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	<title>Feigheit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:01:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feigheit&amp;diff=158254&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-01T22:19:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feigheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, veraltet auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feigherzigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Feigherzigkeit &amp;#039;&amp;#039;Feigherzigkeit&amp;#039;&amp;#039;.] duden.de&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Memmenhaftigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Memmenhaftigkeit &amp;#039;&amp;#039;Memmenhaftigkeit&amp;#039;&amp;#039;.] duden.de&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, ist die Zuschreibung einer kritisch gesehenen oder vorwerfbaren Neigung, sein Handeln durch [[Angst]] oder [[Furcht]] bestimmen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1895 |Lemma=Feigheit |Band=6 |Seite=632 |retrobID=126030}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Feigheit wird als ein seelischer Zustand beschrieben, in dem eine Person sich aus Furcht vor einer Gefahr, einem Verlust, vor Schmerz oder Tod einer Aufgabe nicht stellt. Es gibt Zusammenhänge, in denen das feige Verhalten eines Menschen zugleich als &amp;#039;&amp;#039;[[Infamie|ehrlos]]&amp;#039;&amp;#039; empfunden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Zum Substantiv Feigheit gehört das [[Adjektiv]] feige, das im [[Altgermanisch]]en die Grundbedeutung von &amp;#039;&amp;#039;dem Tode verfallen, unselig, verdammt&amp;#039;&amp;#039; hatte. Erst im 15. Jahrhundert entwickelte sich daraus die Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;vor dem Tode, vor der Gefahr zurückschreckend, ängstlich.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;feige.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Duden – Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Dudenverlag, Mannheim 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Brockhaus Enzyklopädie|Brockhaus]] von 1894 wird die Feigheit beschrieben als „habitueller Zustand des Gemüts, in welchem sich der Mensch vor Gefahren oder Schmerzen in dem Grad scheut, daß dadurch einesteils seine Freiheit und Thatkraft gelähmt, andernteils sein Gefühl für Ehre und Schande abgestumpft wird.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyers_online&amp;quot;&amp;gt;{{Meyers Online|6|100}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als feige wird daher oft eine Person bezeichnet, die es an [[Mut]] fehlen lässt und/oder den Konsequenzen eines Handelns ausweicht. Minder schwer wiegt es, als „furchtsam“ oder „zage“ bezeichnet zu werden. Ein feiger Mensch gilt als &amp;#039;&amp;#039;Feigling&amp;#039;&amp;#039;. Als Ersatzwort für Feigling findet sich auch das seit dem 16. Jahrhundert belegte Wort &amp;#039;&amp;#039;Memme&amp;#039;&amp;#039;, bezogen auf [[Weib]], was wiederum auf das mittelhochdeutsche &amp;#039;&amp;#039;memme, mamme&amp;#039;&amp;#039; als „Mutterbrust“ zurückgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Satz nach: &amp;#039;&amp;#039;Memme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 24. Auflage. 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militär ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
„Feiges“ [[Soziales Handeln|Handeln]] gilt insbesondere in solchen [[Gemeinschaft]]en als verwerflich, in denen es aufgrund äußerer Umstände auf den [[Mut]] und die [[Tapferkeit]] aller ankommt. So wurden in Kriegen [[Soldat]]en vor ein [[Militärgericht]] gestellt oder hingerichtet, die &amp;#039;&amp;#039;Feigheit vor dem Feind&amp;#039;&amp;#039; zeigten oder andere durch Worte oder Zeichen aufforderten, ebenfalls die Flucht zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[Antikes Griechenland|antiken Athen]] wurden Verweigerer von Militärdiensten als Feiglinge angesehen und verurteilt, drei Tage in weiblicher Kleidung auf dem Markt zu sitzen. In [[Sparta]] durfte den Feigling keine Spartiatin heiraten, jeder, der ihm begegnete, konnte ihn schlagen, ohne dass er sich wehren durfte. Zudem hatte er schmutzige oder mit bunten Lappen besetzte Kleidung zu tragen und durfte den Bart nur halb scheren. In der [[Römische Armee|römischen Armee]] fielen bei Feigheit ganze Truppenteile der [[Militärrechtswesen im antiken Rom|Strafe]] der [[Dezimation]] zum Opfer. Unter mittelalterlichen [[Ritter]]n ging die [[Schande]] bei bekannt gewordener Feigheit mit der Ausschließung aus dem Kreis der Standesgenossen einher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyers_online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kapitalverbrechen|Kapitalstrafen]] wie das Dezimieren wurden auch in den Söldnerheeren des [[Spätmittelalter]]s und der [[Frühe Neuzeit|Frühneuzeit]] und in den aufkommenden [[Stehendes Heer|stehenden Heeren]] praktiziert, so 1642, als der Erzherzog [[Leopold Wilhelm von Österreich|Leopold von Österreich]] nach der verlorenen [[Schlacht bei Breitenfeld (1642)|Schlacht von Breitenfeld]] alle höheren Offiziere des linken Flügels (der nach seiner Ansicht feige geflohen war) unehrenvoll aus dem kaiserlichen Heer entließ und teils anklagen und zum Tode verurteilen ließ, niedere Truppenoffiziere hängte und die Mannschaft durch Erschießen dezimierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] spielte die rigide Militärjustiz in Frankreich mit besonders strengen Verurteilungen wegen „Feigheit“ sowohl bei der Entstehung als auch der Bekämpfung der [[Meutereien in der französischen Armee 1917]] eine Rolle,&amp;lt;ref&amp;gt;Vincent Suard: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.persee.fr/doc/rhmc_0048-8003_1994_num_41_1_1708 La justice militaire française et la peine de mort au début de la Première guerre mondiale.