<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fahrplanung</id>
	<title>Fahrplanung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fahrplanung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fahrplanung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T21:04:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fahrplanung&amp;diff=2535626&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Jesse: /* Aufgaben */ Trassenmanagement verlinkt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fahrplanung&amp;diff=2535626&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-06T09:52:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Aufgaben: &lt;/span&gt; Trassenmanagement verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fahrplanung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fahrplankonstruktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fahrplanerstellung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man das Anfertigen von [[Fahrplan|Fahrplänen]] im [[Öffentlicher Verkehr|Öffentlichen Verkehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In den Anfängen der [[Eisenbahn]] verkehrten nur [[Personenzug|Personenzüge]] nach Fahrplan, während [[Güterzug|Güterzüge]] [[Disposition (Wirtschaft)|dispositiv]] eingesetzt wurden. Wurden diese zunächst nur an den Bahnhöfen als [[Aushangfahrplan]] veröffentlicht, erschienen bereits in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts die ersten Fahrplansammlungen als [[Kursbuch|Kursbücher]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot;&amp;gt;H. Sliwka, K.-D. Plietz, J. Teutsch: &amp;#039;&amp;#039;Fahrplanwesen A–Z.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. transpress VEB Verlag für Transportwesen, Berlin 1981, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1846 wurde für die Fahrplanerstellung erstmals der [[Bildfahrplan]] angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Koordinierung Grenzüberschreitender Fahrten in Europa wurden ab 1872 die [[Europäische Reisezugfahrplankonferenz]] eingeführt, auf der die Koordinierung der einzelnen nationalen Fahrpläne stattfanden. Diese bestand bis 1996 und wurde durch das Forum Train Europe abgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August von Borries entwickelte 1887 eine Methode zur Fahrzeitermittlung von Zügen, die ab 1903 als Grundlage der Fahrplanung in Deutschland diente.&amp;lt;ref&amp;gt;Freiherr von Röll: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des Eisenbahnwesens.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Berlin/Wien 1914, S. 26–30 „Fahrzeit“. [http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Fahrzeit (zeno.org)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. Juni 1891 führten die deutschen und österreichisch-ungarischen Eisenbahnverwaltungen die Mitteleuropäische Zeit zur Abstimmung der Fahrpläne zunächst intern ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Einheitliche Eisenbahnzeit.jpg|Artikel über die &amp;#039;&amp;#039;Einheitliche Eisenbahnzeit&amp;#039;&amp;#039; in Heft 35 &amp;#039;&amp;#039;der Gartenlaube&amp;#039;&amp;#039; von 1891 im Original]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Einheitliche Eisenbahnzeit|Artikel über die &amp;#039;&amp;#039;Einheitliche Eisenbahnzeit&amp;#039;&amp;#039; in Heft 35 &amp;#039;&amp;#039;der Gartenlaube&amp;#039;&amp;#039; von 1891 in Transkription]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zeit wurde mit dem [[Gesetz betreffend die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung]] ab dem 1. April 1893 für das gesamte Deutsche Reich übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterstützung der Planungen wurden erstmals 1893 Reisendenzählungen vorgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals 1898 wurden Güterzüge in Deutschland in [[Zuggattung]]en eingeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den [[Rangieren|Rangierdienst]] wurden ab 1907 Zugbildungs- und Auflösebehelfe erstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste elektronische Fahrzeitenermittlung wurde 1967 durchgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanwesen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren war die grafische Rechentechnik soweit ausgereift, dass es zu ersten Versuchen mit elektronischen Bildfahrplankonstruktionsprogrammen kam. So bei den SBB mit SYFA (System Fahrplan), bei den ÖBB mit RUF (Rechnerunterstützte Fahrplanerstellung), bei der DR mit TEFA (Technologen-Arbeitsplatz Fahrplanbearbeitung) und bei der DB mit IFB (Interaktive Fahrplan-Bearbeitung).