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	<title>FDP Kanton Solothurn - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Fonero: Wahlen 2025</title>
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		<updated>2025-03-10T00:25:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wahlen 2025&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Partei Schweiz&lt;br /&gt;
|logo                        = [[Datei:Logo FDP Die Liberalen de.svg|150px]]&lt;br /&gt;
|ideologie                   = &lt;br /&gt;
|präsidium                   = [[Stefan Nünlist]]&lt;br /&gt;
|vizepräsidium               = Christian Thalmann&amp;lt;br /&amp;gt;Sabrina Weisskopf-Kronenberg&lt;br /&gt;
|mitglieder                  = &lt;br /&gt;
|mitglieder-stand            = &lt;br /&gt;
|frauenanteil                = &lt;br /&gt;
|frauenanteil-stand          = &lt;br /&gt;
|durchschnittsalter          = &lt;br /&gt;
|durchschnittsalter-stand    = &lt;br /&gt;
|wähleranteil                = 17,4 %&lt;br /&gt;
|wähleranteil-stand          = Nationalratswahl 2023&lt;br /&gt;
|nationalrat                 = {{Infobox Partei/Mandate|1|6|#{{Wahldiagramm/Partei|FDP|dunkel|CH}}|}}&lt;br /&gt;
|ständerat                   = &lt;br /&gt;
|fraktion                    = &lt;br /&gt;
|fraktionspräsident          = &lt;br /&gt;
|kant-parlamente             = {{Infobox Partei/Mandate|20|100|#{{Wahldiagramm/Partei|FDP|dunkel|CH}}|}}&lt;br /&gt;
|kant-parlamente-stand       = Kantonsratswahlen 2025&lt;br /&gt;
|kant-regierungen            = {{Infobox Partei/Mandate|2|5|#{{Wahldiagramm/Partei|FDP|dunkel|CH}}|}}&lt;br /&gt;
|kant-regierungen-stand      = Regierungsratswahlen 2021&lt;br /&gt;
|gliederung                  = &lt;br /&gt;
|gruppierungen               = &lt;br /&gt;
|anschrift                   = Schöngrünstrasse 35, 4500 Solothurn&lt;br /&gt;
|ausrichtung                 = &lt;br /&gt;
|internationale verbindungen = &lt;br /&gt;
|europapartei                = &lt;br /&gt;
|farbe                       = &lt;br /&gt;
|website                     = https://www.fdp-so.ch/&lt;br /&gt;
|bild2                       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;FDP.Die Liberalen Kanton Solothurn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, vormals &amp;#039;&amp;#039;Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;FdP&amp;#039;&amp;#039;), ist eine [[politische Partei]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Solothurn]]. Sie ist [[Liberalismus|liberal]] und gehört der [[FDP.Die Liberalen]] Schweiz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung und 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Munzinger.jpg|mini|hochkant|Josef Munzinger]]&lt;br /&gt;
Mit dem [[Tag von Balsthal]] am 22. Dezember 1830 wurde die Herrschaft des solothurnischen [[Patrizier (Schweiz)|Patriziats]], die in der [[Restauration (Schweiz)|Restaurationszeit]] seit 1814 wiederhergestellt war, endgültig beendet. Am 11. Januar 1831 nahm das Solothurner Volk eine Verfassung an, in der die [[repräsentative Demokratie]] festgeschrieben wurde. In dieser Zeit liegt der Ursprung des solothurnischen Liberalismus. Zwar gab es anfänglich noch keine Parteien im heutigen Sinn,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Büchi |Titel=Hundert Jahre Solothurner Freisinn. 1830–1930 |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1930 |Seiten=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch errangen im nun demokratisch verfassten Kanton Solothurn liberal gesinnte Männer unter der Anführerschaft von [[Josef Munzinger]] wichtige Positionen. Von [[Sozialdemokratie|sozialdemokratischer]] Seite wurde später der Vorwurf erhoben, dass sich unter diesen führenden Männern «keine [[Proletariat|Proletarier]]» befunden hätten, sondern dass es sich um «die neue [[Bourgeoisie]]» gehandelt habe, «die sich ins Regiment mit den Adeligen und Zunftmeistern mit gleichen Rechten teilen wollte und die revolutionäre Volksbewegung dazu benützte, ihren Willen durchzusetzen».