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	<title>Faurndau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Faurndau&amp;diff=166340&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-14T10:53:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart               = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename              = Göppingen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen                = DEU Faurndau COA.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung   = Wappen von Faurndau vor der Eingemeindung&lt;br /&gt;
| Breitengrad               = 48/42/30/N&lt;br /&gt;
| Längengrad                = 9/37/3/E&lt;br /&gt;
| Bundesland                = DE-BW&lt;br /&gt;
| Höhe                      = 302&lt;br /&gt;
| Höhe-bis                  = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug                = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                    = 6.61&lt;br /&gt;
| Einwohner                 = 7417&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum     = 2007-10-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum       = 1975-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1             = 73035&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2             = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                  = 07161&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                  = &lt;br /&gt;
| Lagekarte                 = Gpbezirk faurndau.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung    = Lage von Faurndau in der Stadt Göppingen&lt;br /&gt;
| Bild                     = Faurndau, Luftbild - LABW - Staatsarchiv Sigmaringen N 1-96 T 1 Nr. 871.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung        = Luftbild von Faurndau (1984)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:FaurndauStiftskirche-pjt.jpg|mini|hochkant|Spätromanische [[Stiftskirche (Faurndau)|Stiftskirche in Faurndau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faurndau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈfaʊ̯ɐndaʊ̯}}], schwäbisch [{{IPA|&amp;#039;foʊrndao̯}}]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Lutz Reichardt: &amp;#039;&amp;#039;Ortsnamenbuch des Kreises Göppingen&amp;#039;&amp;#039; (= Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg Reihe B 112. Band). S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ({{Höhe|302|DE-NN}}) ist ein [[Stadtbezirk]] im Westen von [[Göppingen]] im [[Land (Deutschland)|Bundesland]] [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Faurndau liegt im Tal der unteren [[Fils (Fluss)|Fils]], der hier von rechts und Nordosten der [[Marbach (Fils)|Marbach]] zuläuft. Die Stadtteilgemarkung erstreckt sich von beidseits des unteren Marbachs über fünf Kilometer weit über das Tal des Flusses und seines linken Zuflusses Pfuhlbach hinweg nach Südwesten auf größtenteils unbesiedelte Flur, während es quer dazu oft nicht einmal anderthalb Kilometer breit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Archäologisch sind Siedlungsspuren aus der [[Jungsteinzeit]], der späten [[Bronzezeit]] sowie aus römischer Zeit belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archaeologik.blogspot.de/2015/08/faurndau-vor-875.html R. Schreg: Faurndau – vor 875. Archaeologik 11. August 2015] basierend auf einem Vortrag zur 1125-Jahr-Feier im Jahre 2000: [http://rgzm.academia.edu/RainerSchreg/Talks/20195/Faurndau_-_vor_875_Christianisierung_im_Filstal Vortrag zur Frühgeschichte Faurndaus anläßlich der 1125 Jahr-Feier], 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Mündung des von Süden kommenden Brunnenbachs in die Fils entstand nahe einer Furt im 9. Jahrhundert ein kleines Kloster. Im Jahre 875 übertrug König [[Ludwig der Deutsche]] seinem [[Diakon|Hofdiakon]] Liutbrand das Kloster &amp;#039;&amp;#039;Furentouua&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit der Kirche in [[Galluskirche (Brenz an der Brenz)|Brenz an der Brenz]]. 