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	<title>Feldhase - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Schniggendiller: Änderungen von ~2026-15593-52 (Diskussion) auf die letzte Version von NDG zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feldhase&amp;diff=24277&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-11T17:24:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-15593-52&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-15593-52&quot;&gt;~2026-15593-52&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-15593-52&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-15593-52 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:NDG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:NDG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;NDG&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das Säugetier Feldhase; zu dem gleichnamigen Bild Albrecht Dürers siehe [[Feldhase (Dürer)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Feldhase&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lepus europaeus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Peter Simon Pallas|Pallas]], 1778&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Echte Hasen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Lepus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Hasen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Leporidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Hasenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Lagomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Euarchontoglires&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Lepus EM115247 (27783674376).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feldhase&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Lepus europaeus&amp;#039;&amp;#039;), kurz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hase&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein [[Säugetier]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Hasen]] (Leporidae). Die Art besiedelt offene und halboffene Landschaften. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile der südwestlichen [[Paläarktis]]; durch zahlreiche Einbürgerungen kommt der Feldhase heute jedoch auf fast allen Kontinenten vor. Aufgrund der starken Intensivierung der Landwirtschaft ist der Bestand des Feldhasen in vielen Regionen Europas rückläufig. Die [[Schutzgemeinschaft Deutsches Wild]] erklärte den Feldhasen für das Jahr 2001 und erneut 2015 zum [[Tier des Jahres#Tier des Jahres in Deutschland|Tier des Jahres]].&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Hoffmann: {{Webarchiv | url=http://www.sdwi.de/tiere/2015.htm | wayback=20160303024609 | text=&amp;#039;&amp;#039;Tier des Jahres 2015 – Der Feldhase&amp;#039;&amp;#039;}}, Schutzgemeinschaft Deutsches Wild, abgerufen am 24. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lepus europaeus 02 MWNH 1534.jpg|mini|links|Schädel des &amp;#039;&amp;#039;Lepus europaeus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
{{Zahnformel|2|0|3|3|I=1|P=2|Gesamt=28|Titel=[[Zahnformel]] des Feldhasen}}&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem [[Schneehase]]n ist der Feldhase der größte [[Hasenartige]] Europas. Die [[Kopf-Rumpf-Länge]] beträgt 55 bis 68 Zentimeter, die Schwanzlänge 75 bis 140 Millimeter, die Länge der Hinterfüße 124 bis 185 und die Ohrlänge 100 bis 140 Millimeter. Ausgewachsene Tiere wiegen 3,5 bis etwa 5,0 Kilogramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HMW 2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Hasenfell]] ist lang, die Deckhaare sind im größten Teil des Verbreitungsgebietes gebogen, nur im [[Kaukasus]] und in [[Kleinasien]] sind sie gerade. Die [[Wollhaar]]e haben eine weiße Basis. Der Rücken ist variabel gefärbt und kann gelblich grau, ockerbraun oder braunrot mit gelben Schattierungen und schwarz gesprenkelt sein. Der Rücken ist dunkler als die Körperseiten und das Gesicht. Die [[Flanke (Anatomie)|Flanken]] sind mehr rostgelb oder rötlich braun. Kopf und Hals, die Brust sowie die Beine sind