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	<title>Familienplanung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Familienplanung&amp;diff=48093&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: /* Weblinks */ Weblink aktualisiert.</title>
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		<updated>2025-12-24T15:43:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Weblink aktualisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Familienplanung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden Maßnahmen der [[Empfängnisverhütung]] oder der [[Künstliche Befruchtung|künstlichen Befruchtung]] bezeichnet, die geeignet sind, die Zahl und den Zeitpunkt der [[Geburt]]en von [[Kind]]ern zu beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pschyrembel.de/Familienplanung/K07HP&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Artikel soll die individuelle Familienplanung dargestellt werden. Die Beschreibung von Steuerungsinstrumenten des Staates oder von Gesellschaften zur [[Bevölkerungsentwicklung]] finden sich im Artikel [[Familienpolitik]]. Geschichtliche Aspekte der Geburtenkontrolle finden sich im Artikel [[Überbevölkerung#Kritische Beleuchtung der geschichtlichen Entwicklung des Begriffs|Überbevölkerung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgangssituation für die Familienplanung ==&lt;br /&gt;
Für die Familienplanung sind sehr unterschiedliche Einflussgrößen entscheidend. Hierzu gehören unter anderem neben der grundsätzlichen Übereinstimmung der Einstellungen der beteiligten Personen die persönlichen Ziele, Wertvorstellungen, Wünsche, die [[Karriere|berufliche Karriere]], Möglichkeiten der [[Kinderbetreuung]] und die Lebensplanung im Allgemeinen. Aber auch die objektive und subjektive persönliche Reife sowie das soziale Umfeld sind wichtige Faktoren, die bei der Familienplanung eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Familienplanung ist die Trennung von [[Sexualität]] und [[Fortpflanzung]] entscheidend geworden. Die Methoden der [[Empfängnisregelung]] sind hier wichtigstes Mittel. Insbesondere die hormonell wirkende [[Antibabypille]], die in den [[1960er]] Jahren eingeführt wurde, aber auch andere Verhütungsmethoden, Sterilisation von Frau und Mann sowie moderne [[Kondom]]e erlauben den freizügigeren und unbeschwerteren Umgang mit der Sexualität.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig geben sie Paaren und insbesondere Frauen die Möglichkeit, mit größerer Freiheit über die Fortpflanzung zu entscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nicht überall auf der Welt gleichermaßen möglich. 225 Millionen Frauen in den weniger entwickelten Regionen der Erde fehlt heute noch immer der Zugang zu sicheren und wirksamen Methoden der Familienplanung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dsw.org/unsere-themen/freiwillige-familienplanung/ Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Freiwillige Familienplanung, aufgerufen am 21. Februar 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa ein Drittel des Weltbevölkerungswachstums beruht heute auf ungewollten Schwangerschaften. Dies führt vor allem in [[Afrika südlich der Sahara]] zu rasantem [[Bevölkerungswachstum]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Familiy Planning Ethiopia (bad effects).jpg|mini|Plakat aus Äthiopien über Folgen fehlender Familienplanung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Family planning Ethiopia (good effects).JPG|mini|Plakat aus Äthiopien über positive Auswirkungen der Familienplanung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Schwangerschaftsabbruch]] ist in den meisten Gesellschaften nur in Ausnahmefällen akzeptiert und wird auch aus medizinischer und psychologischer Sicht nicht als Methode zur Familienplanung angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungewollte [[Kinderlosigkeit]] wird in den heutigen westlichen Gesellschaft oft nicht mehr als gottgewolltes Schicksal angesehen, sondern als medizinisches Problem erkannt, das oft mit Mitteln wie zum Beispiel der [[In-vitro-Fertilisation]] und der [[Samenspende]] gelöst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methoden der [[Natürliche Familienplanung|natürlichen Familienplanung]] können sowohl zur Empfängnisregelung als auch bei Kinderwunsch eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Die bereits erwähnten Einflussgrößen der Familienplanung wie [[Wert (Philosophie)|Wertvorstellungen]], persönliche Reife, der soziokulturelle Hintergrund und auch die berufliche Karriere und die Lebensplanung der Einzelnen sind so stark mit der [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] und mit der [[Politik]] verbunden, dass Familienplanung nicht losgelöst von dieser betrachtet werden kann. Mit dem gewandelten [[Familie (Soziologie)|Familienbegriff]] in der westlichen Gesellschaft änderte sich in den letzten Jahren aber auch die Bedeutung von Familienplanung. Heute wird nicht mehr unbedingt eine feste (heterosexuelle) Partnerschaft für die Gründung (oder Erweiterung) der Familie vorausgesetzt (siehe auch [[Single Mothers by Choice]], [[Regenbogenfamilie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recht der Familienplanung ==&lt;br /&gt;