&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques Schmid |Titel=100 Jahre freisinnige Herrschaft im Kanton Solothurn |TitelErg=Das rote Büchlein der Arbeiterschaft |Verlag=Genossenschaftsdruckerei |Ort=Olten |Datum=1930 |Seiten=35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vom 1. Januar 1831 an erschien mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Solothurner Blatt]]&amp;#039;&amp;#039; die erste politische Zeitung des Kantons; sie vertrat den liberalen Standpunkt. Am 11. September 1831 wurde in der [[Klus (Balsthal)|Klus]] bei [[Balsthal]] als Gegenreaktion auf eine bereits wieder erstarkende konservative Bewegung die liberale Partei gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Büchi |Titel=Hundert Jahre Solothurner Freisinn. 1830–1930 |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1930 |Seiten=28–29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten zwanzig Jahren liberaler Herrschaft wurde der zuvor bestehende [[Obrigkeitsstaat|Obrigkeits-]] und [[Polizeistaat]] nach und nach zum [[Rechtsstaat]] umgebaut. Die Privilegien von Geburt und Ort wurden abgeschafft, «anstelle der Willkür traten rechtliche Normen».&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl H. Flatt |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1981 |Seiten=48}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1856 stand der Kanton unter der Führung der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Altliberalen&amp;#039;&amp;#039;, welche eine repräsentative Demokratie vertraten. Sie waren geprägt von Josef Munzinger, dem «unbestrittenen Führer des solothurnischen Liberalismus».&amp;lt;ref name=&amp;quot;kg237&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Wallner |Titel=Geschichte des Kantons Solothurn 1831–1914 |TitelErg=Verfassung – Politik – Kirche |Sammelwerk=Solothurnische Geschichte |Band=Bd. 4, Teil 1 |Verlag=Kantonale Drucksachenverwaltung |Ort=Solothurn |Datum=1992 |Seiten=237}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Munzinger trat bereits beim Tag von Balsthal als Volksredner hervor, wurde 1831 in den [[Kleiner Rat|Kleinen Rat]] (den heutigen [[Regierungsrat des Kantons Solothurn|Regierungsrat]]) gewählt und war von 1833 bis zu seiner Wahl in den ersten Schweizer [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] 1848 [[Landammann]]. In Opposition zu den Altliberalen unter Munzinger standen einerseits die [[Konservatismus|Konservativen]], andererseits die radikal-liberale Bewegung, welche für [[direkte Demokratie]] eintrat. Nach ihrem 1855 veröffentlichten Manifest &amp;#039;&amp;#039;Sind im Kt. Solothurn keine Verbesserungen nothwendig?&amp;#039;&amp;#039;, das einen roten Umschlag aufwies, wurden die Radikal-Liberalen als «Rote» bezeichnet. Ihre altliberalen Kontrahenten antworteten mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Ein Wort an das solothurnische Volk über die im Kanton Solothurn angeregte Verfassungsrevision&amp;#039;&amp;#039; in grauem Umschlag und wurden so zu den «Grauen».&amp;lt;ref name=&amp;quot;kg302&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Wallner |Titel=Geschichte des Kantons Solothurn 1831–1914 |TitelErg=Verfassung – Politik – Kirche |Sammelwerk=Solothurnische Geschichte |Band=Bd. 4, Teil 1 |Verlag=Kantonale Drucksachenverwaltung |Ort=Solothurn |Datum=1992 |Seiten=302–303}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm-vigier-crop.jpg|mini|hochkant|Wilhelm Vigier]]&lt;br /&gt;
Schliesslich setzten sich 1856 die Radikal-Liberalen unter [[Wilhelm Vigier (Politiker, 1823)|Wilhelm Vigier]] durch. Nachdem in einer Volksabstimmung vom 30. März ihr Begehren nach einer Verfassungsrevision angenommen worden war und ein danach gewählter Verfassungsrat eine Verfassung weitgehend in ihrem Sinne ausgearbeitet hatte, wurde diese am 1. Juni bei weitgehender Stimmenthaltung der «Grauen» angenommen. Im [[Kantonsrat (Solothurn)|Kantons-]] und im [[Regierungsrat des Kantons Solothurn|Regierungsrat]] gewannen ebenfalls die «Roten» die Oberhand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl H. Flatt |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1981 |Seiten=80–81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Radikal-Liberalen behielten ihre errungene Führungsposition bis 1872 bei. Zu Beginn der 1870er Jahre rückten die lange zerstrittenen „Roten“ und „Grauen“ einander jedoch durch gemeinsame Bestrebungen näher, insbesondere durch ihren Kampf gegen den [[Ultramontanismus]] und für eine [[Totalrevision der Schweizer Bundesverfassung 1872|Revision der Bundesverfassung]]. Anlässlich