hellbraun, der Bauch ist cremeweiß. Die Ohren sind blassgrau und zeigen an der Spitze einen schwarzen, etwa dreieckigen Fleck. Der Schwanz ist auf der Oberseite schwarz, unterseits weiß. Im [[Winterfell]] sind die Kopfseiten einschließlich der [[Ohrbasis]] weißer und die Hüften mehr grau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:European Hare area.png|mini|Verbreitung des Feldhasen: ursprünglich (braun), eingebürgert (rot)]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Feldhasen umfasst große Teile der südwestlichen [[Paläarktis]]. Es reicht in West-Ost-Richtung vom nördlichen zentralen [[Spanien]] und der [[Bretagne]] bis in den Südwesten [[Sibirien]]s und in den Nordwesten der [[Mongolei]]. In Nord-Süd-Richtung reicht das Areal von [[Dänemark]] und – unter Aussparung des größten Teils von [[Skandinavien]] – etwa der Mitte [[Finnland]]s bis Nordspanien, bis in das nördliche [[Italien]] und bis in den Süden Griechenlands; weiter östlich bis in den Norden des [[Iran]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[{{IUCN|ID=41280|ScientificName=Lepus europaeus|PureURL=yes}} Der Feldhase auf der Red List der IUCN, Verbreitungskarte] (engl.), abgerufen am 20. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Art wurde vor allem aus jagdlichen Gründen in vielen weiteren Gebieten Europas und darüber hinaus auf weiteren [[Kontinent]]en eingebürgert. In Europa wurde die Art vom Menschen in [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]] und [[Nordirland]], in Südschweden, auf [[Korsika]] und im Süden Italiens etabliert. Große Bestände gibt es heute außerdem im Nordosten der [[USA]], im Süden [[Südamerika]]s, im Süden und Osten [[Australien]]s einschließlich [[Tasmanien]] sowie in [[Neuseeland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relativ wärmeliebende Art bewohnt offene und halboffene Landschaften wie lichte Wälder, [[Steppe]]n, [[Düne]]n und die Agrarlandschaft mit Hecken, Büschen oder angrenzenden Wäldern von Meereshöhe bis in 2500&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Brandenburg]] haben statistische Erhebungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts ergeben, dass es durchschnittlich noch rund 8–10&amp;amp;nbsp;Feldhasen pro Quadratkilometer gibt. Umweltschützer und Biologen beobachten, dass Hasenpopulationen immer mehr an den Rand oder in große Grünflächen von Städten umsiedeln. Als Ursache vermuten die Experten, dass die natürlichen Feinde der Hasen hier kaum anzutreffen sind. Der [[Bezirk Lichtenberg]] von [[Berlin]] hat im Jahr 2016 ein Mitmachprojekt zur Beobachtung und Zählung der Population durch alle Bürger ins Leben gerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Steffi Bey: &amp;#039;&amp;#039;Feldhasen zieht es in die Stadt. Lichtenberg initiiert Projekt zur Erforschung der Tiere.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]].&amp;#039;&amp;#039; 8. Januar 2016 ([https://www.nd-aktuell.de/artikel/997280.feldhasen-zieht-es-in-die-stadt.html online]), abgerufen am 20. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zählung im Berliner Bezirk Lichtenberg ergab eine Zahl von 15 Individuen je Quadratkilometer, das sind 4 mehr als der Bundesdurchschnitt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Der Tagesspiegel]]: [https://www.tagesspiegel.de/berlin/feldhasen-zwischen-plattenbauten-hasen-heimat-lichtenberg/19665498.html Hasen-Heimat Lichtenberg], 12. April 2017, abgerufen am 27. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feldhase 100102.jpg|mini|Sich in der Sasse „drückender“ Feldhase mit angelegten Ohren und aufmerksamem Blick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kämpfende Feldhasen 03.jpg|mini|Boxende Feldhasen auf [[Spiekeroog]]]]&lt;br /&gt;
