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	<title>Fandango - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fandango&amp;diff=171709&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-03-31T19:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;m.&amp;#039;&amp;#039;, Wortherkunft unsicher) wird im [[Spanische Sprache|spanischen]] und [[Portugiesische Sprache|portugiesischen]] Sprachraum als [[Homonym]] für unterschiedliche musikalische und soziokulturelle Aktivitäten verwendet, womit eine konkrete Bedeutungszuweisung nur aus dem jeweiligen Kontext abzuleiten ist. So bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; sowohl [[Tanz|Tänze]] aus unterschiedlichen sozialen Milieus und unterschiedlicher Provenienz sowie die mit den Tänzen in Bezug stehenden oder als eigenständige Genres gepflegten [[Gesang]]s- und [[Instrumentalmusik|Instrumentalformen]], als auch insbesondere in [[Lateinamerika]] mit Musik und Tanz verbundene soziokulturelle Praktiken sowie die zugehörigen Lokalitäten, Teilnehmer und ihre Verhaltensweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergl. hierzu die unterschiedlichen Definitionen im [https://dle.rae.es/fandango DRAE: &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039;] und [https://www.asale.org/damer/fandango ASALE Diccionario de americanismos: &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 29. Dezember 2025 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Umgangssprache und im [[Slang]] finden sich darüber hinaus weitere zumeist [[Metapher|metaphorische]] Konnotationen, die in Komposita mit oftmals pejorativer Bedeutung seit dem ausgehenden 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch im [[Amerikanisches Englisch|angloamerikanischen]] Sprachgebrauch nachweisbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergl. hierzu z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;fandango girl (n.)&amp;#039;&amp;#039; ‚Prostituierte‘ (US-Slang, um 1850), in: [https://greensdictofslang.com/entry/xn3zhny Green’s Dictionary of Slang: &amp;#039;&amp;#039;fandango, n.&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 31. Dezember 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet ist das spanische Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;fandanguero (m.), fandanguera (f.)&amp;#039;&amp;#039; das auch substantivisch gebraucht wird und je nach Kontext sowohl einen Liebhaber &amp;#039;&amp;#039;([[aficionado]])&amp;#039;&amp;#039; des Fandangotanzes, als auch ganz allgemein einen Tanzvergnügungen und Festivitäten jeglicher Art zugeneigten Menschen bezeichnen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dle.rae.es/fandanguero DRAE: &amp;#039;&amp;#039;fandanguero, fandanguera&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 29. Dezember 2025 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Bolivien]] hat sich das in Spanien nicht mehr gebräuchliche Verb &amp;#039;&amp;#039;fandanguear&amp;#039;&amp;#039; (‚an einem Tanzfest teilnehmen, feiern, sich vergnügen‘) erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.asale.org/damer/fandanguear ASALE Diccionario de americanismos: &amp;#039;&amp;#039;fandanguear&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 30. Dezember 2025 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diminuitivformen von &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039; sind &amp;#039;&amp;#039;fandanguillo&amp;#039;&amp;#039; in Andalusien und &amp;#039;&amp;#039;fandanguito&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;fandanguito [[Huastekisch|huasteco]]&amp;#039;&amp;#039;) im [[Veracruz (Bundesstaat)|mexikanischen Bundesstaat Veracruz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutungsvielfalt von &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; spiegelt sich auch in seiner Wahrnehmung durch staatliche und internationale Institutionen wider. So wurde die Gesangsform des &amp;#039;&amp;#039;Fandango de Huelva&amp;#039;&amp;#039; 2010 als [[Bien de Interés Cultural|nationales Kulturgut]] Spaniens eingestuft,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eduardo J. Sugrañes |url=http://www.huelvainformacion.es/article/huelva/691363/fandango/huelva/primer/palo/flamenco/sera/declarado/bic.html |titel=El fandango de Huelva, primer palo flamenco que será declarado BIC |werk=Huelva Información |datum=2010-05-02 |sprache=es |abruf=2016-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen das &amp;#039;&amp;#039;Museu Vivo do Fandango&amp;#039;&amp;#039;, eine Initiative zum Erhalt der in einigen Küstenregionen [[Brasilien]]s als &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten traditionellen Zusammenkünfte und ihrer Musik im Jahr 2011 auf Antrag Brasiliens als soziale Praxis von der [[UNESCO]] in das [[Register guter Praxisbeispiele]] des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/BSP/00502 |titel=Fandango&amp;#039;s Living Museum |datum=2011 |abruf=2024-12-16 |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wird der Fandango in seiner Bedeutung als Bezeichnung für Tanz und Musik, als soziale Praxis &amp;#039;&amp;#039;(fandango social)&amp;#039;&amp;#039; und als Gattungsbezeichnung dargestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Trajes mexicanos, un Fandango.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Trajes mexicanos, un Fandango&amp;#039;&amp;#039;. Darstellung einer in Mexico als &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Tanzveranstaltung des einfachen Volkes. Gemälde von Casimiro Castro und J.&amp;amp;nbsp;Campillo, Mexiko. 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|2=Dieser Abschnitt und die nachfolgenden Abschnitte|3=plural|Grund=Die Begriffsvielfalt des Lemmas wird nicht bzw. nicht ausreichend dargestellt. Die mittlerweile umfassend vorliegende musikwissenschaftlich und ethnologisch fundierte Literatur zum Themenkomplex &amp;quot;Fandango&amp;quot; wird weder berücksichtigt noch erwähnt, die vorhanden Einzelnachweise entstammen mehrheitlich den Veröffentlichungen von Autoren, die der überwiegend von fachlichen Laien und Liebhabern betriebenen &amp;quot;traditionellen Flamencología&amp;quot; zuzuordnen sind.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Bezeichnung Fandango haben sich in [[Lateinamerika]] und [[Spanien]] in unterschiedlichen sozialen Milieus zahlreiche regionale, lokale und individuelle Varianten herausgebildet, die sich nicht nur in musikalischen und tänzerischen Details unterscheiden, sondern teilweise auch in der Benennung, so dass die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; auch als übergeordneter [[Gattung (Musik)|Gattungsbegriff]] verwendet wird, der auf strukturelle Gemeinsamkeiten verweist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem &amp;#039;&amp;#039;fandango popular&amp;#039;&amp;#039; des einfachen Volkes, der sich auch bei Bürgertum und Adel großer Beliebtheit erfreute, entstand im ausgehenden 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine stilisierte Variante des &amp;#039;&amp;#039;fandango español&amp;#039;&amp;#039;, die als Bühnen- und Instrumentalmusik Eingang in die Kunstmusik Europas und der [[Neue Welt|Neuen Welt]] fand. So wurde der Fandango über Spanien hinaus zu einem Symbol für spanisches Kolorit und inspirierte namhafte Komponisten zu virtuosen [[Variation (Musik)|Instrumentalvariationen]] und unzähligen Tanz- und [[Charakterstück|Genrestücken]] &amp;#039;&amp;#039;a lo español&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theorien zum Ursprung ===&lt;br /&gt;
Die etymologisch nicht eindeutig zu klärende Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; lässt aufgrund ihrer Sprachgeschichte auf eine Beziehung zu den sozialen Milieus stigmatisierter bzw. marginalisierter Gesellschaftsgruppen schließen, deren lebhafte Tänze und ausgelassenen Tanzveranstaltungen mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039; assoziiert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; für einen Tanz kam wahrscheinlich im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 113.&amp;quot; /&amp;gt; Erste schriftliche Erwähnungen finden sich in Theaterstücken; möglicherweise die älteste davon im Kurzstück &amp;#039;&amp;#039;El alcalde nuevo&amp;#039;&amp;#039; von 1680. Darin spielt der Bürgermeister einen Fandango auf der Gitarre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 119.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste musikalische Quelle von 1705 (eine Melodie im &amp;#039;&amp;#039;Libro de diferentes cifras de guitarra&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet den Fandango als einen „indianischen“ Tanz. Auch das &amp;#039;&amp;#039;Diccionario de Autoridades&amp;#039;&amp;#039; von 1737 nennt die spanischen Besitzungen in Amerika als Herkunftsregion. 1774 bezeichnete ihn der britische Offizier W. Dalrymple in seinem Reisebericht als einen lasziven Tanz, den man im Anschluss an ein Komödienschauspiel tanze. Er stamme aus [[Westindische Inseln|Westindien]]. Eine Zeile später vermutet er jedoch Westafrika als Herkunftsregion: er habe in Marokko schwarze Soldaten des dortigen Kaisers sehr ähnlich tanzen sehen; mit [[Kastagnetten]] in den Händen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 114.