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	<title>Faulbaum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Faulbaum&amp;diff=172222&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nobody perfect: Die 2 letzten Textänderungen von ~2026-17015-81 wurden verworfen und die Version 265369274 von W680 wiederhergestellt. Belege?</title>
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		<updated>2026-03-18T09:17:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die 2 letzten Textänderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-17015-81&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-17015-81&quot;&gt;~2026-17015-81&lt;/a&gt; wurden verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/265369274&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/265369274&quot;&gt;265369274&lt;/a&gt; von W680 wiederhergestellt. Belege?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name = Faulbaum&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName = Rhamnus frangula&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name = Kreuzdorn&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName = Rhamnus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name = Kreuzdorngewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName = Rhamnaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name = Rosenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName = Rosales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName = &lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name = Rosiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName = &lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang = ohne&lt;br /&gt;
| Bild = Rhamnus frangula 03 ies.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Zweig mit noch unreifen Früchten&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faulbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Rhamnus frangula&amp;#039;&amp;#039;), genauer &amp;#039;&amp;#039;Echter Faulbaum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schießbeere&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Pulverholz&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Kreuzdorngewächse]] (Rhamnaceae). Sie ist von Europa bis [[Westsibirien]] und in [[Marokko]] weit verbreitet. Der deutschsprachige [[Trivialname]] „Faulbaum“ geht auf den leichten Fäulnisgeruch der [[Rinde]] zurück. Die Rinde wird medizinisch als [[Abführmittel]] verwendet, die aus dem Faulbaum gewonnene [[Holzkohle]] wurde früher für die Herstellung von [[Schwarzpulver]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Koeh-120.jpg|mini|Illustration]]&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild ===&lt;br /&gt;
Der Faulbaum ist ein mehrstämmiger, unregelmäßig verzweigter [[Strauch]], der meist Wuchshöhen von 2 bis 4 Metern erreicht. Die Stämmchen weisen einen Durchmesser von etwa 5 Zentimetern auf. Besonders auf nassen Standorten wächst er vielstämmig. Selten wächst er als kleiner [[Baum]], der Wuchshöhen von bis zu 8 Metern und dann [[Brusthöhendurchmesser]] von höchstens 15 Zentimetern erreicht. Junge Sträucher sind schnellwüchsig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt; Die Zweige sind nur schwach behaart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wurzel ===&lt;br /&gt;
Die [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]] sind zunächst rötlich-gelb und werden später rot; bei Trocknung werden sie rotbraun. Sie bilden eine endotrophe [[Mykorrhiza]]. Auf vernässten Standorten ist das Wurzelsystem ausgesprochen flach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ===&lt;br /&gt;
Das [[Holz]] ist halbringporig. Das [[Splintholz]] ist gelblich-weiß, das [[Kernholz]] gelbrot bis rot. Die [[Rohdichte]] beträgt 0,56 bis 0,6&amp;amp;nbsp;g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das Holz ist reich an [[Holzfaser|Fasern]]. Die [[Holzstrahl]]en sind ein- bis dreireihig und 40 bis 50 Zellreihen hoch. Eine [[Borke]] wird nicht ausgebildet. Einzelne Literaturberichte sprechen von einer dunkelgrauen, schwach rissigen Borke bei dickeren Stämmen. Die Rinde ist rund 3,5&amp;amp;nbsp;mm dick. Das Rinden[[parenchym]] bildet manchmal schmale, unregelmäßige Bänder. [[Sklereide]]n werden nicht gebildet. [[Siebröhre]]n verlieren ihre Funktion im zweiten Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blatt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhamnus frangula 11 ies.jpg|mini|Blattunterseite]]&lt;br /&gt;
