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	<title>Fasernessel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fasernessel&amp;diff=797870&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Godihrdt: Eigenschreibweise angepasst (DIE WELT → Die Welt)</title>
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		<updated>2025-02-09T08:40:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eigenschreibweise angepasst (DIE WELT → &lt;a href=&quot;/index.php/Die_Welt&quot; title=&quot;Die Welt&quot;&gt;Die Welt&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Fasernessel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = &amp;#039;&amp;#039;Urtica dioica&amp;#039;&amp;#039; convar. &amp;#039;&amp;#039;fibra&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = &lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Große Brennnessel&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Urtica dioica&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Art&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Brennnesseln&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Urtica&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Urticeae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Brennnesselgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Urticaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosenartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rosales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = &lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasernessel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Urtica dioica&amp;#039;&amp;#039; L. [[Convarietät|convar.]] &amp;#039;&amp;#039;fibra&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Convarietät|Konvarietät]] der [[Große Brennnessel|Großen Brennnessel]] (&amp;#039;&amp;#039;Urtica dioica&amp;#039;&amp;#039;). Sie wurde zwischen 1927 und 1950 von [[Gustav Bredemann]] im Hinblick auf einen höheren [[Faser]]anteil züchterisch ausgelesen, geriet jedoch danach in Vergessenheit, bis sie im Rahmen des neu erwachten Interesses an alternativen [[Faserpflanze]]n in den 1990er Jahren wiederentdeckt und züchterisch weiterbearbeitet wurde. Zwar ist sie keine etablierte Ackerfrucht, wird aber mittlerweile vereinzelt kommerziell angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Fasernessel unterscheidet sich von der Wildart durch deutlich längere, gerade Stängel, nur geringe Verzweigung, wenige [[Brennhaar]]e und den Abwurf der [[Blatt (Pflanze)|Blätter]] im August, was die spätere Verwertung des [[Stroh]]s erleichtert. Sie erreicht Höhen von bis zu drei Metern.&amp;lt;ref&amp;gt;Anonymus: &amp;#039;&amp;#039;Auf die Nesseln gesetzt&amp;#039;&amp;#039;, in: dlz Agrarmagazin, 4/2008, S. 170–173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am wichtigsten ist jedoch der im Vergleich zur Stammform stark erhöhte Faseranteil von bis zu 22 Prozent statt zwei bis fünf Prozent, wobei die einzelnen Fasern zugleich größere [[Zellwand|Zellwände]] haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fnr.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-mitteilungen/aktuelle-nachricht/fasernessel-die-naechsten-schritte-auf-dem-weg-zurueck-in-die-praxis |titel=Fasernessel: Die nächsten Schritte auf dem Weg zurück in die Praxis |werk=fnr.de |hrsg=Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe |datum=2020-05-04 |sprache=de |abruf=2022-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften der Faser ===&lt;br /&gt;
Die Fasern, die aus textiltechnischer Sicht üblicherweise als Nesselfasern bezeichnet und den [[Bastfaser]]n zugerechnet werden,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul-August Koch]], Günther Satlow: &amp;#039;&amp;#039;Großes Textil-Lexikon: Fachlexikon für das gesamte Textilwesen.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1966, 2 Bde., Bd. L – Z, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind im Mittel rund 70 Millimeter lang (die Länge variiert aber um rund 50 Prozent und kann im Extremfall 215 Millimeter erreichen) und 40 bis 50 Mikrometer dick, im Querschnitt oval bis abgerundet vieleckig bzw. flach nierenförmig. Die Fasern sind im Gegensatz zu denen von [[Hanf]] und [[Flachsfaser|Flachs]] nicht in Gruppen angeordnet, sondern liegen einzeln im [[Sklerenchym]] des Stängels eingebettet. Die stärksten und ältesten Fasern liegen im äußeren Teil der [[Rinde]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Faser von Natur aus sehr weich ist, von cremeweißer Farbe und zugleich aufgrund ihrer Feinheit (5 [[Feinheit (Textilien)|dtex]]) hervorragend [[Spinnen (Garn)|spinnbar]] ist, eignet sie sich gut zum Einsatz als Textilfaser. Zugleich ist sie mit einer spezifischen [[Zugfestigkeit]] von 50&amp;amp;nbsp;cN/tex (ohne [[Röste]]) bzw. 25 bis 35&amp;amp;nbsp;cN/tex (nach Röste) eine relativ starke Faser ([[Baumwolle]] rund 20&amp;amp;nbsp;cN/tex).