Der Feldhase ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, vor allem am Anfang der Fortpflanzungszeit im Spätwinter und im Frühjahr aber auch tagaktiv. Die Tiere sind außerhalb der Paarungszeit Einzelgänger und ruhen am Tag in &amp;#039;&amp;#039;Sasse&amp;#039;&amp;#039; genannten, flachen, meist gut gedeckten Mulden. Bei Gefahr „drücken“ sie sich bewegungslos an den Boden und ergreifen erst im letzten Moment die Flucht. Feldhasen erreichen dabei über kurze Distanz Geschwindigkeiten bis zu 70&amp;amp;nbsp;km pro Stunde und springen bis zu 2&amp;amp;nbsp;m hoch. Die Tiere können auch gut schwimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Feldhasen ernähren sich wie alle [[Echte Hasen|Echten Hasen]] pflanzlich. Sie fressen grüne Pflanzenteile, aber auch Knollen, Wurzeln und Getreide, ihren Blinddarmkot ([[Caecotrophie]]) sowie vor allem im Winter die Rinde junger Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung und Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zając szarak (Lepus europaeus) 3.jpg|mini|Junger Feldhase]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hasensprung.jpg|mini|Bewegungsablauf bei einem jungen Feldhasen]]&lt;br /&gt;
Einerseits kämpfen Männchen um ein empfängnisbereites Weibchen, andererseits beteiligen sich die Weibchen auch an diesen Kämpfen. Dabei jagen sie sich und „boxen“, schlagen also mit den Vorderpfoten aufeinander ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Haseder, S. 320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Warum sich die Häsinnen an den Kämpfen beteiligen, wird empirisch damit begründet, dass die Häsin den ausdauerndsten Rammler erst zur Begattung zulässt, wenn die Berührungssperre der solitär lebenden Tiere überwunden ist. Die bei diesen Kämpfen ausgerissenen Haarbüschel werden in der [[Jägersprache]] als [[Rammelwolle]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fortpflanzungszeit dauert in Mitteleuropa von Januar bis Oktober, die Weibchen bekommen im Jahr 3- bis 4-mal Junge. Die Tragzeit beträgt etwa 42 Tage. Die Würfe umfassen 1–5, ausnahmsweise 6 Junge. Bei Feldhasen können parallele Schwangerschaften auftreten, ein Phänomen, das als [[Superfötation]] bezeichnet wird. Dies bedeutet, dass ein Weibchen erneut trächtig werden kann, während es noch trächtig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frisch geborenen Junghasen wiegen 100–150&amp;amp;nbsp;g und sind wie bei allen Hasen ausgesprochene „[[Nestflüchter]]“, sie werden behaart und sehend geboren. Als Nestflüchter leben die Junghasen allein, aber nicht verlassen und sollten von Menschen weder angefasst, noch mitgenommen werden. Die Häsin kommt nur etwa zweimal am Tag zum Säugen. Das bisher bekannte Maximalalter im Freiland beträgt 12,5 Jahre, jedoch wird über die Hälfte der Hasen kein Jahr alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natürliche Feinde ===&lt;br /&gt;
Weltweit zählen Hasen zu den [[Beutetier]]en für [[Prädator]]en und [[Fleischfresser]]. In Europa sind das unterschiedliche [[Raubtiere]], [[Greifvogel|Greifvögel]] und [[Rabenvogel|Rabenvögel]], die insbesondere den Großteil der Junghasen erbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parasiten ===&lt;br /&gt;
Der Fadenwurm &amp;#039;&amp;#039;[[Trichostrongylus retortaeformis]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein häufiger Dünndarmparasit beim Feldhasen. In Italien wurde auch der mit [[Florida-Waldkaninchen]] aus Nordamerika eingeschleppte Magenwurm [[Obeliscoides cuniculi|&amp;#039;&amp;#039;Obeliscoides cuniculi cuniculi&amp;#039;&amp;#039;]] beim Feldhasen nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Paolo Tizzani, Arianna Menzano, Stefano Catalano, Luca Rossi, Pier Giuseppe Meneguz: &amp;#039;&amp;#039;First report of Obeliscoides cuniculi in European brown hare (Lepus europaeus).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Parasitology Research.&amp;#039;&amp;#039; 2011, Band 109, Nummer 3, S.