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	<title>Faimingen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;User 20260213-1: /* Zeit des Mittelalters */ lf</title>
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		<updated>2025-10-05T06:25:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit des Mittelalters: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Ort Faimingen. Zum Adelsgeschlecht siehe [[Faimingen (Adelsgeschlecht)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faimingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Lauingen (Donau)|Lauingen]] im [[Landkreis Dillingen an der Donau]] im [[Schwaben (Bayern)|Regierungsbezirk Schwaben]], [[Bayern]]. Er ist eine Station am touristisch bedeutsamen [[Donauradweg]] und der 2006 neu eröffneten [[Via Danubia]]. Durch die [[Ausgrabung]]en des römischen [[Apollo-Grannus-Tempel (Faimingen)|Apollo-Grannus-Tempels]] gehört Faimingen zu den beachtenswertesten Römerorten in Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt im [[Donauried]]. Durch eine Staustufe zur Wasserkraftnutzung ist ein Speichersee im Flusslauf entstanden, der zahlreichen Vogelarten Heimat bietet. Ein Landschaftsschutzgebiet sichert die wertvollen [[Auwald]]bestände. Der Blick nach Süden fällt unweigerlich auf die beiden mächtigen [[Kühlturm|Kühltürme]] des [[Kernkraftwerk Gundremmingen|Kernkraftwerks Gundremmingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Faimingen und Lauingen mündet die [[Brenz (Fluss)|Brenz]] von der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] her kommend in die [[Donau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Zeit im römischen Imperium, Phoebiana ===&lt;br /&gt;
In den Jahren 69 bis 79 n. Chr. erhielten römische Kohorten den Befehl, die Donau zu überqueren und weiter nach Germanien vorzudringen. Nahe der Einmündung des Flüsschens [[Brenz (Fluss)|Brenz]] entstand nördlich des Dānuvius [[Donau]] ein Brückenkopf zur Sicherung des Flussübergangs ([[Römisches Militärlager|Kastell]] Phoebiana).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Agri decumates Karte.png|mini|Karte mit der Lage von Phoebiana in der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] [[Raetia]]]]&lt;br /&gt;
Phoebiana wird von dem römischen Geografen [[Claudius Ptolemäus]] erwähnt. Durch die weitere militärische Expansion nach Norden entwickelte sich Phoebiana (Faimingen) erst zum Nachschublager und zog dann auch Siedler an. Das [[Römerstraße|Straßennetz]] wurde verbessert. Die Siedlung wurde zum Verkehrsknotenpunkt mit Verbindungen über [[Kastell Stuttgart-Bad Cannstatt|Bad Cannstatt]] nach [[Mogontiacum]] ([[Mainz]]) beziehungsweise über die [[Raetia|raetische]] Provinzhauptstadt [[Augusta Vindelicum]] ([[Augsburg]]) nach [[Iuvavum]] ([[Salzburg]]) oder [[Rom]]. Das Heiligtum des Apollo Grannus war ein bekannter Wallfahrtsort und seinen 1000 Quadratmetern der größte römische Tempel nördlich der Alpen. Auch ein Aufenthalt des Kaisers [[Caracalla]] im Jahr 212 n.&amp;amp;nbsp;Chr. ist überliefert, wobei die Fachleute es auch für möglich halten, dass sich die Textstelle bei [[Cassius Dio]] auf das [[Gallo-römisches Heiligtum von Grand|gallo-römische Quellheiligtum von Grand (Vosges)]] bezieht.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Literatur Cassius Dio: &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war das [[Heiligtum]] dem [[Keltische Gottheiten|keltischen]] Heilgott [[Grannus]] geweiht, der dem römischen Götterverständnis im Profil des Gottes Apollo schon geläufig war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Hans F. Nöhbauer |Titel=Die Chronik Bayers |Auflage=3. |Verlag=Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag |Ort=Gütersloh / München |Datum=1994 |ISBN=3-570-14430-5 |Seiten=36}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und so in den römischen Götterhimmel eingemeindet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 213 ([[Caracalla#Außenpolitik|Germanenfeldzug des Caracalla]]) wurde wegen drohender Gefahr germanischer Einfälle nach Raetien der Ort durch eine mit Türmen und Toren versehene Mauer und einem Kastell geschützt. Mitte des 3. Jahrhunderts rückten Roms [[Römische Legion|Soldaten]] aus der Gegend ab. Handel und Wirtschaft gingen zurück. [[Alamannen]]stämme durchzogen Raetien. Am Südteil der ehemaligen Römersiedlung weisen Funde auf ein Haufendorf der Alamannen hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römischen Steinbauten verfielen oder wurden zerstört. Die Trümmer der Ruinen dienten nachfolgenden Generationen als Steinbruch. Einzelne Quader wurden auch beim Bau von Kirchen der Umgebung wiederverwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Mittelalters ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter lebte in Faimingen ein Adelsgeschlecht, die [[Faimingen (Adelsgeschlecht)|Herren von Faimingen]], das sich nach dem Ort benannte und im frühen 13. Jahrhundert das [[Kloster Obermedlingen]] stiftete (Walter von Faimingen). Aus dieser Familie ging der Würzburger Domdechant&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Demel