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	<title>Fachdidaktik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fachdidaktik&amp;diff=50358&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Icy2008: BKL aufgelöst</title>
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		<updated>2026-04-15T18:09:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachdidaktik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die wissenschaftlichen Disziplinen, deren Forschungs-, Lehr- und Entwicklungsgegenstände fach- bzw. domänenspezifische Lern- und Lehrprozesse sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fachdidaktiken.phil.fau.de/department/ |titel=Department Fachdidaktiken |hrsg=Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |sprache=de |abruf=2026-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachdidaktiken sind im deutschsprachigen Raum meistens den [[Schulfach|Schulfächern]] zugeordnet, etwa als [[Physikdidaktik]], [[Geschichtsdidaktik]] oder [[Sportdidaktik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Daneben gibt es aber auch [[Didaktik]]en, die mehrere Fächer zusammenfassen, sogenannte „Bereichsdidaktiken“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://blogt.phsg.ch/adsek1/files/2013/02/Grundbegriffe-der-Didaktik.pdf |titel=Grundbegriffe der Didaktik |hrsg=Pädagogische Hochschule St. Gallen |abruf=3.3.2026}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Verkehrsdidaktik]], die Didaktik der Sozialwissenschaften, die Naturwissenschaftsdidaktik oder die [[Fremdsprachendidaktik]]. Weitere behandeln nur bestimmte Aspekte eines Faches wie etwa die [[Literaturdidaktik]] oder die [[Sprachdidaktik]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Technische Universität Braunschweig |url=https://www.tu-braunschweig.de/germanistik/abt/did |titel=Didaktik der deutschen Sprache u. Literatur |hrsg=Technische Universität Braunschweig |sprache=de |abruf=2026-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellung im Wissenschaftssystem ==&lt;br /&gt;
Den Begriff der Fachdidaktik (statt bloßer [[Methodik]]) benutzte zuerst der Mathematikdidaktiker [[Walther Lietzmann]] um 1921.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Lietzmann: &amp;#039;&amp;#039;Fachwissenschaftliche Didaktik an der Universität.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Monatsschrift für höhere Schulen.&amp;#039;&amp;#039; ({{OCLC|610845024}}) Band 20, 1921, S. 155–161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verständnis der Fachdidaktiken, die nur den Schulfächern zugeordnet bzw. von ihnen abgeleitet werden, ist durch ihre Entstehung aus Fach[[Methodik (Pädagogik)|methodiken]] heraus zu erklären, heute aber überholt. Im Zuge der Verwissenschaftlichung vieler Fachdidaktiken zu (Teil-)Disziplinen mit eigenen Forschungsfeldern ist diese herkömmliche Bindung zunehmend einer eigenständigen Begründung der Gegenstandsbereiche gewichen. Insbesondere seit der Debatte um [[Bildungsstandards]] und [[Kompetenz (Pädagogik)|Kompetenzen]] und der zunehmenden „empirischen Wende“ fachdidaktischer Forschung (vgl. [[Heinrich Roth (Pädagoge)|Heinrich Roth]]) lässt sich auch argumentieren, dass Schulfächer ihrerseits „lediglich“ zufällig-kontingente organisatorische Einheiten sind, welche mehr oder weniger entlang systematischer oder pragmatischer Definitionen von Wissensbereichen und/oder „Domänen“ der Welterschließung definiert sind. In diesem Sinne lassen sich Fachdidaktiken auch verstehen als [[Fachgebiet|domänenzentrierte]] Wissenschaftsdisziplinen, welche Bedingungen, Logiken, Formen etc. „fach-“ bzw. „domänenspezifischen“ Lernens erforschen und auf der Basis dieser Forschungen lehren (vor allem in der [[Lehrerbildung]]). Didaktische Tätigkeiten und Prozesse sind auch außerhalb der Schule zu untersuchen, etwa in [[Museumspädagogik|Museen]], Ausstellungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabine Bartmann |url=https://orpheogroup.com/de/gamification-apps-in-der-kulturvermittlung-museum-orpheo/ |titel=Wie Gamification Apps die Kulturvermittlung revolutionieren |werk=Orpheogroup |datum=2023-07-09|abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Gedenkstätte]]n oder in der [[Gamification]] von Informationen für spezielle Zielgruppen (Naturwissenschaftslernen in Sciencezentren wie dem [[Universum Bremen]], [[Gesundheitserziehung]] für Senioren).