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	<title>Feilenhauer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:00:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feilenhauer&amp;diff=1248389&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MrBenjo: Normdaten</title>
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		<updated>2025-03-04T11:18:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mendel I 152 v.jpg|mini|250px|Der Nürnberger Feilenhauer Peter Bauernschmied im Jahr 1534]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feilenhauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliger Handwerksberuf, der sich mit der Herstellung neuer und der Wiederaufbereitung alter [[Feile]]n und [[Raspel]]n beschäftigt. Es gibt heute nur noch wenige Handwerker, welche diesen Beruf ausüben und Spezialaufträge ausführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/aussterbende-berufe-der-letzte-feilenhauer-mitteleuropas.1197.de.html?dram:article_id=402055 |titel=Aussterbende Berufe - Der letzte Feilenhauer Mitteleuropas |sprache=de-DE |abruf=2021-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Beruf entstand im späten Mittelalter als ein Spezialzweig des [[Schmied]]ehandwerks. Zum ersten Mal wird er 1387 in Deutschland in Frankfurt am Main erwähnt, in Nürnberg wird der Beruf ab 1494 häufig genannt, im 16. Jahrhundert auch in Steyr, Leipzig, Köln und Augsburg. Im 19. und 20. Jahrhundert waren [[Remscheid]] und das [[Bergisches Land|Bergische Land]] ein Zentrum der Feilenhauerei.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst A. Wessel: &amp;#039;&amp;#039;Reinhard Mannesmann. Pionier der Feilenindustrie (1814-1894),&amp;#039;&amp;#039; in: Portal Rheinische Geschichte [https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/reinhard-mannesmann/DE-2086/lido/57c947486a9986.30939519 online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort bezogen auch Betriebe in weit entfernten Regionen Feilenrohlinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feilenhauer waren seit dem Mittelalter in [[Zunft|Zünften]] organisiert. Einer mindestens dreijährigen [[Lehrzeit]] schloss sich eine mindestens ebenso lange [[Wanderjahre|Wanderschaft]] als Geselle an, bevor ein [[Meisterbrief|Meistertitel]] durch das Anfertigen eines [[Meisterstück]]s zumeist in Form von 3 verschiedenartigen Feilen erworben werden konnte. Dabei muss beachtet werden, dass der Rohstoff des speziellen [[Stahl]]s zu damaliger Zeit äußerst teuer war und der angehende Meister sowohl das Material und vor allem die Möglichkeit haben musste, diese zu fertigen. Ein guter Feilenhauer bewältigte im 19. Jh. bei 80 bis 220 Schlägen pro Minute bis zu 50 Feilen am Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind vor allem seit der [[Renaissance]] viele Versuche unternommen worden, Feilen maschinell zu hauen. Die wohl erste überlieferte Darstellung einer Feilenhaumaschine als [[Skizze]] stammt von [[Leonardo da Vinci]], entstanden um das Jahr 1500&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Darstellung der wohl ersten Feilenhaumaschine von Leonardo da Vinci |url=http://www.jadukids.de/personen/pers/leonardo/Seiten/feilen_jpg.htm |wayback=20111128081940 }}. Abgerufen am 12. August 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere, wenn auch nicht an dem Entwurf von da Vinci anknüpfen könnende Überlegungen einer mechanisierten Herstellung von Feilen wurden von dem Franzosen [[Mathurin Jousse]] in seinem Buch über Schlosserei (1627) beschrieben. Der Einsatz solcher Apparate scheiterte zunächst an dem mangelnden ökonomischen Vorteil, denn ein Arbeiter, der für die Bedienung einer solchen Maschine erforderlich gewesen wäre, konnte in der gleichen Zeit die Handarbeit verrichten. Durchgesetzt hat sich die maschinelle Fertigung erst um 1890 in den Feilenfabriken. Als handwerkliche Tätigkeit verschwand die Feilenhauerei allmählich. In Baden-Württemberg beispielsweise strich man den Beruf in den 1950er Jahren aus der Liste der Handwerksberufe, der letzte Betrieb schloss in den 1980ern.&amp;lt;ref&amp;gt;Achim Frick / Ralf Spricker: &amp;#039;&amp;#039;Das Handwerk der Feilenhauerei in Esslingen am Neckar&amp;#039;&amp;#039;, in: Schwäbische Heimat 1999 Heft 3, S. 307–311, hier S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] hieß der Beruf &amp;#039;&amp;#039;Facharbeiter(in) für Fertigungsmittel, Spezialisierungsrichtung Feilenhauer(in)&amp;#039;&amp;#039;. 1985 wurde daraus ein Ausbildungsberuf („Seltener Handwerksberuf“). Bis zum 31. Dezember 1989 waren allein bei der Handwerkskammer des Bezirkes Potsdam noch 3 Feilenhauerbetriebe registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] gibt es dieses Handwerk nicht mehr als Ausbildungsberuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der tschechischen Region um [[Jihlava]] hatte das Feilenhauerhandwerk traditionell eine große Bedeutung. So lebte ein Großteil der Bevölkerung im Dorf [[Křižánky]] im 19. Jahrhundert fast ausschließlich von der Feilenhauerei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bearbeitung ==&lt;br /&gt;