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;L. Bacci, S. Baronti, L. Angelini: [https://agronotizie.imagelinenetwork.com/materiali/Varie/File/Mario_Rosato/manuale-di-coltivazione-e-prima-lavorazione-dell-ortica-per-uso-tessile.pdf &amp;#039;&amp;#039;Manuale Di Coltivazione e Prima Lavorazione Dell&amp;#039;Ortica Per Uso Tessile&amp;#039;&amp;#039;], 2007 (PDF; 711&amp;amp;nbsp;kB), S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Brennnesselfaser besteht zu 86,5 Prozent aus Zellulose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anbau ===&lt;br /&gt;
Als in gemäßigten Breiten weit verbreitete Pflanze eignet sich die Fasernessel für den Anbau außerhalb [[Tropen|tropischer]], [[Subtropen|subtropischer]] sowie [[Polargebiet|polarer Gebiete]]. Zu gewährleisten ist vor allem eine gute Wasser- und [[Stickstoff]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;versorgung. Darüber hinaus schätzt die Pflanze [[Lehm|lehmige]] Böden, zu hohe Sandanteile können den Wuchs beeinträchtigen. Da die Pflanzen extrem wüchsig sind und dichte Bestände bilden, ist eine [[Unkraut]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;bekämpfung ebenso wenig notwendig wie eine [[Schädlingsbekämpfung]], da die Pflanze von Natur aus gegen zahlreiche Schädlinge resistent ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Anpflanzung von Fasernesseln wurden zunächst [[Steckling]]e genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; 2013 wurde ein für den Anbau besser nutzbares Verfahren der [[In vitro|In-vitro-Vermehrung]] entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Im ersten Jahr können die Pflanzen noch nicht geerntet werden, danach sind über zehn bis 15 Jahre hinweg ohne Nachpflanzungen Ernten von sechs Tonnen Stängel pro Hektar möglich, was bei einem durchschnittlichen Fasergehalt von 15 Prozent rund 900 Kilogramm Fasern entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verarbeitung ===&lt;br /&gt;
Das lange bestehende Problem der Gewinnung der Faser aus den Stängeln ließ sich mit dem technischen Fortschritt lösen. Nach der Trocknung auf rund 15 Prozent Wassergehalt werden heute zur Röste meist Wasser, mechanischer Faseraufschluss oder Chemikalien sowie ausgewählte Bakterien zur Herauslösung der Faser verwendet, in einem nachträglichen Arbeitsgang auch eine Behandlung mit [[Enzym]]en. Wege, die eine vollständige Lösung der Faser durch Enzyme ermöglichen, werden derzeit erforscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die optimale Verarbeitung von der Faser zum Tuch ist bislang sehr aufwändig. Derzeit werden vor allem Methoden entlang der Verarbeitung von Flachs, Hanf und [[Ramie]] genutzt. Schwierigkeiten verursacht dabei vor allem die sehr unterschiedliche Länge der Fasern, ein Mangel an Spinnsporen und die feste Verbindung der Fasern mit dem [[Lignin]]anteil im Pflanzenstängel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nesseltuch}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nettle thread, Southern Siberia, 19th century - Museum of Cultures (Helsinki) - DSC04760.JPG|mini|250x250px|Brennesselfäden aus [[Sibirien|Südsibirien]], 19. Jahrhundert, Helsinki, [[Finnisches Nationalmuseum]]]]&lt;br /&gt;
Brennnesseln sind altbekannte Faserpflanzen, die bereits in der [[Bronzezeit]] zur Herstellung von Geweben verwendet wurden. Im Märchen [[Die wilden Schwäne]] wird die Nessel erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste systematische Auslesen aus 170 Wildnesseln aus ganz Deutschland betrieben Bauer und Friedrich Wilhelm Walther Laube&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Laube: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kultur und Züchtung der großen Brennnessel [Urtica dioica]&amp;#039;&amp;#039;. Diss. [1920], Särchen, Berlin 1924.&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen 1918 und 1921. Von den selektierten Nesseln wurden zwölf weiter kultiviert. Weitere Züchtungs- und Auslesearbeiten erfolgten von Gustav Bredemann zwischen 1921 und 1950, zuerst in [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg an der Warthe]], dann am Institut für Angewandte Botanik der [[Universität Hamburg]]. Es konnten Zuchtfasernesseln mit Fasergehalten bis zu 15 Prozent der Stängeltrockenmasse entwickelt werden. Bredemann veröffentlichte 1959 ein umfassendes Werk, &amp;#039;&amp;#039;Die Große Brennnessel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;Gustav Bredemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Große Brennnessel: Urtica dioica L. Forschungen über ihren Anbau zur Fasergewinnung. Mit Anhang über ihre Nutzung für Arznei- und Futtermittel sowie technische Zwecke von Kurt Garber&amp;#039;&amp;#039;. Akademie-Verlag, Berlin 1959.