&amp;amp;nbsp;963–966 {{DOI|10.1007/s00436-011-2375-7}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Der Feldhase wird als eigenständige [[Art (Biologie)|Art]] innerhalb der Gattung der [[Echte Hasen|Echten Hasen]] (&amp;#039;&amp;#039;Lepus&amp;#039;&amp;#039;) eingeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HMW 2016&amp;quot; /&amp;gt; Die Art wurde 1778 von dem deutschen Naturforscher [[Peter Simon Pallas]] wissenschaftlich [[Erstbeschreibung|beschrieben]] und in die von [[Carl von Linné]] eingerichtete Gattung &amp;#039;&amp;#039;Lepus&amp;#039;&amp;#039; eingeordnet. Pallas gab keine [[Typuslokalität]] an, spätere Bearbeiter wie [[Édouard Louis Trouessart]] und [[Sergei Iwanowitsch Ognjow]] grenzten diese auf das südwestliche Polen ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bock 2020&amp;quot; /&amp;gt; Teilweise wurde er aufgrund der morphologischen Ähnlichkeit mit dem [[Kaphase]]n (&amp;#039;&amp;#039;Lepus capensis&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Tolai-Hase]]n (&amp;#039;&amp;#039;Lepus tolai&amp;#039;&amp;#039;) als [[Ringspezies]] zusammengefasst und aufgrund der Benennungspriorität als &amp;#039;&amp;#039;Lepus capensis&amp;#039;&amp;#039; betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren Analysen wurde der Artstatus der drei Arten etabliert, molekularbiologische Arbeiten legen jedoch teilweise eine erneute Zusammenfassung von Feldhase und Kaphase sowie weiteren Arten in Nordafrika zu einer Art oder einem sehr nahe verwandten [[Artenkomplex]] nahe, bei dem es vor allem aufgrund der geografischen Trennung kaum zu einem Genfluss kommt. Die Unterschiede im Genom sind nur sehr gering und würden die Artabgrenzung allein nicht oder nur unzureichend begründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Slimen et al. 2008&amp;quot; /&amp;gt; Die Diskussionen sind nicht abgeschlossen, da es für beide [[Hypothese]]n gute Argumente gibt, somit werden der Feldhase und der Kaphase bis zur weiteren Klärung als eigenständige Arten angesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HMW 2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Art werden zahlreiche Unterarten eingeordnet, wobei die Anzahl abhängig von der Quelle variieren kann. Die Klassifizierung erfolgt dabei vor allem auf der Basis von Körpergröße und Fellfarbe, wobei es vor allem aus Russland Studien gibt, dass es sich bei diesen Merkmalen um [[Kline (Biologie)|klinale]] Variationen und damit nicht um Unterarten handelt. Trotz der Unsicherheit werden nach aktuellen Systematiken mit der [[Nominotypisches Taxon|Nominatform]] aktuell 16 Unterarten unterschieden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bock 2020&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HMW 2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lepus europaeus europaeus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Pallas}}, 1778: Nominatform, vor allem in West-Europa&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. caspicus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Hemprich and Ehrenberg}}, 1832: im Bereich der unteren Wolga, [[Kalmückien]] und dem westlichen [[Kasachstan]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. connori&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Robinson}}, 1918: im nordwestlichen [[Iran]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. creticus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Barrett-Hamilton}}, 1903: auf [[Kreta]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. cyprius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Barrett-Hamilton}}, 1903: auf [[Zypern]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. cyrensis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Satunin}}, 1905: in [[Aserbaidschan]] und [[Transkaukasien]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. hybridus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Desmarest}}, 1822: in den [[Baltikum|baltischen Staaten]], [[Belarus]], der [[Ukraine]], [[Finnland]] sowie dem westlichen bis zentralen Russland&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. judeae&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|Gray}}, 1867): in Palästina&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. karpathorum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Hilzheimer}}, 1906: in den [[Karpaten]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. medius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Nilsson}}, 1820: in [[Dänemark]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. occidentalis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|de