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	<title>Fürstentum Lippe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%BCrstentum_Lippe&amp;diff=2287759&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Weblinks */ archivlink gemeindeverzeichnis.de</title>
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		<updated>2026-03-06T09:53:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; archivlink gemeindeverzeichnis.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Fürstentum Lippe 1789–1919; zu &amp;#039;&amp;#039;Lippe&amp;#039;&amp;#039; als Land mit historisch unterschiedlichen Herrschaftsformen siehe den Überblicksartikel [[Lippe (Land)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Bundesstaat des Deutschen Reiches&lt;br /&gt;
| Landesname = Fürstentum Lippe&lt;br /&gt;
| Flagge = [[Datei:Flagge Fürstentum Lippe.svg|150px|Flagge von Lippe]]&lt;br /&gt;
| Wappen = [[Datei:Coat_of_Arms_of_the_Principality_of_Lippe.svg|125px|Großes Wappen des Fürstentums Lippe]]&lt;br /&gt;
| Karte = [[Datei:Lippe.png|275px|Freistaat Lippe 1920]]&lt;br /&gt;
| Hauptstadt = [[Detmold]]&lt;br /&gt;
| Regierungsform = [[Konstitutionelle Monarchie]]&lt;br /&gt;
| Verfassung = 1836&amp;lt;br /&amp;gt;Wahlgesetz 1876&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_lippe.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Staatsoberhaupt = [[Fürst]]&lt;br /&gt;
| Letztes Oberhaupt = [[Leopold IV. (Lippe)|Leopold&amp;amp;nbsp;IV.]]&lt;br /&gt;
| Dynastie = [[Haus Lippe]]&lt;br /&gt;
| Periode = 1789 bis 1918&lt;br /&gt;
| Fläche = 1215 km² (1910)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verfassung&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Verfassung des Landes Lippe]]&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Dezember 1920. In: &amp;#039;&amp;#039;Lippische Gesetz-Sammlung&amp;#039;&amp;#039;, No. 39 vom 23. Dezember 1920, S. 341 ff., [https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/que/normal/que973.pdf Digitalisat (PDF)] des Internetportal Westfälische Geschichte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner = 150.937 (1910)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verfassung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bevölkerungsdichte = 114 Einwohner pro km²&lt;br /&gt;
| Religionen = [[Lippische Landeskirche|95,3 % evangelisch]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Erzbistum Paderborn|3,9 % katholisch]] (1910)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Währung = [[Goldmark]] (ab 1875)&lt;br /&gt;
| Vorläufer = [[Grafschaft Lippe]]&lt;br /&gt;
| Nachfolger = [[Freistaat Lippe]]&lt;br /&gt;
| Hymne = &lt;br /&gt;
| Karte Kaiserreich = [[Datei:Lippe in the German Reich (1871).svg|275px|Lage von Lippe im Deutschen Kaiserreich im Jahr 1905]]&lt;br /&gt;
| Bundesrat = 1 Stimme&lt;br /&gt;
| Kfz-Kennzeichen = [[Liste der deutschen Kfz-Kennzeichen (historisch)#Deutsches Reich 1906–1945|L]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstentum Lippe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutsches [[Fürstentum]]. Es entstand 1789 durch Erhebung der [[Grafschaft Lippe]] zum [[Reichsfürstentum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst war das Fürstentum Lippe ein zum [[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis|Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis]] zählendes Territorium im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]]. Es überdauerte das Ende des Reiches für kurze Zeit im [[Rheinbund]], bestand im 19. Jahrhundert im [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] und im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] fort und wurde 1919 in den [[Freistaat Lippe]] umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:D-NW-Bad Salzuflen-Wüsten - Grenzstein (groß) in Pehlen.jpg|mini|hochkant|Grenzstein zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;Fürstenthum Lippe&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;Königreich Preußen&amp;#039;&amp;#039; in [[Wüsten (Bad Salzuflen)|Wüsten-Pehlen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leopold I. (Lippe)|Leopold&amp;amp;nbsp;I.]] (1767–1802) wurde 1789 der erste