einer Versammlung vom 19. Mai 1872 in [[Langenthal]], an der Exponenten beider Lager teilnahmen, kam es zur als «Langenthaler Bleiche» bezeichneten Versöhnung. Am 6. Oktober 1872 wurde in Olten durch 300 Delegierte aus dem ganzen Kanton der «Liberale Verein des Kantons Solothurn» gegründet und damit eine geeinte Partei geschaffen. Am ersten Parteitag vom 30. Oktober 1872 nahmen 3000–4000 Männer teil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl H. Flatt |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1981 |Seiten=102–103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1895 konnten die vereinten Liberalen, für die inzwischen häufig die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Freisinnige&amp;#039;&amp;#039; verwendet wurde, ihre Alleinherrschaft wahren, gegen die Opposition der Konservativen sowie der sogenannten «Unabhängigen» (eine Gruppe bestehend aus Grauen, die sich nicht der vereinten Partei anschliessen wollten, ehemaligen Roten sowie einzelnen konservativ Gesinnten) und ersten Arbeitervereinen ([[Grütliverein]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;kg193&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Wallner |Titel=Geschichte des Kantons Solothurn 1831–1914 |TitelErg=Verfassung – Politik – Kirche |Sammelwerk=Solothurnische Geschichte |Band=Bd. 4, Teil 1 |Verlag=Kantonale Drucksachenverwaltung |Ort=Solothurn |Datum=1992 |Seiten=193}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1895 aufgrund einer Volksabstimmung im Kanton Solothurn die [[Proporzwahl]] eingeführt worden war, konnten auch zunehmend Vertreter der Konservativen und der 1890 gegründeten [[Sozialdemokratie|sozialdemokratischen]] Arbeiterpartei im Kantonsrat Einsitz nehmen, die Freisinnigen wahrten jedoch ihre absolute Mehrheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kg361-362&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Wallner |Titel=Geschichte des Kantons Solothurn 1831–1914 |TitelErg=Verfassung – Politik – Kirche |Sammelwerk=Solothurnische Geschichte |Band=Bd. 4, Teil 1 |Verlag=Kantonale Drucksachenverwaltung |Ort=Solothurn |Datum=1992 |Seiten=361–362}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1887 war mit [[Franz Josef Hänggi]] der erste oppositionelle, konservative Politiker in den Regierungsrat gewählt worden. Wesentliche Triebkraft dafür war der vorangehende sog. &amp;#039;&amp;#039;Bankkrach&amp;#039;&amp;#039;, bei dem bei der nachmaligen [[Solothurner Kantonalbank]] Betrügereien und [[Veruntreuung]] ans Licht getreten waren, an denen auch einzelne freisinnige Regierungsräte beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv Solothurn: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsrevisionen im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, 1986 (Ausstellungskatalog)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die absolute Mehrheit im Kantonsrat verloren die Freisinnigen erst mit der Wahl vom 22. Juli 1917, vor allem zu Gunsten der Sozialdemokraten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl H. Flatt |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1981 |Seiten=195–196}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Landesstreik]] 1918 spielten Exponenten der Freisinnigen, insbesondere der Kantons- und [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] sowie spätere Bundesrat [[Hermann Obrecht]], eine umstrittene Rolle. In [[Grenchen]] wurden drei junge Arbeiter von [[Füsilier]]en aus dem [[Kanton Waadt]] erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hartmann&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |author=Hans Hartmann |title=Die Schüsse von Grenchen |date=1998-11-05 |language=de |work=[[Die Wochenzeitung]] |url=https://www.woz.ch/dossier/generalstreik1918/5123.html |accessdate=2010-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Einsatz der Waadtländer Infanterie und von [[Dragoner]]n aus dem [[Emmental]] gegen die Grenchner Arbeiterschaft hatte Obrecht durch ein persönliches Gespräch mit General [[Ulrich Wille]] erwirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author=Alfred Fasnacht |title=Debatte über den Generalstreik im Solothurner Kantonsrat |language=de |date=2001-01 |work=Landesstreik / Generalstreik 1918 in Grenchen |url=http://www.museums-gesellschaft.ch/streik/debatte.html |accessdate=2010-08-01 |offline=yes |archiveurl=https://web.archive.org/web/20071013155628/http://www.museums-gesellschaft.ch/streik/debatte.html |archivedate=2007-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermann Obrecht.gif|mini|Hermann Obrecht]]&lt;br /&gt;