Winton}}, 1898: in [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. parnassius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Miller}}, 1903: im zentralen [[Griechenland]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. ponticus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Ognec}}, 1929: an den russischen Küsten des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. rhodius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Festa}}, 1914: auf [[Rhodos]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. syriacus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Hemprich and Ehrenberg}}, 1832: in [[Syrien]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L. e. transsylvanicus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Matschie}}, 1901: in Ost- und Südost-Europa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestand und Gefährdung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wachsamer Feldhase in Birkholz bei Bernau.jpg|mini|Wachsamer Feldhase]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fliehender Feldhase.JPG|mini|Fliehender Feldhase]]&lt;br /&gt;
Seit den 1960er Jahren ist der Bestand in vielen Teilen Europas stark abnehmend. Als Hauptgrund wird recht einheitlich die starke Intensivierung der Landwirtschaft angesehen, insbesondere der massive Einsatz von Dünger und [[Pestizid]]en sowie der intensive Maschineneinsatz. Untersuchungen in den Jahren 2004 bis 2009 ergaben, dass sich insbesondere der Anbau von [[Wintergetreide]], [[Raps]] und [[Mais]] auf immer größeren Feldern negativ auswirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;ABU: [http://www.abu-naturschutz.de/nachrichten/nachrichten-vor-2008/294-landwirte-helfen-feldhasen-v15-294.html Landwirte helfen Feldhasen], 4. April 2007, abgerufen am 27. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Gehle, Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung, Bonn: &amp;#039;&amp;#039;Die Sache mit den Hasen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe.&amp;#039;&amp;#039; 04/2013, 24. Januar 2013, Seite 44 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwindende Saum-, Kraut- und Staudenfluren und eine Reduzierung der Brachflächen um fast drei Viertel innerhalb der letzten zehn Jahre sind bedeutende Faktoren des Bestandrückgangs. In Deutschland wird die Art daher in der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] als „gefährdet“ (Kategorie 3) geführt, in einigen Bundesländern wie [[Brandenburg]] und [[Sachsen-Anhalt]] als „stark gefährdet“ (Kategorie 2). Der Weltbestand gilt laut [[IUCN]] als ungefährdet („least concern“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2016 lebten auf deutschen Feldern und Wiesen durchschnittlich 11 Hasen pro Quadratkilometer (2011 waren es 12), wobei regional starke Unterschiede vorlagen. Die niedrigsten Bestände finden sich in den [[Neue Länder|neuen Bundesländern]] mit durchschnittlich 5 Tieren, in Sachsen nur 3, während in Nordrhein-Westfalen die größte Population mit durchschnittlich 17 Feldhasen pro Quadratkilometer anzutreffen ist (zum Vergleich: 2011 waren es in Niedersachsen und Schleswig-Holstein durchschnittlich 26). Nach Hochrechnungen lebten 2011 ungefähr vier Millionen, 2016 etwa zwei bis drei Millionen Feldhasen in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Süddeutsche Zeitung]]: [https://www.sueddeutsche.de/wissen/wissenschaft-feldhasen-bleiben-zahlenmaessig-stabil-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170407-99-978064 &amp;#039;&amp;#039;Feldhasen bleiben zahlenmäßig stabil&amp;#039;&amp;#039;], 7. April 2017, abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;September 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Feldhase ==&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Auf den Straßen finden viele Hasen den Tod. Nach Schätzungen des [[Deutscher Jagdverband|Deutschen Jagdverbandes]] fallen in [[Deutschland]] jährlich ungefähr 60.000 Feldhasen dem Straßenverkehr zum Opfer. Ähnlich sieht es in [[Österreich]] aus. Dort waren es 2016 rund 23.200 Hasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bejagung, Nutzung ===&lt;br /&gt;
