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	<title>Faule Mette - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:36:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Faule_Mette&amp;diff=646914&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diebu: Tippfehler korrigiert #article-section-source-editor</title>
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		<updated>2024-06-29T06:32:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert #article-section-source-editor&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Braunschweig Brunswick Faule Mette.jpg|miniatur|250px|„Das grösste Geschütz in Teutschland, die faule Metze genant, wurde A[nn]o 1650 zum letzten mal losgebrant.“ &amp;lt;small&amp;gt;(Stich von [[Johann Georg Beck]] aus dem Jahre 1714)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[File:Faule Mette Beck.jpg|miniatur|Das Geschütz auf einem Kupferstich von Johann Georg Beck von 1717]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faule Mette&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch „Faule Metze“ oder „Faule Mettje“ genannt, war ein [[mittelalterlich]]es [[Steinbüchse#Riesengeschütze|Riesengeschütz]] der [[Braunschweig]]er Stadtverteidigung und laut einem 1714 erschienenen Kalender „Das grösste Geschütz in Teutschland“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach der Inschrift auf dem Riesengeschütz war dieses 1411 vom Braunschweiger [[Stückgießer]] [[Henning Bussenschutte]] aus [[Bronze]] gegossen worden. Es hatte eine Länge von 2,90 m, ein Kaliber von 76&amp;amp;nbsp;cm und verschoss Kugeln mit einem Gewicht von 550&amp;amp;nbsp;kg. Das Geschützgewicht von 8.228&amp;amp;nbsp;kg wurde nachgewiesenermaßen innerhalb Mittel- und Westeuropas nur noch von den 16.400&amp;amp;nbsp;kg der [[Dulle Griet|Dulle Griet (auch Tolle Grete)]] aus [[Gent]] übertroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Friedenszeiten war das Geschütz in einem Verschlag auf dem Hof der [[St. Martini (Braunschweig)|Martinikirche]] am [[Altstadtmarkt (Braunschweig)|Altstadtmarkt]] untergebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jahn&amp;quot;&amp;gt;Günter Jahn: &amp;#039;&amp;#039;Der Altstadtmarkt in Braunschweig. Geschichte und Geschichten&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Stadtarchiv und Öffentliche Bücherei Braunschweig. Kleine Schriften&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 18, 2. Auflage, Braunschweig 1998, S. 33–35&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund ihres großen Gewichts konnte die Kanone nicht auf einer [[Lafette]] bewegt werden und folglich auch nicht auf Feldzügen mitgeführt werden. Sie musste „… stets unbrauchbar daheim liegen […] dahero dies Geschütz den Namen einer faulen Mette oder Mettje bekommen hat“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jahn&amp;quot; /&amp;gt; Ihre enormen Abmessungen dienten daher eher der Abschreckung potenzieller Feinde bzw. dem Breschenschlagen in feindliche Stellungen bei [[Belagerung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. August 1550 wurde das Geschütz vom Martinikirchhof zum Michaeliswall transportiert, wo es gegen die Truppen des belagernden Herzogs [[Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel]] eingesetzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jahn&amp;quot; /&amp;gt; Nach erfolgreicher Abwehr der herzoglichen Belagerung blieb die Faule Mette nachweislich 100 Jahre, bis 1650, auf dem Wall und wurde dann zuletzt vor das Wendentor gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1787 wurde die „Faule Mette“ schließlich eingeschmolzen, nachdem sie im Laufe der Jahrhunderte insgesamt nur 12 Schüsse abgefeuert hatte, davon lediglich fünf zur Verteidigung der Stadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidtchen 1977, 224–226&amp;quot;&amp;gt;Schmidtchen (1977), S. 224–226&amp;lt;/ref&amp;gt; Den letzten Schuss feuerte sie in Friedenszeiten vom Peterstor aus ab, das sich nahe dem ehemaligen Gießhaus befand. Der Anlass war das 200-jährige [[Reformation]]sjubiläum im Jahre 1717. Die dabei verschossene Kugel wog 730,5 Pfund und wurde mit Hilfe von 52 Pfund [[Schwarzpulver|Pulver]] über eine Distanz von 2.442 m gefeuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei späteren Berechnungen erwies sich, dass die Normalladung von 33 Kilogramm für das Geschütz ungünstig war. Daher verminderte man die Ladung auf etwa 25 Kilogramm Schwarzpulver und nutzte leichtere Steinkugeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rathg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Zeitraum zwischen 1411 und 1421 sind für Braunschweig insgesamt 94 derartiger – allerdings meist kleinerer – Geschütze nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cord Meckseper (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadt im Wandel. Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland 1150 – 1650&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Stuttgart 1985, S. 866&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Faule Mette“ gehört zu den historischen „Namensgeschützen“ wie die „[[Faule Grete]]“ des Kurfürsten von Brandenburg von 1414, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg eingesetzte „[[Dicke Bertha]]“ oder das  [[Eisenbahngeschütz]] „[[80-cm-Kanone (E)|Dora]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsätze ==&lt;br /&gt;
Die Schüsse im Einzelnen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidtchen 1977, 224–226&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1492: drei Schüsse auf das feindliche Lager des Herzogs [[Heinrich I. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrich des Älteren]]&lt;br /&gt;
* 1550: zwei Schüsse bei der Belagerung von Braunschweig durch Herzog [[Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrich den Jüngeren]]&lt;br /&gt;
* 1569 und 1616: zwei [[Salutschuss|Salutschüsse]] als [[Huldigung]] für die [[Welfen]]herzöge&lt;br /&gt;
* 18. August 1650: zwei Salutschüsse beim Dankfest für den [[Westfälischer Frieden|Westfälischen Frieden]]&lt;br /&gt;
* 1. November 1717: ein Salutschuss anlässlich eines evangelischen Festtags&lt;br /&gt;
* 5. September 1728: ein Salutschuss zum zweihundertsten [[Reformationstag]] der Stadt Braunschweig&lt;br /&gt;
* 25. Juni 1730: ein Salutschuss zur 200-Jahr-Feier der [[Augsburger Konfession]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Beschreibung ==&lt;br /&gt;
* Geschütztyp: [[Hauptbüchse]]&lt;br /&gt;
* Geschützklasse: [[Steinbüchse#Riesengeschütze|Riesengeschütze (Steinbüchsen)]]&lt;br /&gt;
* Bauart: Steinbüchse im Bronzeguss&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Angaben aus Schmidtchen (1977), S. 221f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gesamtlänge: 305 cm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rathg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gewicht: 8,75 t&lt;br /&gt;
* Kammerlänge: 124 cm&lt;br /&gt;
* Kugeldurchmesser: 67 cm&lt;br /&gt;
* Kugelgewicht: 409 kg&lt;br /&gt;
* Gesamtgewicht:&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hassenstein, [[Hermann Virl]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und Büchsenmeisterei.&amp;#039;&amp;#039; Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und Erläuterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, München 1941, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; 8228 kg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Cord Meckseper]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadt im Wandel. Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland 1150 – 1650&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Stuttgart 1985&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Rathgen (Waffenhistoriker)|Bernhard Rathgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Geschütz im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, VDI-Verlag, Berlin, 1928. ([https://archive.org/details/RathgenDasGeschuetzImMittelalter/page/n9 online bei archive.org])&lt;br /&gt;
* [[Christof Römer]]: &amp;#039;&amp;#039;Faule Mette&amp;#039;&amp;#039;, in: Braunschweiger Stadtlexikon, herausgegeben im Auftrag der Stadt Braunschweig von Luitgard Camerer, Manfred R. W. Garzmann und Wolf-Dieter Schuegraf unter besonderer Mitarbeit von Norman-Mathias Pingel, Braunschweig 1992, Seite 70, ISBN 3-926701-14-5&lt;br /&gt;
* Volker Schmidtchen: &amp;#039;&amp;#039;Riesengeschütze des 15. Jahrhunderts. Technische Höchstleistungen ihrer Zeit. Teil II.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Technikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 44, Nr. 3, 1977, S. 213–237 (221–226).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rathg&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Rathgen: &amp;#039;&amp;#039;Das Geschütz im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, „Die Braunschweiger Mette von 1411“ [https://archive.org/details/RathgenDasGeschuetzImMittelalter/page/n299 Seiten 274 ff. (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Braunschweigische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptbüchse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individuelles Geschütz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diebu</name></author>
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