1929 konnten die Freisinnigen die absolute Mehrheit im Kantonsrat zurückerlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl H. Flatt |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1981 |Seiten=220}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Machtergreifung]] Hitlers in Deutschland 1933 positionierte sich die Führung der Solothurner Freisinnigen klar gegen die [[Frontenbewegung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl H. Flatt |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1981 |Seiten=242–243}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 wurde Hermann Obrecht in den Bundesrat gewählt. Während Karl H. Flatt dies in seiner Festschrift &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Solothurner Freisinn&amp;#039;&amp;#039; von 1981 als ein Ereignis schildert, das im Kanton Solothurn «begeisterte Freude» auslöste,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl H. Flatt |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn |Ort=Solothurn |Datum=1981 |Seiten=253}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war seine Kandidatur doch auch sowohl von sozialdemokratischer als auch von bürgerlicher Seite kritisiert worden, da die [[Waffenfabrik Solothurn]], deren [[Verwaltungsratspräsident]] Obrecht war, zum deutschen Rüstungskonzern [[Rheinmetall-Borsig]] gehörte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bill&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ramón Bill |Titel=Schatten des Zweiten Weltkriegs / Hermann Obrecht – vom «Kanonenkönig» zum Widerstandssymbol / Das Denkmal |Sammelwerk=[[Neue Zürcher Zeitung]] |Datum=1999-07-27 |Sprache=de |Online={{Webarchiv |url=http://www.museums-gesellschaft.ch/streik/kanonenkoenig.pdf |text=online |wayback=20060517024451 |()=[]}} |Format=PDF |KBytes=26 |Abruf=2010-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Grosses Ansehen in der Bevölkerung verschaffte sich Obrecht jedoch ein gutes Jahr vor seinem Tod, als er 1939 nach dem Anschluss der Tschechoslowakei eine Rede hielt, die als Aufforderung zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Deutschland galt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|3075|Hermann Obrecht|Autor=Jean-Maurice Lätt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Erinnerung blieb insbesondere sein Ausspruch «Wir Schweizer werden nicht zuerst ins Ausland wallfahrten gehen».&amp;lt;ref name=&amp;quot;bill&amp;quot; /&amp;gt; Nach Obrechts Tod wurde Nationalrat [[Walther Stampfli]] als sein Nachfolger in den Bundesrat gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Wahl des [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]-Politikers [[Gottfried Klaus]] in den Ständerat 1943 verloren die Freisinnigen ihre Doppelvertretung im Ständerat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |title=Bundesversammlung: Datenbank der Ratsmitglieder seit 1848 |language=de |url=https://www.parlament.ch/de/ratsmitglieder |accessdate=2010-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 verloren sie auch ihre absolute Mehrheit im Regierungsrat, da neben einem Konservativen ein zweites Mitglied der SP in die Regierung gewählt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Erfolge anderer Parteien ist der Einfluss der Solothurner Freisinnigen in den letzten Jahrzehnten geschwunden. Im 100-köpfigen Kantonsrat hatte die FDP nach den Wahlen von 2025 noch 20 Sitze inne, was gegenüber 2021 einen Verlust von zwei Sitzen bedeutete. Die Solothurner FDP ist somit erstmals nicht mehr die stärkste Kraft im Kantonsrat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/wahlen-solothurn-2025-die-svp-ist-die-grosse-gewinnerin-bei-den-kantonsratswahlen |titel=Wahlen Solothurn 2025 - Die SVP ist die grosse Gewinnerin bei den Kantonsratswahlen |werk=srf.ch |datum=2025-03-09 |abruf=2025-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralph Heiniger |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/wahlen-solothurn-2025-vier-sitze-mehr-fuer-die-svp-das-ist-eine-ueberraschung |titel=Wahlen Solothurn 2025 - Vier Sitze mehr für die SVP: Das ist eine Überraschung |werk=srf.ch |datum=2025-03-09 |abruf=2025-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den sieben bzw. seit 2015 noch sechs&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author=Marco Zwahlen |url=https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/solothurn-verliert-einen-von-sieben-sitzen-im-nationalrat-ld.1761956 |website=Solothurner Zeitung |title=Solothurn verliert einen von sieben Sitzen im Nationalrat |accessdate=2023-12-26 |date=2013-04-26 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Solothurner Sitzen im Nationalrat ist seit den Wahlen von 2007 nur noch einer durch ein Mitglied der FDP besetzt. Diesen Sitz, den langjährig [[Kurt Fluri]] innehatte, konnte die FDP, als Fluri bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 2023|Wahlen 2023]] nicht mehr antrat, mit [[Simon Michel]] halten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.wahlen.admin.ch/de/so/ |title=Eidgenössische Wahlen 2023 |accessdate=2023-12-26 | publisher=Bundesamt für Statistik |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Solothurner FDP hatte bis 2011 weiterhin einen Sitz im Ständerat inne ([[Rolf Büttiker]]), während der andere Sitz von der SP besetzt ist. Bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 2011]] versuchte die FDP, ihren Sitz im Ständerat mit Fluri zu verteidigen, verlor ihn jedoch an [[Pirmin Bischof]] (CVP). Damit sind die Solothurner Liberalen erstmals seit Gründung des Bundesstaates 1848 nicht mehr im Ständerat vertreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2011&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |title=CVP-Nationalrat Bischof erobert Ständeratssitz |language=de |date=2011-12-04 |work=NZZ Online |url=https://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/cvp-nationalrat_bischof_erobert_staenderatssitz_1.13509650.html |accessdate=2011-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;soz2011&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |author=Marco Sansoni |title=Historische Zäsur in Solothurn – FDP zum ersten Mal seit 1848 ohne Sitz |language=de |date=2011-12-04 |work=[[Solothurner Zeitung]] |url=https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/grenchen/historische-zaesur-in-solothurn-fdp-zum-ersten-mal-seit-1848-ohne-sitz-116912406 |accessdate=2011-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionierung ==&lt;br /&gt;
Die FDP des Kantons Solothurn grenzte sich in ihrem äusseren Auftritt lange Zeit von der Schweizer Mutterpartei ab, indem sie eine andere Parteifarbe (Gelb statt Blau) und eine andere Schreibweise des Parteikürzels (FdP statt FDP) benutzte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bernerzeitung.ch/region/solothurn/FDP-Widerstand-gegen-die-Mutterpartei/story/22736132 &amp;#039;&amp;#039;FDP: Widerstand gegen die Mutterpartei.&amp;#039;&amp;#039;] 1. März 2009, abgerufen am 15. März 2009 (Video).&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst am 17. August 2009 entschieden die Delegierten der damaligen FdP, dass sich die Partei ab dem 1. Januar 2010 dem Erscheinungsbild der Schweizer &amp;#039;&amp;#039;FDP.Die Liberalen&amp;#039;&amp;#039; anschliessen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |text=&amp;#039;&amp;#039;Erscheinungsbild&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.fdp-so.ch/uploads/file/Freisinn%20Nr_%206,%2017_%20November%202009.pdf}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Solothurner Freisinn.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6, 17. November 2009, S. 8 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Solothurner FDP versteht sich traditionell als «breit abgestützte Volkspartei»&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fdp-so.ch/index.php?go2url=7 &amp;#039;&amp;#039;Ziele der Partei.&amp;#039;&amp;#039;] FdP des Kantons Solothurn, abgerufen am 15. März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit «sozialer Ader»&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/das_lassen_wir_uns_nicht_bieten_1.668764.html &amp;#039;&amp;#039;Interview mit Christian Wanner.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[NZZ am Sonntag]].&amp;#039;&amp;#039; 10. Februar 2008, abgerufen am 15. März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vertritt damit nicht ausschliesslich den [[Wirtschaftsliberalismus]], von dem die Schweizer FDP geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Struktur ==&lt;br /&gt;