895 befanden sich beide Güter im Besitz des [[Fürstabtei St. Gallen|Reichsklosters St. Gallen]], in dem Liutbrand Aufnahme gefunden hatte. Bis zur [[Staufer]]zeit gibt es keine schriftlichen Quellen über Faurndau. 1956 durchgeführte Grabungen zeigten, dass der heutigen, um 1220 fertiggestellten spätromanischen &amp;#039;&amp;#039;Stiftskirche&amp;#039;&amp;#039; vier Bauperioden vorausgingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sis&amp;quot;&amp;gt;Walter Ziegler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stauferstätten im Stauferland&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart/Aalen 1977, ISBN 978-3-8062-0160-4, Nr. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1228 setzt die schriftliche Überlieferung wieder ein, als durch St. Gallen die Regeln des Faurndauer [[Kanoniker|Chorherrenstiftes]], in dem zu diesem Zeitpunkt acht [[Kanoniker]] Dienst taten, neu gefasst wurden. Da die Staufer zum Zeitpunkt des Baus der &amp;#039;&amp;#039;Stiftskirche&amp;#039;&amp;#039; im Besitz der Vogteirechte über das Kloster St. Gallen waren und dieses auf Grund seiner nachgewiesenen schlechten wirtschaftlichen Lage kaum in der Lage zu einem derartigen Neubau gewesen war, muss an eine unmittelbare Beteiligung durch die Staufer gedacht werden. Eine mittelbare Beteiligung lässt sich anhand der staufischen Ministerialen von [[Rechberg (Adelsgeschlecht)|Rechberg]] und von [[Burg Staufeneck|Staufeneck]] nachweisen, die im Besitz der Vogtei über Faurndau waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15./16. Jahrhundert wurden die Grafen bzw. Herzöge von [[Württemberg]] Ortsherren von Faurndau. 1536 wurde mit Einführung der [[Reformation]] das zuletzt noch von vier Chorherren besetzte Stift geschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage setzte die Industrialisierung im späten 19. Jahrhundert ein ([[Papierfabrik]], Schuhfabrik [[Salamander (Schuhe)|Salamander]], Kleemann). Am 1. Januar 1975 wurde der Ort gegen die mehrheitliche Entscheidung der Einwohner im Zuge der Gemeindereform nach Göppingen eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=462}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Klage gegen die Eingemeindung scheiterte. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Ort stark gewachsen (Neubaugebiete Haier, Reute sowie auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik), jedoch ist die Industrie abgewandert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
Der Name Faurndau – die erste Nennung im Jahre 875 n. Chr. lautet &amp;#039;&amp;#039;Furentouua&amp;#039;&amp;#039; – ist besonders interessant für die Namenforschung, da er sowohl [[Toponomastik|für Ortsnamen]] als auch [[Phonetik|phonetisch]] sehr ungewöhnlich erscheint. Hatte die ältere Forschung eine Ableitung aus dem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;Feronia dea&amp;#039;&amp;#039; in Erwägung gezogen, so gilt der Name nach neuen Forschungen als ein Ereignisname, der auf die nicht seltenen Überschwemmungen der [[Fils (Fluss)|Fils]] hinweist. Abgeleitet aus althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;(ir)furen&amp;#039;&amp;#039; (zerstören, berauben) und &amp;#039;&amp;#039;ouwa&amp;#039;&amp;#039; (Talaue) bedeutet der Name also „Siedlung am zerstörerischen Fluss“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Faurndau hat einen Bezirksbeirat mit zwölf Mitgliedern und zehn Stellvertretern. Dieser wird vom Gemeinderat Göppingen bestellt. Vorsitzender ist der Göppinger Oberbürgermeister Alex