[[File:Renseignements sur le malthusianism 1909.jpg|thumb|Schweizer Broschüre mit Empfehlungen zur Familienplanung, 1909]]&lt;br /&gt;
=== International ===&lt;br /&gt;
Jedem Paar wird das Grundrecht zugestanden, frei und verantwortlich über die Zahl seiner Kinder und den zeitlichen Abstand der Geburten zu entscheiden. Ein entsprechender Passus wurde in die von der [[Weltkonferenz über Menschenrechte|Internationalen Konferenz über Menschenrechte]] von [[Teheran]] am 13. Mai 1968 verabschiedete [[Überbevölkerung#Die Proklamation von Teheran|Proklamation von Teheran]] aufgenommen&amp;lt;ref&amp;gt;Ziffer 16 der [https://legal.un.org/avl/pdf/ha/fatchr/Final_Act_of_TehranConf.pdf Proklamation von Teheran]: &amp;#039;&amp;#039;The protection of the family and of the child remains the concern of the international community. Parents have a basic human right to determine freely and responsibly the number and the spacing of their children.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und in den Aktionsprogrammen der [[Weltbevölkerungskonferenz]]en von 1974 (Bukarest), 1984 (Mexiko-Stadt) und 1994 (Kairo) bekräftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle|autor=Irene Gerlach|url=http://www.bpb.de/publikationen/BQOU58,3,0,Familienpolitik%3A_Geschichte_und_Leitbilder.html#art3|titel=Motive, Instrumente und Akteure|werk=Familienpolitik: Geschichte und Leitbilder, Informationen zur politischen Bildung (Heft 301)|zugriff=19. Juli 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde hinzugefügt, dass Frauen, Männer und Paare auch das Grundrecht haben sollen, sich über die Möglichkeiten zur Familienplanung zu informieren, in der Anwendung unterwiesen zu werden und Zugang zu sicheren, wirksamen, erschwinglichen und akzeptablen Familienplanungsmethoden ihrer Wahl zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.com/books?id=AQvnAe01R-QC&amp;amp;pg=PA168&amp;amp;lpg=PA168&amp;amp;dq=Bev%C3%B6lkerungskonferenz+Kairo+2005&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=p15nc2hWBI&amp;amp;sig=pCHh4bkdtoq0r1SwOQP-NNlMBHU&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=1wZjSuG5D46qsAaXtp1Y&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1 Cairo Programme of Action, Principle 8]: &amp;#039;&amp;#039;All couples and individuals have the basic right to decide freely and responsibly the number and spacing of their children and to have the information, education and meens to do so.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Zitat aus Finke, Barbara: Legitimation globaler Politik durch NGOs, Frauenrechte, Deliberation und Öffentlichkeit in der UNO; Forschung Politik, 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle|autor=Irene Gerlach|url=http://www.bpb.de/publikationen/BQOU58,3,0,Familienpolitik%3A_Geschichte_und_Leitbilder.html#art3|titel=Motive, Instrumente und Akteure|werk=Familienpolitik: Geschichte und Leitbilder, Informationen zur politischen Bildung (Heft 301)|zugriff=19. Juli 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ziffer 94 im [https://www.un.org/Depts/german/conf/beijing/anh_2_3.html#iv-c Aktionsplan der 4. Weltfrauenkonferenz 1995]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau]] (kurz Frauenrechtskonvention) wurde das Recht auf Familienplanung 1979 erstmals &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;verbindlich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verbrieft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/i1/0.108.de.pdf Übereinkommen, Artikel 12(1) und 16(1)e)] (PDF; 152&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ländern, in denen Verhütungsmittel nicht in ausreichendem Maße kostengünstig zur Verfügung stehen, sind Frauen gezwungen, ungewollt Kinder zur Welt zu bringen. Umfragen zeigen, dass die Frauen in den Entwicklungsländern mehr Kinder zur Welt bringen, als sie sich wünschen. In vielen Ländern ist es aber heute noch lebensgefährlich, ein Kind auszutragen. Jeden Tag sterben an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt rund 1.000 Frauen; insbesondere [[Mutterschaft Minderjähriger|Frauen im Teenageralter]] sind betroffen, da deren Körper in einigen Fällen noch nicht reif genug ist, ein Kind auszutragen. Für Mädchen dieser Altersgruppe gehören in den Entwicklungsländern Schwangerschaft und Geburt zu den Haupttodesursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;100 Jahre internationaler Frauentag - Gleichberechtigung global verwirklichen&amp;quot;. Schattenblick. 16. März 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Menschenrecht]] Familienplanung wurde in der Vergangenheit durch Regelungen von Staaten immer wieder eingeschränkt. So führte die [[Volksrepublik China]] 1980 die [[Ein-Kind-Politik]] ein. Verstöße gegen diese Ein-Kind-Norm wurden mit drakonischen Strafen belegt. Geldstrafen, Arbeitsplatzverlust bis hin zu [[Abtreibung|Zwangsabtreibungen]] und [[Zwangssterilisation]] waren die Folgen. Im Jahr 2016 wurde die Ein-Kind-Politik gelockert und seit 2021 sind sogar drei Kinder erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Bujard |Titel=Informationen zur politischen Bildung |Hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |Nummer=350 |Datum=2022-01 |Seiten=28-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Union ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Menschenrechtskonvention]] garantiert in Artikel 8 EMRK das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Nach Auslegung des [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte]] fällt hierunter auch die Entscheidung für oder gegen (weitere) Kinder.&lt;br /&gt;