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue d’histoire moderne et contemporaine.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 41 (1994), Heft 1, S. 136–153.&amp;lt;/ref&amp;gt; die beinahe zum Zusammenbruch der französischen Front führten. Die Problematik wurde in dem Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;[[Wege zum Ruhm]]&amp;#039;&amp;#039; (1957) thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden in der [[Wehrmacht]] viele Soldaten mit der Begründung „Feigheit“ zum [[Todesstrafe|Tode]] verurteilt (§ 85&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1940&amp;amp;page=1390&amp;amp;size=45 |titel=ÖNB-ALEX – Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867-1945 |abruf=2022-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Militär-Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich|Militärstrafgesetzbuch für das Deutsche Reich]]). Beispiele sind:&lt;br /&gt;
* [[Ludendorff-Brücke#Deutsche Reaktionen auf die Einnahme|Standgericht nach der misslungenen Sprengung der Brücke von Remagen]]&lt;br /&gt;
* Verurteilung des SS-Offiziers [[Heinz Reinefarth]]&lt;br /&gt;
* [[Schlacht um Breslau#Repressionen|Repressalien bei der Schlacht um Breslau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begründung „Feigheit vor dem Feind“ wurde dabei vielfach [[Willkür (Recht)|willkürlich]] angewendet:&lt;br /&gt;
* Der NS-Funktionär [[Ludwig Ruckdeschel (Politiker)|Ludwig Ruckdeschel]] ließ seinen Rivalen, [[Fritz Wächtler]], den Gauleiter des Gaues Bayreuth, im April 1945 „wegen Feigheit vor dem Feind“ erschießen, nachdem er ihn im Führerhauptquartier der Fahnenflucht bezichtigt hatte.&lt;br /&gt;
* Der [[Volksgerichtshof]] verurteilte  [[Friedrich Fromm]] wegen „Feigheit vor dem Feind“, weil man ihm die Beteiligung am [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944]] nicht nachweisen konnte.&lt;br /&gt;
* Der U-Boot-Kommandant [[Heinz Hirsacker]] fiel wegen Erfolglosigkeit bei einigen Aktionen in Ungnade und wurde Anfang 1943 „wegen Feigheit vor dem Feind“ zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
* [[Oskar-Heinrich Bär]], ein erfolgreicher deutscher Jagdpilot des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], widersprach nach dem Rückzug seines Geschwaders [[Afrikafeldzug|aus Nordafrika]] im Mai 1943 der Kritik des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, [[Hermann Göring]]. Kurz darauf wurde er wegen „Feigheit vor dem Feind“ zum Staffelkapitän [[Degradierung (Rang)|degradiert]] und zur Jagdflieger-Ergänzungsgruppe nach Südfrankreich strafversetzt. Später wurde er rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Regelungen in bestimmten Ländern ===&lt;br /&gt;
* Nach {{§|6|wstrg|juris}} des bundesdeutschen [[Wehrstrafgesetz]]es entschuldigt „Furcht vor persönlicher Gefahr“ nicht das Verletzen einer militärischen Dienstpflicht oder die [[Fahnenflucht]].&lt;br /&gt;
* Das brasilianische Wehrstrafgesetzbuch sieht in Artikel 364 die Todesstrafe oder eine Freiheitsstrafe nicht unter 20 Jahren vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.planalto.gov.br/ccivil_03/decreto-lei/del1001.htm |titel=Brasilianisches Wehrstrafgesetzbuch |sprache=pt |abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel 74 des [[Militärstrafgesetz (Schweiz)]] sieht eine [[lebenslange Freiheitsstrafe]] oder eine Freiheitsstrafe vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swissrights.ch/gesetz/Artikel-74-MStG-2021-DE.php |titel=Militärstrafgesetzbuch (Schweiz) |sprache=pt |abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
In bestimmten Zusammenhängen wird ‚feige‘ auch in der Bedeutung ‚hinterhältig‘ verstanden („ein feiger [[Mord]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=feige}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Chinesische Philosophie|chinesischen Philosophie]] wird Feigheit nicht als moralisch verwerflich angesehen, sondern vorrangig als Reaktion auf ein Situationspotenzial gewertet. Sie ist somit keine menschliche Eigenschaft, sondern eine Auswirkung der Situation. Bei günstigem Situationspotenzial kann mutiges Verhalten zum Vorteil werden, bei ungünstigem jedoch auch zum Nachteil. Der „feige“ Akteur kann abwarten, bis sich die Situation zu seinen Gunsten weiterentwickelt, und sein Verhalten dann situationsangemessen „mutig“ anpassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[François Jullien]]: &amp;#039;&amp;#039;Vortrag vor Managern über die Wirksamkeit und Effizienz in China und im Westen.&amp;#039;&amp;#039; Merve Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-88396-223-8&amp;lt;!-- Das Buch hat 107 Seiten, eine Eingrenzung der Fundstelle fehlt hier noch --&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Militärrechtswesen im antiken Rom]]&lt;br /&gt;
* [[Neidingswerk]]&lt;br /&gt;
* [[The White Feather]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laster]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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