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	<title>Fachsprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T12:50:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fachsprache&amp;diff=20569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TK-lion: /* Merkmale */ &lt;ironie&gt;hyhr sprächäh düh expärrdäh&lt;/ironie&gt;, Platz zum Ankern</title>
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		<updated>2025-09-02T16:41:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Merkmale: &lt;/span&gt; &amp;lt;ironie&amp;gt;hyhr sprächäh düh expärrdäh&amp;lt;/ironie&amp;gt;, Platz zum Ankern&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachsprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Technolekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist die für ein bestimmtes Fachgebiet oder für eine bestimmte Branche geltende Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Kuno Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Gebrauchssprache.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. 2. Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2008, ISBN 978-3-476-02102-1, ein Fall der [[Gebrauchssprache]], anders die (unbelegte) Vorversion, wonach Oberbegriff der Fachsprache der [[Jargon]] sein soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Sprache, „die sich vor allem durch [[Terminus|Fachausdrücke]] von der Gemeinsprache unterscheidet“,&amp;lt;ref&amp;gt;Duden, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Universalwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird so genannt. Die Fachsprachen bilden mit der [[Gemeinsprache]], den [[Mundart]]en und [[Regiolekt|regionalen Varietäten]] die Gesamtsprache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fask&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |date=2020-12-01 |url=http://www.fask.uni-mainz.de/user/feuerstein/rp/rp-2.1-2.html |text=Abgrenzung von Fachsprache und Gemeinsprache}} Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachsprachen bauen auf der Gemeinsprache auf und stehen mit ihr in einer Wechselbeziehung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fask&amp;quot; /&amp;gt; Zur Fachsprache gehören kennzeichnend vor allem [[Fachbegriff]]e und [[Fremdwort|Fremdwörter]], das [[Fachvokabular]]. Es ist außerhalb des Fachgebietes sehr ungebräuchlich oder einzelne Wörter haben in ihm eine andere Bedeutung als gemeinsprachlich. Auch Grammatik und Intonation können sich unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Fachsprachen unterscheidet man die [[Sondersprache]]n und die sogenannten [[Jargon]]s als Sprachen bestimmter sozialer oder beruflicher Kreise. Als Jargon wird die Fachsprache zum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachjargon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder distanziert, aber noch respektvoll zum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachlatein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und etwas abwertend zum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachchinesisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Fachsprachen gehören zu den standardisierten [[Sprachvarietäten]]. Sie haben auch die Funktion von Gruppensprachen und [[Umgangssprache]]n der jeweiligen Fachleute, unterscheiden sich jedoch durch die erwähnte Standardisierung bzw. Normierung von den übrigen nicht standardisierten Gruppen- und Umgangssprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehende Normierung soll heute vor allem auch zu [[Übersetzungsgerechtes Schreiben|übersetzungsgerechtem Schreiben]] führen. Solche Fachsprachen werden auch als [[Übersetzungsgerechtes Schreiben#Kontrollierte Sprache|kontrollierte Sprachen]] bezeichnet. Die Fachsprachenforschung als Teil der [[Angewandte Linguistik|Angewandten Linguistik]] zielt darauf ab, die fachsprachliche Kommunikation in verschiedenen Bereichen und unter verschiedenen Bedingungen zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thorsten Roelcke |Titel=Fachsprachen |Auflage=4 |Verlag=Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG |Ort=Berlin |Datum=2020 |ISBN=9783503188024 |Seiten=40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fachjargon hat aus [[Soziolinguistik|soziolinguistischer]] Sicht zwei Funktionen. Zum einen bezeichnet er innertheoretisch Sachverhalte präzise, um darüber kommunizieren zu können. Zum zweiten kann er für die Gruppe ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein einzelner Fachbegriff einer Fachsprache wird auch [[Terminus technicus]] oder kurz Terminus genannt. Die Gesamtheit aller Termini eines Gebietes bildet eine [[Terminologie]]. Terminologien können beispielsweise in einem [[Wörterbuch]], einem [[Glossar]] oder einem [[Thesaurus]] formuliert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Termini und Fachsprachen sind durch Fortschritte der Wissenschaft in rascher Entwicklung begriffen. Der [[Sprachgebrauch]] in verschiedenen Disziplinen ändert sich auch dadurch, dass immer mehr [[Fachwort|Fachwörter]] – vor allem [[Englische Sprache|englische]] – in Gebrauch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Experten}}Experten eines bestimmten Fachgebietes werden von Laien nicht richtig verstanden, weshalb ihre Fachsprache als &amp;#039;&amp;#039;Fachjargon&amp;#039;&amp;#039; oder auch als &amp;#039;&amp;#039;Fachchinesisch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. „Chinesisch“ steht hier für „unverständlich“. Eine abgeschwächte Variante davon ist &amp;#039;&amp;#039;Fachlatein&amp;#039;&amp;#039; – in der Regel nicht abwertend gemeint, sondern gemischt aus distanzierten und respektvollen [[Konnotation]]en. Ursprung des Begriffs ist, dass im europäischen Mittelalter die Gelehrten aller europäischen Universitäten grundsätzlich in Latein schrieben und diskutierten. [[Latein]] als eine Sprache der Wissenschaft hat sich in der Terminologie bis heute in [[Botanik]] und Medizin erhalten. Auch in den [[Geisteswissenschaft|Geisteswissenschaften]] sind zahlreiche lateinische Ausdrücke nach wie vor in Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
