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	<title>Fasziolose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:41:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fasziolose&amp;diff=856725&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-09-09T09:11:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = B66.3&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Fascioliasis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 1F82&lt;br /&gt;
| Data-01 = Fascioliasis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasziolose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der Befall mit dem [[Großer Leberegel|Großen Leberegel]] (&amp;#039;&amp;#039;Fasciola hepatica&amp;#039;&amp;#039;), ist eine [[Zoonose]], die [[Wiederkäuer]], insbesondere [[Schafe]] und [[Rinder]], befällt. Durch Verschiffung von Vieh nach Übersee wurde diese ursprünglich europäische Krankheit in die Tropen eingeführt. In Afrika und Asien ist &amp;#039;&amp;#039;[[Fasciola gigantica]]&amp;#039;&amp;#039; der Haupterreger der Fasziolose. Sie tritt heutzutage nur noch sporadisch in Mitteleuropa auf. Humane Infektionen finden in der Regel durch Aufnahme [[metazerkarie]]nhaltiger Wasser- oder Ufergewächse, zum Beispiel [[Brunnenkresse]] oder [[Kopfsalat]], statt. Als [[Vektor (Biologie)|Vektoren]] fungieren Wasserschnecken, die [[Miracidium|Mirazidien]] aufnehmen und [[Zerkarie]]n in [[Zyste (Biologie)|Zystenform]] wieder ausscheiden. Diese enzystieren sich an den erwähnten Gewächsen. Die oral aufgenommenen Metazerkarien durchdringen aktiv die [[Darmschleimhaut]] und suchen sich ihren Weg zum Lebergewebe. Beim Eindringen in die Leberkapsel ist als Komplikation über ein unter der Leberkapsel liegendes (subkapsuläres) [[Hämatom]] berichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ausnahmefällen kann es zu einem Befall von anderen Organen als der Leber (&amp;#039;&amp;#039;[[ektop]]en [[Läsion]]en&amp;#039;&amp;#039;) kommen. Über Absiedelungen in der Haut (&amp;#039;&amp;#039;dermal&amp;#039;&amp;#039;), im Augeninneren (&amp;#039;&amp;#039;intraokular&amp;#039;&amp;#039;), in Muskeln, im Gehirn (&amp;#039;&amp;#039;cerebral&amp;#039;&amp;#039;), im [[Blinddarm]], in der [[Pankreas|Bauchspeicheldrüse]] und in den [[Nebenhoden]] (&amp;#039;&amp;#039;ependydimal&amp;#039;&amp;#039;) ist berichtet worden. Häufiger sind Beteiligungen der [[Pleura]] und des [[Herzbeutel]]s, wobei noch ungeklärt ist, ob es sich dabei um Befall mit Leberegeln oder eine immunallergische Reaktionen handelt. Die [[Parasitismus|Parasiten]] dringen schließlich in das [[Gallengang]]system ein und führen dort zu Umbauvorgängen des Gallengangs[[epithel]]s, die ihnen ein Überleben über lange Zeiträume sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass 1998 2,4 Millionen Menschen weltweit infiziert und 240 Millionen infektionsgefährdet waren. In einigen Regionen sind bis zu 60 % der Bevölkerung infiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parasitologie ==&lt;br /&gt;
[[Paläoparasitologie|Palaeoparasitologische]] Funde aus [[Chalain]], Frankreich legen nahe, dass Infektionen mit &amp;#039;&amp;#039;Fasciola hepatica&amp;#039;&amp;#039; schon in der [[Jungsteinzeit]] stattgefunden haben. Die Analyse von 12 humanen [[Koprolith]]en und 10 Sedimentproben förderten einige gut erhaltene Eier von &amp;#039;&amp;#039;Fasciola hepatica&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Trichuris]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Fischbandwurm|Diphyllobothrium]]&amp;#039;&amp;#039; zutage. &amp;#039;&amp;#039;Fasciola hepatica&amp;#039;&amp;#039; gehört zur Klasse der Trematoden ([[Saugwürmer]]). Er ist ein zwittriger blattförmiger [[Egel]] von 2–4&amp;amp;nbsp;cm Länge. Als Zwischenwirt fungieren Wasserschnecken der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Lymnaea]]&amp;#039;&amp;#039;. Die regulären Endwirte sind [[Pflanzenfresser|Herbivoren]] (Rinder, Schafe), der