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	<title>Feinstofflichkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feinstofflichkeit&amp;diff=1321479&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phi: wieso „kann“?</title>
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		<updated>2024-12-28T18:35:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wieso „kann“?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feinstofflichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine [[Hypothese|hypothetische]] Form von [[Materie]], die „feiner“ und „beweglicher“ sein soll als die &amp;#039;&amp;#039;grobstoffliche&amp;#039;&amp;#039; Materie, aus der die sichtbaren Körper bestehen. Das Konzept ist im [[Esoterik|esoterischen]], vor allem [[Anthroposophie|anthroposophischen]] Denken und Glauben von Relevanz, in der [[Naturwissenschaft]] spielt es keine Rolle, da die Existenz einer feinstofflichen Materie [[Empirische Evidenz|empirisch]] nicht nachweisbar ist. Häufig [[Konnotation|konnotiert]] der [[Begriff]] bzw. sein [[Wortfeld]] mit der [[Vorstellung]] spezieller Energieformen oder -felder ([[Energiekörper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Gostentschnig: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Spiritualität. Eine Abgrenzung.&amp;#039;&amp;#039; Dissertationsschrift, Universität Wien, Wien 2008, auf services.phaidra.univie.ac.at [https://services.phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1254157/get] hier S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ansichten ==&lt;br /&gt;
Der in einigen philosophischen Ansätzen postulierte Feinstoff steht zwischen Materie und [[Transzendenz|Immateriellem]] und dient zur Erklärung einer Interaktion zwischen beiden Elementen bzw. zur Erklärung immaterieller Phänomene überhaupt. Derartige Vorstellungen finden sich bei einigen [[Philosophie der Antike|antiken Philosophen]], insbesondere im [[Platonismus]], und, teils in dessen Wirkungsgeschichte, teils unabhängig davon, auch in einigen Texten aus dem Kulturbereich der drei monotheistischen Religionen wie in der [[Gnosis]] und der [[Hermetik]], daneben auch in östlichen Religionen, vor allem im [[Hinduismus]]. Auch in den lokalen, [[Polynesische Religion|traditionellen Religionen]] existierten ähnliche Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anknüpfend vor allem an [[Hinduismus|hinduistische]] und platonische Vorstellungen in deren Vermittlung durch Autoren der [[Renaissance]] und der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] wurde das Konzept feinstofflicher Materie im [[Spiritismus]] und in Teilen der [[Theosophie]] des 19. Jahrhunderts aufgegriffen, im Anschluss daran auch in verschiedenen Ansätzen der neueren [[Esoterik]] sowie in manchen [[Parawissenschaft|Para-]] und [[Pseudowissenschaft]]en. Dort werden die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Energie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;astral&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ätherisch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;subtil&amp;#039;&amp;#039; oft mehr oder weniger synonym verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Biewald: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon des Okkultismus.&amp;#039;&amp;#039; Militzke, Leipzig 2005, ISBN 3-86189-627-3, S. 619 (s. v. &amp;#039;&amp;#039;astral&amp;#039;&amp;#039;) und 791 (s. v. &amp;#039;&amp;#039;feinstofflich&amp;#039;&amp;#039;). Digitalisierte Ausgabe bei Directmedia, Berlin 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Feinstofflich“ ist eine [[Wortschöpfung]], die erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die [[Anthroposophie]] geprägt wurde. [[Rudolf Steiner]]  und [[Annie Besant]] verwendeten den Begriff zunächst [[adjektiv]]isch, etwa in Formulierungen wie: Der [[Ätherkörper]] ist aus feinerem Stoff aufgebaut, als ihn unsere fünf Sinne wahrnehmen können (...)&amp;lt;ref&amp;gt;Annie Besant: &amp;#039;&amp;#039;Die siebenfältige Natur des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Adyar Verlag, Graz 1985, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; oder  „in feinen Materien“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Akascha-Chronik.&amp;#039;&amp;#039; S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; als Beschreibungen für das Feinstoffliche, sie benutzen ihn aber noch nicht als festgefügten substantivischen Begriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vier Elemente der Alchemie.svg|mini|Darstellung der vier Elemente]]&lt;br /&gt;