Fürst zur Lippe. Nachdem Lippe 1866 dem [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]] beigetreten und 1871 Teil des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] geworden war, starb [[Woldemar (Lippe-Detmold)|Fürst Woldemar]] am 20. Juli 1895 kinderlos. Der Titel ging daraufhin nominell auf seinen nicht regierungsfähigen Bruder [[Alexander (Lippe)|Alexander]] über; die [[Regentschaft]] trat zunächst der von Fürst Woldemar testamentarisch dazu bestimmte Prinz [[Adolf zu Schaumburg-Lippe]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die gräflichen Linien Lippe-Biesterfeld und Lippe-Weißenfeld ebenfalls Ansprüche auf Regentschaft und Nachfolge erhoben, ergab sich daraus der bis ins Jahr 1905 andauernde [[Lippischer Erbfolgestreit|lippische Erbfolgestreit]]. Der schaumburg-lippische Anspruch wurde dabei vom deutschen Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] (mit dessen Schwester Prinz Adolf verheiratet war) aktiv unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein beim [[Reichsgericht]] in Leipzig angesiedeltes Schiedsgericht entschied die Angelegenheit jedoch 1897 zugunsten von Graf [[Ernst zur Lippe-Biesterfeld]], der daraufhin die Regentschaft übernahm. Dennoch wurden ihm auf Anweisung Wilhelms&amp;amp;nbsp;II. die ihm zustehenden Ehrerweisungen und die Anrede „Erlaucht“ durch in Lippe stationiertes Militär verweigert. Daraufhin wandte sich der gelähmte Grafregent in einem Rundschreiben an die deutschen Bundesfürsten und beschwerte sich über den Kaiser – ein nie dagewesener Vorgang, der die öffentliche Meinung in Deutschland stark bewegte und für die Biesterfelder Position einnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Lippischer Erbfolgestreit|Lippischer Erbfolgestreit]] auf [[Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Grafregenten Ernst im Jahr 1904 übernahm dessen Sohn Leopold die Regentschaft. Als im darauffolgenden Jahr auch Fürst Alexander verstarb und das Reichsgericht das Erbfolgerecht des Hauses Lippe-Biesterfeld endgültig anerkannte, bestieg er als [[Leopold IV. (Lippe)|Fürst Leopold&amp;amp;nbsp;IV.]] den Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], am 12. November 1918, dankte Fürst Leopold&amp;amp;nbsp;IV. ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://s2w.hbz-nrw.de/llb/content/pageview/6215153 Protokoll des Lippischen Volks- und Soldatenrats vom 12. November 1918.]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Aus dem Fürstentum wurde ein [[Freistaat (Republik)|Freistaat]], der [[Freistaat Lippe]], im Verband des Deutschen Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staatsaufbau und Verwaltungsgliederung ==&lt;br /&gt;
Nachdem 1819/20 der Versuch einer [[Verfassung]]sgebung an den Ständen gescheitert war, kam es 1836 zu einem ersten Grundgesetz, das 1849 liberalisiert und in den Jahren 1853, 1876 und 1912 zunächst restauriert und im Folgenden dann stetig modernisiert wurde. Das 1876 eingeführte Wahlrecht löste eine bis dahin die längste Zeit weitgehend ständisch geprägte Verfassung ab und führte das [[Dreiklassenwahlrecht]] ein – mitnichten also ein Wahlrecht, das eine allgemeine und gleichberechtigte demokratische Partizipationsmöglichkeit der Bürger bot. Lippe wandelte sich damit aber immerhin zu einer [[Konstitutionelle Monarchie|konstitutionellen Monarchie]]. Ein [[Landtag Lippe|Landtag]] wurde 1836 eingesetzt, der die [[Legislative|legislative Gewalt]] im vom Landesherrn gewährten Rahmen maßgeblich verkörperte. Die höchste Landesbehörde war das Kabinettsministerium, welchem die höheren Verwaltungs- und Justizbehörden untergeordnet waren. Die höhere Landesverwaltungsbehörde war das Regierungskollegium. 1868 wurden die fürstlichen und staatlichen Besitzungen getrennt. Dem Fürsten blieb ein umfangreiches [[Staatsdomäne|Domanialvermögen]] (darunter die Schlösser, Domänen, Forste, Erbpachtgüter, das [[Bad Meinberg]] und die Saline in [[Bad Salzuflen|Uflen]]), das nach seiner Abdankung größtenteils dem Staat zufiel (vgl. auch [[Domänenfrage]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Gerichte im Fürstentum Lippe}}&lt;br /&gt;