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://praxistipps.chip.de/gamification-begriff-funktion-einfach-erklaert_155560 praxistipps.chip.de/gamification-begriff-funktion-einfach-erklaert_155560]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachdidaktiken sind im modernen Verständnis weder Ableitungen oder Umsetzungs- oder Anwendungsdisziplinen „ihrer“ Fachwissenschaft („[[Abbilddidaktik]]“) noch fachliche Spezifizierungen der „Allgemeinen Didaktik“. Sie werden eher als eigene Disziplinen angesehen, welche in engem Bezug zu verschiedenen Nachbarwissenschaften stehen. Dies sind neben den Fachwissenschaften die „Allgemeine“ [[Pädagogik|Erziehungswissenschaft]] und Allgemeine [[Didaktik]], die [[Entwicklungspsychologie|Entwicklungs-]] und [[Lernpsychologie]] sowie Bereiche wie die [[Sozialisation]]sforschung etc.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lexikon.stangl.eu/6492/fachdidaktik |titel=Fachdidaktik. Online Lexikon für Psychologie &amp;amp; Pädagogik |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der früher vorherrschenden „Abbilddidaktik“ war es die Hauptaufgabe der Fachdidaktik, fachwissenschaftliche „Inhalte“ (oder „Gegenstände“) auszuwählen und adressatengerecht aufzubereiten. Entsprechend lag die wissenschaftliche Aufgabe vieler Fachdidaktiker darin, Schulbücher zu schreiben. Zwar gehört es weiterhin zu den wichtigen Aufgaben der Fachdidaktiken, [[Curriculum (Pädagogik)|Curricula]] und Lehr-/bzw. [[Lernziel]]e für fachliche/domänenspezifische Lernprozesse zu reflektieren und zu begründen sowie Prinzipien und Formen ihrer Thematisierung und Methodisierung zu erarbeiten und zu evaluieren. Für diese Aufgaben bleiben die von der jeweiligen Fachwissenschaft erforschten und bereitgestellten Wissensbestände eine unverzichtbare Grundlage. Ziele, Gegenstände, Medien und Methoden der Wissensvermittlung werden jedoch nicht vornehmlich in Abhängigkeit zur Fachwissenschaft, sondern mit Blick auf die Funktionen und Formen des fach- oder domänenspezifischen Wissens und Könnens für die Lernenden in ihrem gegenwärtigen und zukünftigen Leben reflektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne greifen viele Fachdidaktiken heutzutage in ihrem Forschungs- wie Lehrinteresse über die Schulfächer und die [[Lehrerbildung]] hinaus und widmen sich der Erforschung von Funktionen und Formen des gesellschaftlichen Gebrauchs fachlichen/domänenspezifischen Wissens, der Prozesse fachbezogener gesellschaftlicher Kommunikation sowie in Lehre auch der (Aus-)Bildung außerschulischer „Vermittler“. Auch verstehen sich einige Fachdidaktiken inzwischen als Reflexionsinstanzen, welche auch die wissenschaftliche Behandlung „ihrer“ Domäne durch die Fachwissenschaften reflektieren. Dieses Verständnis liegt auch in der Idee der [[Wissenschaftsdidaktik]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Huber |Titel=Das Problem der Sozialisation von Wissenschaftlern: Ein Beitrag der Hochschuldidaktik zur Wissenschaftsforschung |Sammelwerk=Neue Sammlung |Band=14 |Nummer=1 |Datum=1974 |Seiten=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wolfgang Klafkis Sicht auf Fachdidaktik ==&lt;br /&gt;
Mit Fachdidaktik aus der Perspektive der Allgemeinen Didaktik befasste sich u.&amp;amp;nbsp;a. 1985 [[Wolfgang Klafki]]. Bei ihm ist Fachdidaktik noch zentral auf Schulfächer bezogen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Klafki |Titel=Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik: zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik |Auflage=6. Auflage |Verlag=Beltz Verlag |Ort=Weinheim Basel |Datum=2007 |Reihe=Beltz Bibliothek |ISBN=978-3-407-32085-8 |Seiten=89 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Untersuchungsobjekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Fachdidaktik ist die Planung, Durchführung und Analyse des Unterrichtens und Berichtens im jeweiligen Unterrichtsfach. Sie:&lt;br /&gt;