[[Zenon von Kition]] im 3. Jahrhundert v. Chr. kannte bereits die Qualität &amp;#039;&amp;#039;fein&amp;#039;&amp;#039; in Bezug auf Materie. Er definierte ein feinstoffliches Feuer πνεύμα &amp;#039;&amp;#039;([[pneuma]])&amp;#039;&amp;#039;, das auch als λόγος σπέρματικος &amp;#039;&amp;#039;(logos spermatikos)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, und für ihn zugleich geistig als auch materiell war. Dieses nannte er ein „passives materielles Prinzip“, das zum Beispiel den [[Verstand]] gestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christof Rapp]], [[Christoph Horn]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernunft; Verstand.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Joachim Ritter]], [[Karlfried Gründer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 11: &amp;#039;&amp;#039;U – V.&amp;#039;&amp;#039; Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“ von [[Rudolf Eisler (Philosoph)|Rudolf Eisler]]. Schwabe, Basel u.&amp;amp;nbsp;a. 2001, ISBN 3-7965-0115-X, S. 757.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Eratosthenes]] und [[Ptolemaios II.]] kannten Feinstofflichkeit als Prinzip. Ähnlich wie [[Platon]], der die Unsterblichkeit der [[Seele]] im &amp;#039;&amp;#039;[[Phaidros]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem Bild des [[Seelenwagen]]s erklärte, begründeten beide Philosophen das Fortdauern der Seele aus ihrer feinstofflichen Natur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_9&amp;quot;&amp;gt;[[Jens Halfwassen]]: &amp;#039;&amp;#039;Seelenwagen.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Se – Sp.&amp;#039;&amp;#039; Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“ von Rudolf Eisler. Schwabe, Basel u. a. 1995, ISBN 3-7965-0115-X, S. 112 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß einer bereits im frühen Platonismus zu findenden Kombination [[platon]]ischer und [[Aristoteles|aristotelischer]] Ansichten bestehen sowohl Gestirne wie auch Seelen aus einem Element, welches in den sonstigen Phänomenen unterhalb der Mondsphäre nicht vorkommt, dem [[Quintessenz (Philosophie)|Äther]]. Dieses Element wurde in der [[Orphik]] als [[Weltseele]] beschrieben, was u. a. [[Proklos]] wieder aufnimmt, bei [[Empedokles]] als göttlich und „feinste Luft“, bei den [[Pythagoreer]]n wie auch bei [[Aristoteles]] dann als [[Quintessenz (Philosophie)|fünftes]], feinstes, beweglichstes Element und Konstituens der Gestirne, so auch im [[Mittelplatonismus]], wo z. B. [[Philo von Alexandrien]] den Äther als feinsten Stoff beschreibt. Die Stoa nimmt ein Prinzip an, welches alles durchwirkt, feurig, feinstofflich und [[Logos]] oder [[Pneuma]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme eines feinstofflichen Elements dient in dieser Tradition dazu, die Vermittlung zwischen Materie und Immateriellem sowie besondere Eigenschaften von Geist und Seele, insb. deren Unsterblichkeit, zu erklären, ohne bewährte [[Atomismus|atomistische]] naturphilosophische Voraussetzungen aufgeben zu müssen. Diese Ansicht war jedoch nicht unumstritten. Im zweiten Jahrhundert nach Christus behaupteten [[Attikos (Platoniker)|Attikos]] und [[Albinos (Philosoph)|Albinus]] die Körperlichkeit der Seele und ihre Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_9&amp;quot; /&amp;gt; Auch zwischen [[Numenios]], der an feinstoffliche Seelen glaubte, und [[Alexander von Aphrodisias]], der dies ablehnte, entspann sich hierüber ein Streit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_9&amp;quot; /&amp;gt; Im 3. Jahrhundert n. Chr. systematisierte der [[Neuplatonismus|Neuplatoniker]] [[Porphyrios]] die älteren Vorstellungen zu einer in sich konsistenten Theorie. Er behauptete, dass die Seele beim Abstieg durch die Gestirnsphären einen pneumatischen, irrationalen Teil erwirbt, die &amp;#039;&amp;#039;anima spiritalis&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Teil sei feinstofflich und verdunkle und materialisiere sich beim weiteren Abstieg zunehmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Traduzianismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Meister von Heiligenkreuz 001.jpg|mini|links|Gott und Teufel ringen um die menschliche Seele]]&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Feinstofflichkeit tritt in der Zeit der [[Kirchenvater|Kirchenväter]], vor allem im 3. Jahrhundert n. Chr., wieder auf. [[Tertullian]] behauptete in seiner [[Generatianismus|Traduzianismus]] genannten Lehre, dass die Seele aus feinstofflichem &amp;#039;&amp;#039;Seelensamen&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(semen animae)&amp;#039;&amp;#039; zusammengesetzt sei, wohingegen der Körper aus grobstofflichem &amp;#039;&amp;#039;Körpersamen&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(semen corporis)&amp;#039;&amp;#039; bestehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_3&amp;quot;&amp;gt;Helmut Riedlinger: &amp;#039;&amp;#039;Generatianismus und Traduzianismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 9: &amp;#039;&amp;#039;G – H.