Maier, Stellvertreter die [[Bezirksamtsleiter]]in Chris Cathrin Berger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Wappens lautet: &amp;#039;&amp;#039;Unter goldenem, mit einer liegenden schwarzen Hirschstange belegten Schildhaupt in Grün ein goldener Pfahl&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um für die notwendigen Dienstsiegel ein Wappen zu haben, nahm die Gemeinde 1935 das heutige, von der Archivdirektion vorgeschlagene, Wappen an. Die Zugehörigkeit zu Württemberg wird mit der Hirschstange bezeugt. Der grüne Schildgrund verweist auf das Namensende „-au“ des Ortes, während der Pfahl lediglich der Aufgliederung des Wappenschildes dient. Eine ursprünglich vorgeschlagene Blume als Verweis auf das Namensende wurde vom Gemeinderat abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flagge ist Gelb-Grün.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde am 12. Juli 1937 durch [[Reichsstatthalter]] [[Wilhelm Murr]], die Flagge am 4. Mai 1956 durch das Innenministerium Baden-Württemberg, offiziell verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Gönner, Heinz Baruda: &amp;#039;&amp;#039;„Wappenbuch des Landkreises Göppingen“&amp;#039;&amp;#039;, Herausgegeben vom Landkreis Göppingen und der Archivdirektion Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1966, S. ?.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Im [[Stiftsarchiv St. Gallen]] ist eine Urkunde aus dem Jahr 875 verwahrt, in der Faurndau erstmals erwähnt wird. Es bestand das Kloster St. Maria, das vor 1228 in ein Kollegiatstift umgewandelt wurde. Zuvor wurde von 1200 bis 1220 die heutige [[#Sehenswürdigkeiten|Stiftskirche]] Faurndau gebaut, die zu den bedeutendsten romanischen Kirchenbauten in Schwaben gehört. Zwei Jahre nach der Einführung der Reformation in Württemberg 1534 wurde das Faurndauer Chorherrenstift aufgelöst und die Stiftskirche zur evangelischen Pfarrkirche umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirchengemeinde ===&lt;br /&gt;
Der erste evangelische Pfarrer lässt sich 1538 nachweisen. Die evangelische Kirchengemeinde Faurndau&amp;lt;ref name=&amp;quot;rdhsFaurndau&amp;quot;&amp;gt;[https://www.evangelisch-faurndau.de/ Website der Evangelischen Kirchengemeinde Faurndau]&amp;lt;/ref&amp;gt; gehört zum [[Kirchenbezirk Göppingen]] und hatte von 1964 bis 2019 zwei Pfarrstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirchengemeinde ===&lt;br /&gt;
Nachdem 1806 aus dem evangelischen Herzogtum das gemischtkonfessionelle [[Königreich Württemberg]] geworden war, gehörten die zunächst wenigen Faurndauer Katholiken bis 1877 zu Rechberghausen und bis nach dem Zweiten Weltkrieg zur Göppinger Pfarrei St. Maria. In einem privaten Anwesen wurde eine Notkirche eingerichtet und genutzt und am 8. Januar 1948, dem Fest der Heiligen Familie, als Kirche geweiht. Ein Neubau, die &amp;#039;&amp;#039;katholische Pfarrkirche Zur Heiligen Familie&amp;#039;&amp;#039;, wurde von 1960 bis 1961 gebaut und im Dezember 1961 geweiht. 1963 wurde in Faurndau wieder eine eigenständige katholische Pfarrei errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
Faurndau hat einen [[Haltepunkt]] an der [[Filstalbahn]], der halbstündlich vom [[Metropolexpress]] (MEX) nach Geislingen (Steige)/Ulm beziehungsweise Stuttgart bedient wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1912 bis 1994 gab es mit dem Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Faurndau Nord&amp;#039;&amp;#039; an der [[Hohenstaufenbahn]], die von Göppingen nach [[Schwäbisch Gmünd]] führte, eine weitere Station. Der Personenverkehr wurde jedoch 1984 eingestellt. Die Verbindung wurde 2005 [[Streckenstilllegung|stillgelegt und abgebaut]]; die Trasse ist aber laut Regionalverkehrsplan der Region Stuttgart für den Schienenverkehr frei zu halten und wird heute als [[Bahntrassenradweg]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Südlich von Faurndau führt die [[Bundesstraße 10|B 10]] in Richtung Stuttgart bzw. Ulm vorbei (mit zwei Anschlussstellen). Seit Freigabe der Anschlussstelle der B&amp;amp;nbsp;10 am Berufsschulzentrum führt die [[Bundesstraße 297|B 297]] von Kirchheim(Teck)/Uhingen in Richtung [[Lorch (Württemberg)|Lorch]] nicht mehr durch den Ort, sondern umgeht ihn im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fahrradwege ===&lt;br /&gt;
