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	<title>Familienlosigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:02:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Familienlosigkeit&amp;diff=462398&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-04-18T12:35:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Familienlosigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst traditionell so verschiedene Phänomene wie [[Kinderlosigkeit]], [[Waise|Elternlosigkeit]] bzw. Verwandtenlosigkeit. Hier treten aber in pluralistischen Gesellschaft Definitions- und Abgrenzungsprobleme auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konservative Autoren entdecken hinter der freiwilligen Familienlosigkeit eine Form der [[Ego-Gesellschaft]], die mit dem Wunsch korreliert, so wenig [[Verantwortung]] wie nötig für andere übernehmen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johannes Huinink]] fragt sich in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Der schrumpfende Familiensektor&amp;#039;&amp;#039;, ob die Kinder- oder Familienlosigkeit im Lebensverlauf nicht als eine neue Form sozialer [[Deprivation]] angesehen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind verschiedene Typen der Familienlosigkeit zu beachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erzwungene Familienlosigkeit ==&lt;br /&gt;
Für [[Karl Marx]] ist die Familienlosigkeit der [[Proletariat|Proletarier]] eine von der Bourgeoisie erzwungene Situation, die dann in engem Zusammenhang mit der öffentlichen Prostitution stehe. ([[Manifest der Kommunistischen Partei]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies habe Wurzeln in der klassischen [[Sklaverei]], denn volle Ausnutzung der Sklavenleistung war nur bei Familienlosigkeit und rücksichtsloser Disziplin möglich. [[Achille Mbembe]] analysiert in seiner &amp;#039;&amp;#039;Kritik der schwarzen Vernunft&amp;#039;&amp;#039; das Paradox, dass den afrikanischen Sklaven in Amerika einerseits jede familiäre Bindung von Rechts wegen gewaltsam abgesprochen wurde, aber andererseits gerade die Abkunft von Sklaven ihre Stellung völliger Rechtlosigkeit bestimmte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Achille Mbembe]]: Kritik der schwarzen Vernunft. Berlin, Suhrkamp 2017, S. 74 ISBN 978-3-518-29805-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Blick auf den rechtlichen Status von [[Unehelichkeit|unehelichen Kindern]] im altdeutschen Recht kann von erzwungener Familienlosigkeit gesprochen werden, da diese von Rechts wegen weder zur Familie der Mutter noch zu der des Vaters gehörten und somit rechtlos und anrüchig waren und kein Erbrecht hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitslosigkeit und Familienlosigkeit ==&lt;br /&gt;
Kapitalismuskritiker sehen in der gleichzeitigen Zunahme von Arbeitslosigkeit und von Familienlosigkeit eine „Selbstaufhebungstendenz der kapitalistischen Wirtschaftsordnung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demonstrative Familienlosigkeit ==&lt;br /&gt;
Bei den Nach-68er-Generationen wird von einer demonstrativen Familienlosigkeit gesprochen, da diesen familiäres Erbe als zutiefst suspekt galt. ([[John von Düffek]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evangelische Familienlosigkeit ==&lt;br /&gt;
Entsprechend der [[Aussendungsrede]] im Matthäus-Evangelium (Kap. 10) gehörte für [[Jesus Christus]] neben der [[Heimatlosigkeit]] und der [[Armut#Freiwillig gewählte Armut|Armut]] auch die [[Christliche Ehelosigkeit|Ehelosigkeit]] um des Himmelreiches willen zu den Kennzeichen der engeren Nachfolge. Dies spiegelt sich heute im [[zölibat]]ären Leben der [[Priester (Christentum)|Priester]] und der [[Vita consecrata|gottweihten Personen]] wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Single (Lebensform)|Single]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Albert Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Frei für die Welt: Anthropologische, psychologische und theologische Aspekte zur freigewählten christlichen Ehe- und Familienlosigkeit.&amp;#039;&amp;#039; Paulinus-Verlag, Trier 1970.&lt;br /&gt;
* Jürgen Schlumbohm: &amp;#039;&amp;#039;Familie und Familienlosigkeit. Fallstudien aus Niedersachsen und Bremen vom 15. bis 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Hahn, Hannover 1993, ISBN 3-7752-5885-X.&lt;br /&gt;
* Gabriela Signori: &amp;#039;&amp;#039;Vorsorgen – Vererben – Erinnern. Kinder- und familienlose Erblasser in der städtischen Gesellschaft des Spätmittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35476-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familie]]&lt;br /&gt;
[[en:kinlessness]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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