&amp;#039;&amp;#039; Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“ von Rudolf Eisler. Schwabe, Basel u.&amp;amp;nbsp;a. 1974, ISBN 3-7965-0115-X, S. 272 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er warnte sogar ausdrücklich davor, der Seele wegen ihrer feinstofflichen Natur ihre Körperlichkeit abzuerkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tertullian]]: &amp;#039;&amp;#039;Über die Seele (de anima).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tertullians sämtliche Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die dogmatischen und polemischen Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Lateinischen übersetzt von Karl Adam Heinrich Kellner. DuMont-Schauberg, Köln 1882, S. 299, [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/extra_12_de_anima.htm#C9 (online)], Zugriff am 19. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihm wirken beide Samen wie der Lehm und der Anhauch Gottes zusammen, aus dem [[Adam und Eva|Adam]] geschaffen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Tertullian: &amp;#039;&amp;#039;Über die Seele (de anima).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tertullians sämtliche Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die dogmatischen und polemischen Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Lateinischen übersetzt von Karl Adam Heinrich Kellner. DuMont-Schauberg, Köln 1882, S. 332, [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/extra_12_de_anima.htm#C27 (online)], Zugriff am 19. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kern der Theorie war die Lehre, dass die menschliche Seele aus den Seelen der Eltern – bei Tertullian nur der Seele des Vaters – übertragen wird (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;traducere&amp;#039;&amp;#039;). Dies erkläre schlüssig die Infektion der Menschheit durch die [[Erbsünde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kirchengeschichte konnte sich jedoch die gegenteilige Lehre, der von [[Lactantius]] entwickelte [[Kreatianismus]] durchsetzen. Nach ihm wird jede Einzelseele unmittelbar und unteilbar erschaffen. Der Traduzianismus wurde von der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] mehrfach verurteilt und der Kreatianismus zur verbindlichen Lehrmeinung erklärt. Da in der Neuzeit die Annahme nicht feststellbarer, punktueller Schöpfungen aus dem Nichts immer fragwürdiger erschien, lebten diese älteren Versuche, die Erzeugung der Seele in das leibliche Werden einzubeziehen, wieder auf und wurden beispielsweise von [[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]] aufgegriffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_3&amp;quot; /&amp;gt; Die Vorstellung feinstofflicher Substanzen verschwand jedoch mit dem Ende des Traduzianismus aus der Theologie und die Seele wird weithin als unteilbar angenommen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rene Descartes - Ueber die Erde.jpg|mini|Die drei Abteilungen der Welt, Zeichnung von Descartes. I = gröbste innere Abteilung, M = mittlere Abteilung, Außen feinste Himmelkörperchen.]]&lt;br /&gt;
Die antike Vorstellung eines feinstofflichen, ätherischen Elements, welches [[Substrat]] von Gestirnen und Seelen ist oder Letztere umhüllt, um mit deren Körper zu vermitteln, tradiert sich bei [[Naturphilosophie|Naturphilosophen]] und Autoren einer „okkulten Philosophie“ in [[Renaissance]] und [[Frühe Neuzeit|früher Neuzeit]], darunter [[Agrippa von Nettesheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[René Descartes]] teilte die materielle Welt in drei Abteilungen. Dabei bildet die Erde die erste und gröbste Abteilung, danach folgt eine dunkle Abteilung aus feineren Teilchen. Die dritte Abteilung schließlich besteht aus feinsten „Himmelskügelchen“. Diese feinstofflichen Kügelchen können durch die Zwischenräume der gröberen Kugeln in den beiden anderen Abteilungen hindurch [[Diffusion|diffundieren]]. Aus diesen feinsten feinstofflichen Teilen können nach Descartes „alle Körper, welche uns hier umgeben, entstehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[René Descartes]]: &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Werke.