Die Feilen (und [[Raspel]]n) wurden aus einem gut härtbaren Werkzeugstahl ([[Gärben|gegärbter]] Roh- oder Zementstahl, weniger Gussstahl, später Walzstahl) geschmiedet, wobei man für solche mit dreieckigem und rundem Querschnitt [[Gesenk]]e zur Hilfe nahm. Die geschmiedeten Feilenrohlinge wurden ausgeglüht und langsam abgekühlt, um sie so weich wie möglich zu machen. Vor dem Behauen erhielten sie ihre Form sowie glatte und blanke Flächen durch Abschleifen. Dieser Arbeitsschritt geschah in eigenen [[Schleifmühle]]n oder -kotten mittels wassergetriebener [[Schleifstein]]e. Dies war eine äußerst gesundheitsschädliche Arbeit, da der [[Staub]] und das kalte Wasser bei den Arbeitern [[Silikose]], [[Gicht]] und [[Rheuma]] verursachten. Die Einkerbungen auf der Feilenoberfläche entstanden durch Eintreiben eines [[Meißel]]s mit dem [[Hammer]], der einen gekrümmten, kurzen Stiel hatte und aus dem Handgelenk geschlagen wurde. Als Unterlage diente der Hauamboss, auf dem die Feile mit einem Lederriemen festgehalten wurde, den der Feilenhauer mit beiden Füßen spannte. Das Hauen fing bei der Spitze an und wurde mit jeweils ein bis zwei Schlägen Einschnitt für Einschnitt bis zur Angel erzeugt. Waren alle Flächen mit dem Unterhieb versehen, wurden die [[Entgraten|Grate]] leicht abgefeilt und der Kreuzhieb aufgesetzt. Die Gleichmäßigkeit des Hiebs und die perfekte Regelmäßigkeit der Abstände waren Zeichen des Könnens der Feilenhauer. Wenn Dreikantfeilen von mehreren Seiten zu bearbeiten waren, legte der Feilenhauer die fertige Seite in passend geformte Gesenke aus weichem Blei, um die Zähne dieser Seite zu schonen. Entscheidend für Dauerhaftigkeit der Feile war ihre Härte. Die Härtung erfolgte durch Glühen in koksbefeuerten Härteöfen. Damit dabei die Feilenzähne nicht abbrannten, bestreute man sie zum Schutz mit Härtepulver. Aus dem Ofen genommen, schreckte der Feilenhauer die Feile in kaltem Wasser ab und bestrich sie zum Rostschutz mit Öl. Abgenutzte Feilen konnte man wieder zum Feilenhauer bringen. Sie wurden weichgeglüht und abgeschliffen, danach brachte der Feilenhauer neue Hiebe auf und härtete sie wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Achim Frick / Ralf Spricker: &amp;#039;&amp;#039;Das Handwerk der Feilenhauerei in Esslingen am Neckar&amp;#039;&amp;#039;, in: Schwäbische Heimat 1999 Heft 3, S. 307–311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bundesanstalt für Arbeit: &amp;#039;&amp;#039;Bildung und Beruf – 302 DDR-Ausbildungsberufe 2 – Vergleichbare und verwandte Berufe in der Bundesrepublik Deutschland Metall / Elektro&amp;#039;&amp;#039; Verlag BW Bildung und Wissen, Nürnberg 1990&lt;br /&gt;
* [[Rudi Palla]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Lexikon der untergegangenen Berufe Von Abdecker bis Zokelmacher.&amp;#039;&amp;#039; Eichborn GmbH &amp;amp; Co. KG, Frankfurt am Main 1994&lt;br /&gt;
* Florian Sauer: „Einer der letzten deutschen Feilenhauer“. In: Koelner Stadtanzeiger vom 27. Maerz 2019.&lt;br /&gt;
* Otto Dick: &amp;#039;&amp;#039;Die Feile und ihre Entwicklungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1925.&lt;br /&gt;
* Bertold Buxbaum: &amp;#039;&amp;#039;Feilen&amp;#039;&amp;#039; (Werkstattbücher für Betriebsangestellte, Konstrukteure und Facharbeiter 46). 2. Aufl. Berlin etc. 1955&lt;br /&gt;
* Walter Siemen: &amp;#039;&amp;#039;Handwerkliche Feilenhauerei&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. v. Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Landesbildstelle Westfalen). Münster 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.handwerksfilme.de/Filmliste/Feilenhauer/feilenhauer.html Der Feilenhauer, der Letzte seines Standes.] Filmdokumentation über das alte Feilenhauerhandwerk und Bruno Bannert (1997). Film ist über die Medienstelle ausleihbar. [https://www.youtube.com/watch?v=KPPk3t9EAkk (Archiviert bei YouTube)]&lt;br /&gt;
* Iris Milde: [https://www.deutschlandfunk.de/aussterbende-berufe-der-letzte-feilenhauer-mitteleuropas.1197.de.html?dram:article_id=402055 Aussterbende Berufe - Der letzte Feilenhauer Mitteleuropas.] Deutschlandfunk, 1. Dezember 2017&lt;br /&gt;
* https://berufe-dieser-welt.de/feilenhauer/&lt;br /&gt;
* [https://www.brauchtumsfest-raich.de/Feilenhauerei/ Feilenhauerei Kleines Wiesental-Raich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153859-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmied (Spezialisierung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MrBenjo</name></author>
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