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	<title>Fedor Krause - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fedor_Krause&amp;diff=1071731&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Onkelkoeln: -sogenannt</title>
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		<updated>2026-04-02T12:36:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-sogenannt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fedor_Krause_Wellcome_M0010972.jpg|mini|Fedor Krause]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fedor Krause&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. März]] [[1857]] in [[Mieroszów|Friedland]], [[Landkreis Waldenburg (Schles)|Landkreis Waldenburg]], [[Regierungsbezirk Breslau]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|12|700|700|Krause, Fedor|Manfred Stürzbecher|118715690}}&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[20. September]] [[1937]] in [[Bad Gastein]]) war ein deutscher [[Chirurg]]. Krause gilt als Begründer der modernen deutschen [[Neurochirurgie]], dessen Operationstechniken zum Teil noch heute grundlegend bei Operationen am [[Frontallappen]], dem [[Ganglion Gasseri]] oder im Bereich der Augennervenkreuzung ([[Chiasma opticum]]) sind. Nach ihm ist die [[Fedor-Krause-Medaille]] der [[Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie|Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie]] benannt, die jährlich für international bedeutende Fortschritte auf dem Gebiet verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Krause wuchs im [[Schlesien|schlesischen]] Friedland, wo er die Elementarschule besuchte, und schließlich in [[Kłodzko|Glatz]] und [[Berlin]], wo er das Gymnasium besuchte, auf. In Berlin begann er 1873 das Studium der Musik am [[Konservatorium]], das er auch nach seinem Abitur 1875 und dem Beginn seines Medizinstudiums fortsetzte. Er studierte als Hauptfach Medizin an den Universitäten Berlin, [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Halle]] und [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Frankfurt (Main)]] und wurde 1879 zum Dr. med. an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Volontärs- und Assistentenzeit in Berlin übernahm er 1883 eine Stelle als Medizinalassistent bei [[Richard von Volkmann]] an der Chirurgischen Universitätsklinik in [[Halle (Saale)]] und beschäftigte sich hier mit der Chirurgie der malignen [[Neurom]]e (bösartige Tumoren des Nervensystems). Mit diesem Thema wurde er 1887 für das Fach Chirurgie [[Habilitation|habilitiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Richard von Volkmanns 1889 wurde Krause zum außerordentlichen Professor für Chirurgie ernannt, jedoch gleichzeitig ersucht, die Universität zu verlassen. Er war von 1890 bis 1892 pathologisch am [[Forschungsinstitut Senckenberg|Senckenbergischen Institut]] in Frankfurt am Main tätig und 1892 bis 1900 Oberarzt bzw. Chefarzt der Chirurgischen Abteilung am [[Asklepios Klinik Altona|Städtischen Krankenhaus Altona]]. Dort entwickelte er seine überragenden Operationstechniken zur Chirurgie von Gehirntumoren (etwa 1893 die erstmalige Exstirpation des Ganglion Gasseri zur Therapie der [[Trigeminusneuralgie]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;) aber auch zur plastisch-rekonstruktiven Gesichtschirurgie von ungestielten Hautlappen, d.&amp;amp;nbsp;h. der Verpflanzung großer Hautareale zur Deckung größerer Defekte nach Unfällen oder Tumorerkrankungen. Bekannt wurde er durch einen neuen operativen Zugang im Bereich der [[Dura mater|intraduralen]] Chiasmagegend, den er bei der Entfernung einer Pistolenkugel erstmals verwendete. Er befasste sich mit der Chirurgie der [[Hirnnerven]], des [[Rückenmark]]s und des Gehirns. Bei Operation von Tumoren in der [[Hintere Schädelgrube|hinteren Schädelgrube]] entwickelte er eine neue Technik zur Operation am &amp;#039;&amp;#039;[[Ganglion Gasseri|Ganglion trigeminale]]&amp;#039;&amp;#039; (Ganglion Gasseri) zur Therapie der Trigeminusneuralgie, die nach ihm als &amp;#039;&amp;#039;Krausesche Operation&amp;#039;&amp;#039;, später in der Modifikation von [[Frank Hartley]] als &amp;#039;&amp;#039;[[Hartley-Krause-Operation]]&amp;#039;&amp;#039; benannt ist (die von Krause eingeführte temporale Freilegung des Ganglion Gasseri wurde 1906 durch [[William Gibson Spiller]] und [[Charles Harrison Frazier]] modifiziert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Seeger (Mediziner)|Wolfgang Seeger]], Carl Ludwig Geletneky: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie des Nervensystems.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 229–262, hier: S. 237&amp;lt;/ref&amp;gt;). Er war auch durch sein Lehrbuch über Neurochirurgie von 1908 einflussreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1900 bis 1923 übernahm Krause eine Stelle als Chefarzt in der chirurgischen Abteilung des Augusta-Hospitals in Berlin. 1901 wurde er zum außerordentlichen Professor der Universität Berlin ernannt. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] übernahm er Aufgaben als [[Beratender Chirurg]], weil besonders Schussverletzungen am Kopf mit Beteiligung des Gehirns damals bei den Militärärzten operativ nicht angegangen wurden. Ab 1930 gehörte er der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|4744|IDName=fedor-krause|Name=Fedor Krause|Datum=30. November 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Krause wurde 1931 [[Emeritierung|emeritiert]] und verbrachte seinen Lebensabend in [[Rom]], wo er sich vordringlich seinen musikalischen und künstlerischen Neigungen widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krause gelang über einen Zugang von der hinteren Schädelgrube her erstmals erfolgreich die Entfernung eines [[Pinealoms]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Seeger (Mediziner)|Wolfgang Seeger]], Carl Ludwig Geletneky: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie des Nervensystems.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 229–262, hier: S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[Peter Röttgen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Röttgen: &amp;#039;&amp;#039;Neurochirurgie.&amp;#039;&amp;#039; In: H. W. Schreiber, G. Carstensen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie im Wandel der Zeit 1945-1983.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1983, S. 148&amp;lt;/ref&amp;gt; operierte er als Erster einen [[Lendenwirbelsäule|lumbalen]] [[Bandscheibenvorfall]], verkannte ihn aber als [[Enchondrom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fedor Krause starb 1937 im Alter von 80 Jahren in Bad Gastein. Beigesetzt wurde er im 1897 angelegten Familiengrab Krause auf dem [[Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof]] in [[Berlin-Charlottenburg]] (heutiger Ortsteil [[Berlin-Westend|Westend]]). Das dreiachsige Wandgrab mit Säulen-[[Ädikula]] und Gittereinfassung ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;476.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Tuberkulose der Knochen und Gelenke&amp;#039;&amp;#039;, 1891 (übersetzt ins Englische)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Verwendung großer ungestielter Hautlappen zu plastischen Zwecken&amp;#039;&amp;#039;, 1896&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hirnchirurgie. Die Deutsche Klinik am Eingange des Zwanzigsten Jahrhunderts in akademischen Vorlesungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 1905, S. 953 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Chirurgie des Gehirns und Rückenmarks nach eigenen Erfahrungen&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, Wien, Berlin, Urban und Schwarzenberg 1908, 1911 (auch ins Englische und Französische übersetzt)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chirurgische Operationslehre des Kopfes&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, Berlin 1912 und 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der chirurgischen Operationen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1912–1914 (übersetzt ins Englische, Russische und Spanische)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die allgemeine Chirurgie der Gehirnkrankheiten&amp;#039;&amp;#039;, zusammen mit K. Heymann, 2 Bände, Berlin 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Operative Freilegung der Vierhügel, nebst Beobachtungen über Hirndruck und Dekompression.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 53, 1926, S. 2812 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die spezielle Chirurgie der Gehirnkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Redigiert von Fedor Krause. Bearbeitet von Boshamer, [[Gustav Brühl (Mediziner)|Brühl]], [[Nicolai Guleke|Guleke]], Harms, Jorns, Smidt und Willich. 3 Bände. Enke, Stuttgart 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|700|700|Krause, Fedor|[[Manfred Stürzbecher]]|118715690}}&lt;br /&gt;
* Horman H. Horwitz: &amp;#039;&amp;#039;Fedor Krause (1857–1937).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neurosurgery]].&amp;#039;&amp;#039; Band 38, Nr. 4, 1996, S. 844–848.&lt;br /&gt;
* H. Kuhlendahl: &amp;#039;&amp;#039;Anfänge der Neurochirurgie in Deutschland: Fedor Krause.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Neurologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 204, 1973, S.&amp;amp;nbsp;159–163, {{DOI|10.1007/BF00316358}}.&lt;br /&gt;
* C. M. Behrends: &amp;#039;&amp;#039;Fedor Krause und die Neurochirurgie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Neurochirurgie.&amp;#039;&amp;#039;  Band 3, Nr. 2, (Leipzig) 1938, S. 53–135 (mit Nachruf: S. 122).&lt;br /&gt;
* Christoph Weißer: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgenlexikon. 2000 Persönlichkeiten aus der Geschichte der Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Heidelberg 2019, ISBN 978-3-662-59238-0, S. 173–174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118715690}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.catalogus-professorum-halensis.de/krausefedor.html | wayback=20100419105536 | text=Krause, Fedor.}}&amp;#039;&amp;#039; Im Catalogus Professorum Halensis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118715690|LCCN=n99802263|VIAF=67260444}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Krause, Fedor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Krause, Fedor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Neurochirurg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. März 1857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mieroszów|Friedland]], [[Landkreis Waldenburg (Schles)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. September 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Gastein]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Onkelkoeln</name></author>
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