&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Gröger: &amp;#039;&amp;#039;Simulation der Fahrplanerstellung auf der Basis eines hierarchischen Trassenmanagements und Nachweis der Stabilität der Betriebsabwicklung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Juli 2002. [http://publications.rwth-aachen.de/record/57201 (publications.rwth-aachen.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Die Fahrplanung dient dazu, die [[Fahrplantrasse|Trassenwünsche]] zu koordinieren, Informationen über den gewünschten Soll-Betriebszustand zu liefern und Informationen für die Kunden des Infrastrukturunternehmens zu liefern. Die [[DB InfraGO]] AG bezeichnet diesen Vorgang deshalb auch als [[Trassenmanagement (Eisenbahn)|Trassenmanagement]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heister&amp;quot;&amp;gt;G. Heister: &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahnbetriebstechnologie.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 6: &amp;#039;&amp;#039;Trassenmanagement.&amp;#039;&amp;#039; Eisenbahnfachverlag, Heidelberg / Mainz 2005, ISBN 3-9808002-2-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;RIL402&amp;quot;&amp;gt;DB Netz AG: „Richtlinie 402 – Trassenmanagement“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist im Planungsablauf der [[Linienplanung]] nachgelagert und der [[Umlaufplan]]ung vorgelagert. Damit stellt sie das Bindeglied zwischen der längerfristigen Angebotsplanung und der kurzfristigen [[Betriebsplan]]ung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ergebnisse der Fahrplanung werden zum einen Fahrplaninformationsmedien für die Kunden erstellt, zum anderen für innerbetriebliche Zwecke [[Bildfahrplan|Bildfahrpläne]], [[EBuLa]]- und [[Langsamfahrstelle]]n-Daten, Buchfahrplanhefte, Zugverzeichnisse und weitere Fahrplanunterlagen wie [[Fahrplananordnung]]en, Fahrpläne für [[Zugmeldestelle]]n und [[Schrankenposten]] sowie Streckenfahrpläne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hausmann&amp;quot;&amp;gt;A. Hausmann, D. H. Enders: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen des Bahnbetriebs.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 1.10: &amp;#039;&amp;#039;Fahrpläne.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-9808002-4-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pachl&amp;quot;&amp;gt;[[Jörn Pachl]]: &amp;#039;&amp;#039;Systemtechnik des Schienenverkehrs.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 6: &amp;#039;&amp;#039;Fahrplankonstruktion.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-8348-1428-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planungshorizont ==&lt;br /&gt;
Im strategischen Bereich werden im Vorfeld von Infrastrukturänderungen Fahrplanvarianten durch die „Langfristfahrplanung“ (d.&amp;amp;nbsp;h. für fünf bis 30 Jahre) erarbeitet und Kapazitätsanalysen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größter Planungsaufwand wird für die „Netzfahrpläne“ bzw. „[[Fahrplan#Fahrplanperiode und Fahrplanjahr|Jahresfahrpläne]]“ aufgewendet. Zwischen Trassenanmeldung und Veröffentlichung liegen hierbei etwa zwei Jahre. Dieser Fahrplan wird dabei meist etwa zur Hälfte des Fahrplanjahres zum „kleinen Fahrplanwechsel“ angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzere [[Planungshorizont]]e haben „Baufahrpläne“, die geänderte Zugfolgen im Rahmen von Baumaßnahmen erfassen. Am kurzfristigsten werden Sonderfahrten geplant. Hierbei kann es zu Planungsvorläufen von unter einem Tag zwischen Trassenanmeldung und Zugfahrt kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heister&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgehen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafico semplice binario.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Stehender&amp;#039;&amp;#039; Bildfahrplan. Die Wegachse ist stehend, die Zeitachse liegend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pachl&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahnverkehr ===&lt;br /&gt;
In öffentlichen landesweiten [[Schienennetz|Bahnnetzen]] erstreckt sich der Prozess der Netzfahrplanung über mehrere Jahre hinweg. Hier sollen verschiedenste Interessen der Nutzer, dargelegt in den Trassenwünschen, und das Interesse des Infrastrukturbetreibers nach optimaler Ausnutzung seiner Anlagen berücksichtigt und miteinander zu einem gültigen Fahrplan verknüpft werden. Hinzu kommen noch Abstimmungen mit benachbarten Bahnnetzen, wie sie etwa bei der [[Europäische Reisezugfahrplankonferenz|Europäischen Reisezugfahrplankonferenz]] stattfand bzw. heute bei [[Eisenbahnverkehrsunternehmen]] Forum Train Europe bzw. bei [[Eisenbahninfrastrukturunternehmen]] im [[RailNetEurope]] stattfindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Janicki&amp;quot;&amp;gt;J. Janicki: &amp;#039;&amp;#039;Systemwissen Eisenbahn.