<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Federmesser-Gruppen</id>
	<title>Federmesser-Gruppen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Federmesser-Gruppen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Federmesser-Gruppen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T19:43:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Federmesser-Gruppen&amp;diff=1561647&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW am 31. Januar 2026 um 10:56 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Federmesser-Gruppen&amp;diff=1561647&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-31T10:56:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FedermesserSteinzeit.jpg|mini|Steinartefakte der Federmesser-Gruppen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Federmesser-Gruppen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sammelbezeichnung für Kulturgruppen des [[Mesolithikum]]s aufgrund ihrer charakteristischen archäologischen Leitform, dem einer Feder ähnelnden [[Federmesser]]. In der Forschungsgeschichte war der synonyme französische Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Azilien]]&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich, der heute nur noch für Federmesser-Fundplätze in [[Bayern]] verwendet wird (dort auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rückenspitzen-Gruppen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;M. Beck, S. Beckert, S. Feldmann, B. Kaulich, C. Pasda: &amp;#039;&amp;#039;Das Spätpaläolithikum und Mesolithikum in Franken und der Oberpfalz.&amp;#039;&amp;#039; Bericht der Bayerischen Bodendenkmalpflege 50, 2009, S. 269–291.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „Atzenhofer Gruppe“&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Schönweiss: &amp;#039;&amp;#039;Letzte Eiszeitjäger in der Oberpfalz: Zur Verbreitung der Atzenhofer Gruppe des Endpaläolithikums in Nordbayern.&amp;#039;&amp;#039; Verlag E. Bodner, Pressath 1992, ISBN 978-3-926817-16-7, 124 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt). Datierungen von Fundstellen der Federmesser-Gruppen liegen zwischen 12.000 und 10.800&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Jöris, B. Weninger: &amp;#039;&amp;#039;14C-Alterskalibration und die absolute Chronologie des Spätglazials.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches Korrespondenzblatt.&amp;#039;&amp;#039; 30, 2000, S. 461–471.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde 1933 von [[Hendrik Jan Popping]] (1885–1950) eingeführt, nach dem häufigsten Werkzeugtyp aus [[Feuerstein]], dem Federmesser. Die Federmesser-Gruppen können dreifach untergliedert werden: die [[Tjonger-Gruppe]], verbreitet in Nord-[[Belgien]] und den [[Niederlande]]n (das englische [[Creswellien]]), die [[Rissener Gruppe]] (Nordwestdeutschland und Nordöstliche Niederlande) und die [[Wehlener Gruppe]] (Süd-Schleswig und Nordost-Niedersachsen). In Südschweden und Dänemark wird die zeitgleiche Erscheinung [[Bromme-Kultur]] genannt, in Polen &amp;quot;Tarnowien&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Ausbreitung dieser aus dem [[Magdalénien]] hervorgegangenen Kultur erfolgte im klimabegünstigten feuchten [[Alleröd-Interstadial]], das durch die erste großflächige Ausbreitung von Gehölzen (Kiefer- und Birkenwälder) nach der [[Letzte Kaltzeit|letzten Kaltzeit]] ([[Weichsel-Kaltzeit]] im Norden, [[Würm-Kaltzeit]] im Süden Deutschlands) gekennzeichnet war. Auch wenn die Federmesser-Fundplätze überwiegend mit dem Alleröd-Interstadial zu korrelieren sind, sind einige Fundplätze älter ([[Ältere Dryaszeit]]) und legen eine Überlappung mit der späten [[Hamburger Kultur]] ([[Havelte-Gruppe]]) nahe. Fundplätze im Raum zwischen Nordengland und Dänemark im Westen und Norden und der Ukraine im Osten sowie dem Voralpenraum wurden der Federmesserkultur zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;D. D. L. Stoop: &amp;#039;&amp;#039;Federmesser mobility patterns in the Western Meuse area, Limburg, the Netherlands: the case studies of Horn-Haelen and Heythuysen-de Fransman I&amp;#039;&amp;#039;, MA-Thesis, Leiden 2014, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Endglazial - Eiskerndaten mit Kulturen.png|mini|Endglazial – Eiskerndaten mit Kulturen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördlichste Verbreitung zeigen Fundplätze in Dänemark:&lt;br /&gt;
* Dollerup Sø&lt;br /&gt;
* Egtved&lt;br /&gt;
* Fogense Enge&lt;br /&gt;
* Gamst Sømose&lt;br /&gt;
* Hasselø Tværvej&lt;br /&gt;
* Hjärup Mose&lt;br /&gt;
* Rundebakke&lt;br /&gt;
* Tingvad Bro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gräber ==&lt;br /&gt;