* beschreibt den historischen Gang ihres Faches,&lt;br /&gt;
* erforscht, reflektiert und begründet alle Aspekte des Unterrichts im jeweiligen Fach,&lt;br /&gt;
* erkundet den tatsächlich stattfindenden Unterricht und seine Ergebnisse,&lt;br /&gt;
* führt in die Praxis des Unterrichtens ein und&lt;br /&gt;
* entwickelt und überprüft in der Praxis Unterrichtsmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fachdidaktische Studienanteile ==&lt;br /&gt;
Fachdidaktik ist ein wesentlicher Anteil im [[Lehramtsstudium]] an Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Struktur und Umfang dieser Studien wie auch die inhaltliche Ausrichtung sind jedoch sowohl zwischen den Universitäten und den [[Pädagogische Hochschule|Pädagogischen Hochschulen]] sowie zwischen den einzelnen Hochschulen als auch unter den verschiedenen Fächern sehr unterschiedlich. Fachdidaktische Studienanteile sind zwar in den auf den Lehrerberuf vorbereitenden Studiengängen und im Zusammenhang mit den gewählten Fächern obligatorisch, die Angebote an den Universitäten sind jedoch außerordentlich unterschiedlich und variieren zwischen „nicht vorhanden“ und einem wissenschaftlichen, forschungs- und empiriebasierten Angebot. Inzwischen gibt es vermehrt Schulpraktika und [[Praxissemester]] für Lehramtsstudenten, die auch fachdidaktisch betreut werden. Die Fachdidaktik nimmt in der zweiten Ausbildungsphase, im [[Vorbereitungsdienst]] bzw. [[Fachseminar]], einen noch gewichtigeren Raum ein. Dabei gibt es auch Kontroversen und sich widersprechende Ansätze, da es „die“ Fachdidaktik im Sinne einer verbindlichen Methodenlehre nicht gibt und geben kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fachdidaktik.org/cms/download.php?cat=Ver%C3%B6ffentlichungen&amp;amp;file=Fachdidaktik_Forschung_und_Lehre.pdf |titel=Fachdidaktik an wissenschaftlichen Hochschulen |hrsg=Konferenz der Vorsitzenden Fachdidaktischer Fachgesellschaften |datum=1998 |format=PDF |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Fachdidaktiken sind neben der methodischen Herangehensweisen auch inhaltlich, abhängig von den Fachgegenständen, sehr unterschiedlich und dementsprechend in ihrer entsprechenden Ausprägung genauer zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Trends ==&lt;br /&gt;
Fachdidaktik kann als [[metawissenschaft]]liche Disziplin betrachtet werden, die erst auf der Grundlage einer fachlichen Disziplin („Fach“) entwickelt werden kann. Doch zeigen sich allgemeindidaktische Trends, die in ähnlicher Ausprägung in ganz verschiedenen Fachdidaktiken auftreten. Zum Beispiel spielen gegenwärtig sowohl in der [[Fremdsprachendidaktik]] als auch in der Didaktik der naturwissenschaftlichen Fächer [[Konstruktivismus (Lernpsychologie)|konstruktivistische]] Prinzipien eine große Rolle; sie kommen in didaktischen Konzepten wie [[Handlungsorientierter Unterricht|Handlungsorientierung]] und [[Lernorientierung (Fremdsprachenunterricht)|Lernorientierung]] zum Ausdruck. Eine methodische Umsetzung des konstruktivistischen Ansatzes in der Praxis liefert die im Französischunterricht entwickelte und auf alle Fächer übertragbare Methode [[Lernen durch Lehren]]. Insgesamt werden im methodischen Bereich [[Eklektik|eklektische]] Konzepte gegenüber geschlossenen Modellen bevorzugt (siehe auch [[Liste der Unterrichtsmethoden]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere aktuelle Entwicklung ist die Herausbildung einer „Allgemeinen Fachdidaktik“, in deren Beschreibung sowohl das Gemeinsame der Fachdidaktiken (z.&amp;amp;nbsp;B. Absetzung von den jeweiligen Fachwissenschaften, Orientierung an einem Bildungsbegriff, Erarbeitung von Kompetenzmodellen usw.) als auch das sie fachlich Unterscheidende in Umrissen sichtbar wird. Lernen &amp;#039;&amp;#039;im&amp;#039;&amp;#039; Fach und &amp;#039;&amp;#039;am&amp;#039;&amp;#039; Fach können dabei so unterschieden werden, dass sich ein gemeinsames Selbstverständnis der Fachdidaktiken in Bezug auf den intendierten Beitrag zu einer allgemeinen Bildung abzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Auf dem Weg zu einer Allgemeinen Fachdidaktik |Hrsg=Horst Bayrhuber, Ulf Abraham, Volker Frederking, Werner Jank, Martin Rothgangel, Helmut Johannes Vollmer |Verlag=Waxmann |Ort=Münster |Datum=2016 |ISBN=978-3-8309-3532-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrer als Fachdidaktiker nach Kösel ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Ziemlich normativer Abschnitt und zweifelhafte Relevanz}}&lt;br /&gt;