&amp;quot; /&amp;gt; 1782 bezeichnete ihn Fray Íñigo Abbad y Lasierra als Tanz der Schwarzen in Puerto Rico. Der Franzose Moreau de Saint-Méry verglich ihn 1789 mit einem Tanz namens &amp;#039;&amp;#039;La Chica&amp;#039;&amp;#039; und meinte, der Fandango sei im Grunde dasselbe, nur etwas weiter entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 115.&amp;quot; /&amp;gt; Étienne-François de Lantier schrieb in seinem Reisebericht &amp;#039;&amp;#039;Voyage en Espagne du chevalier Saint-Gervais, officier français&amp;#039;&amp;#039; (1809)&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 117.&amp;quot; /&amp;gt; dass er gehört habe, der Tanz stamme aus [[Havanna]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ansicht einiger Autoren ist der Fandango [[schwarzafrika]]nischen Ursprungs und gelangte über die Sklavenwirtschaft der [[Spanisches Kolonialreich|spanischen Kolonialbesitztümer in Amerika]] nach Europa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knipp&amp;quot; details=&amp;quot;S. 178 f.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kersten Knipp |Titel=Flamenco |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2006 |ISBN=3-518-45824-8 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Fandango war im 18. Jahrhundert in Spanien äußerst beliebt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 113.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=José Luis Navarro García |Titel=Historia del Baile Flamenco |Band=Volumen I |Verlag=Signatura Ediciones de Andalucía |Ort=Sevilla |Datum=2010 |ISBN=978-84-96210-70-7 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Lo bailaba el pueblo, la bailaron los gitanos, lo bailaron las clases altas, y, ¡cómo no!, lo bailaron los &amp;#039;&amp;#039;cómicos&amp;#039;&amp;#039; y los &amp;#039;&amp;#039;boleros&amp;#039;&amp;#039; en las academias de baile y en los teatros.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=José Luis Navarro García&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Das Volk tanzte ihn, die [[Roma#Gitanos|Gitanos]] tanzten ihn, es tanzte ihn die Oberschicht, und, selbstverständlich! – es tanzten ihn die Komödianten und die &amp;#039;&amp;#039;Boleros&amp;#039;&amp;#039; in den Tanzakademien und Theatern.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 113.&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Geografisch verbreitete sich der Fandango im 17. Jahrhundert über die gesamte [[iberische Halbinsel]], einschließlich Portugal und Galicien, und die [[Balearen|balearischen Inseln]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;caballero&amp;quot; details=&amp;quot;S. 77.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ángel Álvarez Caballero |Titel=El cante flamenco |Verlag=Alianza |Ort=Madrid |Datum=2004 |ISBN=978-84-206-4325-0 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Fandango im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die meisten Beschreibungen aus jener Zeit schildern ihn als äußerst unzüchtig. So beschrieb ihn der Dekan Martín von Alicante 1712 als Paartanz von Mann und Frau:&amp;lt;ref name=&amp;quot;bustos&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Antonia Aux. Bustos Rodriguez |url=http://dialnet.unirioja.es/descarga/articulo/3127759.pdf |titel=Divertimientos en el siglo de oro en epañol |seiten=41 |datum=2009 |format=PDF |sprache=es |abruf=2016-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Los cuerpos se mueven al son de las cadencias de la musica, con todas las excitaciones de la pasión, con movimientos en extremos voluptuosos, taconeos, miradas, saltos, todas las figuras rebosantes de lascivas intenciones.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Padre Martín, deán de Alicante&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Die Körper bewegen sich zum Rhythmus der Musik, mit allen Erregungen der Leidenschaft, mit äußerst lustvollen Bewegungen, Fußstampfen, Blicken, Sprüngen; all diese Tanzfiguren überbordend vor unzüchtigen Absichten.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;bustos&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pedro Augustín Caron nannte ihn 1764 in einem Brief an den Duc de la Valliere einen obszönen Tanz. Eine anonyme Schrift von 1765 über den politischen und moralischen Zustand Spaniens &amp;#039;&amp;#039;(Estado político, histórico y moral del reino de España)&amp;#039;&amp;#039; nennt seine Bewegungen „sehr lasziv und wenig schicklich“; im gleichen Sinne äußerte sich auch Gustavo Felipe Creutz im selben Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 115.