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	<title>Farbwerk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T11:12:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Farbwerk&amp;diff=580684&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
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		<updated>2020-10-07T17:30:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Farbwerk.png|miniatur|Farbwerk einer Bogenoffsetmaschine]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Vorrichtung an [[Druckmaschine]]n, die der automatischen Nachführung verbrauchter Farbe zur [[Druckform]] dient. Das Farbwerk wird üblicherweise aus dem [[Farbkasten (Druckmaschine)|Farbkasten]] nachgespeist. Dabei sollte die Differenz zwischen der verbrauchten und der nachgeführten Druckfarbe möglichst gering und im Idealfall ausgeglichen sein. Aufgabe des  Farbwerks ist es darüber hinaus, jede Stelle der Druckform mit der gleichen Farbmenge oder Farbfilmstärke zu überziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Farbwerken werden folgende Bauweisen unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tellerfarbwerk ==&lt;br /&gt;
Ein einfacher Teller, oft drehbar und oberhalb der Form angeordnet, auf den Farbe mit der Hand aufgetragen wird. Die Walzen gehen bei jedem Drucktakt über den Teller und nehmen neue Farbe auf. Vorteilhaft ist hier der einfache wartungsfreie Aufbau. Ein großer Nachteil besteht jedoch in der ungleichmäßigen Farbführung und -verreibung sowie im geringen Speichervermögen.&lt;br /&gt;
Das Tellerfarbwerk wird fast ausschließlich für kleine Handtiegel und Eigenbau[[abziehpresse]]n eingesetzt. Bei Offsetmaschinen ist das Tellerfarbwerk unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischfarbwerk ==&lt;br /&gt;
Das Tischfarbwerk ist eine Kombination aus Teller- und Zylinderfarbwerk. Das Tischfarbwerk wird fast ausschließlich für Schnellpressen in flacher Bauweise eingesetzt, so bei Buch- und Steindruckmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zylinderfarbwerk ==&lt;br /&gt;
Es ist die modernste und in allen Bauformen übliche Farbwerkstechnik. Zylinderfarbwerke kommen im [[Buchdruck]], im [[Bogenoffsetdruck]] und [[Rollenoffsetdruck]] vor. Im [[Tiefdruckverfahren|Tiefdruck]] gibt es kein Farbwerk, da der Druckzylinder durch eine Farbwanne läuft und die überschüssige Farbe durch eine Rakel abgestreift wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bogenoffset ===&lt;br /&gt;
Das Farbwerk in Bogenoffsetmaschinen ist mit zahlreichen Walzen zum gleichmäßigen Einfärben von [[Druckplatte]]n ausgestattet. Die von der [[Druckform]] benötigte Farbmenge wird dem Farbwerk über [[Druckersprache#D|Duktor]] und Heber aus dem Farbkasten zugeführt. Die Farbführung kann zonenweise parallel zum Druckzylinder mittels [[Druckersprache#Z|Zonenschrauben]] reguliert werden. Eine erhebliche Verkürzung der [[Rüsten|Rüstzeiten]] wird einer automatisierten Farbvoreinstellung erreicht. Die dazu erforderlichen Daten werden aus der digitalen [[Druckvorstufe]] oder von einem Druckplattenleser durch Ausmessen der Druckplatte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Walzen im Farbwerk, das auch &amp;#039;&amp;#039;Walzenstuhl&amp;#039;&amp;#039; genannt wird, haben die gleiche Umfangsgeschwindigkeit und arbeiten praktisch ohne [[Schlupf]]. Einige Walzen führen zusätzlich eine axiale, also seitliche Bewegung aus und werden Verreiberwalzen genannt. Durch diese seitliche Bewegung wird erreicht, dass das über die Farbzonenöffnung druckformbedingte Farbprofil an den Übergängen etwas ausgeglichen wird. Durch den [[Druckersprache#K|Kanal]] des Plattenzylinders erfolgt keine kontinuierliche Abnahme der Farbe aus dem Farbwerk und