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der [[Blattstiel]] ist 6 bis 14 Millimeter lang. Die einfache [[Blattspreite]] ist bei einer Länge von 40 bis 70 Millimetern sowie einer Breite von 25 bis 50 Millimetern elliptisch bis eiförmig oder verkehrt-eiförmig. Der Spreitengrund ist abgerundet. Die Spreitenspitze ist abgerundet oder bespitzt bis zugespitzt. Der Blattrand ist meist ganzrandig, selten undeutlich gezähnt. Beide Blattseiten sind praktisch kahl und unterseits hellgrün gefärbt. Die Blattspreite besitzt sieben bis neun kräftige Blattaderpaare, die bogig gekrümmt und parallel sowie an der Oberseite eingedrückt sind, während sie an der Unterseite deutlich hervorstehen. Im Herbst verfärben sich die Laubblätter gelb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt; Die Blätter sind die wohl wichtigste Raupennahrung der [[Zitronenfalter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstand und Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhamnus frangula 07 ies.jpg|mini|Zweig mit Blüten]]&lt;br /&gt;
Zwei bis zehn Blüten stehen in einem seitenständigen [[Trugdolde|trugdoldigen]] [[Blütenstand]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Frangula alnus flowerdiagram.png|mini|links|hochkant= 0.6|[[Blütendiagramm]]]]&lt;br /&gt;
Die zwittrigen, grünlich-weißen, fünfzähligen und kurz gestielten [[Blüte]]n sind mit einer Größe von 6 bis 12 Millimetern relativ klein und unscheinbar. Die schwachrippige [[Blütenachse]] ist napfförmig und von einem [[Diskus (Botanik)|Diskus]] ausgekleidet, das als [[Nektarium]] fungiert. Die fünf weißen, innen gekielten [[Kelchblatt|Kelchblätter]] sind dreieckig und länger als die fünf kleinen, weißen und schwach zweispitzigen [[Kronblatt|Kronblätter]]. Die [[Staubblatt|Staubblätter]] sind kurz und werden von je einem Kronblatt kapuzenartig umhüllt. Die Staubfäden sind kurz und die [[Staubbeutel]] relativ groß. Der [[Fruchtknoten]] ist mittelständig mit einem kurzen [[Griffel (Botanik)|Griffel]] und die [[Narbe (Botanik)|Narbe]] ist zwei- bis dreiteilig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von Ende Mai/Anfang Juni bis in den September. Die [[Bestäubung]] erfolgt durch [[Melittophilie|Bienen]], Hummeln, [[Schlupfwespen]] und [[Cantharophilie|Käfer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhamnus frangula 14 ies.jpg|mini|Längsschnitt durch mehrkernige Steinfrucht]]&lt;br /&gt;
Die bei einem Durchmesser von etwa 8 Millimetern kugeligen [[Steinfrucht|Steinfrüchte]] enthalten zwei bis drei Steinkerne. Die zunächst grünen Steinfrüchte färben sich ab Juli rot und werden zur Reife ab Mitte August dann schwarz. Wegen der langen Blütezeit trägt ein Strauch meist gleichzeitig grüne, rote und schwarze Früchte. Die Früchte fallen zwischen September und Dezember ab; dadurch gibt es unter einem Strauch reichlich Verjüngung. Die [[Samenausbreitung|Fernausbreitung]] erfolgt durch Vögel wie [[Wacholderdrossel]]n, [[Misteldrossel]]n und [[Fasan]]e.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomensatz ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl ist 2n = 20&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;, seltener 22 oder 26.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Standorte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faulbaumbeeren (Frangula alnus).jpg|mini|Belaubtes Faulbaum-Geäst mit noch unreifen Früchten]]&lt;br /&gt;
