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	<title>Faras - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:09:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Faras&amp;diff=505894&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Einzelnachweise */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-08-27T08:30:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum marokkanischen Fußballspieler siehe [[Ahmed Faras]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Hieroglyphen&lt;br /&gt;
|NAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;M17-b-S:k-N25-N23&amp;lt;/hiero&amp;gt; &lt;br /&gt;
|NAME-TRANSKRIPTION = &lt;br /&gt;
|NAME-ERKLÄRUNG = Ibschek &amp;lt;br/&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Jbšk&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=H1110&amp;gt;[[Rainer Hannig]]: &amp;#039;&amp;#039;Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch. (2800–950 v. Chr.).&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 2006, ISBN 3-8053-1771-9, S.&amp;amp;nbsp;1110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME2 = [[Bild:Faras.gif]]&lt;br /&gt;
|NAME2-TRANSKRIPTION = Phrs (Pharas)&lt;br /&gt;
|NAME2-ERKLÄRUNG = in meroitischer Schrift&lt;br /&gt;
|BILD1 = Edward Lear - Faras Westbank - Google Art Project (cropped).jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-BREITE = 300px&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG = Die Zitadelle von Faras in einer Aquarell-Zeichnung von [[Edward Lear]], 1867&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Positionskarte|Sudan&lt;br /&gt;
|caption = Lage von Faras in Sudan&lt;br /&gt;
|lat  = 22/12//N&lt;br /&gt;
|long = 31/28//E&lt;br /&gt;
|region = SD&lt;br /&gt;
|width = 200&lt;br /&gt;
|float = right&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of the flooding areas of the Lake Nasser in the Wadi Halfa Salient.png|mini|hochkant|Übersichtskarte des Gebietes [[Wadi Halfa Salient]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pachoras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Alternativschreibung: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pharas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name einer alten nubischen Stadt. Der [[Altägyptische Sprache|altägyptische]] Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ibschek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf das Gebiet von Faras und den/die Hathorfelsen.&amp;lt;ref name=H1110/&amp;gt; Der Ort Faras lag in [[Nubien|Unternubien]], etwas nördlich des [[Nil#Katarakte|zweiten Nilkataraktes]], im heutigen [[Sudan]] ([[Wadi Halfa Salient]]) überflutet vom [[Nubia-See]], nahe der Grenze zu [[Ägypten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im [[Ägypten|ägyptischen]] [[Mittleres Reich|Mittleren Reich]] stand hier eine [[Ägyptische Grenzfestungen in Nubien|ägyptische Grenzfestung]], die vielleicht den Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ineq-tawy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Der die beiden Länder vereinigt&amp;#039;&amp;#039;) trug. Eine sichere Zuweisung konnte jedoch bislang nicht vorgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Hannig: &amp;#039;&amp;#039;Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch. (2800–950 v. Chr.).&amp;#039;&amp;#039; Mainz 2006, S.&amp;amp;nbsp;1114.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Neues Reich|Neuen Reich]] wurde ein Tempel der [[Hathor]] und ein Tempel des [[Tutanchamun]] errichtet. In [[Meroe|meroitischer]] Zeit hieß der Ort Phrs und war Hauptstadt der Provinz Akin. Aus dieser Zeit sind Gräber und ein palastartiges Gebäude erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des meroitischen Reiches wurde der Ort Hauptstadt von [[Nobatia]], deren Herrscher nicht weit von Faras entfernt, in [[Ballana]], bestattet worden sind. Als das Reich von Nobatia im Jahr 543 das Christentum als Staatsreligion annahm, wurde kurze Zeit später Nobatia von dem Reich [[Makuria]] erobert und die Hauptstadt zog nach [[Alt Dunqula|Dongola]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Faras, dass nun Pachoras hieß, residierte nun ein [[Eparch]] (Statthalter). Es war auch der Amtssitz eines [[Bischof]]s, der der Jurisdiktion des monophysitischen, [[Kopten|koptischen]] [[Patriarch von Alexandrien|Patriarchats in Ägypten]] unterstellt war. Die Stadt erlebte einen Aufschwung. Es wurden zahlreiche Paläste und Kirchen errichtet. Das 13. und 14. Jahrhundert war die Zeit des Niedergangs. Es wurde eine arabische Zitadelle errichtet. Im 19. Jahrhundert war der Ort nur noch ein Dorf mit dem Namen Faras-in-Diffi. Der Ort ist seit Mitte der 1960er Jahre im [[Nassersee|Nasserstausee]] versunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung ==&lt;br /&gt;