Der Lehrer ist nach der – keineswegs allgemein anerkannten und wenig rezipierten – &amp;#039;&amp;#039;Subjektiven Theorie&amp;#039;&amp;#039; von [[Edmund Kösel]] († 2023) als Fachdidaktiker auf folgende Dimensionen hin zu beschreiben:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edmund Kösel |Titel=Die Modellierung von Lernwelten. 2: Die Konstruktion von Wissen: eine didaktische Epistemologie für die Wissensgesellschaft / Edmund Kösel |Verlag=SD-Verl |Ort=Bahlingen |Datum=2007 |ISBN=978-3-00-020795-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* konstruiert eine Struktur der Sache aufgrund des Wissens um die Sache (Wissensarchitektur, didaktische Epistemologie) und um das Wissen seiner eigenen Wissensstruktur (Wissensbiographie).&lt;br /&gt;
* interpretiert zwischen der erstellten Struktur der Sache (Wissensarchitektur), seiner eigenen Struktur (Wissensbiographie), seiner didaktischen Vermittlungsstrategie, der Struktur der [[Chreode]]n ([[Edmund Kösel|Kösel]]) der Lerner (subjektive Wissenslogiken, subjektive Hirnstrukturen), der medialen und symbolischen Brücken.&lt;br /&gt;
* wirkt inmitten einer staatlich geprägten Lernkultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus leiten sich folgende Forschungsbereiche und Fragestellungen für die Fachdidaktiken ab:&lt;br /&gt;
# Theorien über gesellschaftliches Bewusstsein von Bildung, über Anthropologie und Didaktik&lt;br /&gt;
# [[Wissen]]sarchitekturen innerhalb einer Fachdidaktik (Wissenskonzepte, Wissensarten, Wissenslogiken, Wissenskontexte und Wissensfelder): Wie bereitet die jeweilige Fachdidaktik die Lernenden angesichts einer sich stark verändernden Lebenswelt auf eine kognitive Leistungsfähigkeit vor? Welche Wissensarchitektur entwickelt eine Fachdidaktik (Konstruktion, Negation und Ausschluss von Wissen, Elemente der Wissenskonstruktion)?&lt;br /&gt;
# Welche subjektiven Konstruktionen nimmt der Lehrer vor (Wissensbiographie, Wissenskonstruktionen aufgrund eigener Persönlichkeitsdominanzen)?&lt;br /&gt;
# Welche Bewusstseins- und Verhaltenstrukturen gibt es bei Lernenden (spezifische Bewusstseinsstrukturen im Bereich des Lernens, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Repräsentationstypen, Bewusstseins- und Verhaltensstrukturen)? Wie geht eine Fachdidaktik auf die Bewusstseinsstrukturen von Lernenden ein?&lt;br /&gt;
# Welche fachdidaktischen Vermittlungs-Medien passen für welche Typen von Lernenden (Repräsentationsdominanzen, Profile von verschiedenen Denk- und Wahrnehmungsweisen bei Lernenden, die topologische Darstellung der Sachstruktur)?&lt;br /&gt;
# Welche Handlungstheorien besitzt die jeweilige Fachdidaktik?&lt;br /&gt;
# Welche Lehr- und Lernstrategien sind für die jeweilige Fachdidaktik relevant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armin Bernhard und [[Andreas Gruschka]] kritisieren an Kösel dessen Auflösung des Unterrichts in reine Selbstthematisierung der Lehrer und die Vernachlässigung des zentralen Vermittlungsgeschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Armin Bernhard, Andreas Gruschka |Titel=Lernlandschaften des ICH - Edmund Kösels subjektive Didaktik als Auflösung ihrer selbst |Datum=2002 |ISSN=0933-6389 |DOI=10.25656/01:8100 |Online=https://www.pedocs.de/frontdoor.php?source_opus=8100 |Abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Theorie-Praxis-Problem ==&lt;br /&gt;
Besonders akut stellt sich das in allen Wissenschaften vorhandene Theorie-Praxis-Problem für die Fachdidaktik. [[Pädagogische Hochschule|Pädagogische Hochschulen]] verfügten bis zu ihrer Integration in Universitäten (nicht überall) über lange erprobte fachdidaktische Konzepte in der Lehrerbildung, doch