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	<title>Fazies - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T03:40:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fazies&amp;diff=504113&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2026-03-19T08:21:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fazies&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;facies&amp;#039;&amp;#039;}} ‚Gesicht‘, ‚Antlitz‘) im weitesten Sinn werden alle Eigenschaften eines [[Gestein]]skörpers oder einer Gesteinsassoziation verstanden, die aus seiner [[Geologie|geologischen]] Geschichte herrühren. Es können rein beschreibende Merkmale sein (Farbe, [[Gefüge (Geologie)|Gefüge]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schichtung]]), [[Mineralbestand]], [[Fossil]]ien) oder solche, die typisch für die Entstehung (Magmatismus, Sedimentation) oder die nachträgliche Veränderung ([[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]], [[Metasomatose]], [[Verwitterung]]) eines Gesteinskörpers sind. Zu einer Fazies gehören alle Gesteine einer bestimmten Lokalität oder Region, die jeweils unter gleichen physikalischen und chemischen Bedingungen gebildet oder umgewandelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen und Sprachgebrauch ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung geht ursprünglich auf den Schweizer [[Amanz Gressly]] (1838) zurück, der sie als „Summe aller primären organischen und anorganischen Charakteristika einer Ablagerung an einem Ort“ definierte.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Gressly: &amp;#039;&amp;#039;Observations géologiques sur le Jura Soleurois.&amp;#039;&amp;#039; In: Nouvelles Mémoires Société Helvétique des Sciences Naturelles 2, S. 1–349, (1838) (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; (Diese historische Definition nimmt auf sedimentäre Fazies Bezug und repräsentiert noch nicht die wesentlich weiter gefasste Begrifflichkeit von Fazies, die man heute antrifft. Im Laufe von knapp zwei Jahrhunderten hat der Faziesbegriff Wandlungen und Verallgemeinerungen erfahren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Fazies wird auf Gesteinsassoziationen mit diversen Gesteinseigenschaften angewendet. Zu unterscheiden sind rein beschreibende Faziesbegriffe wie „grüne, mergelige Fazies“ und die Bildungsbedingungen beschreibende Faziesbegriffe wie „hochsalinare Lagunenfazies“. Zur Charakterisierung der Fazies werden diese mit deskriptiven Attributen versehen, während strukturell-chronologische Kriterien als [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische Schichten &amp;#039;&amp;#039;(Strata)&amp;#039;&amp;#039;]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Lithofazies}}Neben der Ausbildung der Gesteine (Lithofazies), siehe dazu als Beispiel die vom [[Freistaat Sachsen]] veröffentlichten Karten zur [[Lausitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/37006 Lithofazieskarten Tertiär Lausitz 1:50.000]&amp;lt;/ref&amp;gt;, können auch die im Gestein erhaltenen [[Fossilien]] (Biofazies) Hinweise auf das Klima, den Lebensraum und die sonstigen Umweltbedingungen, die zur Zeit der Ablagerung herrschten, geben. Fossilien, die (im Gegensatz zu [[Leitfossil]]ien) auf ganz bestimmte Faziesräume beschränkt, und für diese typisch sind, bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Faziesfossil&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlehnend an die drei Grundarten von Gesteinen: [[Sedimente]], [[Magmatite]] und [[Metamorphite]] können grundsätzlich sedimentäre, magmatische und metamorphe Fazies unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe wie Mikrofazies oder Elektrofazies gehen aus Untersuchungsmethoden zur näheren Bestimmung oder Abgrenzung verschiedener Fazies hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Einige Beispiele für verschiedene Fazies sind:&lt;br /&gt;
* [[Neritisch]]e Fazies (zur Unterscheidung von Tiefseefazies)&lt;br /&gt;
* [[Fluviatil]]e Fazies (Flusssedimentgesteine)&lt;br /&gt;
* [[Ostrakoden]]-Fazies (enthält Schalen kleiner Krebstiere)&lt;br /&gt;