{{Chart&lt;br /&gt;
| Definition = German hunting statistics of the european hare.chart&lt;br /&gt;
| Daten = German hunting statistics of the european hare.tab&lt;br /&gt;
| Ausrichtung = rechts&lt;br /&gt;
| Breite = 600px&lt;br /&gt;
| Rahmen = 1&lt;br /&gt;
| Quelle = Quellen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.jagdverband.de/zahlen-fakten/jagd-und-wildunfallstatistik/jagdstatistik-fuer-einzelne-wildarten | kommentar=siehe Jagdstatistik Feldhasen 2023/2024 | abruf=2025-11-23 | titel=Jagdstatistik für einzelne Wildarten | werk=jagdverband.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldhasen werden in fast allen Ländern Europas [[Jagd|bejagt]]. Neben dem Fleisch wird vor allem das Haar zur Herstellung feiner Hutfilze genutzt. Der Hase (etwa das Hasenhaar)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 398 (zum Hasenpulver als Therapeutikum bei Harn- und Blasensteinen; „ein iungen hasen prenn zu puluer“ – dort von &amp;#039;&amp;#039;Lepus timudus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; und das Hasenhirn wurde früher in der Heilkunde verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Hasenhaarschneiderei]] bildete ehedem einen eigenen Berufszweig. Für die [[Pelz]]verarbeitung wird das [[Hasenfell#Europäischer Feldhase|Feldhasenfell]] nur wenig verwendet, in den vergleichenden Haltbarkeitstabellen steht es als geringststrapazierfähiger Pelz an letzter Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Deutschland üblichen Jagdarten sind die [[Jagd#Gesellschaftsjagd|Treibjagd]] und der [[Ansitzjagd|Einzelansitz]]. Als flüchtendes [[Wild#Einteilung|Niederwild]] werden Hasen traditionell mit [[Flinte]]n per [[Schrotkugel|Schrotschuss]] bejagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Joachim Steinbach: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Pulver und Blei&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.djz.de/ausbildung/716-pulver-und-blei |wayback=20160304202905}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Jagd-Zeitung Online,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland wurden im [[Jagdjahr]] 1985/86 rund 825.000 Feldhasen geschossen, danach war die Zahl stark rückläufig und erreichte 1997/98 mit 406.000 erlegten Tieren ihren damals niedrigsten Stand. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg der Population wurden in Deutschland im Jahr 2003/04 rund 568.000 Feldhasen geschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;DJV Handbuch 2005.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Jagdschutzverband e.&amp;amp;nbsp;V., Mainz, S. 306–308.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem gingen die Jagdstrecken wieder zurück. Im Jagdjahr 2015/16 wurden 242.000 Hasen erlegt. Den regionalen Populationsunterschieden entsprechend, gibt es auch hier ganz erhebliche Unterschiede. Der Abschuss im Gesamtgebiet der neuen Bundesländer lag mit 9.000 Hasen bei 3 Prozent, in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit gesamt knapp 200.000 bei über 82 Prozent der deutschen [[Jagdstrecke]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutscher Jagdverband]]: [https://www.jagdverband.de/jagdstatistik &amp;#039;&amp;#039;Jahresjagdstrecke 2015/16.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;jagdverband.de,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 28. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Schonzeit]] beginnt Mitte Januar.&amp;lt;ref&amp;gt;§ 1 [[Bundesjagdgesetz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Jagdsaison 2015/16 betrug die Jagdstrecke in Österreich 120.400 Hasen. Auch hier gibt es gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. [[Niederösterreich]] hatte mit Abstand den höchsten Anteil mit 66.300, das entspricht 55 Prozent der Gesamtstrecke.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tjv.at/wp-content/uploads/2016/11/Jagdstatistik-2015-16.pdf &amp;#039;&amp;#039;Jagdstatistik 2015/16.