fehlte bis in die 1970er Jahre der theoretische Bezugsrahmen. Dann wurde die Fachdidaktik erheblich ausgeweitet, um die Lehrer auf die Realität ihres Berufes besser vorzubereiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ph-bw.de/hochschultypus |titel=PH als Hochschultypus |hrsg=PH Weingarten |abruf=2024-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die fachwissenschaftliche Theorie sollte durch den fachdidaktischen Praxisbezug ergänzt werden. Bundesweit wurden Fachdidaktikerstellen an den Hochschulen geschaffen und mit besonders qualifizierten Praktikern oder engagierten Habilitierten besetzt. Allerdings entwickelten die Neuberufenen eine lebhafte Theoriebildung, um inneruniversitär Anschluss an die angesehenen Fachwissenschaften zu finden. Dieser Schritt in die Abstraktion verlief vielfach auf Kosten des Praxisbezuges, was an der gelegentlichen Abgrenzung der Fachdidaktik gegenüber der Methodik abzulesen ist, besonders ausgeprägt in der [[Geschichtsdidaktik]]. So war die Fachdidaktik in den letzten dreißig Jahren nur beschränkt in der Lage, einerseits Anschluss an die etablierten Wissenschaften zu finden, andererseits die Lehramtsstudenten und Praktiker zufriedenzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes König, Jörg Doll, Nils Buchholtz, Sabrina Förster, Kai Kaspar, Anna-Maria Rühl, Sarah Strauß, Albert Bremerich-Vos, Ilka Fladung, Gabriele Kaiser |Titel=Pädagogisches Wissen versus fachdidaktisches Wissen? |Sammelwerk=Zeitschrift für Erziehungswissenschaft |Band=21 |Nummer=3 |Datum=2018-06-01 |ISSN=1862-5215 |DOI=10.1007/s11618-017-0765-z |Seiten=1–38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theorie-Praxis-Problem ist neuerdings wieder aufgegriffen worden:&lt;br /&gt;
Die Auffassung, dass eine gute Theorie auch eine gute Praxis nach sich ziehe und umgekehrt, ist nach Edmund Kösel ein Trugschluss. Viele junge Lehrer, die gerade die theoretische Ausbildung an den Hochschulen hinter sich haben, fallen in ein tiefes Loch (Praxisschock), wenn sie plötzlich einer Klasse und einem [[Lehrerkollegium]] gegenüberstehen. Dort herrschen ganz andere Gesetze und Normierungen, als es gelehrt worden ist. Das Versprechen, eine gute Theorie die sei die beste Grundlage für didaktisches Handeln, erweist sich zu diesem Zeitpunkt als falsch. Theorie wird zur Reflexion und Beschreibung eines Phänomens gebraucht, didaktisches Handeln wird aber aus einer Vielzahl anderer, teilweise zufälliger Faktoren bestimmt, die die Theorie kaum erfassen kann. Fachdidaktik kann sich also nicht nur auf die Struktur der Sache beziehen. Wichtig ist auch eine Handlungstheorie, die die vielen Faktoren des Schulalltags und das entsprechende Handeln des Lehrers und des Lernenden inmitten einer gesellschaftlichen Bewährung einer Fachdidaktik berücksichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Valentin Doll |url=https://service.zfl.uni-kl.de/wp/glossar/subjektive-didaktik |titel=Subjektive Didaktik – Didagma |datum=2017-08-29 |sprache=de-DE |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen werden unter Berücksichtigung der psychologischen Forschung allerdings auch andere Fassungen des „Theorie-Praxis-Problems“ diskutiert, die die darin liegende strenge Unterscheidung der beiden Begriffe kritisch hinterfragen und gerade im Kontext der Lehrerbildung ein integrales Verständnis von „Theorie“ und „Praxis“ als tauglicher ansehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marko Demantowsky |Titel=Praxis vs. Theorie und Rüsens neue Historik |Sammelwerk=Public History Weekly |Band=2013 |Nummer=14 |Datum=2013-12-05 |ISSN=2197-6376 |DOI=10.1515/phw-2013-889 |Online=https://public-history-weekly.degruyter.com/?p=889 |Abruf=2024-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die einzelnen Fachdidaktiken ==&lt;br /&gt;
* Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik:&lt;br /&gt;