Als Oberlandesgericht fungierte lange Zeit das preußische [[Oberlandesgericht Celle]] (Staatsvertrag vom 4.&amp;amp;nbsp;Januar 1879). In dessen [[Landgericht Detmold|Gerichtsbezirk Detmold]] wurden die Amtsgerichte Alverdissen, [[Amtsgericht Blomberg|Blomberg]], [[Amtsgericht Detmold|Detmold]], Hohenhausen, Horn, Lage, [[Amtsgericht Lemgo|Lemgo]], [[Oerlinghausen]] und Salzuflen eingerichtet. Die Exklaven Lipperode und Cappel gehörten zum preußischen [[Amtsgericht Lippstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gonschior.de/weimar/Lippe/index.htm Der Freistaat Lippe im Überblick]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verfassung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot;&amp;gt;[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=110459 Meyers Konversationslexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig / Wien, 4.&amp;amp;nbsp;Aufl., 1885–1892.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bevor Lippe sich an das Oberlandesgericht Celle band, war es seit 1817 gemeinsam mit dem [[Herzogtum Braunschweig]] und den Fürstentümern [[Schaumburg-Lippe]] und [[Waldeck]] dem [[Oberappellationsgericht]] in [[Wolfenbüttel]] unterstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Kunz (Hrsg.): [http://www.hgisg-ekompendium.ieg-mainz.de/Dokumentation_Datensaetze/Multimedia/Staaten/Lippe-Detmold.pdf &amp;#039;&amp;#039;Lippe Detmold&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 37&amp;amp;nbsp;kB) In: eKompendium-hgisg.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Als dieses Wolfenbüttler Gericht aufgelöst wurde, wurde eine [[Interimistische Oberappelationsgerichtskommission]] gegründet, die über die Lipper Prozesse Aufsicht führte. Bereits 1857 schloss man sich dann dem [[Königreich Hannover|hannoverschen]] [[Oberappellationsgericht Celle]] an, das ab 1866 infolge der preußischen Annexion Hannovers zum preußischen Appellationsgericht hinuntergestuft wurde, bis es 1879 in das Oberlandesgericht umgewandelt wurde, dem Lippe bis 1944 angehören sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ämter in Lippe}}&lt;br /&gt;
1879 wurden im Fürstentum die fünf Verwaltungsämter [[Landratsamt Blomberg|Blomberg]], [[Landratsamt Brake|Brake]], [[Landratsamt Detmold|Detmold]], [[Landratsamt Schötmar|Schötmar]] und [[Verwaltungsamt Lipperode-Cappel|Lipperode-Cappel]] eingerichtet. Die Städte Barntrup, Blomberg, Detmold, Horn, Lage, Lemgo und Salzuflen sowie der Flecken Schwalenberg blieben amtsfrei. 1906 erhielt [[Schwalenberg]] die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Stadt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fürstentum Lippe war somit 1910 in acht amtsfreie Städte sowie in fünf Verwaltungsämter mit dreizehn Ämtern gegliedert:&lt;br /&gt;
* Amtsfreie Städte [[Barntrup]], [[Blomberg]], [[Detmold]], [[Horn-Bad Meinberg|Horn]], [[Lage (Lippe)|Lage]], [[Lemgo]], [[Bad Salzuflen|Salzuflen]] und [[Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Landratsamt Blomberg|Verwaltungsamt Blomberg]] (Ämter Blomberg, Schieder und Schwalenberg) mit 45 Gemeinden und einer Fläche von 199,36&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
* [[Landratsamt Brake|Verwaltungsamt Brake]] (Ämter Brake, Hohenhausen, Sternberg-Barntrup und Varenholz) mit 64 Gemeinden und einer Fläche von 364,60&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
* [[Landratsamt Detmold|Verwaltungsamt Detmold]] (Ämter Detmold, Horn und Lage) mit 64 Gemeinden und einer Fläche von 375,05&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
* [[Verwaltungsamt Lipperode-Cappel]] (Amt Lipperode-Cappel) mit 3&amp;amp;nbsp;Gemeinden und einer Fläche von 7,66&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
