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	<title>Felix Gaerte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:10:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 25. Dezember 2024 um 00:22 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Felix Otto Gaerte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Juni]] [[1918]] in [[Międzychód|Birnbaum]]; † [[6. Juni]] [[2013]] in [[Düsseldorf]]) war ein deutscher Diplomat. Aufsehen erregte zuletzt die von ihm begonnene juristische Auseinandersetzung um die Behandlung seiner NS-Vergangenheit in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
Schon Felix Gaertes Vater Alfons Gaerte war im [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] tätig war. Felix Gaerte besuchte das Gymnasium in [[Basel]] und gründete dort als [[Hitlerjugend|HJ]]-Rottenführer die erste [[Deutsches Jungvolk|Jungvolkgruppe]], die er bis 1934 leitete. 1937 machte er in Potsdam sein Abitur und absolvierte von April bis Oktober des Jahres seine Pflichtzeit im [[Reichsarbeitsdienst]]. Am 1. August desselben Jahres beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. September 1937 aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.910.278).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/10190254&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend studierte er Jura. Nach seiner Ersten Staatsprüfung 1940 meldete sich Gaerte im Mai des Jahres freiwillig zur [[Fallschirmjäger (Wehrmacht)|Fallschirmtruppe]], bis er Oktober 1944 als [[Leutnant]] der Reserve aus der Luftwaffe entlassen und der Stabskompanie der [[Waffen-SS]] beim [[Reichssicherheitshauptamt]] zugeteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg arbeitete Gaerte zunächst als Jurist auf dem Landratsamt [[Balingen]] im [[Französische Besatzungszone|französisch besetzten]] [[Württemberg]]. 1950/1 absolvierte Gaerte den ersten Lehrgang für [[Anwärter (Beamtenrecht)|Anwärter]] des höheren Auswärtigen Dienstes. 1961 wurde er an das Generalkonsulat [[Mumbai|Bombay]] versetzt und drei Jahre später zum Legationsrat I. Klasse in der Zentrale des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amts]] (AA) befördert (Referat Abrüstung und Sicherheit). Von 1967 bis 1972 leitete Gaerte das Generalkonsulat in [[Melbourne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.melbourne.diplo.de/Vertretung/melbourne/de/1/geschichte-gk.html |wayback=20110620193128 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 veröffentlichte Gaerte unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Auch im Westen pfeift der Wind&amp;#039;&amp;#039; seine Erinnerungen im [[Graz]]er [[Leopold Stocker Verlag]], der auch [[Rechtsextremismus|rechtsextreme]] Autoren wie [[David Irving]] und [[Friedrich Romig]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Auseinandersetzung um Gaertes NS-Vergangenheit ==&lt;br /&gt;
Gaerte wehrte sich 2011 juristisch gegen die „falsche Tatsachenbehauptung“ der [[Unabhängige Historikerkommission – Auswärtiges Amt|Unabhängigen Historikerkommission – Auswärtiges Amt]] in ihrer Veröffentlichung &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;, er sei bereits 1937 aus Karrieregründen der [[Schutzstaffel|SS]] beigetreten (SS-Nummer 312.719), habe den Rang eines Untersturmführers erreicht und sei nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] „unter Angabe falscher Personalien im AA wiederbeschäftigt“ worden. Das [[Landgericht Hamburg]] hat im März 2011 per [[Einstweilige Verfügung|einstweiliger Verfügung]] den Vertrieb künftiger Auflagen des Buches in unveränderter Form zunächst verboten. Der [[Karl Blessing Verlag]] verweist demgegenüber auf die Aktenlage, etwa auf die Gaertes „SS-Sippenakte“, wonach Gaerte vor seiner Heirat 1944 den [[Reichsführer SS]] [[Heinrich Himmler]] um Erlaubnis bat. Der Historiker [[Hans-Jürgen Döscher]] zeigt in seiner Untersuchung 2018, dass Gaerte die irrtümliche Bezeichnung „SS-Untersturmbannführer“ (einen solchen Dienstgrad gab es nicht) in &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039; statt wie es korrekt hätte heißen müssen [[SS-Untersturmführer]], als der tatsächlich aktenkundig wurde, zum Anlass nahm, kontrafaktisch zu behaupten, er sei nie Mitglied der SS gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Döscher: &amp;#039;&amp;#039;Brennpunkte der Zeitgeschichte. Karrieren vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Osnabrück 2018, ISBN 978-1-9770-0149-8, S. 20–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaertes NS-Vergangenheit war bereits in den 1950er Jahren öffentlich diskutiert worden. Im Rahmen einer fünfteiligen Artikelreihe zu den Verstrickungen vieler Diplomaten in das NS-Regime vom September 1951 erhob die [[Frankfurter Rundschau]] die ersten Vorwürfe. Infolge der Kampagne der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] gegen „Kriegs- und Naziverbrecher“ in der BRD führte der Historiker [[Kurt Rheindorf]] im Auftrag des AA Ermittlungen durch, welche die Zugehörigkeit Gaertes zur NSDAP und SS bestätigten und zu einer mehrjährigen Beförderungssperre führten, weil Gaerte auch auf Vorhalt an seinen Behauptungen festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Titel=Auch im Westen pfeift der Wind. Vom Fallschirmjäger zum Diplomaten im heißen und im kalten Krieg |Jahr=2001 |Verlag=Leopold Stocker| Ort=Graz }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 2017f. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123509491}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Hans-Jürgen Döscher]]| url=https://www.zeit.de/2011/10/Diplomat-Justiz?page=all | titel=Der Fall Gaerte| werk=[[Die Zeit]]| datum=10. März 2011| zugriff=2011-03-24}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www.buchmarkt.de/archiv/einstweilige-verfugung-gegen-das-amt-und-die-vergangenheit-allerdings-wirksam-nur-fur-zukunftige-auflagen/ | titel=Einstweilige Verfügung gegen „Das Amt und die Vergangenheit“ – allerdings wirksam nur für zukünftige Auflagen | titelerg=Interview mit dem Justitiar des Blessing-Verlages Rainer Dresen | autor= | hrsg= | werk=[[Buchmarkt (Fachzeitschrift)|buchmarkt.de]] | seiten= | datum=3. März 2011 | zugriff=2011-03-24 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123509491|LCCN=n/90/628940|VIAF=79482593}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gaerte, Felix}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsul von Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fallschirmjäger (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gaerte, Felix&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gaerte, Felix Otto (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Juni 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Międzychód|Birnbaum]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Juni 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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