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	<title>Fagana - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:38:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fagana&amp;diff=504984&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HerrAdams: (GR)  File:Schloss Burgrain Michael Wening.jpg → File:Wening M102 Burgrain, Schloss.jpg bessere Auflösung</title>
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		<updated>2026-04-01T17:18:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;(&lt;a href=&quot;/index.php?title=C:GR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:GR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;GR&lt;/a&gt;)  &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Schloss_Burgrain_Michael_Wening.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Schloss Burgrain Michael Wening.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Schloss Burgrain Michael Wening.jpg&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Wening_M102_Burgrain,_Schloss.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Wening M102 Burgrain, Schloss.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Wening M102 Burgrain, Schloss.jpg&lt;/a&gt; bessere Auflösung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fagana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ein altes bayerisches Ur- und Hochadelsgeschlecht. Sie werden in der [[Lex Baiuvariorum]], in der das alte [[Volksrecht]] des baierischen Stammesherzogtums ab 635 zusammengefasst wurde, neben den [[Trozza]], [[Huosi]], [[Hahilinga]], [[Anniona]] und dem Herzogsgeschlecht der [[Agilolfinger]] ausdrücklich genannt und waren damit eines der sechs bayerischen Urgeschlechter.  In der Lex Baiuvariorum heißt es dazu im Kap. III, De genealogiis et eorem conpositione (&amp;#039;&amp;#039;III. Über die Geschlechter und ihre Buße&amp;#039;&amp;#039;): „Isti sunt quasi primi post Agilolvingas, qui sunt de genere ducali. Illis enim duplum honorem concedimus, et sic duplam conpositionem accipiant“ (&amp;#039;&amp;#039;„Diese sind sozusagen die ersten nach den Agilolfingern, die von herzoglichem Geschlecht sind. Ihnen gewähren wir doppelte Ehre, und deshalb sollen sie doppeltes Bußgeld erhalten.“&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roman Deutinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Lex Baioariorum. Das Recht der Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 2017, ISBN 978-3-7917-2787-5; S. 80/81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Stammland der Fagana war die Gegend zwischen [[Isar]] und [[Inn]] und zwischen [[Mangfall]] und dem Unterlauf der [[Amper]]. Zu ihrem Gebiet gehörten auch der [[Erding]]gau und der [[Isengau (Historisch)|Isengau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Unter Herzog [[Odilo (Bayern)|Odilo]] tritt in der ersten vorhandenen [[Bistum Freising|Freisinger]] [[Traditionsbuch|Traditionsnotiz]] von 744 als erster Zeuge einer Schenkung und in seiner Funktion als &amp;#039;&amp;#039;judex&amp;#039;&amp;#039; der Fagan Anulo auf, in der Zeugenreihe folgt der Fagan Regino, ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;judex&amp;#039;&amp;#039; und später noch der Fagan Wurmhart. In der zweiten Freisinger Traditionsnotiz von 748 unterzeichnet der Fagan Wetti an zweiter Stelle. Ebenso wird in der dritten Freisinger Traditionsnotiz, welche eine Bestätigung der Schenkungen Odilos durch [[Tassilo III.]] enthält, neben [[Huosi]]namen der Fagan Re(a)gino genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fagana erscheinen wieder im Jahre 750 in einer Freisinger Traditionsnotiz. Am 3. Juli 750 schenkt der erst neunjährige [[Tassilo III.]] als &amp;#039;&amp;#039;dux&amp;#039;&amp;#039; den &amp;#039;&amp;#039;locus&amp;#039;&amp;#039; [[Erching (Hallbergmoos)|Erching]] unter dem Bischof [[Joseph von Verona]] an die Domkirche Freising. Auch dieser Freisinger Bischof wird als Fagan bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Kommission für Bayerische Landesgeschichte |Titel=Hochstift Freising |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern – Vergriffene Bände |Band=Altbayern Reihe I Heft 33 |Ort=München |Datum=1974 |Kapitel=Die Herrschaft