Richtung Schwäbisch Gmünd verläuft auf der Trasse der ehemaligen Hohenstaufenbahn ein gut ausgebauter Radweg, welcher in Faurndau beginnt. Der [[Alb-Neckar-Radweg]] erreicht Faurndau als [[Fernradweg]]. Er führt von [[Ulm]] nach [[Heilbronn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versorgung ==&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In Faurndau gibt es fünf Kindergärten, eine Grundschule, eine Waldorfschule und eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Dieser grenzte bis in die 1990er Jahre ein Hallenbad an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Es gibt ein Bezirksamt mit Notariat und die [[Freiwillige Feuerwehr]] Faurndau.&lt;br /&gt;
Läden für den täglichen Bedarf sind vorhanden, ebenso Apotheken und Ärzte. Einen Sauerwasserbrunnen soll es in Zukunft wieder geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stiftskirche (Faurndau)}}&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stiftskirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenführer auf Gemeinde-Website, siehe {{Webarchiv|url=https://www.evangelisch-faurndau.de/stiftskirche/kirchenfuehrer/ |wayback=20200410212408 |text=Stiftskirche}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; in ihrer heutigen, [[Romanik|spätromanischen]] Form wurde von etwa 1200 bis 1220 auf den Fundamenten von vier Vorgängerbauten als [[Kirchenschiff|dreischiffige]],  flachgedeckte [[Basilika (Bautyp)|Pfeilerbasilika]] errichtet. Sowohl der Ost[[giebel]] als auch die [[Kapitell]]e im Inneren sind mit abwechslungsreichem [[Skulptur]]enschmuck ausgestattet. Ältester Teil ist im Osten der [[Gewölbe|rippengewölbte]] [[Chor (Architektur)|Chor]] mit einer Haupt[[apsis]] und zwei Nebenapsiden, von denen die südliche später dem spät[[Gotik|gotischen]] [[Sakristei]]-Anbau weichen musste. Das ursprünglich zweitürmig, dann eintürmig geplante [[Westwerk]] wurde zunächst ohne Turm fertiggestellt. Dieser wurde erst 1341 errichtet und erhielt Mitte des 15. Jahrhunderts im oberen Bereich seine heutige Gestalt. Etwa gleichzeitig erfolgte auf der Südseite des Chors der Einbruch eines gotischen Fensters. Der Hauptzugang im Westen ist ein dreifach gestuftes [[Portal (Architektur)|Säulenportal]]. Durch dieses betritt man den Vorraum mit seinem achtteiligen Gewölbe, dessen Bau Kenntnisse westfranzösischer Architektur des ausgehenden 12. Jahrhunderts voraussetzte. Einzelne Säulen des Vorraums tragen frühgotische &amp;#039;&amp;#039;Kelchknospenkapitelle&amp;#039;&amp;#039;, die zu den frühesten dieser Art gehören. Die frühgotischen Wandmalereien im Chorraum stammen aus der Zeit um 1300. In den Gewölbekappen sind die vier [[Evangelistensymbole]] zu erkennen. Von Christus in der [[Mandorla]] in der [[Apsiskalotte]] sind nur noch Reste erhalten. Auf den seitlichen Wandflächen wird aus dem Leben [[Maria (Mutter Jesu)|Marias]] erzählt: im Norden [[Joachim (Heiliger)|Joachim]] und [[Anna (Heilige)|Anna]] sowie die [[Verkündigung des Herrn|Verkündigung]] am Ansatz der Apsis, im Süden steht Maria mit dem Spruchband: ECCE ANCILLA DMI (siehe, ich bin die Magd des Herrn), die [[Heilige drei Könige|Heiligen Drei Könige]] und darunter die [[Krönung Mariens]]. Der bekannte