Die FDP des Kantons Solothurn kannte traditionell keine formelle Mitgliedschaft. Ihre Statuten formulierten den Mitgliederbegriff offen; sich als «freisinnig» bezeichnen und für die FDP zu Wahlen antreten konnte jede im Kanton Solothurn ansässige Person. Beiträge wurden auf freiwilliger Basis entrichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;struktur&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fdp-so.ch/images/stories/Mandanten/SO/FDPKantonSolothurn/Dokumente/Konzept%20Strukturreform%20def.pdf |titel=Konzept Strukturreform |sprache=de |abruf=2013-10-24 |datum=2013-09-20 |format=PDF; 96&amp;amp;nbsp;kB |hrsg=FDP Kanton Solothurn |offline=2019-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen Status als «Sympathisantenpartei» (im Gegensatz zu einer «Mitgliederpartei» wie in den meisten anderen Kantonen) teilte sich die Solothurner FDP mit den FDP-Kantonalparteien in den Kantonen [[Kanton Luzern|Luzern]] und [[Kanton Tessin|Tessin]] sowie im Kanton Solothurn mit der [[CVP Kanton Solothurn]]. 2013 wurde eine Strukturreform vorgeschlagen, die einen Wechsel zum Konzept einer Mitgliederpartei mit sich brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/wird-die-solothurner-fdp-zu-einer-ganz-normalen-mitgliederpartei-126860853 |title=Wird die Solothurner FDP zu einer ganz «normalen» Mitgliederpartei? |language=de |accessdate=2013-10-24 |author=Christian von Arx |date=2013-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kantonale Delegiertenversammlung hat Ende 2013 über diese Reform abgestimmt&amp;lt;ref name=&amp;quot;struktur&amp;quot; /&amp;gt; und mit 84 zu 42 Stimmen beschlossen, dass die FDP des Kantons Solothurn per 2015 zu einer «Mitgliederpartei» werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ueli Wild |Titel=Abschied von einer «maroden Parteistruktur»? |Sammelwerk=Solothurner Zeitung |Datum=2013-11-29 |Seiten=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2016 äusserte Parteipräsident [[Christian Scheuermeyer]], dass es sich bei der Umstellung um einen laufenden Prozess handle, der mehr Zeit brauche als gedacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;szjan2016&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/wo-nur-sind-die-fdp-mitglieder-ld.1744236 |title=Wo nur sind die FDP-Mitglieder? |language=de |accessdate=2023-12-27 |author=Lucien Fluri |date=2016-01-15 |work=Solothurner Zeitung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mandatsträger ==&lt;br /&gt;
* [[Regierungsrat des Kantons Solothurn|Regierungsrat]]: [[Remo Ankli]] (seit 2013), [[Peter Hodel]] (seit 2021)&lt;br /&gt;
* [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]]: [[Simon Michel]] (seit 2023)&lt;br /&gt;
* [[Kantonsrat (Solothurn)|Kantonsrat]]: 22 Sitze (Wahlen 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Thomas Wallner&lt;br /&gt;
   |Titel=Geschichte des Kantons Solothurn 1831–1914. Verfassung – Politik – Kirche&lt;br /&gt;
   |Reihe=Solothurnische Geschichte&lt;br /&gt;
   |BandReihe=Bd. 4, Teil 1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Staatskanzlei des Kantons Solothurn&lt;br /&gt;
   |Ort=Solothurn&lt;br /&gt;
   |Datum=1992}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hermann Büchi&lt;br /&gt;
   |Titel=Hundert Jahre Solothurner Freisinn. 1830–1930&lt;br /&gt;
   |Verlag=Vogt-Schild&lt;br /&gt;
   |Ort=Solothurn&lt;br /&gt;
   |Datum=1930}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl H. Flatt&lt;br /&gt;
   |Titel=150 Jahre Solothurner Freisinn&lt;br /&gt;
   |Verlag=Freisinnig-demokratische Partei des Kantons Solothurn&lt;br /&gt;
   |Ort=Solothurn&lt;br /&gt;
   |Datum=1981}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.fdp-so.ch/ Website] der FDP.Die Liberalen Kanton Solothurn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liberale Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partei (Kanton Solothurn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP.Die Liberalen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fonero</name></author>
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