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Étienne-François de Lantier beschrieb den Tanz in seinem Reisebericht aus dem Jahr 1809 folgendermaßen: „Die Tänzerinnen begeben sich sofort auf die Straße, einige mit Kastagnetten, andere mit den Fingern schnipsend, um den Klang nachzuahmen; die Frauen strahlen vor allem Hingabe, Leichtigkeit, Flexibilität ihrer Bewegungen und Begehren aus; sie nehmen den Rhythmus achtsam auf, schlagen den Boden mit ihren Füßen; die beiden Tanzenden nähern sich einander, flüchten voreinander, verfolgen einander (…) Die Liebenden scheinen sich gleich in den Arm zu fallen; doch plötzlich hört die Musik auf, und die Kunst des Tänzers erfordert, unbeweglich zu verharren. Wenn der Fandango wieder einsetzt, erwacht er jedoch wieder zum Leben. Schließlich füllen die Gitarre, die Violinen, das Fußstampfen, das Klappern der Kastagnetten und das Schnappen der Finger, die lebhaften und sinnlichen Bewegungen der Tänzer, die Schreie, der Applaus der Zuschauer, die Versammlung mit Trunkenheit, mit Freude, mit dem Rausch des Vergnügens.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 117.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Theater war der Fandango im ganzen 18. Jahrhundert beliebt. Richard Twiss schrieb in einem Reisebericht von 1772 von einer Theaterdarbietung in [[Cádiz]]. Die Schauspieler seien mäßig gewesen; die Zwischenspiele mit Fandangos und [[Toná|Tonadillas]] hingegen unterhaltsam. Der Ruf des Fandango pflanzte sich auch über die Grenzen Spaniens hinaus fort. Als der [[Liste der Grafen von Artois|Comte de Artois]] 1782 in diplomatischer Mission in Madrid war, wurde er gefragt, an welchen Festlichkeiten er gerne teilnehmen wollte. Er antwortete, dass er gerne eine Fandango-Tanzdarbietung sehen würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 120.&amp;quot; /&amp;gt; Gegen Ende des Jahrhunderts beeinflusste der Fandango auch die französische Tanzmusik, wie sich beispielsweise im &amp;#039;&amp;#039;[[Menuett|minué]] afandangdo&amp;#039;&amp;#039; zeigt, das Juliana Romero und Manuel Barcia 1800 interpretierten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 121.&amp;quot; /&amp;gt; Gleichzeitig entwickelte er sich zu einem Tanz mit „Prinzipien und festen Regeln“, wie 1799 der baskische Jurist, Historiker und Journalist Antonio de Iza Zamácola (1756–1826) in seiner unter dem Pseudonym „Don Preciso“ veröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;Colleción de las mejores coplas de seguidillas, tiranas y polos que se han compuesto para cantar a la guitarra&amp;#039;&amp;#039; schrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knipp&amp;quot; details=&amp;quot;S. S. 24–27.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fandango-chasselat.jpg|mini|[[Pierre Chasselat]]: &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039;, 1810]]&lt;br /&gt;
Gleichwohl behielt der Fandango seine sinnliche Ausstrahlung auf Spanienbesucher, wie aus einem Brief des Russen Wassily Botkin von 1845 hervorgeht: „Die andalusischen Tänze werden nicht mit den Füßen, sondern mit dem Körper getanzt. Welcher Zauber liegt in den sinnlichen Biegungen ihrer Taillen! Zum Tanzen braucht es nicht nur eine biegsame Taille (…); für die andalusischen Tänze ist Inspiration und verschwenderische Leidenschaft nötig. (…) Die Melodie des Fandango ist monoton und gleichförmig, sie erstirbt in einem traurigen Seufzer, der Tanz hingegen ist lebhaft und überwältigend.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 119.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Reverend]] Frederick Meyrick beschrieb, wie zum Jahresende 1850 eine Gruppe junger Leute am Strand zum Fandango aufspielte und tanzte; es sei ein köstliches Schauspiel gewesen. In seinen [[Burleske]]n griff Juan Ignacio González del Castillo den Fandango mehrmals als Thema auf. Wassily Botkin beschrieb Fandango-Tänze in den Straßen von Madrid und anderen Städten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 123.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Fandango im Flamenco ==&lt;br /&gt;