So wünschenswert die Übersetzung von Fachbegriffen in eine verständliche Sprache ist, birgt sie doch auch Gefahren. Anschaulich hat das [[Werner Schäfke]] in seinem Buch über die englischen Kathedralen geschrieben:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glossar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der lästige Versuch, das dem Autor zu geläufige Fachchinesisch umständlich in (un)-verständliches Hochdeutsch zu übersetzen, wobei das Übersetzen, wie bei der Fähre über den Kanal, die Gefahr von Seekrankheit und Gepäckverlusten mit sich bringt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Schäfke: &amp;#039;&amp;#039;Englische Kathedralen. Eine Reise zu den Höhepunkten englischer Architektur von 1066 bis heute&amp;#039;&amp;#039;. DuMont Buchverlag, Köln 1983, ISBN 3-7701-1313-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits liegt die „Allgemeinverständlichmachung“ der Inhalte, die durch eine Fachsprache ausgedrückt werden (sollen), meist im Interesse der Wissenschaftler, Autoren und Publizisten. Dies gilt nicht für diejenigen, die sich bewusst von der allgemeinen Gesellschaft abzugrenzen wünschen („[[Elfenbeinturm]]“) oder die mit Hilfe von [[Esoterik|esoterischer]] Wortwahl eine [[Pseudowissenschaft]] zu verbreiten oder eine Geheimlehre (siehe [[Okkultismus]]) zu bewahren suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Einige Fachsprachen heben sich besonders deutlich von der Umgangssprache ab. Beispiele hierfür sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Terminologie|Medizinische Fachsprache]]&lt;br /&gt;
* [[Juristische Fachsprache]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftssprache]]&lt;br /&gt;
* [[Verwaltungssprache]]&lt;br /&gt;
* [[Jägersprache]]&lt;br /&gt;
* [[Seemannssprache]]&lt;br /&gt;
* [[Bergmannssprache]]&lt;br /&gt;
* [[Druckersprache]]&lt;br /&gt;
* [[Fliegersprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche fachsprachliche Bezeichnungen stammen überwiegend aus bestimmten Sprachen, beispielsweise&lt;br /&gt;
* [[Liste der musikalischen Vortragsbezeichnungen|musikalische Vortragsbezeichnungen]] hauptsächlich aus dem [[Italienische Sprache|Italienischen]]&lt;br /&gt;
* [[Computersprache (Linguistik)|Computersprache]] hauptsächlich aus dem Englischen&lt;br /&gt;
* [[Nomenklatur (Biologie)|Nomenklatur]] und [[Taxonomie]] in der [[Biologie]], medizinische und juristische Fachsprache aus dem Lateinischen und Griechischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Begriffe ==&lt;br /&gt;
Eine [[Nomenklatur]] ist ein Spezialfall einer Terminologie, in der die Benennung von Objekten in einem bestimmten Themengebiet durch Richtlinien festgelegt ist (beispielsweise die [[Nomenklatur (Biologie)|Nomenklatur der Lebewesen]] in der Biologie oder die [[Nomenklatur (Chemie)|Nomenklatur chemischer Verbindungen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Wortschatz]], Vokabular oder Lexikon bezeichnet man die Gesamtheit aller [[Wort|Wörter]], deren eine Person mächtig ist oder die zu einer bestimmten [[Sprache]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Terminologie bezeichnet man die Gesamtheit aller [[Begriff (Philosophie)|Begriffe]] und [[Benennung]]en (Termini) einer Fachsprache, beziehungsweise die Fachsprache selbst. Die [[DIN]] 2342 trifft nähere Festlegungen zur Terminologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Terminologische Datenbank]]&lt;br /&gt;
* [[Kontrolliertes Vokabular]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilfried Apfalter: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Terminologie. Einführung und Grundwissen für das Philosophiestudium.&amp;#039;&amp;#039; Alber, Freiburg / München 2019, ISBN 978-3-495-49010-5.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Bausch, Wolfgang H. U. Schewe, Heinz-Rudi Spiegel: &amp;#039;&amp;#039;Fachsprachen: Terminologie, Struktur, Normung.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von DIN Deutsches Institut für Normung. Beuth, Berlin 1976.&lt;br /&gt;
* DIN 2342-1: &amp;#039;&amp;#039;Begriffe der Terminologielehre; Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Hans-R. Fluck: &amp;#039;&amp;#039;Fachsprachen&amp;#039;&amp;#039;. A. Francke Verlag, Tübingen und Basel 1996, ISBN 3-7720-1294-9.&lt;br /&gt;
* Fritz Clemens Werner: &amp;#039;&amp;#039;Wortelemente lateinisch-griechischer Fachausdrücke in den biologischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main 1997, ISBN 3-518-36564-9.&lt;br /&gt;
* Thorsten Roelcke: &amp;#039;&amp;#039;Fachsprachen&amp;#039;&amp;#039;. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-503-07938-6.&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Schlieben-Lange]], [[Helmut Kreuzer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachsprache und Fachliteratur.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1983.&lt;br /&gt;
* Gerold Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Sprachwandel und Sprachneubildung durch die Vereinigung Europas&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Muttersprache. Zeitschrift zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden, 84. Jg. 1974, S.&amp;amp;nbsp;409–419.&lt;br /&gt;
* Peter Dilg, Guido Jüttner: &amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Terminologie. Die Fachsprache des Apothekers.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1972.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Alfred Schirmer |Titel=Wörterbuch der deutschen Kaufmannssprache auf geschichtlichen Grundlagen, mit einer systematischen Einleitung |Verlag=Verlag von Karl J. Trübner |Ort=Strassburg |Datum=1911 |Seiten=218 |Online={{archive.org|wrterbuchderde00schiuoft}}}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fachsprache – International Journal of Specialized Communication&amp;#039;&amp;#039;. facultas.wuv, Wien {{ISSN|1017-3285}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4016216-3}}&lt;br /&gt;
* [http://www.infoterm.info/ International Information Centre for Terminology]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4016216-3|LCCN=sh85129472}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachsprache| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziolinguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliche Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachtyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TK-lion</name></author>
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