* [[Landratsamt Schötmar|Verwaltungsamt Schötmar]] (Ämter [[Amt Oerlinghausen|Oerlinghausen]] und [[Amt Schötmar|Schötmar]]) mit 34 Gemeinden und einer Fläche von 158,06&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltungsgliederung mit Einwohnerzahl 1871&amp;lt;ref&amp;gt;Fußnote: Volkszählung 1871&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Städte !! Einwohner 1871&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Barntrup]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}1.116&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Blomberg]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}2.203&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Detmold]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}6.469&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Horn]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}1.717&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lage (Lippe)|Lage]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}2.514&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lemgo]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}4.801&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Salzuflen]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}2.072&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ämter !! Einwohner 1871&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Blomberg|Blomberg]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}3.608&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Brake (Lippe)|Brake]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}7.981&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Detmold|Detmold]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}8.513&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Hohenhausen|Hohenhausen]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}6.482&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Horn|Horn]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}5.800&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Lage|Lage]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 13.406&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Lipperode|Lipperode]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0|00.}}728&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Oerlinghausen|Oerlinghausen]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}8.571&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Schieder|Schieder]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}3.660&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Schötmar|Schötmar]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 10.806&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Schwalenberg|Schwalenberg]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}6.225&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Sternberg-Barntrup|Sternberg-Barntrup]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}9.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amt Varenholz|Varenholz]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}5.140&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fürsten ==&lt;br /&gt;
Die Grafen zu Lippe stammten aus dem hochadligen [[Haus Lippe]], dessen erstes Oberhaupt 1123 erwähnt wurde. Die meisten Fürsten stammten aus der Linie Lippe-Detmold. Nach heftigen Erbstreitigkeiten ging die Regentschaft zunächst auf die Linie Schaumburg-Lippe über (die Länder [[Schaumburg-Lippe]] und Lippe waren aber nur verbunden und nicht vereinigt), zuletzt auf die Linie Lippe-Biesterfeld, die bis dahin kein eigenes Territorium besaß.&lt;br /&gt;
Bereits 1720 beabsichtigte der [[Römisch-deutscher Kaiser|römisch-deutsche Kaiser]], Graf [[Simon Heinrich Adolf (Lippe)|Simon Heinrich]] in den Reichsfürstenstand zu erheben. Die damit verbundenen Kosten von 4400 Reichstalern konnten allerdings erst 1789 von einem Nachfolger, [[Leopold I. (Lippe)|Leopold&amp;amp;nbsp;I.]], aufgebracht werden. Erst mit 69 Jahren Verspätung konnte das zum [[Niederrheinisch-Westfälisches Reichsgrafenkollegium|westfälischen Reichsgrafentum]] zählende Haus Lippe-Detmold  den Titel eines Fürsten erwerben. Das Land wurde zu einem [[Reichsfürstentum]]. Eine umfassende Machtentfaltung blieb aber auch den Fürsten durch die geringe Größe des Landes und die sich daraus nur eingeschränkt ergebende Souveränität beispielsweise in militärischen Fragen, vor allem durch die starke Stellung der Stände, verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1836 wurden ein [[Landtag Lippe|Landtag]] einberufen und die Macht der Fürsten durch eine Verfassung eingeschränkt. Der letzte Fürst dankte in der [[Novemberrevolution]] 1918 ab, durfte aber weiterhin im [[Residenzschloss Detmold|Detmolder Schloss]] wohnen. Die Nachfahren des letzten Fürsten nennen sich Prinzen zur Lippe. Sie leben bis heute im Schloss zu Detmold. Oberhaupt der Familie war von 1987 bis zu seinem Tod 2015 [[Armin Prinz zur Lippe-Detmold]]. Sein Nachfolger ist sein Sohn, [[Stephan Prinz zur Lippe]]. Die Fürsten Lippes waren:&lt;br /&gt;