In [[Andalusien]] sind Fandangos nicht nur ein Bestandteil der ländlichen musikalischen Folklore (v.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Provinz Huelva]] oder in den [[Anbauregionen für Olivenöl#Spanien|Gebieten des Olivenanbaus]] in der [[Provinz Málaga]] mit ihren &amp;#039;&amp;#039;Fandangos de [[Comares]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Verdiales&amp;#039;&amp;#039;) und eine der dominanten Gesangsformen des urbanen [[Flamenco]]repertoires, sondern zugleich ein Gattungsbegriff für zahlreiche Fandango-Varianten, die je nach musikalischer Struktur und zugeschriebener Herkunft z.&amp;amp;nbsp;B. als &amp;#039;&amp;#039;[[Malagueña]]s&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Granaínas]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Taranta]]s&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flamenco-Varianten des Fandango entwickelten sich in Andalusien im letzten Drittel des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im Ambiente der &amp;#039;&amp;#039;[[Café cantante|Cafés cantantes]]&amp;#039;&amp;#039;, wo sich die Flamenco-Begeisterten trafen, um Flamenco zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Entwicklung im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren begann eine Kommerzialisierung des Flamenco in Form der &amp;#039;&amp;#039;[[Ópera Flamenca|Óperas Flamencas]]&amp;#039;&amp;#039; – große Flamenco-Shows in Stierkampfarenen oder anderen großen Veranstaltungsstätten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;caballero&amp;quot; details=&amp;quot;S. 231.&amp;quot; /&amp;gt; Der Fandango, auf den die Künstler jener Zeit durch einen 1926 in Huelva veranstalteten Wettbewerb aufmerksam wurden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;knipp&amp;quot; details=&amp;quot;S. 150 f.&amp;quot; /&amp;gt; wurde zur Hauptattraktion dieser Shows – und degenerierte dadurch, wie manche Anhänger des &amp;#039;&amp;#039;Flamenco puro&amp;#039;&amp;#039; urteilten, beispielsweise 1960 [[Ricardo Molina]]: „Der Fandango war in zweierlei Hinsicht gräßlich: im Text und in der Musik. (…) Aktuell sind die vulgärsten und dümmsten Texte diejenigen der Fandangos, (…) Gerichtsprozesse, Dolchstöße, Liebesverrat, verlassene Kinder und sämtliche Vorfälle melodramatischer Schauergeschichten.“ Nicht alle teilen diese Meinung. Pedro Camacho schrieb, dass die Popularität des Fandangos keineswegs dessen Dekadenz nach sich gezogen hätte. Die klassischen Gesänge seien rituell erstarrt gewesen; wann immer in der Kunst so etwas geschehe, sei ein Wechsel der Umgebung oder des Themas nötig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;caballero&amp;quot; details=&amp;quot;S. 230–23&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Sänger des Fandango waren in jener Zeit [[Manuel Vallejo]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;caballero&amp;quot; details=&amp;quot;S. 234.&amp;quot; /&amp;gt; und [[Jesús Personanz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;caballero&amp;quot; details=&amp;quot;S. 244.&amp;quot; /&amp;gt; Als besonders herausragende Künstlerin hebt Ángel Álvarez Caballero [[La Paquera de Jerez]] hervor: Ihr Fandango sei von unvergleichlicher Souveränität und Rundheit wie bei keiner anderen Sängerin; „ein nackter Schrei, ohne lindernde Konzessionen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;caballero&amp;quot; details=&amp;quot;S. 356.&amp;quot; /&amp;gt; Als zeitgenössische Sängerin des Fandango hebt Álvarez Caballero [[Mayte Martín]], geboren 1967, hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;caballero&amp;quot; details=&amp;quot;S. 374.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Palo (Flamenco)#Palos des Fandango|titel1=Palos des Fandango}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--In dieser Darstellungsweise weder korrekt noch nachvollziehbar!--Die zeitgenössischen andalusischen Fandangos haben eine charakteristische harmonische Grundstruktur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 I – IV – I – V – I – IV&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die darauf folgende Dur-[[Kadenz (Harmonielehre)|Kadenz]] auf II leitet über zur [[Andalusische Kadenz|andalusischen Kadenz]].