führt zu Schwankungen in der Farbschichtdicke auf der Druckplatte in Umfangsrichtung. Diese Schwankungen werden vom Drucker als &amp;#039;&amp;#039;Farbabfall&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Deshalb gibt es bei hochwertigen Farbwerken die Möglichkeit, die &amp;#039;&amp;#039;Phasenlage&amp;#039;&amp;#039; der Farbwalzen so zu verstellen, dass der Einsatzpunkt der seitlichen Verreibung gezielt verändert wird. Neue Farbwerkskonstruktionen ermöglichen sogar eine Fernverstellung. Aus den Farbbelegungsdaten der Druckvorstufe kann eine Voreinstellung des optimalen Einsatzes der Verreiberwalzen ermittelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kipphan&amp;quot;&amp;gt;Helmut Kipphan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Printmedien: Technologien und Produktionsverfahren,&amp;#039;&amp;#039; S. 247 f. Springer-Verlag, Berlin, November 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rollenoffset ===&lt;br /&gt;
Im Vergleich zum Bogenoffset ergeben sich die wesentlichen Unterschiede der Farbwerkskonstruktion aus den Anforderungen der höheren Druckgeschwindigkeit und den niedrigeren Papierqualitäten. Farbwerke im [[Rollenoffset]] benutzen keine getakteten Heberwalzen, sondern unterscheiden sich durch eine kontinuierliche Farbzufuhr. Außerdem ist die [[Festigkeit|Konsistenz]] der Druckfarbe deutlich dünnflüssiger als im Bogenoffset. Das Speichervolumen der Farbwalzen ist geringer, bedingt durch eine niedrigere Anzahl von Farbauftragswalzen. Während im Bogenoffset in der Regel vier Farbauftragswalzen je Farbwerk eingesetzt werden, kommt der Rollenoffset mit zwei bis drei Walzen aus, weil der Kanal des Plattenzylinders deutlich kleiner ist und dadurch eine gleichmäßigere Einfärbung der Platte erreicht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kipphan&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brückenwalze ===&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung des Farbwerks stellt die [[Druckersprache#B|Brückenwalze]] dar. Die Brückenwalze ist eine antriebs- und [[Changieren|changierfähige]] Walze mit einstellbarem Anpressdruck. Über die Brückenwalze kann das Farbwerk wahlweise mit dem Feuchtwerk verbunden werden und Feuchtmittel gezielt ins Farbwerk geleitet werden. Darüber hinaus hat die Brückenwalze zwei Einstellmöglichkeiten. Bei der ersten agiert sie als reine [[Druckersprache#R|Reiterwalze]], die den Farbfilm im Farbwerk nur glättet. Die zweite Einstellung hat die Aufgabe, den Farbfilm umzuverteilen. Die Praxis hat bewiesen, dass es bessere Ergebnisse gibt, wenn die vorderen Farbauftragswalzen den Großteil der Farbe zur Druckform transportieren. Trotzdem kommt es vor, dass es Druckformen gibt, die eine andere Farbverteilung erforderlich machen. Dann wird die Brückenwalze so geschaltet, dass sie als zusätzliche Zwischenwalze fungiert. Bei dem abgebildeten Farbwerk ist die Farbverteilung ohne Brückenwalze jeweils 25 %, bei eingeschalteter Brückenwalze dagegen von unten nach oben 31 % – 31 % – 19 % – 19 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kipphan&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Kipphan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Printmedien. Technologien und Produktionsverfahren.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-540-66941-8.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Walenski: &amp;#039;&amp;#039;Der Rollenoffsetdruck. Geschichte. Moderne Technik. Materialien.&amp;#039;&amp;#039; Fachschriften-Verlag, Fellbach 1995. ISBN 978-3931436018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Druckmaschinen-Baugruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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