Archäologische Ausgrabungen fanden 1908–1909 von der Universität Pennsylvania statt. 1909–1912 wurden von einer Expedition aus [[Oxford]] die Nekropolen untersucht. Im Jahr 1961 begann eine [[Polen|polnische]] Mission unter Leitung von [[Kazimierz Michałowski]] im Rahmen der [[UNESCO]]-Rettungsaktion in Faras zu graben. Diese fand eine mittelalterliche Kathedrale mit über 200 Inschriften und mehr als 120 gut erhaltenen [[Wandmalerei]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Die Stadt war von einer in [[Reich von Kusch|kuschitischer Zeit]] errichteten Festungsmauer umgeben. Ihre beiden Zugänge, das Westtor und das Flusstor, wurden in den 1920er Jahren von F. L. Griffith freigelegt. Sie besaßen rechteckige Torvorbauten, deren Eingänge an einer Seite lagen. Die Wände bestanden aus behauenen Sandsteinquadern, die mit ungleich hohen Lagenfugen und relativ senkrechten Stoßfugen vermauert waren. Diese Vorbauten mit gewinkelten Zugangswegen wurden für befestigte Siedlungen in Nubien charakteristisch, die in christlicher Zeit, ab dem 6. Jahrhundert gegründet wurden: [[Ikhmindi]], [[Sabagura]], [[Kalabscha]] und Sheik Daud. Deren Mauerwerk war ebenfalls leicht geschrägt, aber wesentlich sorgloser aus Bruchsteinen hochgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Wilhelm Deichmann]], [[Peter Grossmann (Bauforscher)|Peter Grossmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Nubische Forschungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, Deutsches Archäologisches Institut). Gebr. Mann, Berlin 1988, ISBN 3-7861-1512-5, S. 102, 172–178.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faras besaß mehrere Kirchen, ihre Ruinen wurden in teilweise schlechtem Zustand ausgegraben. Neben der &amp;#039;&amp;#039;Kathedrale&amp;#039;&amp;#039; waren dies die &amp;#039;&amp;#039;Mastabakirche&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Kirche des Nordkloster&amp;#039;&amp;#039; (auch als &amp;#039;&amp;#039;Kirche auf der Zitadelle&amp;#039;&amp;#039; bekannt), die völlig zerstört vorgefundene &amp;#039;&amp;#039;Große Kirche&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Kirche am Südhang&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Kirche am Flusstor&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Rivergate Church&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kathedrale ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kathedrale von Faras}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kathedrale wurde in den Jahren 1961 bis 1964 ausgegraben. Es lassen sich drei Bauphasen unterscheiden, die wiederum mit der Tätigkeit von drei Bischöfen in Verbindung gebracht werden können. Es handelt sich um Aetios (um 620), Paulos (um 700) und Petros (um 1100). Der erste Bau aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts war etwa 24,5 × 14,5 Meter groß und hatte drei Schiffe. Es gab zahlreichen Bauschmuck aus Stein. Diese Kirche wurde 707 ausgebaut und auf 24,5 × 24 Meter erweitert. Es wurden Seitenkapellen errichtet. Der Bau erhielt Granitsäulen. Kurz vor 1100 wurde der Bau nochmals verändert. Die Granitsäulen wurden durch Pfeiler aus Ziegeln ersetzt. Viele Wandmalereien stammen aus dieser Bauphase. Spätestens seit dieser Zeit war die Kathedrale der Muttergottes (&amp;#039;&amp;#039;Maria Pachoras&amp;#039;&amp;#039;) geweiht. Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert aufgegeben. Die Malereien der Kathedrale stellen die größte Sammlung mittelalterlicher christlicher Malerei aus [[Nubien]] dar. Sie sind im Stil mit [[Byzantinische Kunst|byzantinischen]] Malereien verwandt und datieren meist ins 10. und 11. Jahrhundert. Sie sind heute im [[Nationalmuseum Sudan|Nationalmuseum]] in [[Khartum]] und im [[Muzeum Narodowe (Warschau)|Muzeum Narodowe]] in [[Warschau]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildbeispiele für die Kunst aus Faras ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;200&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Faras capitel.png|Christliches Kapitell aus Faras (London, Britisches Museum)&lt;br /&gt;
Bild:Sudan Farras fresco of cathedral 22dez2005.jpg|Fresko in der Kathedrale von Faras, die Geburt Jesu Christi zeigend&lt;br /&gt;
Bild:Faras Saint Anne (detail).jpg|Bild der Heiligen Anna, Mutter der Gottesmutter, Warschau, National Museum 234.058&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bischöfe von Faras]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Bonnet: &amp;#039;&amp;#039;Faras.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 3. unveränderte Auflage. Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 181f.&lt;br /&gt;
* [[Kazimierz Michałowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Faras. Die Kathedrale aus dem Wüstensand.&amp;#039;&amp;#039; [[Benziger]], Einsiedeln u. a. 1967.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Faras. Die Kathedrale aus dem Wüstensand.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum u. a., Wien u. a. 2002, ISBN 3-85497-042-0 (Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Faras}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=22/12//N |EW=31/28//E |type=landmark |region=SD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Sudan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobatia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike nubische Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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