&amp;#039;&amp;#039; Abteilung 3: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Philosophie (Principia philosophiae)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26, T. 2). Übersetzt, erläutert und mit einer Lebensbeschreibung des Descartes versehen von [[Julius Hermann von Kirchmann]]. Heimann, Berlin 1870, S. 176 ff. [http://www.zeno.org/Philosophie/M/Descartes,+Ren%C3%A9/Prinzipien+der+Philosophie/4.+Ueber+die+Erde Zeno, Digitale Bibliothek], Zugriff am 19. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist nach Descartes die materielle Welt scharf von dem immateriellen Bereich des Seelischen zu trennen, eine feinstoffliche Erklärung geistiger Phänomene ist bei ihm daher ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber für viele [[Cartesianismus|Cartesianer]] existierten nicht nur die feinstoffliche Materie, sondern erklärterweise auch geistige Phänomene. Für [[Cornelis van Hoghelande]], einen Medizinprofessor und Freund von Descartes, bestehen die Lebensgeister &amp;#039;&amp;#039;(spiritus animales)&amp;#039;&amp;#039; aus einer beweglichen feinstofflichen Materie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_10&amp;quot;&amp;gt;Stephan Meier-Oeser: &amp;#039;&amp;#039;Subtilität.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 10: &amp;#039;&amp;#039;St – T.&amp;#039;&amp;#039; Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“ von Rudolf Eisler. Schwabe &amp;amp; Co., Basel u. a. 1998, ISBN 3-7965-0115-X, S. 563 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Friedrich Wilhelm Stosch]] lehrte eine feinstoffliche Natur des menschlichen Geistes.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Sparn: &amp;#039;&amp;#039;Unsterblichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 11: &amp;#039;&amp;#039;U – V.&amp;#039;&amp;#039; Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“ von Rudolf Eisler. Schwabe, Basel u. a. 2001, ISBN 3-7965-0115-X, S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch Descartes-Gegner wie der britische Platoniker [[Ralph Cudworth]] lehnten die Feinstofflichkeit nicht ab, für Cudworth zum Beispiel existierte eine feinstoffliche Verbindung zwischen geistiger Seele und materiellem Körper.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_9&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;!--Während Autoren wie [[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]] oder [[Newton]] mit dem Äther keine „okkulten“ Eigenschaften verbinden, identifizieren ihn z. B. [[Lorenz Oken]] und [[Philipp Spiller]] noch oder wieder mit dem Göttlichen.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Naturforscher der frühen [[Aufklärung]]szeit dachten sich die Medien, die distinkte Entitäten in Kontakt bringen würden, feinstofflich. [[Isaac Newton]] etwa, der mit der [[Alchemie|alchemistischen]] Literatur seiner Zeit wohlvertraut war, glaubte, die [[Gravitation]] im interstellaren Raum bedürfe eines feinstofflichen Mediums, des [[Äther (Physik)|Äther]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Laube]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Einführung&amp;#039;&amp;#039;. In: derselbe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Medium &amp;amp; Magie. Wandlung und Wirkung in der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Das Achtzehnte Jahrhundert. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; 43, Heft 2). Wallstein, Wolfenbüttel 2019, S. 187–193, hier S. 188 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings gingen modernere physikalische Vorstellungen des Äthers im 19. Jahrhundert davon aus, dass es sich dabei um einen elastischen [[Festkörper]] oder um den absoluten Raum selbst handle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Idealismus|deutschen Idealismus]] wird eine weitergehende Konzeption feinstofflicher Materie u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Johann Heinrich Jung-Stilling]] wieder aufgegriffen. Für ihn gilt der Mensch als dreigegliedert in einen materiellen Leib, den schlechthin immateriellen Geist und einen feinstofflichen [[Ätherleib]] als Seelenvehikel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWP_9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feinstoffliche Vorstellungen in östlichen Religionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cosmicman.jpg|mini|links|100px|Tantristische Abbildung des feinstofflichen Leibes mit den fünf Chakren aus Nepal des 16. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum [[Christentum]], wo feinstoffliche Vorstellungen schon früh als [[Häresie|Irrlehre]] verworfen wurden, sind sie in den östlichen Religionen, im [[Hinduismus]], im [[Jainismus]] und im [[Buddhismus]], nach wie vor wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstellungen in Hinduismus, Jainismus und Buddhismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Begriff in den östlichen Religionen ist der [[Samsara]] ([[Sanskrit]] संसार). Samsara beschreibt den immer währenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Werden und Vergehen, im Kreislauf der [[Reinkarnation|Wiedergeburten]]. Ursachen für die Verstrickung in den Samsara sind die [[Klesha]]s (Sanskrit: क्लेश), die Ursachen des Leidens. Ein wichtiges Klesha ist die [[Avidya]] (Sanskrit अविद्या), was so viel wie Unwissen oder Nichtwissen bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Paramarthasara]], einer alten Schrift der [[Vedanta|Advaita-Vedanta]], die etwa drei Jahrhunderte vor den Schriften [[Shankara]]s erschien, gilt die Avidya nicht nur als ein Klesha, eine Ursache des Leidens, sondern vielmehr als eine Ursache der Welt selbst. Im [[Samkhya]] wird sie auch Urmaterie [[Prakriti]] (Sanskrit प्रकृति) genannt und besteht aus drei Urkräften, den [[Guna (Samkhya)|Guna]]s (Sanskrit गुण).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Galling]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;P – Se.&amp;#039;&amp;#039; 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Mohr, Tübingen 1961, S. 1366 (Auch: (= &amp;#039;&amp;#039;Digitale Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12). Ungekürzte elektronische Ausgabe der 3. Auflage. Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-412-X).&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesem Urstoff wird in einem Prozess fortschreitender Vergröberung sowohl der grobstoffliche materielle Körper als auch der feinstoffliche Körper [[Sūkṣmaśarīra]] (Sanskrit सूक्ष्मशरीर).&amp;lt;ref&amp;gt;Lambert Schmithausen: &amp;#039;&amp;#039;Avidyā.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A – C.&amp;#039;&amp;#039; Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“ von Rudolf Eisler. Schwabe &amp;amp; Co., Basel u. a. 1971, ISBN 3-7965-0115-X, S. 736.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Hindus und Jainas nehmen an, dass dem materiellen Körper ein feinstofflicher Körper zugesellt ist. Dieser enthalte im Inneren seit Ewigkeit existierende Seelen, die von einem feinstofflichen Körper umkleidet sind. Wenn der zugehörige grobstoffliche Körper verfällt, gehen diese feinstofflichen Körper in einen neuen Mutterschoß ein (Reinkarnation).&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Galling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;P – Se.&amp;#039;&amp;#039; 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Mohr, Tübingen 1961, S. 1638 (Auch: (= &amp;#039;&amp;#039;Digitale Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12). Ungekürzte elektronische Ausgabe der 3. Auflage. Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-412-X).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sein besteht in diesen Religionen aus mehreren Daseinsfaktoren [[Tattva]]s (Sanskrit तत्त्व), im Sankhya sind dies 25 an der Zahl. 18  von diesem gehören dem subtilen Körper an. Diese sind der Intellekt [[Buddhi]] (Sanskrit बुद्धि), das Ich-Zentrum [[Ahamkara]] (Sanskrit अहंकार) und das Denken [[Manas (Philosophie)|Manas]] (Sanskrit मनस्). Aus diesen sollen sich weiterhin die [[Sinn (Wahrnehmung)#Die klassischen fünf Sinne des Menschen|fünf Sinnesfähigkeiten]] und die fünf Handlungsfähigkeiten entwickelt haben. Danach sollen die fünf subtilen Elemente Klang, Berührung, Form, Geschmack und Geruch entstanden sein. Alle diese Bereiche der Empfindung sollen dem feinstofflichen Körper angehören.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Helmuth von Glasenapp]] |Titel=Die Philosophie der Inder. Eine Einführung in ihre Geschichte und ihre Lehren |Reihe=Kröners Taschenausgabe |BandReihe=Bd. 195 |Verlag=Kröner |Ort=Stuttgart |Datum=1949}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Interpretationen der Vedanta existiert neben materiellem und feinstofflichem Körper noch ein dritter Kausalkörper [[Karana-Sharira]] (Sanskrit कारणशरीर), der die Avidya und die Verstrickung in den Samsara verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[Bhagavad Gita]] finden sich feinstoffliche Vorstellungen. Zum Beispiel heißt es dort in den Formulierungen von Swami Prabhupada: {{&amp;quot;|&amp;#039;Die Höchste Wahrheit existiert innerhalb und außerhalb aller Lebewesen, der sich bewegenden und der sich nicht bewegenden. Aufgrund ihrer feinen Beschaffenheit ist es nicht möglich, sie mit den materiellen Sinnen zu sehen oder zu erkennen.