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	<title>Factio - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T13:42:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Factio&amp;diff=2402710&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cewbot: Korrigiere defekten Abschnittslink: 2025-07-03 #Erstes Triumvirat→Triumvirat#Erster Triumvirat</title>
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		<updated>2025-07-04T14:12:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Cewbot/log/20201008/configuration&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Cewbot/log/20201008/configuration (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Korrigiere defekten Abschnittslink&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/257585639&quot; title=&quot;Spezial:Diff/257585639&quot;&gt;2025-07-03&lt;/a&gt; #Erstes Triumvirat→&lt;a href=&quot;/index.php/Triumvirat#Erster_Triumvirat&quot; title=&quot;Triumvirat&quot;&gt;Triumvirat#Erster Triumvirat&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:factio}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;factio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch, Plural &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wurden im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] zwei Formen von Zusammenschlüssen bezeichnet. Einerseits handelte es sich um informelle politische Verbindungen von Interessengruppen in der [[Römische Republik|Römischen Republik]], andererseits um Organisationen, die in der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] die Infrastruktur zum Betrieb der Zirkusspiele stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republik ==&lt;br /&gt;
Zunächst wurden als &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; Zusammenschlüsse von in der Regel hochrangigen Personen bezeichnet, die dadurch gemeinsame Ziele durchsetzen wollten. Diese Verbindungen konnten temporärer oder dauerhafter Natur sein. In der späten Republik bekam der Begriff einen pejorativen Charakter im Sinne von „Klüngel“ oder „[[Koterie]]“ von [[Oligarchie|oligarchischen]] Kräften.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gaius Iulius Caesar]]: &amp;#039;&amp;#039;[[De bello civili|Der Bürgerkrieg]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 82–83.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Zusammenschlüssen haftete oft der Vorwurf der moralischen Minderwertigkeit an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sallust]]: &amp;#039;&amp;#039;[[De bello Iugurthino|Der Jugurthinische Krieg]]&amp;#039;&amp;#039; 31, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Praxis konnten verschiedene Gruppen gemeint sein, so politische Mitläufer, Verschwörer wie [[Lucius Sergius Catilina]] und dessen [[Catilinarische Verschwörung|Mitverschwörer]], aber auch Zusammenschlüsse wie der [[Gaius Iulius Caesar]]s, [[Gnaeus Pompeius Magnus]]’ und [[Marcus Licinius Crassus]]’ im [[Triumvirat#Erster Triumvirat|ersten Triumvirat]]. [[Marcus Tullius Cicero]] bezeichnete die Optimaten in ihrer Gesamtheit als &amp;#039;&amp;#039;factio&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero: &amp;#039;&amp;#039;[[De re publica|Über die Republik]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich waren derartige Verbindungen nichts Anstößiges. Neben &amp;#039;&amp;#039;[[amicitia]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[clientela]]&amp;#039;&amp;#039; waren die &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; eine der Säulen der römischen Politik. In der Zeit nach dem [[Zweiter Punischer Krieg|Krieg gegen Hannibal]] begannen sich diese Zusammenschlüsse herauszubilden, doch veränderten sie in der späten Republik ihre Form und waren somit ein augenfälliges Zeichen der [[Krise der Römischen Republik]]. Mit dem Untergang der Republik fanden auch die politischen &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; ihr Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaiserzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mosaico del circo MCGR 2285.jpg|miniatur|Pferderennen mit Teilnehmern aller vier Farben auf einem antiken römischen Mosaik aus [[Lyon]]]]&lt;br /&gt;
In der Kaiserzeit vollzog sich schnell ein völliger Bedeutungswandel des Begriffes. Nun waren es nicht mehr politische Gruppen, sondern Zusammenschlüsse von [[Eques|Rittern]], ohne die die [[Circus (Antike)|Zirkusspiele]] nicht durchführbar gewesen wären, wenngleich dadurch wiederum politischer Einfluss erwuchs. Sie stellten alles für die Spiele Benötigte – von Pferden, Wagen und Wagenlenkern bis hin zu weiterem Personal und Sachleistungen – zur Verfügung. Die Direktoren der Zusammenschlüsse wurden &amp;#039;&amp;#039;domini factionum&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie waren sehr einflussreich und konnten noch bis in die Regierungszeit des Kaisers [[Nero]] hinein den Spielgebern die Bedingungen der Austragungen vorschreiben. Es gab vier konkurrierende Zusammenschlüsse, die an ihren Farben erkennbar waren: &amp;#039;&amp;#039;venetus&amp;#039;&amp;#039; (blau), &amp;#039;&amp;#039;prasinus&amp;#039;&amp;#039; (grün), &amp;#039;&amp;#039;russatus&amp;#039;&amp;#039; (rot) und &amp;#039;&amp;#039;albatus&amp;#039;&amp;#039; (weiß). [[Domitian]] führte mit &amp;#039;&amp;#039;purpureus&amp;#039;&amp;#039; (purpur) und &amp;#039;&amp;#039;aureus&amp;#039;&amp;#039; (gold) zwei weitere Farben ein, die sich aber nicht durchsetzen konnten und nach seinem Tod wieder verschwanden. Die vier traditionellen Farben der römischen [[Wagenlenker]] wecken außerdem Assoziationen zu den vier [[Apokalyptische Reiter|apokalyptischen