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;tjv.at,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 28. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schonzeit beginnt in Österreich jährlich am 1. Januar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jagdfreund.at/Informationen/Jagdkalender Jagdkalender].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die letzte Jagd wird [[Hasensilvester]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der manchmal verwendete Begriff &amp;#039;&amp;#039;Wildhase&amp;#039;&amp;#039; ist keine Klassifizierung. Er wird jedoch im Zusammenhang mit [[Hasenfleisch|Hasenbraten]] und anderen Hasengerichten gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jägersprache ===&lt;br /&gt;
Im Verlauf von Jahrhunderten hat sich eine eigene Ausdrucksweise in der [[Jägersprache]] entwickelt, die insbesondere Aussehen und Verhalten des zum [[Niederwild]] zählenden Feldhasen betreffen. Die Ohren heißen Löffel, die Augen Seher, der Schwanz Blume.&amp;lt;ref&amp;gt;I. Haseder, G. Stinglwagner: &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Großes Jagdlexikon&amp;#039;&amp;#039; (entsprechende Stichwörter).&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen seiner Gestalt wird er der Krumme genannt. In der Bewegung macht der Hase eine charakteristische Fluchtspur&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spurenjagd.de/spuren/details/5/324 &amp;#039;&amp;#039;Spurendokumentation – Feldhase im Parallelgalopp.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;spurenjagd.de,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 25. Dezember 2014 (Spurenjäger Marcus Kampmeier, 25. April 2014).&amp;lt;/ref&amp;gt; und geht anschließend in die Sasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Albrecht Dürer - Hare, 1502 - Google Art Project retuschiert.jpg|mini|[[Albrecht Dürer]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Feldhase (Dürer)|Feldhase]]&amp;#039;&amp;#039;, Aquarell (1502), Albertina, Wien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa del casale 13.jpg|mini|links|Darstellung einer Hasenjagd aus der [[Villa Romana del Casale]]]]&lt;br /&gt;
Als sehr verbreitetes heimisches Tier hat der Hase seinen Platz auch in [[Märchen]] ([[Der Hase und der Igel]]), [[Fabel]]n ([[Meister Lampe]]) und [[Redewendungen]] (Angsthase, Hasenfuß, [[Hasenpanier]]) gefunden. Sprichwörtlich sind seine Scheu, seine Schnelligkeit, seine Wendigkeit und seine langen Ohren. Er ist neben dem Ei zum Symbol der [[Fruchtbarkeitssymbol#Christlichen Fruchtbarkeitssymbole|Fruchtbarkeit]] und des [[Ostern|Osterfestes]] geworden. 751 bezeichnete [[Zacharias (Papst)|Papst Zacharias]] in einem Brief an [[Bonifatius]] den Feldhasen (wohl im Rückgriff auf [[Jüdische Speisegesetze|jüdische Speiseverbote]]) als unrein und verbot seinen Verzehr. Hingegen erlaubte der Erzbischof [[Theodor von Tarsus|Theodor von Canterbury]] (602–690) den Genuss von Hasenfleisch und stellte die gesundheitsfördernde Wirkung heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Schott: &amp;#039;&amp;#039;Hase. § 3. Kulturhistorisches.&amp;#039;&amp;#039; In: Herbert Jankuhn, Heinrich Beck, [[Heiko Steuer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14, 2. Aufl., de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-016423-X, S. 30–31, hier: S. 31, Sp. 1 ({{Google Buch |BuchID=MKQzrSgCHRIC |Seite=PA31 |Hervorhebung=Papst Zacharias |Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischer Zeit waren Jagddarstellungen ein beliebtes Thema in der Kunst, in diesem Rahmen werden auch öfter Hasenjagden gezeigt. Zahlreiche weitere Vorkommen des Hasen sind [[Hase in der Kunst|in der Kunst]] vorhanden. Sehr bekannt ist etwa das Bild eines jungen Feldhasen von Albrecht Dürer. Mit der Performance &amp;#039;&amp;#039;[[Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt]]&amp;#039;&amp;#039; führte [[Joseph Beuys]] den Hasen 1965 in die moderne [[Aktionskunst]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anni Bock: &amp;#039;&amp;#039;Lepus europaeus (Lagomorpha: Leporidae).&amp;#039;&amp;#039; Mammalian Species 52 (997), 2020; S. 125–142. {{DOI|10.1093/mspecies/seaa010}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;European Hare.&amp;#039;&amp;#039; In: S.C. Schai-Braun, K. Hackländer: &amp;#039;&amp;#039;Family Leporidae (Hares and Rabbits)&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson, T.E. Lacher, Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World: Lagomorphs and Rodents 1.&amp;#039;&amp;#039; (HMW, Band 6) Lynx Edicions, Barcelona 2016; S. 141–142, ISBN 978-84-941892-3-4.&lt;br /&gt;
