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	<title>Faktis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T00:49:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Faktis&amp;diff=1304923&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank C. Müller: Prozent ausgeschrieben.</title>
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		<updated>2025-06-30T10:52:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Prozent ausgeschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faktis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgeleitet von [[Französische Sprache|frz.]] &amp;#039;&amp;#039;caoutchouc factice&amp;#039;&amp;#039; = „künstlicher Kautschuk“), auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ölkautschuk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein gummiartiger Werkstoff, der durch Vernetzung ungesättigter [[Mineralöl|Mineral-]] und [[Pflanzenöle]], in Europa vor allem von [[Rapsöl|Raps-]] (Rüb-) und [[Rizinusöl]] sowie in Amerika zusätzlich von [[Sojaöl]], entsteht. Dabei ähnelt die Herstellung etwa der [[Vulkanisierung]] von [[Kautschuk]].&amp;lt;ref name=Biederbick&amp;gt;Karlheinz Biederbick: &amp;#039;&amp;#039;Kunststoffe&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage, Vogel-Verlag, Würzburg, 1977, S. 174, ISBN 3-8023-0010-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Vernetzung werden [[Schwefel]], [[Sauerstoff]], [[Chlorschwefel]], [[Siliciumtetrachlorid]] und [[Diisocyanate]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-06-00090|Name=Faktisse|Abruf=2016-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Je nach Einsatzstoffen und Herstellungsverfahren variiert die Zusammensetzung der unterschiedlichen Faktisarten. Der Mineralölanteil liegt zwischen 0 und 30 Prozent, schwefelhaltige Faktisarten enthalten bis ca. 5 Prozent freien Schwefel. Das Material hat in der Regel eine ähnliche Dichte wie Wasser (1,0 bis 1,1 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;dog&amp;quot;&amp;gt;D.O.G. – add efficiency. Produktinformationen der Deutsche Oelfabrik Ges.f.chem.Erz.mbH &amp;amp;Co.KG ([https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=3412&amp;amp;elem=1154682 pdf]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz und Formen ==&lt;br /&gt;
Faktis dient als [[Gummierung|Gummiermittel]] sowie als Zusatz für [[Kautschuk]] und ähnliche Werkstoffe, die als [[Elastomer]]e oder [[Füllstoff]]e eingesetzt werden. Dabei wirkt er vor allem positiv auf die Verarbeitungseigenschaften und ist zudem formstabilisierend und alterungsverzögernd. Als [[Additiv]] wird Faktis auch in [[Lack]]en, [[Firnis]]sen, [[Klebstoff]]en, [[Schmierstoff]]en und verschiedenen Kunststoffen sowie [[Linoleum]] verwendet. Dem Faktis selbst werden je nach Anwendungszweck [[Weichmacher]], Stabilisatoren sowie anteilig mineralische Öle beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Eigenschaften und der Herstellung werden unterschiedliche Formen des Faktis unterschieden. Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;weiße Faktis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist hell und eindrückbar (verformbar), außerdem mehr oder weniger brüchig. Er ist unstabilisiert und enthält neben Schwefelbestandteilen auch [[Chlor]]zusätze. Er findet beispielsweise Anwendung als [[Radiergummi]]. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brauner Faktis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist dagegen aufgrund des höheren Schwefelanteils dunkler und kann je nach Verarbeitung viskos-flüssig bis hart sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Faktis erfolgte etwa zur gleichen Zeit wie die Entdeckung der [[Vulkanisation]] des Kautschuks als Reaktion auf die hohen Kautschukpreise. Dabei wurde das erste faktisähnliche Produkt 1846 durch eine Behandlung von Rapsöl mit Salpetersäure hergestellt, 1853 erfolgte der erste Schwefelfaktis. 1858 bekam der Faktis seinen Namen als Ableitung des französischen Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Caoutchuoc factice&amp;#039;&amp;#039;. In der Folge wurde die Faktisproduktion weiter verbessert und standardisiert, wodurch sich gleichbleibende Qualitäten sowie verschiedene Varianten des Faktis für unterschiedliche Einsatzbereiche einstellten.&lt;br /&gt;
[[Datei:DOG Deutsche Oelfabrik, Hamburg.jpg|mini|DOG Deutsche Oelfabrik, Hamburg]]&lt;br /&gt;
Das Hamburger Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Oelfabrik Gesellschaft für chemische Erzeugnisse&amp;#039;&amp;#039; stellt seit 1902 Faktis für die Gummiindustrie her. Seit einer Ausweitung der Produktionskapazität im Jahr 2004 ist das Unternehmen der weltweit größte Faktishersteller.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dog&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus-Ulrich Heyland, Herbert Hanus, Ernst Robert Keller: &amp;#039;&amp;#039;Ölfrüchte, Faserpflanzen, Arzneipflanzen und Sonderkulturen.&amp;#039;&amp;#039; Handbuch des Pflanzenbaus Band 4, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2006; Seiten 179–184. ISBN 978-3-8001-3203-4&lt;br /&gt;
* DOG Deutsche Oelfabrik Gesellschaft für chemische Erzeugnisse mbH &amp;amp; Co KG: &amp;#039;&amp;#039;DOG-Faktis.&amp;#039;&amp;#039; D.O.G.-Kontakt Nr. 38, Informationen aus der Kautschukindustrie.&lt;br /&gt;
* Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Factice&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Zoebelein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Renewable Ressources.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim und New York 1996; Seite 92. ISBN 3-527-30114-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Natürlicher Werkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biowerkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bindemittel für Feststoffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biopolymer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank C. Müller</name></author>
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