* [[Metamorphe Fazies]] (durch Druck und Temperatur in der Tiefe veränderte Gesteine)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faziesbereiche ==&lt;br /&gt;
Großfaziesbereiche (überregionale Fazies) können in zunehmend kleinere Faziesbereiche unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Sedimentgesteinen könnte beispielsweise eine [[marine Fazies]] grob in eine [[Tiefsee]]-Fazies (pelagische oder abyssale Fazies) und eine [[Pelagial#Epipelagial|Flachwasserfazies]] (neritische Fazies) unterschieden werden. Die Flachwasserfazies könnte sich wiederum in eine [[Riff (Geographie)|Riff]]- und eine [[Lagune]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;fazies aufteilen. Dadurch kann die [[Paläogeografie]] des Ablagerungsraumes der Sedimente rekonstruiert werden. Beispielsweise ergibt die Verteilung verschiedener [[karbonat]]ischer Fazies im Bereich des heutigen [[Altmühltal]]es ein genaues Modell des Meeresbeckens, das im Zeitalter des [[Jura (Geologie)|Juras]] der Ablagerungsraum der Karbonate war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Magmatisches Gestein|magmatischen Gesteinen]] können Fazies verschiedener geochemischer Zusammensetzung und damit unterschiedlichem [[Modaler Mineralbestand|Mineralbestand]] und unterschiedlicher Eruptionsformen und Abkühlungsgeschichte ([[Plutonit]]e und [[Vulkanit]]e) Aufschluss über Ursache, Lage und Ausbildung des Magmatismus geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Metamorphe Gesteine|metamorpher]] Fazies unterscheidet man die Gesteine anhand charakteristischer Mineralzusammensetzungen, die sich unter bestimmten Druck- und Temperaturbedingungen bilden. Man unterscheidet Unterfazies wie etwa [[Grünschiefer]]-Fazies oder [[Albit]]-[[Epidot]]-[[Almandin]]-Fazies, die definierten Metamorphosebereichen entsprechen. Bereiche verschiedener metamorpher Fazies können zur Rekonstruktion der Metamorphosebedingungen verwendet werden. Beispielsweise unterscheidet sich die Verteilung metamorpher Fazies von ehemaligen [[Subduktionszone]]n charakteristisch von denen einer Metamorphose bei der Absenkung innerhalb eines [[Sedimentbecken|sedimentären Beckens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Walther}} Faziesentwicklungen, Faziesregel nach Walther ==&lt;br /&gt;
Fazies können sich nicht nur paläogeographisch räumlich unterscheiden; sie können sich auch zeitlich entwickeln. So kann beispielsweise, bedingt durch ein Vorrücken des Meeres (Transgression) Litoralfazies (Küstenfazies) über Strandfazies liegen. Die Faziesregel nach [[Johannes Walther (Geologe)|Walther]] (1894) besagt, dass bei ungestörter [[Schichtung]] hierbei nur Fazies übereinander liegen können, die auch zeitgleich nebeneinander vorkommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mikrofazies ==&lt;br /&gt;
Abzugrenzen ist der Begriff der Mikrofazies. Hierunter versteht man keine eigene Fazies, sondern die Zusammenfassung aller Faziesmerkmale, welche nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Exemplarisch hierfür steht etwa die Art der [[Zementation (Geologie)|Zementation]] von [[Sandstein]]en oder das Vorkommen von bestimmten Hartteilen von Mikroorganismen in einem [[Kalkstein]]. So ist mikrofaziell insbesondere bei Karbonaten eine äußerst detaillierte Bestimmung des Sedimentationsraumes und dessen Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektrofazies ==&lt;br /&gt;
Ebenfalls abzugrenzen ist der Begriff der Elektrofazies. Hierunter versteht man keine eigene Fazies, sondern die Zusammenfassung verschiedener Gesteinsmerkmale, welche durch [[Bohrlochmessung]]en zu bestimmen sind. Der Begriff stammt aus der [[Petrophysik]]. Daten aus Bohrlochmessungen wie [[Elektrische Leitfähigkeit]], [[Neutronenfluss|Neutronendichte]] oder natürliche [[Gammastrahlung]] des durchbohrten Gesteins werden in Diagrammen gegeneinander aufgetragen. Verschiedene Gesteine gruppieren sich nun in verschiedenen Bereichen, wodurch verschiedene Elektrofazies definiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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