&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Arbeit geriet jedoch in Vergessenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990ern entdeckte Jens Dreyer Pflanzenbestände von Bredemanns Versuchen im Institut für Angewandte Botanik in Hamburg wieder und forschte daran.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jens Dreyer |Titel=Die Fasernessel als nachwachsender Rohstoff Leistungsprüfung von Fasernesseln (Urtica dioica L., Große Brennnessel) unter besonderer Berücksichtigung der phänotypischen Differenzierung anbauwürdiger Klone |TitelErg=Diss. 1998 |Ort=Hamburg |Datum=1999 |ISBN=978-3-86064-989-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Kooperation mit dem [[Faserinstitut Bremen]] wurden sie züchterisch weiterbearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Holger Fischer |url=http://www.faserinstitut.de/wp-content/uploads/2017/06/2016-04-25Projektflyer_InBeNeFa_de_FINAL.pdf |titel=Projekt InBeNeFa: Entwicklung einer industriellen Bereitstellungskette von Brennnesseljungpflanzen bis zur Nesselfaser. Teilvorhaben 4: Qualitätskontrolle entlang der Wertschöpfungskette |werk=faserinstitut.de |datum=2016-04-25 |abruf=2022-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2002 wurde den Sorten „Wulfsdorf“ und „Nesselgold“ vom Bundessortenamt [[Sortenschutz]] erteilt (2012 gelöscht).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundessortenamt: {{Webarchiv|url=https://www.bundessortenamt.de/apps6/bsa_sorteninfo/public/de |wayback=20220206162926 |text=Sorteninformationen. Datenbankabfrage &amp;quot;Urtica L.&amp;quot; |archiv-bot=2023-12-22 10:49:41 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 1. Januar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hamburger Zuchtmaterial wurde vom Institut für Pflanzenkultur (IFP) zusammen mit dem Faserinstitut Bremen bis 2013 weiter bearbeitet, so dass neue Klone einen Faseranteil von bis zu 22 Prozent aufwiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pflanzen.fnr.de/service/presse/archiv/archiv-nachricht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=5434&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;cHash=58a0229800de2b6fd31da746951f6a08 |titel=Fasernessel: Neue Klone mit gut 25 Prozent mehr Fasergehalt |werk=fnr.de |datum=2013-12-13 |sprache=de |abruf=2022-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pflanzenkultur.de/pflanzen/nachwachsende-rohstoffe/ |titel=Nachwachsende Rohstoffe |werk=Institut für Pflanzenkultur GmbH &amp;amp; Co. KG |sprache=de |abruf=2022-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 2015 und 2018 arbeiteten die beiden Institute zusammen mit dem [[Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie]] (ATB), dem Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und der NFC GmbH Nettle Fibre Company&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nettle-fibre-company.com/ |titel=Homepage der NFC GmbH Nettle Fibre Company |sprache=de-DE |abruf=2022-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an einem Forschungsprojekt zur „Entwicklung einer industriellen Bereitstellungskette von Brennesseljungpflanzen bis zur Nesselfaser“ (InBeNeFa).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der NFC GmbH haben sich seit den 1990er Jahren mehrere Unternehmen mit der kommerziellen Nutzung von Brennnesselfasern und Fasernesseln beschäftigt. So produzierte die Stoffkontor Kranz AG in [[Lüchow (Wendland)|Lüchow]] von 1996 bis zu ihrer Insolvenz 2009 Fasern aus Fasernesseln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Angelika Blank |url=https://wendland-net.de/post/stoffkontor-kranz-ag-hat-insolvenz-angemeldet |titel=Stoffkontor Kranz AG hat Insolvenz angemeldet |werk=wendland-net.de |datum=2009-06-19 |sprache=de |abruf=2022-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die als „Nettle“ beworbenen Brennnesselfasern wurde in Heimtextilien und Bekleidung verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dino Schröder |Titel=Lüchower Unternehmen produziert aus Brennnesselfasern erfolgreich Textilien: Hemden und Hosen aus einer eher ungeliebten Pflanze |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2007-04-21 |Online=https://www.welt.de/wams_print/article826471/Hemden-und-Hosen-aus-einer-eher-ungeliebten-Pflanze.html |Abruf=2022-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2013 produzierte die niederländische Firma Brennels, später Netl, Kleidung