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	<title>Fall Mehmet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T08:41:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fall_Mehmet&amp;diff=714851&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: HC: Ergänze Kategorie:Amtsgericht München</title>
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		<updated>2026-01-09T17:12:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Amtsgericht_M%C3%BCnchen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Amtsgericht München (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Amtsgericht München&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fall Mehmet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Rechtsstreit um den jugendlichen [[Intensivtäter|Serienstraftäter]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muhlis Ari&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1984]] in [[München]]; bekannt geworden unter dem [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;Mehmet&amp;#039;&amp;#039;), der Anlass für eine lang anhaltende öffentliche Debatte um [[Jugendkriminalität|Jugend-]] und [[Ausländerkriminalität]] in Deutschland war. „Mehmet“ erlangte Bekanntheit, nachdem er bis 1998 mehr als 60 [[Straftat (Deutschland)|Straftat]]en begangen hatte und in die [[Türkei]], deren [[Staatsbürger]] er ist, [[Abschiebung (Recht)|abgeschoben]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Pseudonym bekam er als jugendlicher Straftäter aus [[Datenschutz]]gründen. Sein deutscher Wohnort war München-[[Neuperlach]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cigdem Akyol |Titel=Fall „Mehmet“: Der kommt von hier |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2012-09-18 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Fall-Mehmet/!5083753/ |Abruf=2023-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Verurteilung und Abschiebung ==&lt;br /&gt;
Bis zu seinem 14. Geburtstag hatte „Mehmet“ mehr als 60 [[Diebstahl (Deutschland)|Diebstähle]] und [[Einbruch|Einbrüche]], [[Körperverletzung (Deutschland)|Körperverletzungen]], [[Erpressung]]en, [[Nötigung (Deutschland)|Nötigungen]] und Raubüberfälle begangen. Als er 1998 mit 14 Jahren – und damit [[Strafmündigkeit|strafmündig]] – einen Schüler krankenhausreif schlug und das bewusstlose Opfer ausraubte, wurde er am 9. Oktober desselben Jahres vom [[Amtsgericht München]] zu einer unbedingten [[Jugendstrafe]] von 12 Monaten verurteilt. Diese Strafe trat er nie an, weil er stattdessen auf Veranlassung der [[Stadtverwaltung München]], die seine [[Aufenthaltserlaubnis (Deutschland)|Aufenthaltserlaubnis]] nicht verlängerte, in die Türkei abgeschoben wurde. Der Fall sorgte international für Aufsehen, weil erstmals ein Kind von rechtmäßig in Deutschland lebenden Ausländern allein zurück in deren angestammte Heimat abgeschoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Abschiebung setzten sich [[Medien in der Türkei]] zunächst für Mehmet ein. Er präsentierte kurzzeitig Musikvideos auf dem Musiksender [[Kral TV]], wurde jedoch nach Verdacht auf Diebstahl entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/FAZ/19990115/mehmet-in-der-tuerkei-festgenommen-/F19990115MEHMET-100.html |titel=Mehmet in der Türkei festgenommen |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=1999-01-15 |sprache=de |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140903081939/http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/FAZ/19990115/mehmet-in-der-tuerkei-festgenommen-/F19990115MEHMET-100.html |archiv-datum=2014-09-03 |abruf=2014-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweite Verurteilung und Flucht ==&lt;br /&gt;
In Deutschland folgte ein jahrelanger Rechtsstreit. Im November 2001 entschied der [[Bayerischer Verwaltungsgerichtshof|Bayerische Verwaltungsgerichtshof]], „Mehmet“ dürfe nach Deutschland zurückkehren. Da seine Eltern seit über 30 Jahren in München lebten, musste die Stadt München eine Aufenthaltsgenehmigung erteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pressemitteilung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes vom 15. November 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese richterliche Entscheidung wurde acht Monate später auch vom [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] bestätigt. Die Abschiebung wurde für rechtswidrig erklärt. Knapp vier Jahre nachdem er Deutschland zwangsweise verlassen hatte, durfte er per Gerichtsbeschluss 2002 wieder zurückkehren. Seine immer noch offene Haftstrafe musste er nicht antreten, da sie vom Jugendgericht zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er holte laut einem unbestätigten Zeitungsartikel den Hauptschulabschluss mit der Endnote 1,5 nach und galt als resozialisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Mielke |url=https://www.welt.de/print-welt/article673954/Nicht-bewaehrt-Mehmet-setzt-seine-Gerichtsserie-fort.html |titel=Nicht bewährt: Mehmet setzt seine Gerichtsserie fort |werk=[[Die Welt]] |datum=2005-06-03 |abruf=2012-09-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Juni 2005 wurde „Mehmet“ zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt, weil er seine Eltern um Geld erpresst, verprügelt und mit dem Tod bedroht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Mielke |url=https://www.welt.de/print-welt/article556116/Eine-unendliche-Geschichte.html |titel=Eine unendliche Geschichte |werk=[[Die Welt]] |datum=2005-03-04 |abruf=2012-09-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem drohte die Widerrufung der Bewährung für die frühere, noch offene Haftstrafe von 12 Monaten. Daraufhin [[Flucht|flüchtete]] er in die Türkei. Es folgte eine [[Ausweisung]]sverfügung. Da er dagegen keine [[Rechtsmittel]] einlegte, wurde diese [[Anfechtung|unanfechtbar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rückkehrversuche ==&lt;br /&gt;
Ab Anfang 2010 betrieb Ari in der Kleinstadt [[Çerkezköy]] ein Transportunternehmen sowie eine [[Paintball]]-Anlage,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jonas Leppin |url=http://www.zeit.de/2011/43/50-Jahre-Migration-Ari |titel=Mehmet, der kriminelle ausländische Jugendliche |werk=[[Die Zeit]] |datum=2011-10-26 |abruf=2012-09-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die mittlerweile geschlossen ist. Nach Aussage seines Anwalts Burckhard Beneken im September 2012 versuchte Ari zu erwirken, dass „auf den Rest der damaligen Strafe verzichtet“ wird, sodass er nach Deutschland zurückkehren kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://de.nachrichten.yahoo.com/mehmet-will-zur%C3%BCck-deutschland-131112271.html |titel=„Mehmet“ will zurück nach Deutschland |werk=de.nachrichten.yahoo.com |datum=2012-09-17 |abruf=2012-09-28 |sprache=de |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120920143336/http://de.nachrichten.yahoo.com/mehmet-will-zur%C3%BCck-deutschland-131112271.html |archiv-datum=2012-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bayerns Innenminister [[Joachim Herrmann (Politiker, 1956)|Joachim Herrmann]] lehnte im gleichen Monat eine Rückkehr ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bayern-lehnt-rueckkehr-von-mehmet-nach-deutschland-ab-a-856344.html |titel=Bayern lehnt Rückkehr von „Mehmet“ ab |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2012-09-17 |abruf=2012-09-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehmet“ wollte bei der [[Frankfurter Buchmesse]] 2013 seine am 8. Oktober 2013 erschienene [[Autobiografie]] vorstellen; er erhielt keine Einreiseerlaubnis. Der [[Haftbefehl]] einer bayerischen Justizbehörde besteht weiterhin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/serientaeter-mehmet-darf-nicht-zur-buchmesse-einreisen-a-926163.html |titel=Serientäter bei Buchmesse: Behörden verweigern „Mehmet“ die Einreise |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2013-10-04 |abruf=2013-10-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung in der Türkei ==&lt;br /&gt;
Ari wurde im Oktober 2013 von einem Gericht in Antalya wegen schweren Raubes und Freiheitsberaubung in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe von 11,5 Jahren verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Türkei: „Mehmet“ hat Ärger mit der Justiz |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2013-12-14 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/tuerkei-mehmet-hat-aerger-mit-der-justiz-a-939084.html |Abruf=2023-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der endgültige Ausgang des Verfahrens ist nicht bekannt. Im Juni 2020 war er in der Türkei in Haft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.focus.de/politik/deutschland/klagt-ueber-deutsche-behoerden-serienstraftaeter-mehmet-schreibt-brief-an-erdogan_id_12072393.html |titel=Klagt über deutsche Behörden: Serienstraftäter „Mehmet“ schreibt Brief an Erdogan |abruf=2024-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Muhlis Ari, [[Christoph Straßer (Schriftsteller)|Christoph Straßer]]: &amp;#039;&amp;#039;Sie nannten mich Mehmet. Geschichte eines Ghettokindes.&amp;#039;&amp;#039; [[Riva Verlag]], München 2013, ISBN 978-3-86883-318-8 (Autobiografie)&lt;br /&gt;
* Jörg Burger: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20131004235234/http://www.zeit.de/2013/41/mehmet-abschiebung-tuerkei-beckstein/komplettansicht Der Mann, der Mehmet war.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[ZEITMagazin]] 41/2013 vom 2. Oktober 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Neuzeit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausländerrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuperlach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerischer Verwaltungsgerichtshof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtsgericht München]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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