[[Datei:LeopoldIVofLippe.jpg|mini|200px|Leopold&amp;amp;nbsp;IV. zur Lippe]]&lt;br /&gt;
* 16. Dezember 1789 bis 4. April 1802:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Leopold I. (Lippe)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürst Leopold I.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] (1767–1802)&lt;br /&gt;
* 4. April 1802 bis 1. Januar 1851:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Leopold II. (Lippe)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürst Leopold II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] (1796–1851)&lt;br /&gt;
** 4. April 1802 bis 3. Juli 1820:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Regentschaft]] [[Pauline zur Lippe|Fürstin Pauline zur Lippe]] (1769–1820), Witwe des Fürsten Leopold&amp;amp;nbsp;I.&lt;br /&gt;
* 1. Januar 1851 bis 8. Dezember 1875:&amp;lt;br /&amp;gt;Fürst Paul Friedrich Emil [[Leopold III. (Lippe)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leopold III.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] (1821–1875)&lt;br /&gt;
* 8. Dezember 1875 bis 20. März 1895:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Woldemar (Lippe-Detmold)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürst Woldemar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] (1824–1895)&lt;br /&gt;
* 20. März 1895 bis 13. Januar 1905:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Alexander (Lippe)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürst Karl Alexander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] (1831–1905)&lt;br /&gt;
** 1895–1897:&amp;lt;br /&amp;gt;Regentschaft [[Adolf zu Schaumburg-Lippe|Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe]] (1859–1916)&lt;br /&gt;
** 1897–1904:&amp;lt;br /&amp;gt;Regentschaft [[Ernst zur Lippe-Biesterfeld|Graf Ernst zur Lippe-Biesterfeld]] (1842–1904)&lt;br /&gt;
** 1904–1905:&amp;lt;br /&amp;gt;Regentschaft [[Leopold IV. (Lippe)|Graf Leopold zur Lippe-Biesterfeld &amp;#039;&amp;#039;(nachm. Fürst Leopold&amp;amp;nbsp;IV.)&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* 25. Oktober 1905 bis 12. November 1918:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Leopold IV. (Lippe)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürst Leopold IV.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]]  (1871–1949)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staatsministerium ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Helwing, Friedrich Wilhelm.jpg|mini|hochkant|Friedrich Wilhelm Helwing]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischer, Laurenz Hannibal.jpg|mini|hochkant|Laurenz Hannibal Fischer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Landesbehörde war das Staatsministerium, dem die höheren Verwaltungs- und Justizbehörden untergeordnet waren. Die höhere Landesverwaltungsbehörde war das Regierungskollegium.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:90px&amp;quot;| Amtszeit&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:220px&amp;quot;| Staatsminister&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1810–1828&lt;br /&gt;
| [[Karl Friedrich Funk von Senftenau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1829–1832&lt;br /&gt;
| [[Friedrich Wilhelm Helwing]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1832–1848&lt;br /&gt;
| [[Wilhelm Arnold Eschenburg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1848–1850&lt;br /&gt;
| [[Friedrich Simon Leopold Petri]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1850–1853&lt;br /&gt;
| [[Christian Theodor von Meien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1853–1855&lt;br /&gt;
| [[Laurenz Hannibal Fischer]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1856–1868&lt;br /&gt;
| [[Alexander von Oheimb]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1868–1872&lt;br /&gt;
| [[Carl Theodor Heldman]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1872–1875&lt;br /&gt;