Burgrain A. Historische Vorbemerkungen 1. Allgemeine Einleitung |Seiten=272 |Online=[https://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007668_00291 Digitalisat] |Abruf=2019-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schenker treten zwei Familien auf, nämlich die &amp;#039;&amp;#039;[[Feringa (Adelssippe)|Feringa]]&amp;#039;&amp;#039; (für diese tritt ein Alfrid auf) und die &amp;#039;&amp;#039;Fagana&amp;#039;&amp;#039;, repräsentiert durch Re(a)gino, Anulo, Wetti, Wurmhart &amp;#039;&amp;#039;et cuncti participes eorum&amp;#039;&amp;#039; (= alle anderen Teilnehmer beider Seiten). Ausstellungsort war der agilolfische Herzogshof in [[Niederding]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Jahn, 1991, S.&amp;amp;nbsp;304.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anulo und Regino amtierten bereits unter Odilo als herzogliche Richter in &amp;#039;&amp;#039;castrum&amp;#039;&amp;#039; Freising. Dieser Regino könnte das Sippenoberhaupt gewesen sein, der 760 mit dem für einen [[Graf]] ungewöhnlichen Titel [[Praeses (Statthalter)|&amp;#039;&amp;#039;praeses&amp;#039;&amp;#039;]] versehen wird (die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;praeses und dux&amp;#039;&amp;#039; ist sonst nur bei den Churrätischen [[Viktoriden]] üblich). Der Fagan Wetti, Sohn des Anulo, tradiert seinen väterlichen Erbbesitz in der &amp;#039;&amp;#039;villa&amp;#039;&amp;#039; [[Rudlfing (Marzling)|Rudlfing]] 759/60 an die Freisinger Marienkirche. Schreiber der Urkunde ist Oadalker, ein Bruder des Wetti; beide schenken 772 Besitz zu [[Kienberg (Oberbayern)|Kienberg]] an das Huosi[[kloster Schlehdorf]]. Ein gleichnamiger Enkel dieses Wetti ist zwischen 883 und 926/37 als &amp;#039;&amp;#039;comes&amp;#039;&amp;#039; in der Gegend nördlich der unteren [[Amper]] bezeugt, auch sein Bruder Kepolf trägt 853 den Grafentitel. Der Name Regino tritt ab den 780er Jahren bis 864 relativ häufig auf: Regino und seine (Huosi-)Frau Oaspirin schenken beispielsweise um 783 ihren Besitz in [[Hohenkammer]], ebenso treten Regino und sein Sohn Liuto nach 792 als Schenker auf. Sie erscheinen dabei zumeist in engem und auch verwandtschaftlichem Kontakt zu den Huosiern.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Störmer, 1972, S.&amp;amp;nbsp;114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste uns bekannte Gaugraf der Fagana ist der an der [[Isen (Fluss)|Isen]] begüterte Graf Job (Jakob, um 790 bis 820). Die Studien Fastlingers über die Fagana zeigen, dass der Isengau als Hauptgau faganischer Besitzungen anzusehen ist und dass besonders das obere [[Isen]]tal eine Anziehungskraft auf diese Sippe ausübte. Dass sich bei der Besiedelung [[Bayern]]s viele Familien in und um Isen niederließen, geht aus den auf [[-ing]] endenden Ortsnamen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Pemmering, Penzing, Schnaupping usw. hervor. Die Endung „ing“ wurde den Namen der bayerischen Ursiedlungen angehängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Fagana stellt einen charakterisierenden Beinamen dar, der seit den [[Brüder Grimm|Brüdern Grimm]] mit die &amp;#039;&amp;#039;Frohen&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;Fröhlichen&amp;#039;&amp;#039; übersetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Störmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Früher Adel. Studien zur politischen Führungsschicht im fränkisch-deutschen Reich vom 8. bis 11. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; S. 47. (= Monographien zur Geschichte des Mittelalters). Stuttgart, Hiersemann 1973, ISBN 3-7772-7307-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wening M102 Burgrain, Schloss.jpg|mini|Burgrain als Kupferstich von Michael Wening in &amp;#039;&amp;#039;Topographia Bavariae&amp;#039;&amp;#039; um 1700]]&lt;br /&gt;
