die Öffentlichkeit, den Bernadotte angeblich im März 1945 an Himmler geschrieben hatte und in dem er sich und den schwedischen Staat aufs Äußerste diskreditierte. Er sagte darin, dass Schweden an entlassenen Juden so wenig wie Himmler selbst interessiert sei, nur der Privatmann Kersten habe auf eigene Faust die jüdischen Gefangenen ins Gespräch gebracht. Als „Zugabe“ für Himmler habe Bernadotte noch eine kleine Skizze von London mit lohnenden Zielen für die deutschen [[Aggregat 4|V2]]-Raketen beigelegt. Wieder befand eine Kommission nach Befragung einiger Zeugen den Brief, der nur als Abschrift einer Abschrift vorlag, trotz seines absurden Inhalts für echt, und die Schweden machten Kersten, diesmal mehr oder weniger stillschweigend, 1953 zu ihrem Mitbürger. Erst 1978 fand der englische Historiker [[Gerald Fleming]] heraus, dass der sogenannte „Bernadotte-Brief“ ebenfalls eine Fälschung von Kerstens Hand ist. Auch dieses Untersuchungsergebnis, das unwidersprochen blieb, drang kaum an die Öffentlichkeit.&amp;lt;!--Belege?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kersten konnte sich weiter dem Aufbau einer umfangreichen internationalen Praxis widmen und gab dazu 1958 das Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Heilkraft der Hand&amp;#039;&amp;#039; heraus. Von seinem Patienten Himmler ist darin nichts zu lesen.&lt;br /&gt;
Felix Kersten starb mit 61 Jahren in Hamm in Nordrhein-Westfalen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bbld.de/0000000109602890 Kersten, Eduard Alexander Felix.] BBLD – Baltisches Biographisches Lexikon Digital.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* 1958 sendete der WDR ein Feature von 60 min. über Felix Kersten&lt;br /&gt;
* 1998 brachte Arto Koskinen in Finnland den Film &amp;#039;&amp;#039;Kuka oli Felix Kersten?&amp;#039;&amp;#039; („Wer war Felix Kersten?“) heraus.&lt;br /&gt;
* Am 18. Januar 1999 sendete der WDR: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Masseur und Schwedens Extratour; Wie Gilel Storch mehr als zehntausend Juden vor den Nazis rettete&amp;#039;&amp;#039; (Tagebuch-Aufzeichnungen von [[Olof Palme]] haben diesen Film aus Archiv-Material und nachgestellten Spielszenen möglich gemacht.)&lt;br /&gt;
* Im April 2013 sendete der Deutschlandfunk ein Feature über &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Masseur&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Hörspielfeature von Peter Kaiser im [[Deutschlandfunk]]: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/2028962/ Himmlers Masseur], abgerufen am 12. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrungen ===&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz|Eisernes Kreuz 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer]]&lt;br /&gt;
* Goldenes Ehrenkreuz des Kgl. Niederländ. Roten Kreuzes&lt;br /&gt;
* Kommandeur im [[Finnischer Orden der Weißen Rose|Finnischen Orden der Weißen Rose]]&lt;br /&gt;
* Großoffizier des [[Orden von Oranien-Nassau|Ordens von Oranien-Nassau]]&lt;br /&gt;
* [[Lääkintöneuvos]] (Ehrentitel in Finnland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Schriften und insbesondere bei den Memoiren um teilweise nicht unerheblich voneinander abweichende Fassungen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/kerstenmemoirs19010774mbp The Kersten Memoirs] auf Archive.org; Nicht druckbare &amp;#039;Daisy&amp;#039;-Version, 900 kB – abgerufen am 21. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. Kritik in &amp;#039;&amp;#039;De Jong&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heinrich Wilhelm, Louis de Jong: Zwei Legenden aus dem Dritten Reich. Quellenkritische Studien (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 28). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1974, ISBN 3-421-01680-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die manuelle Therapie.&amp;#039;&amp;#039; 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Memoirs of Dr. Felix Kersten&amp;#039;&amp;#039;. New York 1947 / englisch mit Einleitung v. Konrad Heiden.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Totenkopf und Treue.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1953, ist eine stark erweiterte Fassung der „Kersten-Memoirs“.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;The Kersten Memoirs 1940–1945.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Einleitung von [[Hugh Trevor-Roper]]. 1957&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Samtal med Himmler&amp;#039;&amp;#039;. Stockholm 1947.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klerk en beul – Himmler van nabij&amp;#039;&amp;#039;. Amsterdam 1948.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Heilkraft der Hand.&amp;#039;&amp;#039; Ulm 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ian Buruma: &amp;#039;&amp;#039;The collaborators&amp;#039;&amp;#039;, New York : Penguin Press, 2022, ISBN 978-0-593-29664-6&lt;br /&gt;
* Lena Einhorn: &amp;#039;&amp;#039;Menschenhandel unterm Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2002, ISBN 3-608-94010-3.&lt;br /&gt;