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 5.3.3: &amp;#039;&amp;#039;Fahrplan und Fahrplanerstellung.&amp;#039;&amp;#039; 2011, ISBN 978-3-9808002-6-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangsgrößen der Bahn-Fahrplanung kann die vorhandene Infrastruktur, die Trassenwünsche, die gewünschten Fahrstrecken und Haltestellen- und Fahrzeugausstattungen der Züge, sowie die Kenntnis über geplante Veränderungen in der Infrastruktur, wie etwa durch Baustellen, umfassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heister&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Janicki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen werden mittels [[Fahrdynamik|fahrdynamischer]] Rechnungen Weg-Zeit-Linien für einen [[Bildfahrplan]] berechnet. Diese geschieht etwa seit den 1960er Jahren mit Hilfe von elektronischen Rechnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pachl&amp;quot; /&amp;gt; Durch verschiedene Einflüsse kann es in der Betriebsdurchführung darüber hinaus zu [[Pünktlichkeit (Bahn)|Fahrplanabweichungen]] von diesem Soll-Fahrplan kommen, die außerplanmäßige (dispositive) Eingriffe der Stellen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fahrdienstleiter]]) erforderlich machen. Als Ausgleich für derartige außerplanmäßige Abweichungen werden bei der Trassenkonstruktion auf die [[Fahrzeit|reine Fahrzeit]], also die kürzestmögliche Fahrzeit unter typischen Bedingungen, die sogenannten [[Regelzuschlag|Regelzuschläge]] gegeben. Zum Ausgleich von Baumaßnahmen wird gegebenenfalls noch der sogenannte [[Bauzuschlag (Fahrplan)|Bauzuschlag]] gegeben. Diese Zeiten ergeben zusammengenommen die sogenannte [[Zeit-Wege-Linie]] des Zuges. Da eine exakte Bestimmung dieser Zeitanteile aufwändig ist und oft in dieser Detaillierung nicht benötigt wird, werden sie teilweise durch Pauschalbeträge abgeschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pachl&amp;quot; /&amp;gt; Die Zeit-Wege-Linie beschreibt in einem zweidimensionalen Koordinatensystem zu welcher Zeit der Zug wo auf der Strecke ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der klassischen Form der streckenfeinen Fahrplankonstruktion werden diese Weg-Zeit-Linien durch Einlegen, Verschieben und Biegen (Verlangsamen) in einen Bildfahrplan so angeordnet, dass sich die Züge möglichst dicht hintereinander folgen. Dabei wird angenommen, dass in der betrieblichen Durchführung der Zugfahrt die Methode &amp;#039;&amp;#039;Fahren&amp;#039;&amp;#039; im Blockabstand mit ortsfesten Blockabschnitten verwendet wird und sich die Zugfahrten somit nicht beliebig dicht folgen können. Zur Abschätzung der [[Mindestzugfolgezeit]] für eine gegebene Zugfolge werden unterschiedliche Verfahren verwendet. In hochbelasteten Schienennetzen wird die Belegungszeit jedes Blockabschnittes je Zugfahrt individuell berechnet. Bei geringeren Ansprüchen an die Genauigkeit werden die Belegungszeiten für verschiedene Zuggruppen abgeschätzt, jede Zuggruppe hat dabei möglichst homogene fahrdynamische Eigenschaften. Die einzelnen Belegungszeiten einer Zugfahrt bilden die Sperrzeitentreppe. Diese [[Sperrzeitentreppe]]n, zuzüglich Pufferzeiten, dürfen sich nicht überschneiden, da sonst die Mindestzugfolgezeit unterschritten wird und ein Zugfolgekonflikt entsteht. Dies geschah bis in die 1990er Jahre mit Mitteln des [[Technisches Zeichnen|technischen Zeichnens]], d.&amp;amp;nbsp;h. mit Papier, Lineal und Bleistift, seitdem wird dies durch Computerprogramme unterstützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hausmann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pachl&amp;quot; /&amp;gt; Diese Konfliktfreiheit ist dabei einer der Grundsätze in der Konstruktion des Netzfahrplans. Sie bedeutet, dass Züge in einem Netz mit Zügen, die maximal um die Pufferzeit verspätet sind, stets unbehindert verkehren können. Diese Forderung wird bei Gelegenheitsverkehren aufgrund der bereits hohen Netzausnutzung und der wenigen Verkehrstage nur aufgeweicht umgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heister&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Erstellung von Taktfahrplänen wird darüber hinaus noch auf die sogenannte [[Symmetrieminute|Symmetrie]] geachtet. Bildlich gesprochen bedeutet dies, dass für die Erzeugung des Gegenzuges der Basiszug in einem Bildfahrplan an der Mitte Streckenachse gespiegelt wird. Mathematisch ausgedrückt bedeutet dies, dass die Summe der jeweiligen Durchfahrtszeitpunkte eines Zuges und seines Gegenzuges zusammen ein Vielfaches der [[Taktzeit]] ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die detaillierte Planung von Gleisbelegungen in Bahnhöfen werden detailliertere gleisgenaue Bahnhofs-Bildfahrpläne verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hausmann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pachl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der Fahrplanung werden unter anderem in Form von [[Tabellenfahrplan|Tabellenfahrplänen]], Bildfahrplänen oder [[Netzgrafik]]en festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtliche Grundlage und Regelungen zur Netzfahrplanerstellung liefern in Deutschland die {{§|52,53|ERegG|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;52 und 53}} des [[Eisenbahnregulierungsgesetz]]es (ERegG), in denen insbesondere Rangfolgen definiert sind, nach denen Trassenwünsche zu bevorzugen sind. Niederrangigere Trassenwünsche wird dazu Angebot einer zeitlichen oder räumlichen Verschiebung gegeben. Im Falle gleichrangiger Trassenanmeldungen und einer nicht erzielbaren Einigung greift das &amp;#039;&amp;#039;Höchstpreisverfahren&amp;#039;&amp;#039; nach {{§|52|ERegG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;8 ERegG. Hierbei erhält diejenige Trasse den Zuschlag, deren Anmelder das höchste Entgelt zu zahlen bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutsche Bahn AG ====&lt;br /&gt;
Beispielhaft sei hier der Zeitliche Ablauf der Netzfahrplanerstellung bei der [[DB InfraGO]] dargestellt:&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bahn: {{Webarchiv |url=http://www.deutschebahn.com/file/2238476/data/fahrplan_deutsche_bahn.pdf |text=Themendienst &amp;#039;&amp;#039;Faktor X oder: Die hohe Kunst des Fahrplans&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140319004520}}, 17. März 2014, abgerufen am 18. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 18 Monate vor Fahrplanwechsel: Festlegung der Infrastrukturdatengrundlage&lt;br /&gt;
* 17 Monate vor Fahrplanwechsel: Information an Eisenbahnverkehrsunternehmen über Planungsprämissen&lt;br /&gt;
* 8 – 9 Monate vor Fahrplanwechsel: Abgabe der Trassenanmeldungen bis zum zweiten Montag im April&lt;br /&gt;
* 6 – 7 Monate vor Fahrplanwechsel: Erarbeitung des vorläufigen Netzfahrplanentwurfs binnen etwa 50 Arbeitstage durch ca. 140 Fahrplankonstrukteure&lt;br /&gt;
* 5 Monate vor Fahrplanwechsel: Übergabe des vorläufigen Netzfahrplanentwurfs an die Eisenbahnverkehrsunternehmen am 1. Montag im Juli und Bearbeitung von Einwänden&lt;br /&gt;
* 4 Monate vor Fahrplanwechsel: Übergabe des endgültigen Netzfahrplanentwurfs&lt;br /&gt;
* 3,5 Monate vor Fahrplanwechsel: Annahme bzw. Endgültige Ablehnung der Trassen durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen&lt;br /&gt;
* Fahrplanwechsel am zweiten Samstag im Dezember 24 Uhr&amp;lt;ref&amp;gt;EU-Kommission: {{CELEX|32002D0844|2002/844/EG: Entscheidung der Kommission vom 23. Oktober 2002 zur Änderung der Richtlinie 2000/14/EG hinsichtlich des Termins für den Wechsel des Netzfahrplans im Eisenbahnverkehr (Text von Bedeutung für den EWR) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2002) 3997)}}, abgerufen am 18. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den mittelfristigen Kapazitätsbedarf schloss die damalige [[DB Netz]] mit ihren Kunden seit 2006 Rahmenverträge über in der Regel fünf Jahre ab, aktuell werden keine Rahmenverträge mehr angeboten. Trassenanmeldungen mit Rahmenvertragsbezug werden in der Netzfahrplanung bei konkurrierenden Trassenwünschen bevorzugt berücksichtigt. Für die 3. Rahmenvertragsperiode 2016–2020 wurden insgesamt 20.911 Kapazitätsanmeldungen getätigt. In 90 Fällen waren Entscheidungsverfahren notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;DB Netz AG (Hrsg.): {{Webarchiv |url=http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/2394152/f44rbj376xgbtHf_5DkcbPMKEYM/9459100/data/netznachrichten_juni_2015.pdf |text=Netznachrichten Juni 2015 |wayback=20150621234548 |archiv-bot=}}, abgerufen am 21. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schweiz ====&lt;br /&gt;
Um eine unabhängige Trassenvergabe zu sichern gründeten die Bahnunternehmen [[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]], der [[BLS AG|BLS]] und der [[Schweizerische Südostbahn (2001)|SOB]] sowie der [[Verband öffentlicher Verkehr|VöV]] Anfang 2006 die Trasse Schweiz AG. Diese war für die Fahrplanung auf dem Streckennetz der drei Bahnunternehmen zuständig, die mit ihrem Streckennetz 94 % des schweizerischen Normalspurnetzes abdecken. Mit 10 Mitarbeitern bearbeitete das Unternehmen 2013 insgesamt 13.500 Trassenanträge von 19 Eisenbahnverkehrsunternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Trasse Schweiz AG: {{Webarchiv |url=http://trasse.ch/doc/de_Hintergrund-Info_121201.pdf |text=Hintergrundinfo |wayback=20140513215859}}, abgerufen am 13. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1. Januar 2021 übernahm die bisherigen Aufgaben der Trasse Schweiz AG die neu gegründete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Trassenvergabestelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eine [[Anstalt des öffentlichen Rechts#Schweiz|Anstalt des öffentlichen Rechts]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tvs.ch/uber-uns/rechtsform-und-eigentuemer |titel=Über uns&amp;gt;Rechtsform und Eigentümer |hrsg=Schweizerische Trassenvergabestelle |abruf=2021-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die neu gegründete Stelle ist für das gesamte [[Interoperabilität im Schienenverkehr|interoperable]] [[Normalspur]]netz zuständig, außerdem für die [[Seetalbahn|Bahnstrecke Emmenbrücke–Lenzburg]] und die Bahnstrecke Zürich–Zürich Giesshübel. Nicht zuständig ist die Trassenvergabestelle für das Meter- und Schmalspurbahnnetz sowie österreichische und deutsche Grenzbetriebsstrecken auf dem Gebiet der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tvs.ch/uber-uns/zustaendigkeiten-und-aufgaben |titel=Über uns&amp;gt;Zuständigkeiten und Aufgaben |hrsg=Schweizerische Trassenvergabestelle |abruf=2021-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ÖPNV ===&lt;br /&gt;
In kleineren [[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV-Netzen]] geschieht die Fahrplanung in der Regel kurzfristig. Hierbei nutzt im [[Straßenbahn]]-/[[Stadtbahn]]-/[[U-Bahn]]-Verkehr meist nur ein einziger [[Verkehrsunternehmen|Betrieb]] die Infrastruktur. Außerdem herrschen im [[Omnibus|Busverkehr]] geringere Abhängigkeiten als im [[Schienenverkehr]]. Aus diesen Gründen kann hier schneller und umfangreicher aus [[Betriebswirtschaftslehre|betriebswirtschaftlichen]] Gründen auf [[Nachfrage]]schwankungen reagiert werden. Neuere Ansätze und Projekte untersuchen wie [[Künstliche Intelligenz]] zur effizienteren Planung verwendet werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/mfund-projekte/fahrbar20.html|title=Künstliche Intelligenz basierte Belegungsoptimierung im ÖPNV – Fahrbar20|date=2025-03-24|website=German Federal Ministry for Digital and Transport }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mathematische Optimierung ===&lt;br /&gt;
Eine weitere Methode ist das mathematische Herangehen mittels [[Graph (Graphentheorie)|Fahrplangraph]]. Hierbei werden die Randbedingungen in einen Graphen zusammengefasst. Eine [[Optimierung (Mathematik)|optimale]] Lösung dieses Fahrplangraphens ist wegen der vielfältig verknüpften Bedingungen schwierig bis unmöglich. Aus diesen Gründen müssen oft [[Randbedingung]]en aufgeweicht werden, um zulässige Fahrpläne zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegfried Rüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Transporttechnologie städtischer öffentlicher Personenverkehr.&amp;#039;&amp;#039; 3., bearb. Auflage. Transpress, Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird mit diesen Fahrplangraphen ein streng [[Taktfahrplan|getakteter Fahrplan]] beschrieben, entsteht das Periodic Event Scheduling Problem (PESP). Wegen seiner [[NP-Schwere]] ist dies besonders schwer zu berechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Nachtigall]]: &amp;#039;&amp;#039;Periodic Network Optimization and fixed interval timetables.&amp;#039;&amp;#039; [[Habilitation]]sschrift. [[Universität Hildesheim]], 1998, IB 112-99/02 (DLR).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Computergestützte Fahrplanung ==&lt;br /&gt;
Die meisten Fahrplanprogramme zielen heute auf eine Unterstützung der Fahrplaner ab. Hierbei wird oft die klassische Arbeitsweise des manuellen Konstruierens aufgegriffen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;pachl&amp;quot; /&amp;gt; so etwa beim seit dem Jahresfahrplan 1996/97 bei der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] eingeführten FAKTUS/RUT-0&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heister&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;O. Brünger, T. Gröger: {{Webarchiv |url=http://www.trafficforum.ethz.ch/vwt_2003/beitraege/VWT19proceedings_contribution_99.1-99.29.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Fahrplantrassen managen und Fahrplanerstellung simulieren.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131203050230}} (PDF; 388&amp;amp;nbsp;kB), Vortrag gehalten bei den Verkehrswissenschaftlichen Tagen der TU Dresden 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;VIA Aachen: {{Webarchiv |url=http://www.via.rwth-aachen.de/software/faktus.html |text=„FAKTUS Fahrplankonstruktion und -untersuchung Rechnerunterstütztes Trassenmanagement“ |wayback=20131203081809}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Verkehrswissenschaftlichen Instituts der [[RWTH Aachen]] zur elektronischen Trassenkonstruktion. Dies war weltweit der erste Netzfahrplan der komplett auf eine rein sperrzeittreppenbasierte Erstellung basierte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Sauer: &amp;#039;&amp;#039;RUT – Rechnerunterstützte Trassenkonstruktion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahntechnische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; Band 48, Nr. 11, 1999, S. 720–725.