Der Faulbaum ist in [[Europa]] weit verbreitet. Er fehlt im Süden der [[Balkanhalbinsel]], auf [[Sizilien]], [[Sardinien]] und [[Korsika]] sowie den südöstlichen Teilen der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] ebenso wie in den nördlichen Teilen [[Skandinavien]]s und in [[Schottland]]. In [[Irland]] ist er selten, in [[England]] und [[Wales]] hingegen häufig. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis zum [[Ural]] und [[Westsibirien]]. Vorkommen gibt es auch im [[Kaukasus]] und in [[Anatolien]]. In [[Nordafrika]] gibt es Vorkommen in [[Marokko]]. Im östlichen [[Nordamerika]] ist der Faulbaum ein [[Neophyt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Faulbaum bevorzugt subkontinentale bis subozeanische [[Klima]]verhältnisse. Er wächst vorwiegend auf frischen, wechselfeuchten und feuchten [[Boden (Bodenkunde)|Böden]], meidet aber Staunässe. Die Art liebt tiefgründige saure Lehm-, Sand- und Tonböden. Obwohl sie häufig in Erlenbrüchen, in Birkenmooren und in [[Auwald|Auwäldern]] wächst, gedeiht sie auch auf trockeneren Standorten. Gegenüber [[Boden-pH|pH-Wert]] und Lichtverhältnissen ist der Faulbaum [[Gleichgültigkeit|indifferent]]. Er ist eine schwache Charakterart der Ordnung Alnetalia, kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnungen Prunetalia, Fagetalia, Quercetalia roboris, in denen der Klasse Vaccinio-Piceetea oder des Verbands Erico-Pinion vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den [[Alpen]] kann der Faulbaum bis in Höhenlagen von 1500 Meter (im Gebiet der [[Churfirsten]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt; vorkommen, in [[Anatolien]] bis 1700 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt; In den Allgäuer Alpen steigt er in Bayern am Zipfelschrofen oberhalb [[Hinterstein]] bis zu einer Höhenlage von 1130 Metern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w+ (feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (Subozeanisch bis subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen ([[Basionym]]) &amp;#039;&amp;#039;Rhamnus frangula&amp;#039;&amp;#039; durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 193. Das [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]] &amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte 1768 Philip Miller in &amp;#039;&amp;#039;The Gardeners Dictionary&amp;#039;&amp;#039; ed. 8: n.º 1. Ein weiteres Synonym von vielen ist &amp;#039;&amp;#039;Frangula dodonei&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Pietro Arduino|Ard.]]}} nom. inval.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thulin2009&amp;quot; /&amp;gt; Je nach verwendeter [[Systematik (Biologie)|Systematik]] wird diese [[Art (Biologie)|Art]] zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Kreuzdorn|Rhamnus]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Frangula&amp;#039;&amp;#039; gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man &amp;#039;&amp;#039;Frangula&amp;#039;&amp;#039; als Gattung verwendet, kann man folgende Unterarten unterscheiden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Mill.}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;alnus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;baetica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Willk. &amp;amp; E.Rev.) Devesa}} (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Rhamnus baetica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Willk. &amp;amp; E.Rev.}}): Sie kommt nur in Spanien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;pontica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Boiss.) P.H.Davis &amp;amp; Yalt.}} (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Rhamnus pontica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Boiss.}}): Sie kommt in der Türkei und im Gebiet von Syrien und Libanon vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;saxatilis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Gancev}}: Sie kommt nur in Bulgarien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Holzkohle ===&lt;br /&gt;
Das Holz des Faulbaums ergibt eine hochwertige Holzkohle mit geringem Ascheanteil. Diese war besonders in der Vergangenheit begehrt zur Herstellung von [[Schwarzpulver]]. Auf diese Nutzung geht der Trivialname „Pulverholz“ für die Art zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faulbaumrinde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Frangulae cortex 060103.jpg|mini|Faulbaum in Form der [[Droge (Pharmazie)|Rindendroge]] (Frangulae cortex)]]&lt;br /&gt;
