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	<title>Fastnachtshuhn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:29:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fastnachtshuhn&amp;diff=2008900&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: vgl. etwa https://lexika.digitale-sammlungen.de/adelung/lemma/bsb00009132_1_0_435</title>
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		<updated>2024-11-07T17:05:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;vgl. etwa https://lexika.digitale-sammlungen.de/adelung/lemma/bsb00009132_1_0_435&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fastnachtshuhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;pullus carnisprivialis&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zinshuhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;[[Fastensonntag#Sonntage der Vorfasten- oder Vorpassionszeit|Estomihi]]-Huhn&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet eine bestimmte [[Abgabe]], die [[Leibeigenschaft|Leibeigene]] jährlich an ihren Leibherrn als Zeichen der Anerkennung ihrer Leibeigenschaft zu entrichten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Ablieferung des Fastnachtshuhns war die Gegenleistung dafür, dass der Leibherr dem Leibeigenen juristischen Schutz gewährte, d.&amp;amp;nbsp;h., dem Leibeigenen bei einer Ladung vor ein fremdes Gericht einen Rechtsbeistand zu stellen hatte. Die Abgabe bestand aus einer [[Haushuhn|Henne]], die zumeist vor dem Beginn der jährlichen [[Fastenzeit]] abgeliefert wurde.  Wenn diese Abgabe zu einer anderen Jahreszeit fällig war, so wurde sie dementsprechend auch &amp;#039;&amp;#039;Herbsthuhn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Maihuhn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pfingsthuhn&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sommerhuhn&amp;#039;&amp;#039; usw. genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fastnachtshuhn, das.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Leipzig 1796, S. 57. [http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Fastnachtshuhn,+das (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Leibhuhn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fronhuhn&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Halshuhn&amp;#039;&amp;#039; waren in manchen Gegenden gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weithin gebräuchliche Fastnachtstermin dieser Abgabe hing wohl mit der zur Fastenzeit gebotenen Abstinenz von Eiern zusammen. Die Abgabe von legenden Hennen reduzierte die Anzahl der zu erwartenden Eier, die man nur durch [[Einlegen]] oder Kochen hätte konservieren können.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z. B. Etienne François, Hagen Schulze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Erinnerungsorte.&amp;#039;&amp;#039; Band III, C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47224-9, S. 438.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach regionalem Brauch waren bestimmte Personen, obwohl sie Leibeigene waren, von dieser Abgabepflicht ausgenommen, so z. B. [[Schultheiß]]e, [[Schöffe (historisch)|Schöffen]], Frauen im [[Wochenbett]] und/oder Witwen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z. B.  [https://www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de/VT/hjb2002/hjb2002.105.htm &amp;#039;&amp;#039;Hochgericht und Fastnachtshuhn: Das Schäffenweistum von Niederstadtfeld.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fastnachtshuhn war oft eine Einkunftsquelle der vom Grund- und Gerichtsherrn eingesetzten [[Vogt|Vögte]], als teilweiser [[Entgelt]] für ihre im Namen des Gerichtsherrn ausgeübte Gerichtstätigkeit. So beklagte sich ein Landvogt vor der eidgenössischen [[Tagsatzung]] in [[Baden AG|Baden]] im Jahre 1526 über die Streichung seines Lohnbestandteils Fastnachtshuhn, und ihm wurde Ersatz versprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=87559 &amp;#039;&amp;#039;Landvogt beklagt sich über Streichung des Lohnbestandteils Fastnachtshuhn, Ersatz wird ihm versprochen (Hühner); Abschied; Am Berg Joseph, Landvogt Thurgau.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hennenkrieg im Unterengadin ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 1475–1476 kam es im [[Unterengadin]] zu kriegerischen Auseinandersetzungen, dem sogenannten [[Hennenkrieg]], ausgelöst durch die Weigerung der Engadiner, ihre Fastnachtshühner an die österreichischen [[Pfleger (Mittelalter)|Pfleger]] von [[Nauders]] abzuliefern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.tschanueff.ch/hennenkrieg.html |wayback=20050913135137 |text=Burg Tschanüff: &amp;#039;&amp;#039;Der Hennenkrieg 1475.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Als Fastnachtshühner konnten allerdings auch andere jährlich zu diesem Zeitpunkt zu liefernde Hühner bezeichnet werden.  So verfügte z. B. eine vermögende Witwe im Jahre 1445, dass von den Erträgen von zwei [[Tagewerk|Tagwerk]] Wiesen in [[Steinbühl (Nürnberg)|Steinbühl]] die [[Findelkind]]er in den [[Nürnberg]]er Findelhäusern jährlich ein Fastnachtshuhn erhalten sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Juliane Kruse: &amp;#039;&amp;#039;Witwen: Kulturgeschichte eines Standes im Spätmittelalter und Früher Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-018926-1, S. 357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldwert ==&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1506 liegt eine Wertstellung für verschiedene Terminhühner vor: 1 Fastnachtshuhn 7 Pfennige, 1 Weihnachtshuhn 6 Pfennige, 1 Martinshuhn 5 Pfennige, 1 Michaelishuhn 4 Pfennige, 1 Herbsthuhn 4 Pfennige.&amp;lt;ref&amp;gt;Regesten des Archivs der Grafen von Henneberg-Roßfeld, Nr. 2296, S. 1008/1009, vom 22. Dezember 1506&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rauchhuhn]]&lt;br /&gt;
* [[Kapaunerzins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.glogemis.uni-hamburg.de/index.php/glossar-lateinisch-neuhochdeutsch/p/6005 Glossar zur Geschichte der mittelalterlichen Stadt]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=bpNEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;lpg=PA67&amp;amp;dq=Estomihi-Huhn&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=jpUTDDp4W5&amp;amp;sig=VZ07xG_QJLDzEEjJhn9T7fYiPGU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=qd3NT6-fOpGPswanqr3hCg&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CFkQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q=Estomihi-Huhn&amp;amp;f=false Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart. Bauer, Wien, 1811, Spalte 57]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feudalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Huhn in der Kultur|Fast]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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