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	<title>Fallibilismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T12:59:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fallibilismus&amp;diff=175528&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 12. Februar 2026 um 12:13 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-12T12:13:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fallibilismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vom [[mittellatein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;fallibilis&amp;#039;&amp;#039; „fehlbar“) ist eine [[Erkenntnistheorie|erkenntnistheoretische]] Position, nach der es keine absolute [[Gewissheit]] geben kann und sich Irrtümer niemals ausschließen lassen. Eine Strategie der [[Begründung]] oder [[Rechtfertigung (Philosophie)|Rechtfertigung]] mit dem obersten Ziel, eine [[Letztbegründung]] zu geben, kann niemals zum Erfolg führen. Daher verbleibt nur, [[Überzeugung]]en, [[Meinung]]en oder [[Hypothese]]n immer wieder auf Irrtümer hin zu überprüfen und nach Möglichkeit durch bessere zu ersetzen (siehe [[Falsifikationismus#Überblick|Falsifikationismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  der Antike sind als Vertreter fallibilistischer Positionen [[Arkesilaos]] und [[Karneades]] bekannt. In der neueren Philosophie sind [[Jakob Friedrich Fries|Fries]] und [[Charles S. Peirce|Peirce]] zu nennen. Eine bedeutende moderne fallibilistische Position ist [[Karl Popper|Poppers]] [[Kritischer Rationalismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;„Später habe ich diese Idee der Unsicherheit oder der Fehlbarkeit aller menschlicher Theorien, auch der am besten bewährten, &amp;#039;Fallibilismus&amp;#039; genannt. (Dieser Ausdruck kommt meines Wissens zuerst bei Charles Sanders Peirce vor.) Aber natürlich ist der Fallibilismus kaum etwas anderes als das sokratische Nichtwissen.“ (Karl R. Popper: &amp;#039;&amp;#039;Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie. Aufgrund von Manuskripten aus den Jahren 1930–1933&amp;#039;&amp;#039;, 2. verbess. Auflage Tübingen 1994, S. XXI)&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Position ist der fallibilistische Fundamentalismus von [[Robert Audi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fallibilistische Position setzt voraus, dass es eine absolute [[Wahrheit]] gibt, in deren Bezug der Irrtum stattfinden kann. Fallibilisten sind demnach keine [[Relativismus|Relativisten]], welche die Existenz einer absoluten Wahrheit verneinen. Sie sind auch nicht [[Nihilismus|Nihilisten]], die vertreten, dass sich der Mensch immer irrt. Sie behaupten lediglich, dass er sich immer irren &amp;#039;&amp;#039;kann&amp;#039;&amp;#039;. Insofern müssen sie auch nicht unbedingt als [[Skeptizismus|Wahrheitsskeptiker]] auftreten und annehmen, dass es immer und grundsätzlich Grund zum Zweifel an allen Überzeugungen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fallibilismus besagt zudem nicht, dass es keine gerechtfertigten Überzeugungen gibt; er leugnet also noch nicht die Möglichkeit einer Begründung. Er besagt nur, dass auch die beste Rechtfertigung einen möglichen Irrtum niemals ausschließen kann. Fallibilistische Positionen behaupten demnach noch nicht, dass Überzeugungen niemals [[Wissen]] im klassischen Sinn sein könnten (begründeter, wahrer [[Glaube]]), sondern nur, dass es niemals Gewissheit gibt, ob sie Wissen sind. Dass es keine gerechtfertigten Überzeugungen und damit kein Wissen im klassischen Sinn gibt, besagt erst der [[Erkenntnisskeptizismus]], den einige Vertreter des [[Kritischer Rationalismus|Kritischen Rationalismus]] (Popper, Miller, Bartley), aber nicht alle, zusätzlich zum Fallibilismus vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popper bezog den Fallibilismus vorwiegend auf die [[Aussage]]n der [[empirische Wissenschaft|empirischen Wissenschaft]] und stellte sich in diesem Zusammenhang gegen die Behauptung, man könne durch logische [[Induktionsproblem|Induktion]] (d.&amp;amp;nbsp;h. den Schluss von einer Einzelaussage auf eine Allgemeinaussage) zu einer Gewissheit gelangen. Es gibt aber noch andere [[Aussageart|Aussageklassen]], für die sich die Frage stellen lässt, ob der Fallibilismus dafür gültig ist. Dazu gehören etwa die [[Performativität|Performativa]] („Hiermit taufe ich Dich &amp;#039;Hans&amp;#039;“), bestimmte psychologische Selbstauskünfte („Etwas tut mir jetzt weh“), Aussagen der Logik („p ↔ nicht nicht p“) und der Mathematik („Wurzel 2 ist eine [[irrationale Zahl]]“), sowie [[Tautologie (Logik)|Tautologien]] oder [[analytisches Urteil|analytische Aussagen]] („Der Satz: &amp;#039;&amp;#039;Schnee ist weiß&amp;#039;&amp;#039;, ist genau dann wahr, wenn Schnee weiß ist.“). Viele Philosophen sind der Ansicht, in einem oder mehreren dieser Fälle sei absolute Gewissheit sehr wohl zu erreichen. Einige sind auch der Auffassung, bestimmte Aussagen seien weder wahr noch falsch, weshalb hier von [[Irrtum]] nicht gesprochen werden könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem von ihm so genannten [[Münchhausen-Trilemma]] vertritt [[Hans Albert]] die These, dass der Fallibilismus universell anwendbar sei, ungeachtet der gewählten Erkenntnisform sowie der gewählten Art und Weise, diese auf ein sicheres Fundament zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Albert: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Vernunft und menschliche Praxis&amp;#039;&amp;#039;, Reclam Stuttgart 1977, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt auch verschiedene Ansätze, den Fallibilismus auf dem Gebiet der Grundlagen der [[Mathematik]] anzuwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Imre Lakatos]]: &amp;#039;&amp;#039;Infinite Regress and Foundations of Mathematics&amp;#039;&amp;#039;. In: The Aristotelian Society. Suppl. Vol. XXXVI, 1962; Alexander Israel Wittenberg: &amp;#039;&amp;#039;Vom Denken in Begriffen. Mathematik als Experiment des reinen Denkens.&amp;#039;&amp;#039; Basel Stuttgart 1957&amp;lt;/ref&amp;gt; Da man selbst die Grundlagen von [[Logik]] und Mathematik in Frage stellen kann, gelangt man somit zur Frage nach einer [[Kernlogik]], d.&amp;amp;nbsp;h. einem Minimum an Regeln, das erforderlich ist, um überhaupt noch miteinander argumentieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Albert bezog den Fallibilismus, verstanden als Methode der kritischen Prüfung unter Verzicht auf die Suche nach Letztbegründungen und das Streben nach exakter Vorauskalkulation aller Konsequenzen sozialtechnischer Eingriffe, auch auf das Gebiet einer rationalen [[Praxis (Philosophie)|Praxis]], also auf die Felder der [[Methodologie]], [[Ethik]], [[Politik]], [[Wirtschaft]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{IEP|http://www.iep.utm.edu/f/fallibil.htm||Stephen Hetherington}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ucs.louisiana.edu/%7Ekak7409/EpistPapersBySubject.html#Fallibilism Aufsätze] zur Debatte um fallibilistische Positionen in der neueren Erkenntnistheorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kritischer Rationalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl Popper|E]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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