Die getrocknete Rinde der Stämme und Zweige wird als Faulbaumrinde (&amp;#039;&amp;#039;Frangulae cortex&amp;#039;&amp;#039;) pharmazeutisch genutzt. Die Rindendroge dient als [[dickdarm]]wirksames [[Abführmittel]] zur kurzzeitigen Behandlung von [[Obstipation|Verstopfung]]. Dazu wird die Rinde von den Stämmen und Ästen geschält und entweder an der Sonne getrocknet und danach ein Jahr gelagert oder bei höheren Temperaturen (80 bis 100&amp;amp;nbsp;°C) künstlich gealtert. Die [[Droge (Pharmazie)|Droge]] muss mindestens sieben Prozent [[Glucofrangulin]]e, berechnet als &amp;#039;&amp;#039;Glucofrangulin&amp;amp;nbsp;A&amp;#039;&amp;#039;, enthalten, um den Anforderungen des [[Europäisches Arzneibuch|Europäischen Arzneibuches]] zu genügen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pharmakognosie&amp;quot; /&amp;gt; Auch [[Sebastian Kneipp]] empfiehlt den Faulbaum als wirksames Abführmittel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Droge]] enthält die [[Anthrachinone|Anthrachinon]]-Derivate &amp;#039;&amp;#039;Glucofrangulin&amp;amp;nbsp;A und B&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Frangulin&amp;amp;nbsp;A und B&amp;#039;&amp;#039;, verschiedene [[Frangulaemodinglykoside]] wie &amp;#039;&amp;#039;Frangulaeemodin-8-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-β-D-glucosid&amp;#039;&amp;#039; sowie wenige freie [[Aglykone]]. Weiters sind [[Gerbstoff]]e und Peptidalkaloide enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pharmakognosie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Droge liegen diese Substanzen – im Gegensatz zu anderen [[Anthracenderivate|Anthranoiddrogen]] – überwiegend in der oxidierten Anthrachinon-Form vor. Sie sind weniger stark antiabsorptiv und &amp;#039;&amp;#039;sekretagog&amp;#039;&amp;#039; (verhindern weniger die Aufnahme von Wasser und Ionen aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Darmlumen]]&amp;#039;&amp;#039; und fördern weniger die Abgabe von Wasser und Ionen in das Darmlumen). Daraus ergibt sich die mildere Wirkung der Faulbaumrinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pharmakognosie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschnittene Droge wird als [[Tee]]aufguss ([[Infus]]) verabreicht. Faulbaumrinde ist in vielen industriellen Tees enthalten. Daneben wird der Faulbaumrinden[[trockenextrakt]] (Frangulae corticis extractum siccum normatum) mit 15,0 bis 30,0 % &amp;#039;&amp;#039;Glucofrangulinen&amp;#039;&amp;#039; in Kombinationspräparaten in Form von Dragees oder Tabletten eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pharmakognosie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früchte ===&lt;br /&gt;
Die Früchte des Faulbaums werden zum Färben verwendet. Im 19. Jahrhundert war [[Kayseri]] das Zentrum des Faulbaumanbaus, vor allem zur Teppichherstellung. Durchschnittlich wurden jährlich 400–500 t Früchte produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Emel Oybak Dönmez, Ali Akın Akyol, Recep Karadağ, Emine Torgan, Kaan İren, Ancient plant remains with special reference to buckthorn, Frangula alnus Mill., pyrenes from Dascyleum, Balıkesir, NW Turkey. &amp;#039;&amp;#039;Acta Societatis Botanicorum Poloniae&amp;#039;&amp;#039; 86/1, 2017, 12/16, [[DOI:10.5586/asbp.3520]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Faulbaumfrüchte wurden auch in den früh[[bronzezeit]]lichen Schichten von [[Tell Tayinat]] in [[Hatay]] und in den [[Hellenismus|hellenistischen]] Schichten von [[Daskyleion]] in [[Mysien]] gefunden&amp;lt;ref&amp;gt;Emel Oybak Dönmez, Ali Akın Akyol, Recep Karadağ, Emine Torgan, Kaan İren, Ancient plant remains with special reference to buckthorn, Frangula alnus Mill., pyrenes from Dascyleum, Balıkesir, NW Turkey. &amp;#039;&amp;#039;Acta Societatis Botanicorum Poloniae&amp;#039;&amp;#039; 86/1, 2017, Tab. 3, [[DOI:10.5586/asbp.3520]]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch sie könnten zum Färben gedient haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Giftigkeit ===&lt;br /&gt;
Beeren, Blätter und frische Rinde sind als [[gift]]ig eingestuft. Faulbäume werden deshalb nicht vom Wild verbissen, wohl aber [[Gefege|gefegt]]. [[Vergiftung]]en gelten als selten. Sie treten nach Verzehren der Früchte durch Kinder oder durch Verwendung großer Mengen frischer Rinde als Abführmittel auf. Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen bis hin zu wässrigem und blutigem [[Durchfall]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth1994&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2012-05-22 Puccinia coronata 221053.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Puccinia coronata]]&amp;#039;&amp;#039; auf der Blattunterseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheiten ==&lt;br /&gt;