Mensch ist ein gelegentlicher Endwirt. Der Parasit kann auch im Menschen seinen Entwicklungszyklus komplettieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Fasziolose ist eine weltweit verbreitete Zoonose. Humane Infektionen erfolgen in der Regel sporadisch oder als lokal begrenzte Epidemie. Weltweit wird die Zahl der infizierten Menschen auf 2,4 bis 17 Millionen geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Harrington, Poppy H L Lamberton, Alastair McGregor |Titel=Human liver flukes |Sammelwerk=The Lancet Gastroenterology &amp;amp; Hepatology |Band=2 |Nummer=9 |Datum=2017-09 |DOI=10.1016/S2468-1253(17)30111-5 |Seiten=680–689 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am häufigsten sind Kinder im Schulalter befallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tolan2011&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert W. Tolan |Titel=Fascioliasis Due to Fasciola hepatica and Fasciola gigantica Infection: An Update on This ‘Neglected’ Neglected Tropical Disease |Sammelwerk=Laboratory Medicine |Band=42 |Nummer=2 |Datum=2011-02 |ISSN=0007-5027 |DOI=10.1309/LMLFBB8PW4SA0YJI |Seiten=107–116 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere Länder mit entsprechenden Ernährungsgewohnheiten wie Verzehr von Brunnenkresse oder Bewässerung mit metazerkarienhaltigem Brauchwasser zeigen eine höhere [[Prävalenz]]. Vegetarier haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Eine Infektion kann durch Trinken von Wasser mit frei schwimmenden Metazerkarien erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tolan2011&amp;quot; /&amp;gt; In Frankreich, Kuba, Peru, dem Nahen Osten und im Nildelta wird vermehrt über Infektionen berichtet. Eine [[hyperendemische Region]] ist das [[Bolivien|bolivianische]] Hochland („[[Altiplano]]“), wo genügend Menschen infiziert sind, um den Lebenszyklus aufrechtzuerhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;micic&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelfälle sind aus Deutschland bei Naturkrautsammlern berichtet worden sowie bei zurückgekehrten Touristen oder Immigranten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infektionsstadien ==&lt;br /&gt;
Es lassen sich drei Stadien der Infektion abgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aufnahme der Metazerkarien wandern diese innerhalb von 2–24 Stunden aus dem Darmbereich in die [[Bauchfellhöhle]] ein und innerhalb von 48 Stunden durch die [[Leberkapsel]] ([[Glisson-Kapsel]]) in die Leber ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;micic&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dejan Micic, Aytekin Oto, Michael R. Charlton, Jean-Luc Benoit, Mark Siegler |Titel=Hiding in the Water |Sammelwerk=[[New England Journal of Medicine]] |Band=382 |Nummer=19 |Datum=2020-05-07 |Seiten=1844-1849 |DOI=10.1056/NEJMcps1902741 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im akuten Stadium wandeln sich die unreifen Metazerkarien in unreife Larven, die durch das Lebergewebe wandern und dort Zell-[[Nekrose]]n und [[Eosinophilie|eosinophile]] Infiltrate erzeugen. Das akute Stadium dauert bis zu sieben Wochen. Es kommt zu [[Fieber]], Gewichtsabnahme, Schmerzen im rechten Oberbauch und [[Epigastrium]], Übelkeit und [[Erbrechen]]. Es findet sich ein Anstieg der [[Eosinophiler Granulozyt|eosinophilen Granulozyten]] im Blut ([[Eosinophilie]]), erhöhte Leberenzyme und [[Cholestase]]zeichen. Es können rechts-basale eosinophile Lungeninfiltrate auftreten. Bei 20–25 % der Patienten besteht ein Juckreiz, eine [[Urtikaria]] oder beides, oft mit [[Dermatographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das latente oder „biliäre“ Stadium beginnt nach etwa 2–4 Monaten, wenn die juvenilen Egel in das Gallengangssystem eingewandert sind und mit der Eiproduktion beginnen. Die Symptome sind wenig ausgeprägt, es finden sich Magen-Darm-Beschwerden und eine [[Eosinophilie]]. Ein