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die aus demselben Haus stammenden Programme für [[Eisenbahnbetriebswissenschaft|eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchungen]] [[Strele (Software)|Strele]] (Streckenleistungsfähigkeit), STRESI (Fahrplanerstellung und Betriebssimulation) bzw. ihrem Nachfolger LUKS folgen diesem Aufbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bei der Erstellung von Taktfahrplänen wird das 1996 entstandene Programm &amp;#039;&amp;#039;Viriato&amp;#039;&amp;#039; der Firma [[SMA und Partner]] aus der Schweiz eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;SMA und Partner: {{Webarchiv |url=http://www.sma-partner.ch/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=368&amp;amp;Itemid=210&amp;amp;lang=de |text=Viriato |wayback=20130323183040}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesem mit makroskopischer Infrastruktur arbeitenden Programm wird bei den [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]] seit dem Fahrplanjahr 2010&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netcetera.com/de/home/stories/news/20100209-sbb-nets.html &amp;#039;&amp;#039;Erster SBB Fahrplan mit Netcetera Software.&amp;#039;&amp;#039;] Netcetera, 9. Februar 2010, abgerufen am 18. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch das mit mikroskopischer Infrastruktur arbeitende &amp;#039;&amp;#039;Netzweite Trassen-System NeTS&amp;#039;&amp;#039; benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.sbb.ch/sbb-konzern/sbb-als-geschaeftspartnerin/angebote-fuer-evus/onestopshop/systeme/nets.html |text=Netzweites Trassen-System |wayback=20131207071216}}, SBB.ch, abgerufen am 24. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist im deutschsprachigen Raum das Programm &amp;#039;&amp;#039;Fahrplanbearbeitungssystem FBS&amp;#039;&amp;#039; von [[iRFP]] verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;iRFP: FBS [https://www.irfp.de/das-fahrplanbearbeitungssystem-fbs.html irfp.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist bei fast allen privaten Nahverkehrs-EVU, dem Anbieter [[Flixtrain]] oder auch [[DB Regio]] und der [[ÖBB-Personenverkehr]] im Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;iRFP: Referenzen / FBS-Kunden [https://www.irfp.de/referenzen.html irfp.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Danske Statsbaner|Dänischen Staatsbahnen]] (DSB) und [[Banedanmark]] setzen seit 2002 das von der HaCon GmbH entwickelte Train Planning System (TPS) für ihre Fahrplanung ein. Dieses Programm wird darüber hinaus in Großbritannien vom Infrastrukturbetreiber [[Network Rail]] und 220 weiteren Bahnunternehmen benutzt. In Frankreich findet es bei den Infrastrukturbetreiber [[Réseau ferré de France|RFF]] und TP Ferro und der staatlichen Eisenbahngesellschaft [[SNCF]] Verwendung. Seit 2013 setzt [[Bane NOR]] (bis 2016 als [[Jernbaneverket]]) in Norwegen dieses Programm ein.&amp;lt;ref&amp;gt;HaCon GmbH: {{Webarchiv |url=http://www.hacon.de/tps |text=&amp;#039;&amp;#039;Train Planning System (TPS)&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150501053043}}, abgerufen am 14. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HaCon GmbH (Hrsg.): {{Webarchiv |url=http://www.hacon.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/tps-von-hacon-stellt-die-weichen-in-norwegen |text=&amp;#039;&amp;#039;TPS von HaCon stellt die Weichen in Norwegen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150321141738}}, 28. Mai 2013, abgerufen am 14. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Datenaustausch zwischen den Programmen gibt es mehrere Datenformate. Größte Initiative zur Vereinheitlichung dieser Schnittstelle ist dabei das seit 2002 (anfangs vom [[Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme|Fraunhofer IVI]] und der [[ETH Zürich]] entwickelte) [[railML]]-Format, wobei für den Austausch von Fahrplandaten noch die Versionslinie 2.x dominiert.&amp;lt;ref&amp;gt;railML.org: Software [https://www.railml.org/en/introduction/software.html railml.