* Arno Kersten, Emmanuel Amara: &amp;#039;&amp;#039;Felix Kersten. Le Dernier des Justes.&amp;#039;&amp;#039; P. Robin, Paris 2006, ISBN 2-35228-009-5.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Kessel]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinalrat Kersten: Der Mann mit den magischen Händen.&amp;#039;&amp;#039; Nymphenburger, München 1961.&lt;br /&gt;
* Norbert Masur: &amp;#039;&amp;#039;Ein Jude spricht mit Himmler.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Hauke Siemen. Stockholm 1945. In: Niklas Günther, [[Sönke Zankel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Abrahams Enkel. Juden, Christen, Muslime und die Schoa.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08979-9 ([http://books.google.de/books?id=nxJc60hyDM0C&amp;amp;pg=PA133 online]).&lt;br /&gt;
* Baruch Nadel: &amp;#039;&amp;#039;Bernadotte Affaeren.&amp;#039;&amp;#039; Branner og Korch, Kopenhagen 1970, ISBN 87-411-1712-3.&lt;br /&gt;
* Werner Neuß: &amp;#039;&amp;#039;Mörder, Mentor, Menschenfreund: Himmlers Leibarzt Felix Kersten – die Lösung eines Rätsels.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Projekte-Verlag Cornelius, Halle 2013, ISBN 978-3-95486-413-3.&lt;br /&gt;
* Raymond Palmer: &amp;#039;&amp;#039;Felix Kersten and Count Bernadotte: A question of rescue.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Contemporary History]].&amp;#039;&amp;#039; Band 29, Heft 1, 1994, S. 39–51.&lt;br /&gt;
* Petersen, Herbert: &amp;#039;&amp;#039;Bericht über den gebürtigen Dorpatenser Felix Kersten, den Mann mit den &amp;#039;rettenden Händen&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des baltischen Deutschtums&amp;#039;&amp;#039;, Bd. XIII, 1966, S. 104–112.&lt;br /&gt;
* Hans-Heinrich Wilhelm, [[Louis de Jong]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Legenden aus dem Dritten Reich. Quellenkritische Studien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 28). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1974, ISBN 3-421-01680-1.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=kWvoBQAAQBAJ&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA001 Eingeschränkte Buchvorschau] (Google Books), dort S. 77–138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* John H. Waller: &amp;#039;&amp;#039;The Devil&amp;#039;s Doctor: Felix Kersten and the Secret Plot to Turn Himmler Against Hitler&amp;#039;&amp;#039;, Wiley 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118722034}}&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000109602890|NAME=Kersten, Eduard Alexander Felix*}}&lt;br /&gt;
* [http://www.libertyunbound.com/sites/files/printarchive/Liberty_Magazine_September-October_2003.pdf A Jew Talks With Himmler, Seite 57, (engl.)] (PDF; 13,6&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43065682.html &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Bauchweh.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Mai 1960.&lt;br /&gt;
* G. Fleming: [http://www.jstor.org/pss/30195158 &amp;#039;&amp;#039;Die Herkunft des „Bernadotte-Briefs“ an Himmler vom 10. März 1945.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25657338.html &amp;#039;&amp;#039;Das Bayerische in Himmler.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Spiegel]] 33/1953&lt;br /&gt;
* Peter Maxwill: [https://www.spiegel.de/geschichte/himmlers-leibarzt-felix-kersten-a-947795.html &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Leibarzt Masseur des Massenmörders.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[einestages]], [[Spiegel Online]] vom 8. November 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/2028962/ „Himmlers Masseur“ Yoga im Nationalsozialismus] Von Peter Kaiser [[Deutschlandfunk]] 12. April 2013 (Textversion)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118722034|LCCN=n92121678|VIAF=24891291}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kersten, Felix}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinrich Himmler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Großoffizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Finnischen Ordens der Weißen Rose (Kommandeur 2. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Finnland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Finnischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Finnland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Finnland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kersten, Felix&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kersten, Eduard Alexander Felix (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Masseur von Heinrich Himmler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. September 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dorpat]], [[Gouvernement Livland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. April 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;San Goffery</name></author>
	</entry>
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