<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fanakalo</id>
	<title>Fanakalo - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fanakalo"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fanakalo&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T17:48:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fanakalo&amp;diff=721590&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Bergbaukultur und -tradition</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fanakalo&amp;diff=721590&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-27T07:40:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Bergbaukultur_und_-tradition&quot; title=&quot;Kategorie:Bergbaukultur und -tradition&quot;&gt;Kategorie:Bergbaukultur und -tradition&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fanakalo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fanagalo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Lingua franca]], vergleichbar mit dem [[Pidgin-Englisch]], das sich ab Ende des 19. Jahrhunderts in den Gold-, Diamanten- und anderen Bergwerken [[Südafrika]]s – teils auch in den Bergbaugebieten [[Namibia]]s, [[Sambia]]s, [[Mosambik]]s, [[Simbabwe]]s und des [[Demokratische Republik Kongo|Kongo]] – als Verkehrssprache zwischen den Weißen und ihren Arbeitern, aber auch den [[Indigene Völker|indigenen]] Arbeitern untereinander, entwickelt hat. Teilweise benutzen es aber auch die Weißen Südafrikas – die [[Afrikaans]] sprechenden [[Buren]] und die Englisch sprechenden Gruppen untereinander – nicht nur um sich zu verständigen, sondern um auf ihren südafrikanischen Hintergrund abzuheben. Da in den südafrikanischen Bergwerken Arbeiter praktisch aus dem ganzen süd- und zentralafrikanischen Raum tätig wurden, war eine Lingua franca besonders vonnöten, um sich überhaupt untereinander verständigen zu können. Diese Arbeiter brachten die Sprache dann wiederum in ihre Heimatregionen mit zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit im Montansektor brach die traditionellen Zusammenhänge des afrikanischen Stämmesystems auf. Hier kamen viele Indigene erstmals mit dem Umfeld der modernen Industrie, sehr großer Organisationsstrukturen und der Routine täglicher Arbeitsprozesse in Kontakt. Diese Arbeitswelt erzwang oft eine Neuorientierung in Fragen der persönlichen Gesundheitspflege, Hygiene, Beherbergung und des Transportwesens. Vor diesem Hintergrund erlangte das Fanakalo eine spezifisch prägende Rolle im Alltagsleben der Arbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Hobart Houghton: &amp;#039;&amp;#039;The South African Economy.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Cape Town u. a. 1964, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Fanakalo ist die Kombination von „gleich + es + das“ und bedeutet den Befehl: „Mach es genauso!“ Damit reflektiert die Bezeichnung bereits die Bedeutung des Fanakalo als Herrschaftssprache. Es entstammt den [[Nguni-Sprachen]], einer Untergruppe der [[Bantusprachen]], im Wesentlichen [[IsiZulu]], [[IsiXhosa]], [[Siswati]] und [[Süd-Ndebele (Sprache)|Ndebele]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders aber als beim Pidgin-Englisch ist nicht die Kolonialsprache die Hauptsprache, sondern das einheimische Zulu bzw. die anderen Nguni-Sprachen. Weiteren Einfluss haben [[Englische Sprache|Englisch]], [[Afrikaans]] und [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Linguist [[Ralph Adendorff]] unterscheidet zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minen-Fanakalo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Garten-Fanakalo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das Garten-Fanakalo (oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Küchen-Kaffer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war die Sprache mit den Küchenmädchen und Hausangestellten. [[Kaffer]] war zunächst die Benennung der Nguni-Sprachen, dann die abschätzige Bezeichnung einer jeden schwarzen Person und von daher seit langem ein verletzendes Schimpfwort. Das Minen-Fanakalo ist mit 70 % Vokabeln stärker am Zulu orientiert, als das Garten-Fanakalo, das stärker zum Englischen neigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuche Mitte des 20. Jahrhunderts das Fanakalo – ähnlich wie das [[Swahili (Sprache)|Swahili]] – durch Standardisierung als „Basis-Bantu“ zu beleben, scheiterten aber. Es wird heute nur noch wenig gesprochen und war auch 1975 nur für wenige Hunderttausend ein Kommunikationsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare afrikanische Sprachen waren in [[Simbabwe]] (dem kolonialen [[Südrhodesien|Rhodesien]]) das [[Chilapalapa]], mit großem Ndebele-Wortschatz. Aus [[Kenia]] ist das auf Swahili basierende [[ki-Settler]] bekannt. Die Vorsilbe „ki“ steht in den Bantusprachen für „Sprache“, heißt hier also: „Sprache der Siedler“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Kaltenbrunner]]: &amp;#039;&amp;#039;Fanakalo. Dokumentation einer Pidginsprache&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Institute für Afrikanistik und Ägyptologie der Universität Wien&amp;#039;&amp;#039;, Band 72; &amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Afrikanistik]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 53). Afro-Pub, Wien 1996. ISBN 3-85043-072-3&lt;br /&gt;
* Ralph Adendorff: [https://books.google.de/books?id=cqaGb_SEQHUC&amp;amp;pg=PA179&amp;amp;lpg=PA179&amp;amp;dq=Fanakalo+-+a+pidgin+in+South+Africa&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=R4p43POsLU&amp;amp;sig=8ditAO-LHvYHJtWE_NzpsUkrGvg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjPoovWsLXPAhWFtxoKHZHXCGwQ6AEINjAC#v=onepage&amp;amp;q=Fanakalo%20-%20a%20pidgin%20in%20South%20Africa&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Fanakalo – a pidgin in South Africa.&amp;#039;&amp;#039;] In: Rajend Mesthrie (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Language in South Africa.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press. Cambridge u. a. 2002, ISBN 0-521-79105-7, S. 179–198, online auf www.books.google.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mischsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pidgin- oder Kreolsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Südafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbaukultur und -tradition]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
	</entry>
</feed>