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Stadtverkehr|Städtischen]] und [[Regionalbusverkehr|Regionalbus]]-Verkehr kommen unter anderem die Programme Mobile Plan von der [[INIT Innovation in Traffic Systems|Init AG]], IVU.Plan von [[IVU Traffic Technologies]] oder epon der ISIDATA GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;ISIDATA: {{Webarchiv |url=http://www.isidata.de/page.php?level=200 |text=epon |wayback=20120916232213}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Einsatz. Im Gegensatz zum Bahnsektor treten hier fahrdynamische Berechnungen in den Hintergrund und linienplanerische, umlaufplanerische und dienstplanerische Gesichtspunkte in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Bahnsektor ist auch hier der Dateiaustausch zwischen den einzelnen Programmen wichtig. Daher wurde vom [[Verband Deutscher Verkehrsunternehmen]] eine Initiative zur Vereinheitlichung der Datenaustausch-Schnittstelle gestartet.&amp;lt;ref&amp;gt;VDV: [http://mitglieder.vdv.de/wir_ueber_uns/vdv_projekte/oepnv_datenmodell.html VDV-Schnittstelleninitiative: ÖPNV-Datenmodell].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Automatische Fahrplanung ===&lt;br /&gt;
Erste Ansätze zur automatischen Fahrplanberechnung wurden in den Niederlanden durch die [[Technische Universität Delft|TU Delft]] mit dem Programm DONS gemacht. Dieses konnte den am 10. Dezember 2006 beginnenden Fahrplan für die [[Nederlandse Spoorwegen|Niederländische Eisenbahn]] im 1-Stunden-Takt berechnen. Dabei wurden sowohl die Zugfahrten zwischen den Halten, die Gleisbelegung innerhalb der Bahnhöfe, die Umlaufpläne als auch die Dienstpläne berechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Kroon, D. Huismann u. a.: [http://homepages.cwi.nl/~lex/files/Interfaces.pdf &amp;#039;&amp;#039;The new Dutch timetable – The OR-Revolution.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 175&amp;amp;nbsp;kB), Januar/Februar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. Huismann, L. Kroon: {{Webarchiv |url=http://ectrie.nl/met/pdf/MET16-2-1.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;The New Dutch Timetable: The OR Revolution&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20141006111812}}, in MET 2/2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen ähnlichen Erfolg erzielte eine Forschungsgruppe an der [[Technische Universität Berlin|TU Berlin]], das die Fahrplanung für den [[U-Bahn Berlin|U-Bahn Verkehr in Berlin]] löste.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/numerator-schneller-warten-a-646427.html &amp;#039;&amp;#039;Numerator: Schneller warten.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel online&amp;#039;&amp;#039;, 7. September 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zuse-Institut Berlin: {{Webarchiv |url=http://www.zib.de/de/optimierung/traffic/projekte-lang/matheon-b15-service-design-in-public-transport.html |text=&amp;#039;&amp;#039;MATHEON-B15: Angebotsplanung im Öffentlichen Nahverkehr.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131110003322}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Programmsystem TAKT wird an der [[Technische Universität Dresden|TU Dresden]] ein Fahrplanprogramm entwickelt, mit dem erstmals deutschlandweite Fahrpläne für die Langfristfahrplanung der DB InfraGO erstellt werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;Lehrstuhl für Verkehrsströmungslehre an der TU Dresden: [http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/vkw/ila/vkstrl/forschung/forschungsprojekte/fahrplanung Forschung:Fahrplanung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Opitz: &amp;#039;&amp;#039;Automatische Erzeugung und Optimierung von Taktfahrplänen in Schienenverkehrsnetzen.&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]]. (Logistik, Mobilität und Verkehr). Gabler Verlag | GWV Fachverlage, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8349-2128-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Adhoc-Fahrplanung für den Güterverkehr wird bei der DB InfraGO seit dem Jahr 2019 mit „Click &amp;amp; Ride“ ein dort entwickeltes und vollautomatisch arbeitendes Programm genutzt, welches die einfache Trassenanmeldung mittels Webbrowser und Vorlaufzeiten von weniger als einer Stunde ermöglicht. Die Entwicklung dieses Programms wurde durch das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur mit einem zweistelligen Millionenbetrag gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutschlandtakt.de Blog[https://www.deutschlandtakt.de/blog/click-und-ride/ deutschlandtakt.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hans R. Lindner&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Eisenbahn-Fachverlag&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Fahrplan: allgemeines Basiswissen und Grundsätze&lt;br /&gt;
   |Band=4; 21&lt;br /&gt;