--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gesangsstrophen bestehen meist aus vier oder fünf achtsilbigen Versen. Einer oder zwei davon werden wiederholt, um eine sechszeilige melodische Struktur zu bilden. Zwischen den Strophen sind instrumentale Zwischenspiele ([[Falseta]]s) üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die folkloristischen und klassischen Fandangos einem &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;- oder &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;-Takt folgen, sind die im Flamenco als &amp;#039;&amp;#039;Fandangos naturales&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten individuellen Schöpfungen an keinen festen Rhythmus gebunden. Zur ersten Kategorie, den &amp;#039;&amp;#039;Fandangos a compás&amp;#039;&amp;#039; gehören die zahlreichen Varianten des &amp;#039;&amp;#039;fandango popular&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Provinz Huelva]], aus [[Almería]] und [[Lucena]] sowie die von einem Instrumentalensemble und Tänzern zum traditionellen [[Verdiales]]-Fest&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://andalucia.com/festival/verdiales.htm |titel=The Verdiales Music Festival of Málaga |werk=andalucia.com |sprache=en |abruf=2016-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dargebotenen &amp;#039;&amp;#039;Fandangos verdiales&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jesús Fernando Lloret González |url=http://www.filomusica.com/filo85/fandango.html |titel=La forma musical de los verdiales y su antecedente: el fandango |werk=filomusica.com |datum=2007-11 |sprache=es |abruf=2016-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Provinz Málaga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Unter den im ausgehenden 18. Jahrhundert komponierten Fandangos &amp;lt;!--S. de Murcia gehört zu den Quellen----(etwa 1732 von [[Santiago de Murcia]]&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Koonce: &amp;#039;&amp;#039;The Baroque Guitar in Spain and the New World.&amp;#039;&amp;#039; Mel Bay Publications, [[Pacific (Missouri)|Pacific, Mo.]] 2006, ISBN 978-0-7866-7525-8, S. 83 und 89–91.&amp;lt;/ref&amp;gt;)--&amp;gt; sind der Schlusssatz in [[Luigi Boccherini]]s Gitarrenquintett Nr. 4 in G-Dur&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Luigi Boccherini |url=https://www.youtube.com/watch?v=Jum3WLb70Zk |titel=Luigi Boccherini: &amp;quot;Fandango-Quintett&amp;quot; mit Peper Romero |werk=[[YouTube]] |datum=2014-03-29 |format=Video |abruf=2025-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Fandango in d-moll von [[Domenico Scarlatti]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Domenico Scarlatti |url=https://www.youtube.com/watch?v=gorM-8HwWsk |titel=Domenico Scarlatti - Fandango |werk=YouTube |datum=2016-07-09 |kommentar=Rafael Puyana (Cembalo) |abruf=2025-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; einem breiteren Publikum bekannt. Außerhalb Spaniens diente der Fandango zur Erzeugung von spanischem [[Kolorit]]. Ein Beispiel ist [[Christoph Willibald Gluck]]s Fandango im Ballett &amp;#039;&amp;#039;[[Don Juan]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christoph Willibald Gluck |url=https://www.youtube.com/watch?v=x8bjICzlwic |titel=« Don Juan » par la Compagnie de danse baroque l’Eventail |werk=YouTube |datum=2009-03-09 |format=Video |kommentar=Choreographie: Marie-Geneviève Massé |abruf=2016-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s Fandango im Finale des dritten Akts der Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Le nozze di Figaro]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Amadeus Mozart |url=https://www.youtube.com/watch?v=IVHA-oKckm4 |titel=Fandango from “The Marriage of Figaro” |werk=YouTube |datum=2010-06-06 |format=Video |kommentar=Westminster Winds, Arrangement: Craig Levesque, Flöte: Kathy McClure, Oboe: Melissa Bohl |abruf=2016-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im ersten Viertel des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts komponierte [[Joaquín Turina]] für den Gitarristen [[Andrés Segovia]] 1925 einen &amp;#039;&amp;#039;Fandanguillo&amp;#039;&amp;#039; (op. 36) und auch [[Federico Moreno Torroba]]s ebenfalls für Segovia geschriebene &amp;#039;&amp;#039;Suite castellana&amp;#039;&amp;#039; enthält als ersten Satz einen &amp;#039;&amp;#039;Fandanguillo&amp;#039;&amp;#039; mit der Vortragsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Allegro, tempo di Fandango&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;!---Unbedeutender Komponist, unbedeutendes Werk!--Ebenso stammt ein Fandanguillo von [[Bartolomé Calatayud]].--&amp;gt; In der zeitgenössischen Musik sind [[Hans Werner Henze]] und [[Cristóbal Halffter]] zu nennen, die sich beide vom &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; (d-Moll)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Antonio Soler |url=https://www.youtube.com/watch?v=UKYgPQeCDog |titel=Antonio Soler: Fandango for Harpsichord |werk=YouTube |datum=2011-08-09 |format=Hörbeispiel mit Noten |kommentar=Harpsichord: Maggie Cole |abruf=2025-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des spanischen Komponisten [[Antonio Soler (Komponist)|Antonio Soler]] zu eigenen Werken inspirieren ließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wird der Fandango unter anderem von [[Casanova]] erwähnt, der diesen Tanz bei seiner Reise nach Spanien 1767 kennenlernte. Er bezeichnete ihn als den „verführerischsten und wollüstigsten Tanz der Welt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Casanova: &amp;#039;&amp;#039;Vollständige Ausgabe der Memoiren.