Einer der Hauptorte der Fagana war die [[Herrschaft Burgrain]]. [[Atto von Freising|Atto der Kienberger]], Bischof von [[Freising]], erwarb im Tausch Burgrain von dem Fagan Riphwin im Jahre 808, die Bestätigung des Tausches erfolgte durch [[Karl der Große|Karl den Großen]] am 4. Mai 811. Der Ort [[Vagen]] (&amp;#039;&amp;#039;fagana locus&amp;#039;&amp;#039; um 948) am Fluss [[Mangfall]], der bis in das 10. Jahrhundert Fagana (später Fagen bzw. Vagen) genannt wurde, wird dem Adelsgeschlecht der Fagana zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=BB1nAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA56&amp;amp;lpg=PA56&amp;amp;dq=Fagana&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=1xpOd4TqnZ&amp;amp;sig=ACfU3U3Y2wYxAB4aZWbKbezQEwP9c1E3bQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiR3ZrIiq_iAhVD5uAKHQgTCLc4HhDoATAGegQICRAB#v=onepage&amp;amp;q=Fagana&amp;amp;f=false Johann Ferdinand Huschberg: &amp;#039;&amp;#039;Aelteste Geschichte des durchlauchtigsten Hauses Scheiern-Wittelsbach bis zum Aussterben der gräflichen Linie Scheiern-Valai&amp;#039;&amp;#039;. Cotta, München 1834, S.&amp;amp;nbsp;56.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die davon abgeleiteten Herren von Vagen sind bis in das 13. Jahrhundert bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=7RBPAAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA77&amp;amp;lpg=RA1-PA77&amp;amp;dq=Hahilinga&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ejKVMXA7Zm&amp;amp;sig=ACfU3U3w0_Qt0oR4YfpxpcgHfybWuF26bQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjQkMfnlK_iAhUm0uAKHWLCC2E4FBDoATAEegQIBhAB#v=onepage&amp;amp;q=Hahilinga&amp;amp;f=false Vincenz Pall von Pallhausen: &amp;#039;&amp;#039;Garibald, erster König Bojoariens und seine Tochter Theodelinde, erste Königin in Italien: Oder die Urgeschichte der Baiern.&amp;#039;&amp;#039; Lentner, München 1810, S.&amp;amp;nbsp;77.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Behauptung, Vagen sei ein Hauptort der Fagana gewesen, wird von der neueren historischen Forschung abgelehnt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Kommission für Bayerische Landesgeschichte |Titel=Landgericht Aibling und Reichsgrafschaft Hohenwaldeck |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern – Vergriffene Bände |Band=Altbayern Reihe I Heft 17 |Ort=München |Datum=1967 |Kapitel=Hofmark Vagen |Seiten=201 |Online=[https://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007641_00218 Digitalisat] |Abruf=2019-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auch eine Ableitung des Namens von &amp;#039;&amp;#039;Einfang&amp;#039;&amp;#039; (= Rodungsland) wird erwogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist festzustellen, dass die Faganasippe bis in das 10. Jahrhundert wichtige politische Rollen als &amp;#039;&amp;#039;comites&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;advocati&amp;#039;&amp;#039; spielten.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Störmer, 1972, S.&amp;amp;nbsp;119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die Fagana sind in einem [[Historischer Roman|historischen Roman]] von einer Erdinger Autorin literarisch verarbeitet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Josefa vom Jaaga: &amp;#039;&amp;#039;Otkers Urkunde: Fulcko und Lantpert ermitteln.&amp;#039;&amp;#039; BoD, 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludwig Heilmaier: &amp;#039;&amp;#039;Das obere Isental und das Kloster Isen&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Evenhausen 1938.&lt;br /&gt;
* versch. Autoren: &amp;#039;&amp;#039;Isen 550 Jahre Markt&amp;#039;&amp;#039;. Nußrainer Isen 1984.&lt;br /&gt;
* Joachim Jahn: &amp;#039;&amp;#039;Ducatus Baiuvariorum: Das bairische Herzogtum der Agilolfinger&amp;#039;&amp;#039; (= Monographien zur Geschichte des Mittelalters; Band 35). Hiersemann, Stuttgart 1991, ISBN 3-7772-9108-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Störmer: &amp;#039;&amp;#039;Adelsgruppen im früh- und hochmittelalterlichen Bayern&amp;#039;&amp;#039; (= Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1972. {{Falsche ISBN|3-7696-9877-7}}.&lt;br /&gt;
* {{RGA|8|139|141|Fagana|[[Wilhelm Störmer]]}} ([https://books.google.de/books?id=T9OoB-_eZEIC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA139#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerisches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bajuwaren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HerrAdams</name></author>
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