Die Parlamentarische Versammlung des Europarats bestätigte 2008 das Recht auf reproduktive Entscheidungsfreiheit, wozu sexuelle Aufklärung, der zuverlässige Zugang zu Verhütungsmitteln sowie der Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen in Europa zählen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Laura Klein, Friederike Wapler |url=https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/290797/reproduktive-gesundheit-und-rechte/ |titel=Reproduktive Gesundheit und Rechte |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |datum=2019-05-10 |sprache=de |abruf=2022-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechte zur Reproduktion in Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiheit der Zeugung von Nachkommen ist in Deutschland über das [[Grundgesetz]] in Artikel 2 und Artikel 6 gesichert.&lt;br /&gt;
Nach §1 [[Schwangerschaftskonfliktgesetz]] ist die [[Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung]] zuständig für die Beratung zu Themen der Familienplanung, [[Sexualaufklärung]] und [[Empfängnisverhütung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verhütungsmittel]] müssen grundsätzlich privat gezahlt werden. Eine Ausnahme bilden verschreibungspflichtige Mittel (z. B. [[Verhütungspille|Pille]]) und [[Notfallkontrazeption|Notfallkontrazeptiva]] für Frauen unter 22 Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schließung von [[Entbindungsstation|Entbindungsstationen]] in Krankenhäusern aus ökonomischen Gründen sowie der Mangel an [[Hebamme|Hebammen]] werden kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familienplanung als Menschenpflicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Artikel 18 der [[Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten|Allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten]] hat jedes Paar die Verantwortung zur vernünftigen Familienplanung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflussgrößen auf die individuelle Familienplanung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Einfluss von Wertewandel und Lebensplanung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso entscheidend wie die Rahmenbedingungen des Staates sind der kulturelle, der soziale und der religiöse Hintergrund. In den meisten europäischen Industriestaaten befinden sich diese seit Mitte der 1950er Jahre in einem Umbruch, der mit einem [[Wertewandel]] und einem veränderten Lebensstil einhergeht. Der Wunsch nach einer eigenen Familie steht zwar nach wie vor ganz weit oben in der individuellen Lebensplanung, kollidiert aber mit dem Bedürfnis nach ungebundener Freiheit, nach wirtschaftlicher Sicherheit und subjektiver persönlicher Reife und wird somit hinausgezögert oder auf nur ein Kind beschränkt, wobei hier theoretisch die wirtschaftlichen Risiken gegenüber einem Leben ohne Kinder schwer wiegen können, was z.&amp;amp;nbsp;B. in Deutschland der Staat mit vielerlei Hilfen für Familien wie Kindergartenplatz-Garantie, Steuererleichterung etc. gewöhnlich abzufedern versucht, praktisch scheinen ganz andere Faktoren eine gewichtige Rolle zu spielen wie etwa die Erfahrungen mit dem ersten Kind. Laut einer Studie aus 2020 möchten 28 % der kinderlosen Frauen zuerst ihre persönlichen Wünsche und Träume verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zavamed.com/de/zava-studie-kinderwunsch.html zavamed.com, 13. Oktober 2020: &amp;quot;Studie: Späte Mütter – Warum Frauen ihren Kinderwunsch vertagen&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000020268421/Macht-das-erste-Kind-ungluecklich-gibt-es-seltener-Geschwister Standard.at, 5. August 2015: &amp;quot;Je unzufriedener Eltern nach der Geburt des ersten Kindes sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein zweites Kind folgt&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religiöse Einwände gegen die Familienplanung als Menschenrecht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige religiöse Gemeinschaften erheben Einwände dagegen, die Familienplanung als allgemeines Menschenrecht anzusehen und lehnen einige Verhütungsmethoden (oder teilweise auch die ganze Familienplanung) ab. So erkennt die [[Katholizismus|katholische Kirche]] einzig und allein die natürliche Familienplanung als moralisch zulässig an. Empfängnisverhütung wird von der katholischen Kirche nicht als zulässiges Mittel der Familienplanung angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sophia Michalzik |url=https://www.katholisch.de/artikel/4861-planen-statt-verhueten |titel=Planen statt verhüten |hrsg=Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland |datum=2015-03-24 |sprache=de |abruf=2022-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die sich selbst als [[Quiverfull-Bewegung|quiverfull]] bezeichnen, lehnen jegliche Familienplanung, auch die natürliche Familienplanung, ab. Sie sind der Meinung, dass allein Gott über die Anzahl der Kinder, die ein Paar empfängt, entscheiden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dave Bortel, Suzanne Bortel |url=https://www.quiverfull.com/aboutus.php |titel=QuiverFull About Us |sprache=en |abruf=2022-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familienpolitik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mangel an Familienplanung.jpg|mini|Mangel an Familienplanung]]&lt;br /&gt;