Der Faulbaum wird vom [[Rostpilz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Puccinia coronata]]&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;coronata&amp;#039;&amp;#039; mit [[Spermogonie]]n und [[Aecidie]]n befallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Zwetko: &amp;#039;&amp;#039;[{{ZOBODAT/URL|pdf/BioEco_16_0001-0067.pdf}} Die Rostpilze Österreichs.]&amp;#039;&amp;#039; Supplement und Wirt-Parasit-Verzeichnis zur 2.&amp;amp;nbsp;Auflage des Catalogus Florae Austriae, III.&amp;amp;nbsp;Teil, Heft&amp;amp;nbsp;1, Uredinales. (PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=27500736|WissName=Frangula alnus|ProjektID=9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3800131315|Seite=652–653}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thulin2009&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
M. Thulin, C. Jarvis, B. Jonsell, S. Ryman: &amp;#039;&amp;#039;The status of &amp;quot;Frangula dodonei&amp;quot; (Rhamnaceae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Taxon&amp;#039;&amp;#039;, Volume 58, Issue 3, 2009, S.&amp;amp;nbsp;991–992. [http://www.ingentaconnect.com/content/iapt/tax/2009/00000058/00000003/art00029 abstract].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schütt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Peter Schütt, Ulla M. Lang: &amp;#039;&amp;#039;Rhamnus frangula.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Schütt, Horst Weisgerber, Hans J. Schuck, Ulla Lang, Bernd Stimm, [[Andreas Roloff]]: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Sträucher.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2006, ISBN 3-937872-40-X, S.&amp;amp;nbsp;247–253.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pharmakognosie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Hrsg=[[Rudolf Hänsel]], [[Otto Sticher]] |Titel=Pharmakognosie – Phytopharmazie |Auflage=9. |Verlag=Springer Medizin Verlag |Ort=Heidelberg |Datum=2010 |ISBN=978-3-642-00962-4 |Seiten=1193 |Online={{Google Buch |BuchID=dxYjBAAAQBAJ |Seite=1193 }}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth1994&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lutz Roth, Max Daunderer, Kurt Kormann: &amp;#039;&amp;#039;Giftpflanzen – Pflanzengifte. Giftpflanzen von A-Z. Notfallhilfe. Vorkommen. Wirkung. Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-933203-31-7 (Nachdruck von 1994), S.&amp;amp;nbsp;355 f.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erhard Dörr, [[Wolfgang Lippert (Botaniker)|Wolfgang Lippert]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora des Allgäus und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 213.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;T. Henning, E. von Raab-Straube (2016): &amp;#039;&amp;#039;Rhamnaceae.&amp;#039;&amp;#039;: [http://ww2.bgbm.org/EuroPlusMed/PTaxonDetail.asp?NameId=28032&amp;amp;PTRefFk=7100000 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3489720210|Seite=344–349}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1019950|WissName=Frangula alnus Mill.|Abruf=2022-10-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Frangula alnus|Echter Faulbaum (&amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|2472|Frangula alnus Mill., Echter Faulbaum}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|1269}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|2472}}&lt;br /&gt;
* [http://linnaeus.nrm.se/flora/di/rhamna/frang/franalnv.jpg Verbreitung auf der Nordhalbkugel] bei [http://linnaeus.nrm.se/flora/ &amp;#039;&amp;#039;Den virtuella Floran&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/faulbaum.htm#Faulbaum Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;).]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153790-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzdorne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Färberpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nobody perfect</name></author>
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