* [[Ilse Haseder]], [[Gerhard Stinglwagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Grosses Jagdlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Weltbild Verlag, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-1579-5, S. 320.&lt;br /&gt;
* S. Aulagnier, P. Haffner, A.&amp;amp;nbsp;J. Mitchell-Jones, F. Moutou, J. Zima: &amp;#039;&amp;#039;Die Säugetiere Europas, Nordafrikas und Vorderasiens – Der Bestimmungsführer.&amp;#039;&amp;#039; Haupt, Bern/Stuttgart/Wien 2009, ISBN 978-3-258-07506-8, S. 160–161.&lt;br /&gt;
* A. J. Mitchell-Jones, G. Amori, W. Bogdanowicz, B. Krystufek, P.&amp;amp;nbsp;J.&amp;amp;nbsp;H. Reijnders, F. Spitzenberger, M. Stubbe, J.&amp;amp;nbsp;B.&amp;amp;nbsp;M. Thissen, V. Vohralik, J. Zima: &amp;#039;&amp;#039;The Atlas of European Mammals.&amp;#039;&amp;#039; Poyser, London, 1999, ISBN 0-85661-130-1, S. 166–167.&lt;br /&gt;
* Eberhard Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Der Feldhase – Biologie, Verhalten, Hege und Jagd&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;BLV-Jagdbuch&amp;#039;&amp;#039;). BLV-Verlagsgesellschaft, München/Bern/Wien 1978, ISBN 3-405-11770-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikispecies|Lepus europaeus|Feldhase (&amp;#039;&amp;#039;Lepus europaeus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Lepus europaeus|Feldhase|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4135436-9}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2007|ID=41280|ScientificName=Lepus europaeus|YearAssessed=2008|Assessor=A. T. Smith, C.&amp;amp;nbsp;H. Johnston|Download=1. Januar 2008}}&lt;br /&gt;
* [http://www.spurenjagd.de/index.php?option=com_fabrik&amp;amp;view=list&amp;amp;listid=5&amp;amp;Itemid=145&amp;amp;resetfilters=1&amp;amp;tbl_trackdoc___speciesid_fk_raw=55 &amp;#039;&amp;#039;Feldhase&amp;#039;&amp;#039;], spurenjagd.de – Spurendatensammlung&lt;br /&gt;
* {{TIBAV|16062 |Linktext=Lepus europaeus (Leporidae) – Paarungsverhalten (Freilandaufnahmen) |Herausgeber=IWF|Jahr=1982|DOI=10.3203/IWF/E-2215}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bock 2020&amp;quot;&amp;gt;Anni Bock: &amp;#039;&amp;#039;Lepus europaeus (Lagomorpha: Leporidae).&amp;#039;&amp;#039; Mammalian Species 52 (997), 2020; S. 125–142. {{DOI|10.1093/mspecies/seaa010}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HMW 2016&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;European Hare.&amp;#039;&amp;#039; In: S.C. Schai-Braun, K. Hackländer: &amp;#039;&amp;#039;Family Leporidae (Hares and Rabbits)&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson, T.E. Lacher, Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World: Lagomorphs and Rodents 1.&amp;#039;&amp;#039; (HMW, Band 6) Lynx Edicions, Barcelona 2016; S. 141–142, ISBN 978-84-941892-3-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Slimen et al. 2008&amp;quot;&amp;gt;Hichem Ben Slimen, Franz Suchentrunk, Costas Stamatis, Zissis Mamuris, Hakan Sert, Paulo Celio Alves, Ute Kryger, Adel Basyouni Shahin, Amel Ben Ammar Elgaaied: &amp;#039;&amp;#039;Population genetics of cape and brown hares (Lepus capensis and L. europaeus): A test of Petter’s hypothesis of conspecificity.&amp;#039;&amp;#039; Biochemical Systematics and Ecology 36 (2008), 22e39 {{DOI|10.1016/j.bse.2007.06.014}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Echte Hasen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haarwild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schniggendiller</name></author>
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