| [[Adalbert von Flottwell]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1876–1885&lt;br /&gt;
| [[August Eschenburg (Politiker)|August Eschenburg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1885–1889&lt;br /&gt;
| [[Hugo Samuel von Richthofen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1889–1895&lt;br /&gt;
| [[Friedrich Otto Hermann von Wolffgramm]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1895–1897&lt;br /&gt;
| [[Karl von Oertzen (Politiker, 1844)|Karl von Oertzen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1897–1899&lt;br /&gt;
| [[Karl Gustav Oskar Miesitscheck von Wischkau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1900–1912&lt;br /&gt;
| [[Max von Gevekot]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1913–1918&lt;br /&gt;
| [[Karl Ludwig von Biedenweg]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertretung im Bundesrat ==&lt;br /&gt;
Im [[Bundesrat (Deutsches Reich)|Bundesrat]] des Deutschen Reiches verfügte Lippe über eine Stimme. Der Vertreter wurde durch den Landesherrn ausgewählt. Durch das geringe Stimmengewicht im von Preußen dominierten Bundesrat (17 Vertreter) war Lippe praktisch ohne Bedeutung; es zählte mit weiteren 16 Ländern zu der Gruppe von Kleinstaaten, die mit jeweils nur einer Stimme repräsentiert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoffmann&amp;#039;s Stärkefabriken Ansicht 1890.jpg|mini|[[Hoffmann’s Stärkefabriken|Stärkefabrik Hoffmann]] um 1890]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben einer Textilindustrie, die sich auf den Anbau von [[Flachsfaser|Flachs]] und die Verarbeitung zu [[Flachsfaser#Leinen|Leinen]] stützte, verfügte das Fürstentum über eine berühmte [[Sepiolith|Meerschaumindustrie]] in Lemgo, eine [[Saline]] in Salzuflen (1878: 24.800 Zentner [[Natriumchlorid|Kochsalz]]) und eine noch heute existierende [[Holzindustrie]] mit zahlreichen Sägemühlen, deren Rohstoff aus den ausgedehnten Wäldern des Landes stammte. Besondere Bedeutung erlangte wie im benachbarten Preußen auch die [[Zigarre]]nindustrie, die wie auch zunächst die Textilindustrie in teils [[Protoindustrialisierung|protoindustrialistischer]] Arbeitsteilung im [[Verlagssystem]] organisiert war. Daneben gab es Bierbrauereien (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Privat-Brauerei Strate Detmold|Strate]] und [[Brauerei Falkenkrug|Falkenkrug]]), [[Ziegelei]]en, eine Zuckerfabrik in [[Lage (Lippe)|Lage]] und [[Ölmühle]]n. Größtes Industrieunternehmen war wohl die [[Hoffmann’s Stärkefabriken|Stärkefabrik Hoffmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Industrie war der Bau der [[Bahnstrecke Herford–Himmighausen|Lippischen Bahn]] (1880) sowie der [[Begatalbahn|Lippischen Nebenbahn]] (1895) bedeutsam, die beide den Anschluss an die [[Bahnstrecke Hamm–Minden|Stammstrecken der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft]] sicherstellten. Wirtschaftliche Bedeutung erlangten auch die lippischen Staatsbäder in [[Bad Meinberg]] und [[Bad Salzuflen]] bzw. die Saline in Bad Salzuflen. Insgesamt war Lippe aber immer ein agrarisch geprägter Staat, der zu den wirtschaftlich schwächeren Ländern des Reiches zählte. Industrie existierte (beispielsweise relativ zum nördlich gelegenen [[Ravensberger Land]]) nur in geringem Umfang und basierte wie die Textil- und Holzindustrie direkt auf den land- oder forstwirtschaftlichen Ressourcen des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war u.&amp;amp;nbsp;a. eine Folge des großen ständischen Einflusses und der zu Beginn der Industrialisierung wenig wirtschaftsfreundlichen Haltung des Monarchen. Seine wirtschaftlichen Interessen lagen vor allem in der Sicherung der eigenen wirtschaftlichen Macht, die sich bis zuletzt weniger aus Steuern denn aus dem direkten Einkommen der fürstlichen Domänen, Forste, Salinen und Staatsbäder ergab. Die lippischen Wanderarbeiter (siehe auch [[Lippische Ziegler]]) waren eine Folge dieser wirtschaftlichen Schwäche. Die [[löss]]bedeckten Bördelandschaften im [[Werre]]- und [[Bega (Werre)|Begatal]] ermöglichten immerhin eine auskömmliche Landwirtschaft. In der wenig fruchtbaren Sandlandschaft [[Senne]] dagegen war intensive Landwirtschaft kaum möglich. Bedeutung erlangten hier vor allem die Haltung von Weidetieren und die Zucht der [[Senner Pferd]]e beim fürstlichen [[Jagdschloss Lopshorn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militär ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Knötel II, 27.jpg|mini|Lipper Schütze (rechts) in der Fürstendivision]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Mai 1807 wurde ein lippisches Bataillon aufgestellt, das, unter Einbeziehung einer [[Schaumburg-Lippe|schaumburgisch-lippischen]] [[Kompanie (Militär)|Kompanie]], das II.