   |Verlag=Eisenbahn-Fachverlag&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |Seiten=256}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ingo A. Hansen; Jörn Pachl&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Ingo A. Hansen; Jörn Pachl&lt;br /&gt;
   |Titel=Railway Timetabling &amp;amp; Operations: Analysis, Modelling, Optimisation, Simulation, Performance Evaluation&lt;br /&gt;
   |Verlag=Trackomedia / [[Eurailpress]] / [[DVV Media Group]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Leverkusen / Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2014&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-96245-089-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jörn Pachl&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Springer Vieweg]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Systemtechnik des Schienenverkehrs. Bahnbetrieb planen, steuern und sichern.&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Springer Vieweg]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=2024&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-658-45731-0&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Fahrplankonstruktion}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jörn Pachl&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Springer Vieweg]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Sperrzeitmodell in der Fahrplankonstruktion. Anwendung – Spezialfälle – Alternativen&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Springer Vieweg]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-658-11127-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Marcus Morczinek&lt;br /&gt;
   |Hrsg=VDM Verlag&lt;br /&gt;
   |Titel=Fahrplanerstellung für eingleisige Bahnstrecken: mit Verfahren der Maschinenbelegungsplanung&lt;br /&gt;
   |Verlag=VDM Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Zweibrücken&lt;br /&gt;
   |Datum=2016&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-639-80553-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Achim Wolters; Ana Cosovic; Dirk Menne; Dr. Ruben Diemo Etzold; Dr. Uwe Steinborn; Dr. Wolfgang Weinhold; Jasmin Schüttler; Prof. Dr. Andreas Oetting; Prof. Dr. Nils Nießen; Prof. Frank Zwanziger&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Prof. Dr. Andreas Oetting; Prof. Dr. Nils Nießen&lt;br /&gt;
   |Titel=Planungs- und Betriebsmanagement für das System Bahn&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bahn Fachverlag GmbH&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2023&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-943214-29-1&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Trassenkonstruktion&lt;br /&gt;
   |Seiten=174–229}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eberhard Jänsch; Hans Peter Lang; Nils Nießen&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Eberhard Jänsch; Hans Peter Lang; Nils Nießen&lt;br /&gt;
   |Titel=Handbuch Das System Bahn&lt;br /&gt;
   |Verlag=Trackomedia / [[Eurailpress]] / [[DVV Media Group]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Leverkusen / Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-96245-224-7&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Angebots-, Betriebs- und Kapazitätsplanung: –Netzfahrplan; –Technik der Fahrplanerstellung; –Darstellungsformen des Fahrplans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jürgen Janicki&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bahn Fachverlag GmbH&lt;br /&gt;
   |Titel=Systemwissen Eisenbahn&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bahn Fachverlag GmbH&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2022&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-943214-30-7&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Eisenbahnbetrieb planen: Fahrplan und Fahrplanerstellung}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Christoph Bremer; Steffen Eigner; Dirk Meye&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bahn Fachverlag GmbH&lt;br /&gt;
   |Titel=Grundlagen des Bahnbetriebs&lt;br /&gt;
   |Auflage=4.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bahn Fachverlag GmbH&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2025&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-943214-47-5&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Grundlagen des Systems Eisenbahn: Fahrplan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Barnimer Busgesellschaft: &amp;#039;&amp;#039;Der Fahrplan – Die Erstellung.&amp;#039;&amp;#039; ({{Webarchiv |url=http://www.bbg-eberswalde.de/fahrplanerstellung.php |text=bbg-eberswalde.de |wayback=20130812162857}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fahrplan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Jesse</name></author>
	</entry>
</feed>