u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 101 (zu „Friedrich Spet von Veimingen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Friedrich I. Spät von Faimingen]] hervor. Die Burg verfiel nach dem Aussterben des Faiminger Adelsgeschlechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen Besitzerwechseln fiel Faimingen im 16. Jahrhundert durch Kauf an die landsässige Stadt Lauingen und wurde somit Teil des Herzogtums [[Pfalz-Neuburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1971 wurde Faimingen nach Lauingen (Donau) eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3406096697|Seite=446}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Liste der Baudenkmäler in Lauingen (Donau)#Faimingen|Liste der Baudenkmäler in Faimingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tempel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lauingen Apollo-Grannus-Tempel.jpg|mini|250px|Teilrekonstruktion des Tempels in Faimingen]]&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände des [[Apollo-Grannus-Tempel (Faimingen)|Apollo-Grannus-Tempels]] wurde ein Freilichtmuseum errichtet. Die nach Faimingen, dem römischen &amp;#039;&amp;#039;Phoebiana&amp;#039;&amp;#039;, führenden Straßen liefen auf das [[Forum (Platz)|Forum]] und den größten römischen Tempelbau nördlich der Alpen zu. Auf rund 40&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] wird das Ausmaß der Anlage zu ihrer Blütezeit geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren seit 1888 durchgeführten Grabungen legten Archäologen die [[Cella]] (doppelte Säulenhalle) und ihren Vorhof sowie weitere Fundamente umliegender Gebäude frei. Der Tempel selbst, ein etwa 1000&amp;amp;nbsp;Quadratmeter großes Bauwerk, diente der Verehrung des [[Gallorömische Kultur|gallorömischen]] Heil- und Quellgottes Apollo Grannus. Es liegt eine Namensfusion des römischen [[Apollon]] (der auch Gott der Heilkunst war) mit dem Quell- und Badegott [[Grannus]] der [[Kelten]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das austretende klare Quellwasser wird zur überregionalen Bedeutung von Phoebiana für Kultbäder und Trinkkuren mit göttlichem Beistand beigetragen haben. Kaiser [[Caracalla]] hat Gott Apollo Grannus wegen Heilung seiner Leiden mit einem Geschenk (Straßenausbau zum Heiligtum &amp;#039;&amp;#039;Phoebiana&amp;#039;&amp;#039;) im Jahr 212 gedankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brunnen ===&lt;br /&gt;
Im Zentrum Faimingens steht ein runder Brunnen, der aufgrund seiner Bauweise höchst sehenswert ist. Der Brunnen ist 77 Meter tief und wird als das neue Wahrzeichen bezeichnet, da er erst 1967 gebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Blasius Faimingen 1.jpg|mini|St. Blasius]]&lt;br /&gt;
Die Pfarrkirche St. Blasius wurde 1710/1711 neu erbaut und ist mit hübschen barocken Altären ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodendenkmäler ==&lt;br /&gt;
Siehe: [[Liste der Bodendenkmäler in Lauingen (Donau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Drexel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kastell Faimingen&amp;#039;&amp;#039;, Lieferung XXXV aus Bd. VI B Nr. 66c aus: &amp;#039;&amp;#039;[[Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches]]&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg 1911.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Eingartner]], Pia Eschbauer, Gerhard Weber: &amp;#039;&amp;#039;Faimingen-Phoebiana I: Der römische Tempelbezirk in Faimingen-Phoebiana&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Limesforschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 24). Philipp von Zabern, Mainz 1993.&lt;br /&gt;
* [[Martin Müller (Archäologe)|Martin Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Faimingen-Phoebiana II: Die römischen Grabfunde&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Limesforschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 26). Philipp von Zabern, Mainz 1999.&lt;br /&gt;
* Cassius Dio: &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, übers. von [[Otto Veh]], 5 Bde., Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-538-03103-6 (orig. 1985, mit einer neuen Einleitung versehen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* {{Bavarikon Ort|objekt=Faimingen|ID= ODB_S00005414}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lauingen.de/1496_DEU_HTML.php Apollo Grannus Tempel]&lt;br /&gt;
* [http://www.michaelmaxwolf.de/antike/rom/roemer_in_bayern.html Römer in Bayern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/33/42/N |EW=10/24/37/E |type=city |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Lauingen (Donau)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Dillingen an der Donau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauingen (Donau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Wallfahrtsort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Dillingen an der Donau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Brenz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;User 20260213-1</name></author>
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