** [[Biologiedidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Chemiedidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Mathematikdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Physikdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Informatikdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Geographiedidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Sachunterrichtsdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Technikdidaktik]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--** usw. (bitte ergänzen, sobald Inhalte bereitstehen)!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Didaktik der Sprachen und Literaturen&lt;br /&gt;
** [[Sprachdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Literaturdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Deutschdidaktik|Didaktik des Deutschen]]&lt;br /&gt;
** [[Fremdsprachendidaktik]]&lt;br /&gt;
** Fachdidaktik der Alten Sprachen: siehe [[Altsprachlicher Unterricht]], [[Lateinunterricht]], [[Griechischunterricht]], [[Hebräischunterricht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Geschichtsdidaktik]]&lt;br /&gt;
* [[Didaktik der Philosophie]]&lt;br /&gt;
* [[Mediendidaktik]]&lt;br /&gt;
* [[Religionspädagogik]], [[Religionsdidaktik]]&lt;br /&gt;
* [[Musikdidaktik]]&lt;br /&gt;
* [[Kunstpädagogik]]&lt;br /&gt;
* [[Sportdidaktik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Didaktik der Arbeitslehre|Arbeitslehredidaktik]]&lt;br /&gt;
* Didaktik der Gesellschaftswissenschaften oder Gesellschaftslehre&lt;br /&gt;
** [[Politikdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Psychologiedidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Rechtsdidaktik]]&lt;br /&gt;
** [[Wirtschaftsdidaktik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Arnold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unterrichtsqualität und Fachdidaktik.&amp;#039;&amp;#039; Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2007, ISBN 978-3-7815-1431-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fachdidaktiken im Dialog. Beiträge der Ringvorlesungen des Forums Fachdidaktik an der Philipps-Universität Marburg.&amp;#039;&amp;#039; Tectum, Marburg 2010, ISBN 978-3-8288-2226-9.&lt;br /&gt;
* [[Horst Bayrhuber]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Empirische Fundierung in den Fachdidaktiken.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-8309-2448-7.&lt;br /&gt;
* Horst Bayrhuber, [[Ulf Abraham]], Volker Frederking, Werner Jank, Martin Rothgangel, [[Helmut Johannes Vollmer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Weg zu einer Allgemeinen Fachdidaktik.&amp;#039;&amp;#039; (= Allgemeine Fachdidaktik; Band 1) (= Fachdidaktische Forschungen; Band 9). Waxmann, Münster 2016, ISBN 978-3-8309-3532-2.&lt;br /&gt;
* [[Marko Demantowsky]], [[Volker Steenblock]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Selbstdeutung und Fremdkonzept. Die Didaktiken der kulturwissenschaftlichen Fächer im Gespräch.&amp;#039;&amp;#039; Projekt Verlag, Bochum/Freiburg 2011, ISBN 978-3-89733-241-6.&lt;br /&gt;
* Marko Demantowsky, Bettina Zurstrassen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Forschungsmethoden und Forschungsstand in den Didaktiken der kulturwissenschaftlichen Fächer.&amp;#039;&amp;#039; Projekt Verlag, Bochum/Freiburg 2013, ISBN 978-3-89733-318-5.&lt;br /&gt;
* Volker Reinhardt, Markus Rehm, Markus Wilhelm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirksamer Fachunterricht. Metaband&amp;#039;&amp;#039;. Schneider Verlag Hohengehren 2021, ISBN 978-3-8340-2111-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://fachdidaktik.org/ GFD - Gesellschaft für Fachdidaktik e. V.; Dachverband der fachdidaktischen Fachgesellschaften]&lt;br /&gt;
* [https://www.akrk.eu/ AKRK – Arbeitsgemeinschaft Katholische Religionspädagogik und Katechetik]&lt;br /&gt;
* [https://www.gfdp.org/ GFDP - Gesellschaft für Fachdidaktik Pädagogik]&lt;br /&gt;
* [https://www.symposion-deutschdidaktik.de/ SDd - Fachverband der Deutschdidaktiker/-innen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4123176-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachdidaktik| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulpädagogik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Icy2008</name></author>
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