Reitern]]; denn diese tragen die Farben weiß, rot, schwarz und grünlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl-Heinrich Ostmeyer |Titel=Vier Pferde, Farben und factiones. Die apokalyptischen Reiter und ihr zeitgeschichtlicher Hintergrund (Offb 6,2-8) |Sammelwerk=Zeitschrift für neutestamentliche Wissenschaft (ZNT) |Band=113 |Nummer=1 |Verlag=De Gruyter |Datum=2022 |Seiten=99-121}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst war die Anhängerschaft nicht an eine der Farben wie in der sehr späten Kaiserzeit und dem [[Byzantinisches Reich|frühbyzantinischen Reich]] an die [[Zirkusparteien]] gebunden, sondern vergaben ihre Gunst frei. Einzig am Kaiserhof bildeten sich feste Zirkusparteien heraus. Sowohl die [[Tunika|Tuniken]] des Wagenlenkers als auch die Wagenkästen waren in den Farben der &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; gehalten und damit leicht erkennbar. Noch im 2. Jahrhundert holten sich siegreiche Wagenlenker wie [[Gutta Calpurnianus]] und [[Gaius Appuleius Diocles]] ihre Siegespalmen in allen vier Farben gewandet ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst waren die Rennen in der [[Augustus|augusteischen]] Zeit weitestgehend den Liebhabern und Kennern der Pferderennen vorbehalten, das einfachere Volk vergnügte sich bei anderen Veranstaltungen. Seit der Herrschaft [[Caligula]]s wurden sie zu einem bedeutenden Bestandteil der stadtrömischen Unterhaltung, ja zu stetigen Sensationen. Obwohl die Spiele seit der [[Römische Königszeit|Königszeit]] durchgeführt wurden, erwähnte erst [[Plinius der Jüngere]] nach den erhaltenen Quellen erstmals die &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; und die Farben.&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius: &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia|Naturgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 8, 160.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seiner Zeit hatte sich das Verhältnis des Publikums zum Spektakel schon stark verändert. Mittlerweile interessierte die Zuschauer nicht mehr die Schnelligkeit eines Pferdes oder das Geschick eines Wagenlenkers, sondern die Farbe des Gespanns, der &amp;#039;&amp;#039;pannus&amp;#039;&amp;#039; (der Lappen, das Trikot). Sie entschieden über ihre Zugehörigkeit zu einer Farbe nicht objektiv, sondern nach Gefühl. Zu Zeiten des Plinius war die Gunst wohl noch einigermaßen gleichmäßig unter den Farben verteilt. Später änderte sich das und blau und grün wurden die vorherrschenden Farben, was wahrscheinlich an einer zufälligen Vorliebe der Kaiser lag. Nero trug als Wagenlenker beispielsweise eine [[malachit]]grüne Tunika. Die in den Hintergrund getretenen Farben weiß und rot wechselten zunächst frei in ihrer Zuordnung zu blau und grün, spätestens in [[Konstantinopel]] wurde die weitere Nachfolge – rot auf grün und weiß auf blau – endgültig festgelegt. In dieser Zeit wurde die Organisation auch von den selbstständigen &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; zu kaiserlich-staatlichen Betrieben und letztlich Dienstleistern umgestaltet. Im 4. Jahrhundert war diese Entwicklung abgeschlossen. Spätestens zu dieser Zeit war es nicht mehr möglich, dass ein so wichtiges Element des Staates wie die Spiele in der Hand von Privatleuten lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Theodosianus]]&amp;#039;&amp;#039; zeigt, dass die Regelungen nach der Umwandlung in Staatsbetriebe sehr strikt waren, etwa im Umgang mit ausgemusterten Pferden, der Namensgebung oder der Futterlieferungen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039; 15, 10, 1–2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem späten dritten Jahrhundert konnten mehrfach siegreiche Wagenlenker Karriere in den &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; machen, bis hin zum &amp;#039;&amp;#039;dominus factionis&amp;#039;&amp;#039;. Als Dienstleister für den Staat werden die &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; nun auch nicht mehr so oft in den Quellen erwähnt. Häufiger werden die von den &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; betriebenen &amp;#039;&amp;#039;stabula&amp;#039;&amp;#039;, die „Rennställe“, genannt. Die kleineren von ihnen waren in der &amp;#039;&amp;#039;[[Regio (Rom)|regio]] IX&amp;#039;&amp;#039; beim [[Circus Flaminius]] angesiedelt. Seit [[Konstantin der Große|Konstantin I.]] wurde das System der Farben in die neue Hauptstadt [[Konstantinopel]] übernommen. Ebenso wurden für beide Farben zwei Ställe, das &amp;#039;&amp;#039;dihippion&amp;#039;&amp;#039; im Norden des [[Hippodrom (Konstantinopel)|Hippodroms]], erbaut. In den byzantinischen Quellen erscheint der Begriff &amp;#039;&amp;#039;factiones&amp;#039;&amp;#039; jedoch nicht mehr, da sie nicht mehr existierten. Während das System der Zirkusparteien überdauerte, hatte sich die Form der Organisation und des Betriebes der Rennen und der dazugehörigen Infrastruktur komplett gewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|IV,1|859||Conditor factionis|[[Erwin Pollack]]|RE:Conditor factionis}}&lt;br /&gt;
* {{RE|V,1|1309|1310|Dominus 3|[[Erwin Pollack]]|RE:Dominus 3}}&lt;br /&gt;
* {{RE|VI,2|1954||Factionarius|[[Erwin Pollack]]|RE:Factionarius}}&lt;br /&gt;
* {{RE|VI,2|1954|1957|Factiones|Erwin Pollack|RE:Factiones}}&lt;br /&gt;
* {{DNP|4|390|392|Factiones|[[Walter Eder]], [[Augusta Hönle]]|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Politik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Altertum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cewbot</name></author>
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