}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sri Srimad, [[A. C. Bhaktivedanta Prabhupada|A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupãda]] |Titel=Bhagavad-Gita wie sie ist. Mit den originalen Sanskritversen, lateinischer Umschrift, deutschen Synonymen, Übersetzungen und ausführlichen Erläuterungen |Verlag=Bhaktivedanta Book Trust |Ort=Grodinge |Datum=1987 |ISBN=91-7149-401-4 |Seiten=614}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht feinstofflich ist in den meisten klassischen hinduistischen Lehren die Lebensenergie [[Prana]] (Sanskrit प्राण), die in etwa der chinesischen Vorstellung des [[Qi]]s ({{zh|v=气|t=氣}}) entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Kubny |Titel=Qi. Lebenskraftkonzepte in China. Definitionen, Theorien und Grundlagen |Auflage=2. |Verlag=Karl F. Haug |Ort=Stuttgart |Datum=2002 |ISBN=3-8304-7105-X |Kommentar=München, Universität, Dissertation, 1993}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Energien sollen weder eine physische noch eine geistige Natur haben. In vielen esoterischen Adaptationen dieser Lehren hingegen sind auch Prana und Qi feinstofflicher Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mahayana]]-Buddhismus wird gelehrt, dass [[Buddha]] drei [[Trikaya|Kaya]]-Leibe (Sanskrit काय) gehabt habe: einen grobstofflichen Körper Nirmāṇa-kāya (निर्माणकाय), der auf der Erde erscheint, einen feinstofflichen Saṃbhoga-kāya (संभोगकाय), der in den überirdischen Welten erscheint, und einen Dharma-kāya (धर्मकाय), der als absolute Wesenheit über alle Beschreibungen und Personifikation hinausgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Ainslie T. Embree, Friedrich Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Indien. Geschichte des Subkontinents von der Induskultur bis zum Beginn der englischen Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer-Weltgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 17). 12. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-60017-0, S. 112 (Auch: &amp;#039;&amp;#039;Fischer Weltgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Digitale Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19). Vollständige Ausgabe. Directmedia, Berlin 2005, ISBN 3-89853-519-3).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tantrismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KoendalinieKanalenCentra.jpg|mini|150px|Tantristische Darstellung des Kundalinisystems mit Kanälen im Zentrum]]&lt;br /&gt;
Im [[Tantra|Tantrismus]] wird angenommen, der Körper sei von einem System feinstofflicher Energiezentren, den [[Chakra]]s, und Energiekanälen, den [[Nadi (Yoga)|Nadis]], durchzogen. Durch diese Kanäle fließe die universelle Lebensenergie, das Prana. Sie verbänden den grobstofflichen Körper mit dem feinstofflichen Körper, der diesen umgebe, und [[Purusha]] oder [[Atman]] genannt wird. Die Chakras selbst seien Wohnstätten verschiedener Götter, [[Shakti]], die Gottmutter zum Beispiel sei eine [[Kundalini]] genannte ätherische Kraft, die an der Basis der Wirbelsäule lokalisiert sei. Durch bestimmte Übungen vor allem des [[Kundalini-Yoga]] ließen sich diese feinstofflichen Zentren stimulieren; hierdurch könnten [[Geistheilung]]en durchgeführt werden oder die Öffnung des „[[Drittes Auge|Dritten Auges]]“ bewirkt werden, durch das die feinstoffliche Welt wahrgenommen werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ajit Mookerjee, Madhu Khanna |Titel=Die Welt des Tantra in Bild und Deutung |Verlag=Gondrom |Ort=Bindlach |Datum=1990 |ISBN=3-8112-0702-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das deutlich jüngere [[Sahaja Yoga]] versucht feinstoffliche Körperzentren zu stimulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Judith Coney: &amp;#039;&amp;#039;Sahaja Yoga. Socializing Processes in a South Asian new religious Movement.&amp;#039;&amp;#039; Curzon, Richmond 1999, ISBN 0-7007-1061-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerheblich, ob das Vorstellungskonzept der Feinstofflichkeit etwa in den [[Chakra|Chakren]], [[Nadi (Yoga)|Nadis]] sich ausschließlich [[Esoterik|esoterisch]] aus dem kohärenten System der [[Tantra]]s erschließt oder ob es tatsächlich ein gemäß dem empirisch-naturwissenschaftlichen Denken verpflichteten Nachweis geben kann oder wird, in dem Sinne, dass sie physisch auffindbar sind, entscheidend ist, dass sie in der meditativen Praxis oder dem Heilritual über die [[Vorstellung]] erfahrbar und wirksam werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kundalini und das feinstoffliche System des Körpers.&amp;#039;&amp;#039; Textauszug aus Karin Brucker: &amp;#039;&amp;#039;Die Urkraft Kundalini: Phänomene erkennen, Symptome deuten, Transformation meistern.