nicht bekannter Prozentsatz der Infizierten bleibt ohne klinische Symptome. Diese Phase kann Monate, Jahre oder Jahrzehnte dauern. Die adulten Leberegel sorgen für [[Entzündung]]en und [[Hyperplasie]] der Gallengänge bis hin zu einer biliären [[Leberzirrhose|Zirrhose]]. Im Verlauf einer bakteriellen Sekundärinfektion kann es zu einer aufsteigenden [[Cholangitis]] und einer [[Cholezystitis]] kommen, ebenso kann eine akute [[Pankreatitis]] auftreten. Durch Schleimhauterosionen kann es zu einer [[Hämobilie]] kommen, mit Blutungen aus dem Gallengangssystem in den Magendarmtrakt. Bei massivem Wurmbefall ist eine mechanische Gallengangsobstruktion möglich. Abgestorbene Leberegel dienen eventuell als Kristallisationskeim für Gallengangs[[konkrement]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im chronischen Stadium, aber nicht vorher, können im Stuhl gelblich-braune ovoide Eier nachgewiesen werden, die 130–150&amp;amp;nbsp;µm lang und 60–90&amp;amp;nbsp;µm breit sind. Im Ultraschall kann es möglich sein, die Parasiten im Gallengangssystem zu sehen, aufgrund der spontanen Bewegungen oder als sichelförmigen Blaseninhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Mittel der Wahl ist [[Triclabendazol]], das bei guter Wirksamkeit auch eine hohe Verträglichkeit aufweist. In Deutschland ist allerdings kein Präparat auf der Basis von Triclabendazol zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rote Liste (Arzneimittel)|Rote Liste]], Abfrage am 11. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Tiermedizin wird Triclabendazol seit 1983 eingesetzt, und nach einem Ausbruch 1989 im Iran wurde in Ägypten ein humanmedizinisches Präparat entwickelt und 1997 registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei asymptomatischen menschlichen Trägern zeigte sich in einer [[Fallserie]] nach einer Einmalgabe von Triclabendazol eine Heilung in 79 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;micic&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Tieren wird ebenfalls Triclabendazol eingesetzt. Für essbare Gewebe besteht bei lebensmittelliefernden Tieren eine Wartezeit von 50 Tagen, Milch ist zu verwerfen. In der Tiermedizin sind in Deutschland ebenfalls zugelassen: [[Kombinationspräparat]]e aus [[Ivermectin]] und [[Clorsulon]], aus Ivermectin und [[Closantel]] sowie aus Closantel und [[Mebendazol]].&amp;lt;ref&amp;gt;vetidata, Abfrage am 11. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ansonsten bei Trematoden als Mittel der ersten Wahl eingesetzte [[Praziquantel]] zeigt bei der Fasziolose nur eine geringe Wirksamkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor = S. Schubert, R. Phetsouvanh&lt;br /&gt;
| Titel = Praziquantel weitgehend unwirksam: Behandlung des &amp;#039;&amp;#039;Fasciola-hepatica&amp;#039;&amp;#039;-Befalles (großer Leberegel)&lt;br /&gt;
| Sammelwerk = [[Zeitschrift für ärztliche Fortbildung]]&lt;br /&gt;
| Ort = Jena&lt;br /&gt;
| Jahr = 1990&lt;br /&gt;
| Band = 84&lt;br /&gt;
| Nummer = 14&lt;br /&gt;
| Seiten = 705–707&lt;br /&gt;
| PMID = 2264356&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor = T. A. Price, C. U. Tuazon, G. L. Simon&lt;br /&gt;
| Titel = Fascioliasis. Case reports and review&lt;br /&gt;
| Sammelwerk = [[Clinical Infectious Diseases]]&lt;br /&gt;
| Jahr = 1993&lt;br /&gt;
| Band = 17&lt;br /&gt;
| Nummer = 3&lt;br /&gt;
| Seiten = 426–430&lt;br /&gt;
| PMID = 8218685&lt;br /&gt;
| DOI=10.1093/clinids/17.3.426&lt;br /&gt;
| Sprache = en&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.leberegel.de/ | wayback=20080328181701 |text=www.leberegel.de: Animal-Health-Online &amp;quot;Leberegel&amp;quot; Survey}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoonose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose bei Wiederkäuern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buiatrik]]&lt;/div&gt;</summary>
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