aus Fasernesseln, die im [[Noordoostpolder]] und einigen osteuropäischen Ländern angebaut und in Italien zusammen mit Baumwollfasern im Verhältnis 1:3 verarbeitet wurden. Weil die Nesselfasern preislich aber bei weitem nicht mit Baumwolle konkurrieren konnten und wegen anhaltend niedriger Nachfrage wurde die Produktion 2013 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Emy Demkes |url=https://decorrespondent.nl/9053/deze-multimiljonair-wilde-met-brandnetels-de-wereld-verbeteren-maar-legde-het-af-tegen-katoen/3647161451054-b697d54d |titel=Deze multimiljonair wilde met brandnetels de wereld verbeteren (maar legde het af tegen katoen) |werk=decorrespondent.nl |datum=2019-01-04 |sprache=nl |abruf=2022-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eckard Grundmann: &amp;#039;&amp;#039;Versuche zum ökologischen Anbau der Fasernessel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Faserpflanzen aus ökologischem Anbau. Anbau – Verarbeitung – Markt. Tagungsband, 19. Juni 2007&amp;#039;&amp;#039;. Lebendige Erde, Kassel 2007, S. 44, ISBN 978-3-921536-68-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Meßstetten]] forscht der Textilhersteller Mattes &amp;amp; Ammann seit 2011 an Garn aus Brennnesselfasern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernd Schlupeck |url=https://www.deutschlandfunk.de/textilindustrie-stofffaser-aus-brennnessel-100.html |titel=Stofffaser aus Brennnessel |werk=deutschlandfunk.de |datum=2017-04-10 |sprache=de |abruf=2022-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dafür wurde die Fasernesselmarke &amp;#039;&amp;#039;Marlene&amp;#039;&amp;#039; sowie 2019 ein Gebrauchsmuster zur Herstellung der Garne und Textilien angemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=202019103174| Code=U1| Typ=Gebrauchsmuster| Titel=Nesselfasern| A-Datum=2019-06-06| V-Datum=2019-06-14| Anmelder=Mattes &amp;amp; Ammann GmbH &amp;amp; Co KG}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sn-home.de/artikel-record_id-18704-dbname-Wirtschaft.htm |titel=Mit neuer Faser in die textile Zukunft |werk=SN-Home.de |datum=2013-02 |abruf=2022-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Handelshaus [[Grüne Erde]] bietet seit 2021 [[Bettware|Bettdecken]] mit 40 Prozent Nesselfaseranteil an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.grueneerde.com/nesselfaser.html |titel=Nesselfaser |werk=grueneerde.com |sprache=de |abruf=2022-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.naturfaserverband.com/faserpflanzen/bastfaserpflanzen/fasernessel/ Fasernessel] auf naturfaserverband.com&lt;br /&gt;
* [https://materialarchiv.ch/de/ma:material_1697/?maapi:f_all_groups=ma:group_966 Brennnesselfasern] auf materialarchiv.ch&lt;br /&gt;
* [https://www.brennnessel-textil.de/ Geschichte der Brennnesselfasern], Homepage von Mattes &amp;amp; Ammann&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=361YVBkFylo Make Fabric From Nettles], Film auf youtube.com (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Dreyer, G. Edom: &amp;#039;&amp;#039;Nettle.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Franck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bast and other plant fibres&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge / Boca Raton, 2005, S. 331–343, ISBN 1-85573-684-5 / ISBN 0-8493-2597-8.&lt;br /&gt;
* K.U.Heyland, H. Hanus, E.R. Keller: &amp;#039;&amp;#039;Ölfrüchte, Faserpflanzen, Arzneipflanzen und Sonderkulturen&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Pflanzenbaues&amp;#039;&amp;#039;, 2006, Bd. 4, S. 307–308, ISBN 3-8001-3203-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Gisela Dreyling |Titel=Die Fasernessel (Urtica dioica L.), eine wiederentdeckte alte Kulturpflanze |Sammelwerk=Umweltwissenschaften und Schadstoff-Forschung |Band=14 |Nummer=125 |Datum=2002-03 |Online=https://enveurope.springeropen.com/track/pdf/10.1007/BF03038769.pdf |Format=PDF}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Günter Wurl, Torsten Graf, Armin Vetter, Andrea Biertümpfel |Titel=10 Jahre anbautechnische Versuche zu Fasernesseln (Urtica dioica L.) in Thüringen |Hrsg=Thüringer Zentrum Nachwachsende Rohstoffe der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft |Datum= |Online=http://www.tll.de/ainfo/pdf/fnes0403.pdf |Format=PDF}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brennnesselgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Faserpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenfaser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brennnessel in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Godihrdt</name></author>
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