&amp;#039;&amp;#039; O.W. Barth, München 2011, ISBN 978-3-426-41037-0, abgerufen am 13. Oktober 2018 [http://www.ciando.com/img/books/extract/3426410370_lp.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Esoterik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele esoterische Konzepte sind direkt aus religiösen Vorstellungen abgeleitet oder übernommen ([[Synkretismus]]). So ist zum Beispiel die [[Huna]]-Esoterik eine Interpretation der [[Hawaiische Religion|Hawaiischen Religion]], in der wie in den anderen [[Polynesien#Traditionelle polynesische Religionen|polynesischen Religionen]] feinstoffliche Konzepte vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Serge Kahili King |Titel=Kahuna healing. Die Heilkunst der Hawaiianer |Verlag=Lüchow |Ort=Freiburg (Breisgau) |Datum=1996 |ISBN=3-925898-58-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Tantra|Tantristische]] Lehren und damit auch das [[Neotantra]] sind esoterische Interpretationen hinduistischer und buddhistischer Elemente.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Uhlig |Titel=Das Leben als kosmisches Fest. Magische Welt des Tantrismus |TitelErg=Aus dem Nachlaß herausgegeben und mit einem Essay versehen von [[Jochen Kirchhoff (Philosoph)|Jochen Kirchhoff]] |Verlag=Lübbe |Ort=Bergisch Gladbach |Datum=1998 |ISBN=3-7857-0952-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung in den traditionellen Religionen Polynesiens ===&lt;br /&gt;
Feinstoffliche Konzepte sind auch in den alten Religionen der [[Polynesien#Kultur|polynesischen Kultur]] von Bedeutung. Diese Glaubensvorstellungen werden unter anderem von zwei einander entgegenstehenden Kräften – dem [[Mana]] und dem [[Tabu]] – bestimmt. Das Mana ist mit den östlichen Vorstellungen von Prana oder Qi vergleichbar. Es kennzeichnet eine Macht spiritueller oder weltlicher Natur. Das Tabu hingegen ist ein starkes Verbot oder ein Bann. Beide Mächte sind in diesen Glaubensvorstellungen feinstofflich und deswegen unsichtbar existent und gleichzeitig extrem wirksam.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Bettez Gravel: &amp;#039;&amp;#039;The malevolent eye. An essay on the evil eye, fertility and the concept of mana&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;American University Studies.&amp;#039;&amp;#039; Series 11: &amp;#039;&amp;#039;Anthropology and Sociology.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 64). Lang, New York NY u. a. 1995, ISBN 0-8204-2275-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Huna ===&lt;br /&gt;
In der die alte [[Hawaiische Religion|Religion Hawaiis]] interpretierenden [[Huna]]-Lehre wird postuliert, dass die gesamte reale Welt von einer feinstofflichen, „Aka“ genannten Substanz durchdrungen sei. Aus dieser Aka-Substanz soll eine feinstoffliche Matrix, der sogenannte Schattenkörper bestehen, der wie eine [[Blaupause]] jede konkrete Erscheinung abbilde. Dies gelte dabei nicht nur für die physische Erscheinung der Dinge, sondern ebenso für flüchtige Erscheinungen, wie menschliche Gedanken und Gefühle. Verändere sich nun diese Matrix, dann verändere sich auch die Realität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Serge King |Titel=Begegnung mit dem verborgenen Ich. Ein Arbeitsbuch zur Huna-Magie |Auflage=4. |Verlag=Aurum |Ort=Bielefeld u.&amp;amp;nbsp;a. |Datum=2001 |ISBN=3-89901-313-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Vorstellungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirl66 g.png|mini|links|Kirlianfotografie zweier Münzen]]&lt;br /&gt;
Eine Technik, die feinstoffliche Phänomene sichtbar machen soll, ist die von [[Semjon Kirlian|Semjon]] und [[Valentina Kirlian]] entwickelte [[Kirlianfotografie]]. Einige wenige Esoteriker und Alternativmediziner behaupten, die [[Koronaentladung]]en auf den Bildern zeigten die feinstoffliche [[Energiekörper|Aura]] der abgebildeten Materie.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Hauth: &amp;#039;&amp;#039;Taschenhandbuch Esoterik. Von Bachblüten bis Yoga. Ein kritischer Leitfaden&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, CM R.Brockhaus, Witten 2008, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[Radiästhesie]] oder [[Radionik]] versucht, feinstoffliche Phänomene messbar zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Purner: {{Webarchiv|url=http://www.uibk.ac.at/baugeschichte/material/xx%20purner/radiaesthesie.pdf |wayback=20140201233909 |text=&amp;#039;&amp;#039;Radiästhesie – „Wahrnehmungsorgan“ für eine andere Wirklichkeit? Über Forschungen und Erfahrungen zum Thema „Strahlenfühligkeit“.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-12-22 17:03:08 InternetArchiveBot }} (PDF; 119 kB). Abgerufen am 19. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ellen Greve, die sich selbst [[Jasmuheen]] nennt, verbreitet die Theorie, dass sich Menschen mittels [[Lichtfasten]] von feinstofflicher Materie, die mit dem Licht der Sonne im Prana auf die Erde komme, ernähren könnten und so auf herkömmliche grobstoffliche Nahrung verzichten könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jasmuheen]] (Ellen Greve) |Titel=Lichtnahrung. Die Nahrungsquelle für das kommende Jahrtausend |Auflage=3., überarbeitete |Verlag=Koha |Ort=Burgrain |Datum=1997 |ISBN=3-929512-26-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Lichtfasten werden einige Todesfälle durch Verhungern angelastet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Sekten-Irrsinn: Jünger hungern sich zu Tode |Sammelwerk=[[Berliner Kurier]] |Datum=1999-09-27 |Online=[http://www.berliner-kurier.de/archiv/sekten-irrsinn--juenger-hungern-sich-zu-tode,8259702,7816064.html Online] |Abruf=2013-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Charles Richet]] erklärte Ende des 19. Jahrhunderts, dass ein feinstoffliches [[Ektoplasma (Parapsychologie)|Ektoplasma]] existiere, das von [[Medium (Person)|Medien]] während der Kontaktaufnahme mit übernatürlichen Wesenheiten abgesondert werde. Dabei handele es sich um [[Materialisation]]en von Geistern. Solche Phänomene wurden zwar fotografiert, sind aber nicht wissenschaftlich erklärt oder anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicolette Bohn |Titel=Lexikon der Sekten und Psychogruppen |Reihe=Digitale Bibliothek |BandReihe=Sonderband |Verlag=Directmedia |Ort=Berlin |Datum=2006 |ISBN=3-89853-033-7 |Seiten=754 |Kommentar=Enthält auch: Roland Biewald: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Okkultismus.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Teilen der Alternativmedizin sind feinstoffliche Vorstellungen verbreitet. Vertreter der [[Bach-Blütentherapie]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Eberhard J. Wormer]], Johann A. Bauer |Titel=Neues großes Lexikon Medizin &amp;amp; Gesundheit. Medizin von A bis Z, Symptome von A bis Z, Labor und Diagnose, Naturheilverfahren, Anti-Aging, Heilpflanzen, Erste Hilfe |Reihe=Digitale Bibliothek |BandReihe=Sonderband |Verlag=Directmedia |Ort=Berlin |Datum=2006 |ISBN=3-89853-035-3 |Seiten=5195}}&amp;lt;/ref&amp;gt; berufen sich auf nicht messbare feinstoffliche Inhalte der verfügbaren Medikamente oder Essenzen. Diese feinstofflichen Inhaltsstoffe sollen direkt auf die Seele wirken können. Bei der [[Klangtherapie|Klangmassage]] sollen feinstoffliche Blockaden gelöst werden. Auch in der [[Ayurveda|ayurvedischen]] Ernährungslehre existiert eine &amp;#039;&amp;#039;Ojas&amp;#039;&amp;#039; genannte feinstoffliche Substanz. Hinweise auf eine über[[placebo]]ide [[medizinische Wirksamkeit]] dieser Therapien gibt es nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Ernst: &amp;#039;&amp;#039;Flower remedies. A systematic review of the clinical evidence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener klinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 114, Nr. 23/24, Dezember 2002, {{ISSN|0043-5325}}, S. 963–966, PMID 12635462; Aijing Shang, Karin Huwiler-Müntener, Linda Nartey, Peter Jüni, Stephan Dörig, Jonathan A. C. Sterne, Daniel Pewsner, Matthias Egger: &amp;#039;&amp;#039;Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Lancet.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 366, Nr. 9487, 2005, {{ISSN|0140-6736}}, S. 726–732, PMID 16125589, [[doi:10.1016/S0140-6736(05)67177-2]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[George Robert Stow Mead|George R. Stow Mead]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre vom feinstofflichen Körper in der westlichen Tradition. Geistkörper, Strahlenkörper und Auferstehungskörper in der Erfahrungswelt der Pythagoräer, Neuplatoniker, Gnostiker und Hermetischen Philosophen.&amp;#039;&amp;#039; Ansata, Interlaken 1991, ISBN 3-7157-0150-1. (Die Originalausgabe erschien 1919 in englischer Sprache: &amp;#039;&amp;#039;The doctrine of the subtle body in western tradition. An outline of what the philosophers thought and Christians taught on the subject.&amp;#039;&amp;#039; Watkins, London 1919)&lt;br /&gt;
* Karl Friedrich Stifter: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Mentalenergie.&amp;#039;&amp;#039; Dissertationsschrift, Universität Wien, Wien 2009, auf services.phaidra.univie.ac.at [https://services.phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1257895/get]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
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