Architekt [[Martin Elsaesser]] schuf um 1920 in der Sakristei an der Wand einen Gefallenen-Gedenkschrein, dessen Flügeltüren außen mit vier Gemälden (Kreuzigung, Kreuzabnahme, Beweinung, Auferstehung) von der Künstlerin [[Käte Schaller-Härlin]] gestaltet wurden. Das mittlere Chorfenster wurde im Zuge der Kirchenrenovierung 1957 von [[Wolf-Dieter Kohler]] mit Glasmalerei versehen: Der [[Michael (Erzengel)|Erzengel Michael]] [[Seelenwaage|wägt die menschlichen Seelen]], die, durch den Klang der sieben apokalyptischen Posaunen erweckt, sich aus ihren Gräbern erheben, um sich dem Weltgericht Gottes zu stellen. - Ebenfalls 1957 wurde das Bronze-Altarkreuz von [[Emil Jo Homolka]] (1925–2010) und Altar, Kanzel und das Lamm über dem Südportal von [[Ulrich Henn]] geschaffen. Von Letzterem stammt auch der &amp;#039;&amp;#039;Brunnen der Barmherzigkeit&amp;#039;&amp;#039; vor der Kirche (2006). - Die Kirche ist seit 1977 eine herausragende Sehenswürdigkeit an der [[Straße der Staufer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stauferstelen.net/texts/strasse-der-staufer.htm Straße der Staufer] auf stauferstelen.de. Abgerufen am 10. Juli 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2020 wird das 800-jährige Jubiläum begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Veranstaltungsplanung siehe {{Webarchiv|url=https://www.evangelisch-faurndau.de/stiftskirche-800-jahre-raum-in-der-zeit/ |wayback=20200410212409 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2023-12-22 12:53:07 InternetArchiveBot }} - aufgerufen am 10. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 S9Faurndau02.jpg|Stiftskirche Faurndau:Ostansicht&lt;br /&gt;
 Stiftskirche Faurndau 2016 026.jpg|Hauptportal im Westwerk&lt;br /&gt;
 S9Faurndau09.jpg|Romanischer Taufstein und gotische Wandmalereien&lt;br /&gt;
 S9Faurndau10.jpg|Kelchknospenkapitelle des Westgewölbes&lt;br /&gt;
 S9Faurndau14.jpg|Chorkapitell&lt;br /&gt;
 Stiftskirche Faurndau.jpg|Stiftskirche Faurndau, Hauptschiff mit Blick zum Chor&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Faurndau 2016 016.jpg|mini|Alter Farrenstall]]&lt;br /&gt;
* Alter [[Farrenstall]]&lt;br /&gt;
* Altes Rathaus&lt;br /&gt;
* Hauptgebäude der ehemaligen Salamander Schuhfabrik (heute [[T-Systems]])&lt;br /&gt;
* Etwa ein Kilometer Luftlinie entfernt befindet sich [[Schloss Filseck]] auf markanter Anhöhe an der südlichen Hangkante des Filstales (Gemarkung [[Uhingen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
Bekanntester Sportverein in Faurndau ist der 1922 gegründete [[FV Vorwärts Faurndau]] mit den Abteilungen Fußball (Männer und Frauen), Aerobic, Frauen-Gymnastik sowie einer Freizeit-Gruppe. Die Fußballerinnen spielen 2008/09 in der Oberliga Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Tennisclub Faurndau&amp;#039;&amp;#039; wurde 1972 gegründet und hat mehrere Mannschaften in Verbandsrunden gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;FrameBreakers Faurndau&amp;#039;&amp;#039; unterhalten eine Mountainbikestrecke am Kühberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältester Verein ist der &amp;#039;&amp;#039;Turnverein Faurndau 1883&amp;#039;&amp;#039;, der mit 18 Abteilungen, unter anderem mit Turnen, Leichtathletik, Volleyball, Ringen und Nordic Walking ein vielfältiges Sportprogramm anbietet und mit etwa 900 Mitgliedern als größter Sportverein vor Ort gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ansässige Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Die bedeutendsten Unternehmen sind:&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Telekom]] AG (T-Systems) – Computerzentrum&lt;br /&gt;
