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	<title>Fadenglas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T01:44:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fadenglas&amp;diff=284986&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2025-07-20T21:02:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bei &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fadenglas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Reticella) handelt es sich um ein Kunstglas, bei dem in durchsichtige Gläser farbige oder weiße Glasfäden eingeschmolzen werden. Diese werden durch Verformung und Verdrehung der noch heißen Masse zu Mustern ausgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reticella Rüdesheim.JPG|mini|Netzglas à la façon de Venise, [[Brömserburg|Rheingauer Weinmuseum]], 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vase Fazzoletto.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Fazzoletto&amp;#039;&amp;#039;-Vase (Fulvio Bianconi für Venini, Venedig 1949)]]&lt;br /&gt;
Eine Vorstufe dieser Technik, das Glas mit Fadenauflage, war schon in der Antike bekannt. Dünne bunte Fäden wurden spiralförmig um das Gefäß herumgelegt und durch Auf- und Abwärtsziehen zu Zickzackmustern oder Wellen verarbeitet. [[Spätrömische Nuppengläser]] weisen gelegentlich zusätzlich zu den [[Nuppen]] auch derartige Fadenmuster auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fadenglas im engeren Sinne, in dem der gesamte Glaskörper von dünnen, eingeschmolzenen Fäden überzogen ist, wurde indes erstmals im frühen 16. Jahrhundert bei [[Republik Venedig|venezianischen]] [[Glasbläser]]n nachgewiesen (italienisch &amp;#039;&amp;#039;Millefiōri&amp;#039;&amp;#039;). Sind weiße [[Milchglas]]-Fäden (italienisch &amp;#039;&amp;#039;latticini&amp;#039;&amp;#039;) eingeschmolzen, spricht man auch vom &amp;#039;&amp;#039;Latticinio&amp;#039;&amp;#039;-Glas, oder, wegen seiner fein elaborierten, filigranen Verarbeitungsweise, auch von &amp;#039;&amp;#039;vetro a filigrana&amp;#039;&amp;#039;. Als [[Glas à la façon de Venise]] wurden Fadengläser im ausgehenden 16. und 17. Jahrhundert auch in Glashütten nördlich der Alpen produziert, beispielsweise in [[Tirol]], in Deutschland, in den Niederlanden und in Flandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verfeinerung des Fadenglases ist das so genannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netzglas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spitzenglas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; hier wurde in eine aufgeschnittene Glasblase eine zweite mit entgegengesetzt verlaufenden Milchglasfäden eingebracht. Es entstand ein Effekt wie bei einem [[Spitze (Stoff)|Spitzen]]-Muster (italienisch &amp;#039;&amp;#039;reticella&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Barock|barocke]] Adaption der Netzglastechnik gibt es um 1745 bis ca. 1770 in englischen Glashütten, die sie insbesondere zur Verzierung der Schäfte langstieliger Weingläser einsetzten und zu einer Hochblüte brachten. Fuß und [[Kuppa]] dieser Kelche oder Pokale bestanden in der Regel aus schlichtem farblosem Glas. Die Assoziation des Schaftdekors mit einem Stück netzartiger Gaze (&amp;#039;&amp;#039;petty net&amp;#039;&amp;#039;) brachte diesem Glastyp die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petinetglas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ein. Er wurde in geringerem Umfang auch in norddeutschen und niederländischen Glashütten produziert. Da die Glashütten noch nicht signierten, ist die exakte Provenienz häufig nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Historismus]] des 19. Jahrhunderts revitalisiert das Faden- und Netzglas im venezianischen Stil. Dies geschieht nördlich der Alpen, bevor in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sein Ursprungsort [[Murano]] selbst mit Gründung der Firma [[Società Salviati &amp;amp; Co.]] (1866) und ihrer Nachfolger nachzieht. Die [[Josephinenhütte]] in Böhmen und die [[Rheinische Glashütten-Actien-Gesellschaft]] in [[Köln-Ehrenfeld|Ehrenfeld bei Cöln]] sind frühe Beispiele für die Wiederentdeckung dieser Technik &amp;#039;&amp;#039;à la façon de Venise&amp;#039;&amp;#039;. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es auch farbige Varianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glaskunst des [[Jugendstil]]s hält partiell an der historischen Technik des Einschmelzens farbiger Glasfäden als Dekorationselement fest, ohne dass jedoch ein flächendeckendes Faden- oder Netzmuster entsteht. Solche Gefäße beispielsweise von [[Joh. Loetz Witwe]] (Klostermühle/Klášterský Mlýn, Böhmen) zählen nicht zum Fadenglas im engeren Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine venezianische Sonderform des Faden- und Netzglases nach 1945 ist das so genannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fazzolettoglas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von italienisch &amp;#039;&amp;#039;fazzoletto&amp;#039;&amp;#039;, „Taschentuch“). Vasen und Schalen werden hierbei in eine so bizarre Form geblasen, dass sie wie ein zerknülltes Spitzentaschentuch aussehen. Die ersten Entwürfe dieser Art stammen von [[Fulvio Bianconi]], der in den 1950er Jahren hauptsächlich für die Glasmanufaktur Venini arbeitete. Es gibt von Bianconi und seinen Nachfolgern diese „Taschentuch“-Form aber auch glatt (also ohne &amp;#039;&amp;#039;reticella&amp;#039;&amp;#039;-Technik) und andererseits zahlreiche mehrfarbige Faden- und Netzglas-Variationen in traditionell-konservativen Formen (Flaschen, Vasen, Pokale, Gläser).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claudia Horbas, Renate Möller: &amp;#039;&amp;#039;Glas. Vom Barock bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte Auflage. Deutscher Kunstverlag, München u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, ISBN 3-422-06473-7.&lt;br /&gt;
* Hermann Jedding: &amp;#039;&amp;#039;Fadenglas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1973, Sp. 1048–1059 ([https://www.rdklabor.de/wiki/Fadenglas online]).&lt;br /&gt;
* {{Meyers-1905 |Lemma=Millefiōri |Band=6 |Seite=839 |SeiteBis=840 |zenoID=20007090897}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstglas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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