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	<title>Fahnlehen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Equord: Bild</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Konstanzer Richental Chronik Verleihung des Fahnenlehens an Herzog Ludwig von Bayern-Heidelberg 76r.jpg|mini|Darstellung in der [[Richental-Chronik]] (um 1464): König [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] belehnt den Kurfürsten [[Ludwig III. (Pfalz)|Ludwig&amp;amp;nbsp;III.]] auf dem [[Konzil von Konstanz]] mit der [[Kurpfalz]], symbolisiert durch die Fahne]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fahnlehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Fahnenlehen&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|vexillaria feuda}}), war zur Zeit des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] ein [[Lehnswesen|Lehen]], das mittels einer [[Fahne]] als militärischem [[Feldzeichen]] und Sinnbild des [[Heerbann]]s vom [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] unmittelbar an weltliche [[Fürst]]en verliehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1911 |Lemma=Fahnenlehn |Band=1 |Seite=553 |zenoID=2000109551X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge der Unmittelbarkeit hatten diese höchst [[Freie]]n das politische Standesrecht, nur vor dem Kaiser im Fürstengericht, nicht vor den kaiserlichen Landgerichten oder dem [[Hofrichter]] zu Recht zu stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Friedrich von Schulte]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der deutschen Reichs- und Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;.  6. umgearbeitete Auflage. Stuttgart 1892, S. 212, 273; {{archive.org |LehrbuchDerDeutschenReichsUndRechtsgeschichte6Auflage1892 |Blatt=n232}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fahnlehen war regelmäßig auch mit der Gerichtsbarkeit, dem [[Zwing und Bann|Gerichtsbann]], verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Fahnenlehn |Band=6 |Seite=73 |zenoID=20009898689}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehen, die an geistliche Fürsten verliehen wurden, waren die sogenannten [[Zepterlehen]]. So steht die Unterscheidung im [[Sachsenspiegel]] (III. Buch, 60 § 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FrederikIboek.jpg|mini|[[Friedrich I. (Brandenburg)|Friedrich von Zollern-Nürnberg]] erhält von König [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] 1415 auf dem Konzil von Konstanz die [[Mark Brandenburg]] als Lehen]]&lt;br /&gt;
Als der Letzte, der auf diese Art belehnt wurde, galt bisher [[Kurfürst]] [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]]. Tatsache ist jedoch, dass [[August (Sachsen)|Kurfürst August]] noch 1566 in [[Augsburg]] in feierlichem Aufzug mit 13 Fahnen belehnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Nachahmung dieser Sitte war die Belehnung der [[Herzogtum Preußen|Herzöge von Preußen]] durch den [[König von Polen]] zwischen 1525 und 1660. Der letzte derartige Akt überhaupt war die Belehnung des [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Großen Kurfürsten]] mit dem Herzogtum Preußen, die er 1641 in [[Warschau]] persönlich einholte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich hatte das Fahnenlehn schon mit der Einführung [[Stehendes Heer|stehender Heere]] seit dem 15. Jahrhundert an Bedeutung verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Lehnswesen |Band=12 |Seite=335 |SeiteBis=338 |zenoID=20006987982}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Art der symbolischen Übergabe erfolgte mit dem Helm. Ritterlehen wurden mit dem Schild vergeben und daher [[Schildlehen]] genannt. Der Brauch der Belehnung mit der Fahne reicht weit zurück. [[Gregor von Tours]] erzählt, dass König [[Guntram I.|Guntchramm]] König [[Childebert II.|Childebert]] vermittelst eines [[Speer]]s sein ganzes Reich übergeben habe. Speer und Fahne sind aber identisch, da die Ritter ihre Fahne an den Speer gebunden zu tragen pflegten. Am Hof der Staufer war es Sitte, dass Königreiche mit dem Schwert, Provinzen mit der Fahne verliehen wurden. Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich&amp;amp;nbsp;I.]] belehnte 1152 König [[Sven III. (Dänemark)|Peter von Dänemark]] unter dem Symbol eines Schwerts. Abweichend vom Sachsenspiegel wurde 1180 dem Erzbischof von Köln die Herzogsgewalt in Westfalen und Engern mit der kaiserlichen Fahne verliehen. Herzog Friedrich von Lothringen wurde 1258 vom Gegenkönig [[Alfons&amp;amp;nbsp;X.]] mit fünf Fahnen belehnt. In späterer Zeit wurde es üblich, dass die Lehnsfahnen mit den Wappen der zu verleihenden Landschaften geschmückt waren; daneben erhielten die Fürsten eine rote Fahne des [[Blutgerichtsbarkeit|Blutbannes]] wegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Rietschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Lehre vom Fahnlehn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;HZ&amp;#039;&amp;#039;, 107, 1911, S. 353.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Friedrich Krieger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lehnshoheit der deutschen Könige im Spätmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Scientia-Verlag, Aalen 1979, ISBN 3-511-02843-4, S. 36–42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Meyers 1888–1890}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehnswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Equord</name></author>
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