* Antriebssysteme Faurndau GmbH (Elektromotoren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Carl Amos (1814–1890), 45 Jahre Bürgermeister von Faurndau&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Horch]] (1887–1965), Pädagoge und Schriftsteller, ab 1932 in Faurndau&lt;br /&gt;
* [[Arnold Dannenmann]] (1907–1993), evangelischer Theologe und Gründer des [[Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands|CJD]]&lt;br /&gt;
* [[Dorothee Ziegler]] (1945–2012), Malerin&lt;br /&gt;
* [[Andreas Uebele]] (* 1960), Grafikdesigner, Hochschullehrer in Düsseldorf&lt;br /&gt;
* [[Ann-Katrin Berger]] (* 1990), Fußball-Nationaltorhüterin, spielte beim [[FV Vorwärts Faurndau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Göppingen |Titel=Gemeinde Faurndau |Wikisource=Kapitel B 12 |Seite=186–196}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Klumbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Bruchstücke eines römischen Helmes von Faurndau (Kr. Göppingen).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Schwaben&amp;#039;&amp;#039; N. F. 14, 1957, S.&amp;amp;nbsp;107–112.&lt;br /&gt;
* Lutz Reichardt, &amp;#039;&amp;#039;Ortsnamenbuch des Kreises Göppingen&amp;#039;&amp;#039;. Veröff. Komm. gesch. Landeskunde in Baden-Württemberg B, 112.  Kohlhammer, Stuttgart 1989, S. 74ff.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Schreg]]: &amp;#039;&amp;#039;Christianisierung im Filstal.&amp;#039;&amp;#039; In: Anton Hegele (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geppo. Krieger, Bauer, Siedlungsgründer?&amp;#039;&amp;#039; Stadtarchiv, Göppingen 2003. S.&amp;amp;nbsp;60–69. ISBN 3-933844-45-2.&lt;br /&gt;
* [[Walter Ziegler (Archivar)|Walter Ziegler]]: &amp;#039;&amp;#039;Faurndau 875–1975. Weg und Schicksal einer Gemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Gemeindeverwaltung, Faurndau 1975.&lt;br /&gt;
* Reinhard Hootz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bildhandbuch der Kunstdenkmäler: Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1977, S.&amp;amp;nbsp;385, ISBN 3-422-00350-9.&lt;br /&gt;
* Walter Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Stiftskirche Faurndau&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kunstführer&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1105). Verlag Schnell &amp;amp; Steiner, München / Zürich 1990.&lt;br /&gt;
* Walter Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Ökumenischer Kirchenführer Faurndau&amp;#039;&amp;#039;; Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 2002&lt;br /&gt;
* Bärbel Grieb: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Steine erzählen - Die Stiftskirche Faurndau in Raum und Zeit&amp;#039;&amp;#039;; Zum 800. Jubiläum hrsg. von der Ev. Kirchengemeinde Faurndau; Faurndau 2020, ISBN 978-3-00-065170-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.goeppingen.de/servlet/PB/menu/1038287_l1/index.html Informationen zu Faurndau] auf der Website der Stadt Göppingen&lt;br /&gt;
* [http://www.hsf.gp.schule-bw.de/geschichte/faurndtext/body_faurndtext.html Geschichte von Faurndau] auf der Website der Haierschule&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/722/Faurndau+-+Altgemeinde%7ETeilort Faurndau bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ansicht filseck wiki.jpg|mini|hochkant=2|zentriert|Faurndau von [[Schloss Filseck]] aus gesehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtbezirke in Göppingen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4016545-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaft von Göppingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Göppingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Göppingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Fils]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;/div&gt;</summary>
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