<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Februarpatent</id>
	<title>Februarpatent - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Februarpatent"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Februarpatent&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T03:16:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Februarpatent&amp;diff=325080&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger am 20. September 2025 um 20:24 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Februarpatent&amp;diff=325080&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-20T20:24:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FebruarPatent.jpg|mini|Titelseite des Februarpatents (dem Land Vorarlberg gewidmete und dort archivierte zeremonielle Ausgabe)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Februarpatent&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der österreichischen Geschichtsschreibung die &amp;#039;&amp;#039;Verfassung der österreichischen Monarchie&amp;#039;&amp;#039; (so der Kaiser in seinem Patent), d.&amp;amp;nbsp;h. des [[Kaisertum Österreich|Kaisertums Österreich]], aus dem Jahr [[1861]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&amp;amp;datum=1861&amp;amp;size=45&amp;amp;page=99 RGBl. Nr.&amp;amp;nbsp;20 / 1861 S.&amp;amp;nbsp;69&amp;amp;nbsp;ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie wurde am 26. Februar 1861 erlassen und am 28. Februar im [[Reichsgesetzblatt (Österreich)|Reichsgesetzblatt]] veröffentlicht. Im Anhang wurden die bis 1918 gültigen Landesordnungen der nichtungarischen [[Kronland (Österreich)|Kronländer]] kundgemacht; für die ungarischen Länder wurde auf das [[Oktoberdiplom]] 1860 verwiesen. Die Erlassung dieser fundamentalen Rechtsregeln fiel in die Zeit des [[Neoabsolutismus]], war also die alleinige Entscheidung von Kaiser [[Franz Joseph&amp;amp;nbsp;I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Februarpatent und die Entwicklung bis zur Dezemberverfassung von 1867 ==&lt;br /&gt;
Die zentralistische Februarverfassung wurde vom Staatsminister [[Anton von Schmerling]] ausgearbeitet und am [[26. Februar]] 1861 durch das Februarpatent in Kraft gesetzt, d.&amp;amp;nbsp;h. von Kaiser [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Franz Joseph]] für die gesamte Monarchie erlassen. Sie löste das föderalistische [[Oktoberdiplom]] von 1860 großteils ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den führenden Schichten der Monarchie gab es damals Uneinigkeit darüber, ob der Gesamtstaat eine [[Zentralismus|zentral]] gelenkte Macht oder im Wesentlichen ein [[Staatenbund|Bund]] weitgehend selbstständiger [[Kronland (Österreich)|Kronländer]] werden sollte. [[Magyaren|Magyarische]] Politiker traten durchgängig für eine möglichst eigenständige Rolle des [[Königreich Ungarn|Königreichs Ungarn]] ein – die sie schließlich mit dem [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich|Ausgleich von 1867]] erreichen sollten. Die kaiserlichen Minister waren hingegen zunehmend bemüht, die zentrale Macht der Monarchie zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Februarverfassung wurde die Gesetzgebung zwischen dem Kaiser und den zwei Häusern des [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrates]] geteilt. Das [[Abgeordnetenhaus (Österreich)|Abgeordnetenhaus]] des Reichsrates sollte durch von den Landtagen entsandte Abgeordnete gebildet werden. Diese Regelung wurde aber von Ungarn und teilweise von [[Königreich Galizien und Lodomerien|Galizien]] als zu zentralistisch abgelehnt. Die ungarischen Politiker boykottierten sie wo immer möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne voll wirksam geworden zu sein, wurde das im Februarpatent verkündete Grundgesetz über die Reichsvertretung am 20. September 1865 vom Kaiser durch das inoffiziell so genannte Sistierungspatent sistiert, d.&amp;amp;nbsp;h. vorübergehend außer Kraft gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&amp;amp;datum=1865&amp;amp;page=335&amp;amp;size=45 RGBl. Nr.&amp;amp;nbsp;89 / 1865 S.&amp;amp;nbsp;303]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaiser begründete dies in seinem Manifest vom selben Tage:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&amp;amp;datum=1865&amp;amp;page=333&amp;amp;size=45 RGBl. Nr.&amp;amp;nbsp;88 / 1865 S.&amp;amp;nbsp;301]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ein großer Theil des Reiches, so warm und patriotisch auch dort die Herzen schlagen, hielt sich beharrlich fern von dem gemeinsamen legislativen Wirken.&amp;#039;&amp;#039; Er könne aber mit Ungarn nicht über Regeln verhandeln, die gleichzeitig in anderen Teilen des Reiches rechtsverbindlich seien; daher sei die Sistierung der Regeln über den Reichsrat in allen Teilen der Monarchie nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verfassungsmäßige Regierungsform kam zwei Jahre später, nach dem Ausgleich mit Ungarn, wieder zustande: Die [[Dezemberverfassung]] von 1867 baute für die nichtungarischen („[[Cisleithanien|cisleithanischen]]“) Länder der Habsburgermonarchie auf dem Februarpatent auf. (Ungarn war mit diesen Ländern nun nur mehr durch eine [[Realunion]] verbunden, innenpolitisch ein eigener Staat.) [[Legislaturperiode]]n und Sessionen des [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrats]] wurden von 1861 bis zum Ende der österreichischen Monarchie, 1918, durchnummeriert. Bis 1873 waren die Reichsratsabgeordneten weiterhin jährlich von den Landtagen der Kronländer zu wählen und zu entsenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Urschrift des Februarpatents ==&lt;br /&gt;
Die Urschrift des Februarpatents war lange Zeit verschollen. Sie wurde vermutlich vor dem [[Wiener Justizpalastbrand]] 1927 entwendet. Eine Privatperson fand das Dokument in einem Antiquariat, kaufte es und schenkte es, wie am 31. März 2014 berichtet wurde, dem [[Staatsarchiv#Österreich|Staatsarchiv]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Standard 1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|titel=Urschrift des „Februarpatents“ von 1861 sichergestellt|url= https://derstandard.at/1395363760805/Urschrift-des-Februarpatents-von-1861-sichergestellt|datum= 2014-03-31|zugriff= 2014-03-31|hrsg= [[derStandard.at]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Silvesterpatent]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Constitution of the Austrian Empire - Februarpatent|Februarpatent}}&lt;br /&gt;
* [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&amp;amp;datum=1861&amp;amp;size=45&amp;amp;page=99 Die inoffiziell &amp;#039;&amp;#039;Februarpatent&amp;#039;&amp;#039; genannte Verfassungsurkunde, RGBl. Nr.&amp;amp;nbsp;20/1861], im damaligen österreichischen Gesetzblatt; Website der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [https://www.verfassungen.at/at-18/februarpatent61-i.htm Verfassung in Volltext]&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Februarpatent}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4669849-8|VIAF=203743781}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Rechtsquelle (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Verfassung (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsrecht (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
	</entry>
</feed>