Die von einem [[Staat]] beeinflussten mittelbaren wie unmittelbaren Parameter werden unter dem Begriff der [[Familienpolitik]] zusammengefasst und setzen die meist [[Rechtswissenschaft|juristischen]] und [[wirtschaft]]lichen Rahmenbedingungen, in denen die individuelle Entscheidung für oder gegen eine [[Schwangerschaft]] getroffen werden kann. Diese Verknüpfung zwischen individueller Planung und staatlichen Kontroll- bzw. Regelmechanismen erklärt sich vor allem dadurch, dass in den meisten Staaten die Verantwortung für grundlegende soziale sowie [[infrastruktur]]elle [[Sozialleistung|Leistungen]] von der Familie auf den Staat übertragen wurde. Die Bereitstellung dieser Leistungen bedarf bei den heute üblichen Politikkonzepten einer ausgeglichenen [[Bevölkerungspyramide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit richtet sich Familienpolitik wie die meiste Politik nach den wirtschaftlichen Interessen bzw. nach der Notwendigkeit; aber auch ideologische Interessen und der religiöse Hintergrund eines Landes können entscheidend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Entwicklungsländern – insbesondere in den afrikanischen und südostasiatischen Staaten – geht es bei der Familienplanung vorrangig darum, das z. T. rasante [[Bevölkerungswachstum]] zu bremsen. Durch einen Rückgang der Geburtenrate erhofft man sich, ähnlich wie bei den asiatischen [[Tigerstaaten]], ökonomische Wachstumsimpulse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.weltbevoelkerung.de/uploads/tx_aedswpublication/Afrikas_demografische_Herausforderung.pdf |wayback=20150108131444 |text=Afrikas demografische Herausforderung – Wie eine junge Bevölkerung Entwicklung ermöglichen kann |archiv-bot=2023-12-22 06:52:45 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Pazifik-Insel [[Tikopia]] gelang es angesichts des begrenzten Lebensraumes, die Bevölkerungszahl durch strenge Geburtenkontrolle jahrhundertelang konstant zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em |anzahl=4 |liste=&lt;br /&gt;
* [[Adoption]]&lt;br /&gt;
* [[Antinatalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Demografie]]&lt;br /&gt;
* [[Demografiepolitikziel]]&lt;br /&gt;
* [[Ein Prozent ist genug]]&lt;br /&gt;
* [[Empfängnisverhütung]]&lt;br /&gt;
* [[Genetische Beratung]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Länder nach Bevölkerungswachstumsrate]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Staaten und Territorien nach Bevölkerungsentwicklung]]&lt;br /&gt;
* [[Maria Hengstberger]] („Geburtenkontrollkette“)&lt;br /&gt;
* [[Kinderlosigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Künstliche Befruchtung]]&lt;br /&gt;
* [[Pronatalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Pränatale Diagnostik]]&lt;br /&gt;
* [[Schwangerschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Unfruchtbarkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Natürliche Familienplanung]]&lt;br /&gt;
* [[Reproduktive Gesundheit und Reproduktive Rechte]]&lt;br /&gt;
* [[Zwangssterilisation]]&lt;br /&gt;
* [[Familienplanungsprogramm Indonesiens]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dsw.org dsw.org] – Die [[Deutsche Stiftung Weltbevölkerung]] (DSW) setzt sich für freiwillige Familienplanung in Entwicklungsländern ein&lt;br /&gt;
* [https://www.familienplanung.de/ familienplanung.de] – Informationsportal des [[Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit|Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit]] (BIÖG)&lt;br /&gt;
* [https://www.sexualaufklaerung.de/ sexualaufklaerung.de] – Informationen zum Thema Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit&lt;br /&gt;
* [https://www.profamilia.de/themen/ Informationen] auf [[Pro familia (Deutschland)|profamilia.de]] – Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [https://oegf.at/ Österreichische Gesellschaft für Familienplanung]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.berlin-institut.org/studien/das_ende_der_aufklaerung.html | wayback=20071217000649 | text=&amp;#039;&amp;#039;Das Ende der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039; - Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zur Familienplanung global}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=30em |anzahl=2 |liste=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4113510-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bevölkerungspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienplanung| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
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