Das [[Doppelgrab von Oberkassel]] datiert mit ca. 12.000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. in die Zeit der Federmesser-Gruppen, nachdem es zuvor lange Zeit dem [[Magdalénien]]&amp;amp;nbsp;IV zugeschrieben worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsweise ==&lt;br /&gt;
Die Siedlungsweise der mobilen [[Jäger und Sammler]] lässt sich an umfassend ausgegrabenen und hochauflösend analysierten Lagerplätzen nachvollziehen. Da die einzelnen Siedlungsplätze meist nur kurzzeitig genutzt wurden und jeweils spezifische Funktionen hatten, stellen einzelne Lager nur kleine Ausschnitte aus der gesamten Siedlungsweise dar. Ganze Siedlungsareale mit mehreren Lagerplätzen sind nur selten archäologisch erschlossen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Neuwieder Becken]] mit den Fundplätzen [[Fundplatz Niederbieber|Niederbieber]], [[Andernach]], [[Urbar (bei Koblenz)|Urbar]], [[Kettig]], [[Spätpaläolithischer Fundplatz Bad Breisig|Bad Breisig]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Gelhausen: &amp;#039;&amp;#039;Siedlungsmuster allerødzeitlicher Federmesser-Gruppen in Niederbieber, Stadt Neuwied.&amp;#039;&amp;#039; Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Band 90, 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fundplätze der Federmessergruppen im Rheinland weisen mit der [[Pyroklastisches Sediment|Tephra]] des [[Laacher See|Laacher Vulkans]] oft einen charakteristischen stratigraphischen Marker auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigstes Jagdwild waren Hirsch, Elch, Biber und [[Auerochse]], vereinzelt [[Ren]] und [[Megaloceros|Riesenhirsch]]. Huftierherden ([[Wildpferd]]) des Offenlandes waren weitgehend verschwunden. [[Wollhaarmammut]] und [[Wollnashorn]] waren im Zuge der [[Quartäre Aussterbewelle|Quartären Aussterbewelle]] am Ende der letzten Eiszeit weitgehend verschwunden und nur noch in den Steppenzonen Osteuropas und Sibiriens vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inventar ==&lt;br /&gt;
Leitformen sind [[Federmesser]] (Rückenspitzen), Rückenmesser, [[Stichel (Archäologie)|Stichel]], Spitzen und Kratzer aus [[Feuerstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Federmesser-Horizont datiert das [[Bernsteintier von Weitsche]] als eines der seltenen Kleinkunstwerke.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Veil, Klaus Breest: &amp;#039;&amp;#039;The archaeological context of the art objects from the Federmesser site of Weitsche, Ldkr. Lüchow-Dannenberg, Lower Saxony (Germany) – a preliminary report.&amp;#039;&amp;#039; In: Eriksen, Bratlund: &amp;#039;&amp;#039;Recent Studies in the Final Palaeolithic of the European Plain.&amp;#039;&amp;#039; Aarhus University, 2002, S. 129–138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelt es sich um die Darstellung einer [[Elch]]kuh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Fundplätze sind neben Weitsche auch Niederbieber am Mittelrhein und Rekem in Belgien.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Veil &amp;amp; K. Breest: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunde&amp;#039;&amp;#039; NF 51 Jahrgang 2000, S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Federmesser culture|Federmesser-Gruppen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Bosinski (Prähistoriker)|Gerhard Bosinski]]: &amp;#039;&amp;#039;Die große Zeit der Eiszeitjäger. Europa zwischen 40.000 und 10.000 v. Chr.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Band 34, Mainz 1987, S. 13–139.&lt;br /&gt;
* [[Michael Baales]]: &amp;#039;&amp;#039;Der spätpaläolithische Fundplatz Kettig. Untersuchungen zur Siedlungsarchäologie der Federmesser-Gruppen am Mittelrhein.&amp;#039;&amp;#039; Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Band 51, Mainz 2002.&lt;br /&gt;
* Frank Gelhausen: &amp;#039;&amp;#039;Siedlungsmuster allerødzeitlicher Federmesser-Gruppen in Niederbieber, Stadt Neuwied.&amp;#039;&amp;#039; Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Band 90, Mainz 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153820-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Federmesser-Gruppen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Kultur (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ur- und Frühgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Kulturraum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Kultur (Jungpaläolithikum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Epipaläolithikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelsteinzeitliche Kultur in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturraum in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
	</entry>
</feed>