&amp;#039;&amp;#039; Übers. von [[Heinrich Conrad]]. Teil 19: &amp;#039;&amp;#039;Die spanische Sünderin.&amp;#039;&amp;#039; Goldmann, München [1969], S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Wilhelm Meisters Lehrjahre]]&amp;#039;&amp;#039; tanzt die Figur [[Mignon (Figur)|Mignon]] ihren kunstvollen „[[Eiertanz#Begriffsgeschichte|Eiertanz]]“ zu einem Fandango.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wolfgang Goethe: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Meisters Lehrjahre. Ein Roman.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Hans-Jürgen Schings]]. In: &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens. Münchner Ausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Karl Richter. Band&amp;amp;nbsp;5, Hanser, München / Wien 1988, S.&amp;amp;nbsp;114&amp;amp;nbsp;f. ([https://www.projekt-gutenberg.org/goethe/meisterl/mstl208.html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gustave Doré]] griff das Thema mit der Zeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ambaro tanzt Fandango&amp;#039;&amp;#039; in seinen Illustrationen zu [[Jean-Charles Davillier]]s &amp;#039;&amp;#039;Voyage en Espagne&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navarro&amp;quot; details=&amp;quot;S. 121.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fandango als Tanz fand auch Erwähnung in Texten, Song- und Albumtiteln der Pop- und Rockmusik, so 1972 in der Textzeile &amp;#039;&amp;#039;Dance a light fandango / Take me &amp;#039;round and &amp;#039;round&amp;#039;&amp;#039; eines &amp;#039;&amp;#039;Fandango&amp;#039;&amp;#039; betitelten Songs der [[Steve Miller Band]] und 1973 im Albumtitel &amp;#039;&amp;#039;Fandangos in Space&amp;#039;&amp;#039; der Band [[Carmen (Band)|Carmen]]. Der Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Fandango!]]&amp;#039;&amp;#039; des vierten Albums der Band [[ZZ Top]] bezieht sich hingegen auf die aus den spanischsprachigen Nachbarstaaten der USA übernommene Wortbedeutung von &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von „Tumult, Krawall, ausgelassene Feier“,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dle.rae.es/fandango DRAE: &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039; (Definition 5)]; abgerufen am 29. Dezember 2025 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; während die Bedeutung der Eingangszeile &amp;#039;&amp;#039;We skipped the light fandango&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[A Whiter Shade of Pale]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Procol Harum]] als [[Metapher]] für „direkt zur Sache kommen“ interpretierbar ist, und die Textzeile &amp;#039;&amp;#039;Scaramouche, Scaramouche, will you do the Fandango?&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Bohemian Rhapsody]]&amp;#039;&amp;#039; der Band [[Queen (Band)|Queen]] eine Deutung von &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;tomfoolery&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merriam-webster.com/dictionary/fandango Merriam-Webster Dictionary online: &amp;#039;&amp;#039;fandango&amp;#039;&amp;#039;, Wortbedeutung 2: &amp;#039;&amp;#039;tomfoolery&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 29. Dezember 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; „sich zum Kasper machen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merriam-webster.com/thesaurus/tomfoolery Merriam-Webster Thesaurus online: &amp;#039;&amp;#039;Definition of ‚tomfoolery‘; Synonyms &amp;amp; Similar Words: ‚clownery‘&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 29. Dezember 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; zulässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kersten Knipp: &amp;#039;&amp;#039;Flamenco.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-45824-8, S. 24–27, 150 f., 178–180 und 243.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Palo des Flamenco]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Spanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutes Praxisbeispiel der Erhaltung immateriellen Kulturerbes]]&lt;/div&gt;</summary>
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