&amp;amp;nbsp;[[Bataillon]] des 5.&amp;amp;nbsp;Infanterieregiments der [[Fürstendivision]] des [[Rheinbund]]es bildete. 1867 schloss Lippe eine [[Militärkonvention]] mit [[Preußen]] und gehörte fortan dem Ersatzbezirk des [[VII. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|VII.&amp;amp;nbsp;Armeecorps]], [[13. Division (Deutsches Kaiserreich)|13.&amp;amp;nbsp;Division, 26.&amp;amp;nbsp;Infanterie-Brigade]], an. Am 27. Mai 1867 wurde zur Eingliederung der Lipper in das [[Preußische Armee|preußische Heer]] die Fürstendivision aufgelöst. Die Lipper wurden vor allem für das preußische [[Infanterie-Regiment „Graf Bülow von Dennewitz“ (6. Westfälisches) Nr. 55|6.&amp;amp;nbsp;westfälische Infanterieregiment Nr.&amp;amp;nbsp;55]] verwendet. Der Regimentsstab und das 3.&amp;amp;nbsp;Bataillon waren zuletzt (1918) in Detmold beheimatet. Die Uniform der Lipper war um etwa 1815 französierend in weiß-blau-rot gehalten. Diese Uniform wurde auch auf dem Notgeld der Stadt Detmold um 1920 abgebildet, und sie bleibt durch die Gestaltung der Flasche der Spirituose &amp;#039;&amp;#039;[[Lipper Schütze]]&amp;#039;&amp;#039; in Erinnerung. Spätestens ab 1867 trugen die Lipper die gewöhnliche preußische Uniform und waren dann nur noch durch die Lipper [[Kokarde (Abzeichen)|Kokarde]] in den Landesfarben gelb-rot-gelb ([[:Datei:Tafel XVII Kokarden.jpg|Abbildung]]) beim III./IR&amp;amp;nbsp;55 zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im eigentlichen Sinne hatte also Lippe spätestens 1867 kein eigenes Militär mehr und sah sich auch davor kaum im Stande, eine autark operierende Truppe in Regimentsstärke aufzustellen. Eine [[Karikatur]] dieser militärischen Schwäche zeichnet das Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Lippe-Detmold, eine wunderschöne Stadt]]&amp;#039;&amp;#039;, das sich zu einer Art Regionalhymne des Lipperlandes entwickelte. Darin sieht sich ein lippischer General bereits nach Verlust eines Mannes nicht mehr in der Lage, die Kampagne fortzuführen. Das oben bereits erwähnte Notgeld ist nach der textlichen Vorlage des Liedes gestaltet. Eine gewisse Bedeutung erlangte Lippe weniger durch seine Soldaten denn mit der Anlage des [[Truppenübungsplatz Senne|Truppenübungsplatzes Senne]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woiste.de/W-KR3-1807-1815.html &amp;#039;&amp;#039;1807–1815 Die napoleonischen Kriege&amp;#039;&amp;#039;] woiste.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Militär-Verdienstmedaille (Lippe)|Lippische Militär-Verdienstmedaille]], [[Kriegsverdienstkreuz (Lippe)|lippisches Kriegsverdienstkreuz]], [[Kriegsehrenkreuz für heldenmütige Tat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Währung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lippische Münzgeschichte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 wurde die im ganzen Kaiserreich eingeführte [[Mark (1871)|Mark]] auch Zahlungsmittel im Fürstentum. Die Vorderseite, das [[Avers (Numismatik)|Avers]], konnte bei den Münzen zu 2, 3, 5, 10 und 20 Mark von den Gliedstaaten des Reiches gestaltet werden. In Lippe erschienen in dieser Zeit Münzen zu 2&amp;amp;nbsp;Mark (1906) und 3&amp;amp;nbsp;Mark (1913); beide zeigen das Porträt des regierenden Fürsten Leopold&amp;amp;nbsp;IV.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woiste.de/W-Auf-Geld.html &amp;#039;&amp;#039;Die Münzen im Fürstentum Lippe&amp;#039;&amp;#039;] auf woiste.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Lippe-1687.PNG|1687–1798&lt;br /&gt;
 Lippe-1798.PNG|1798&lt;br /&gt;
 Coa Germany State Lippe.svg|Kleines Staatswappen des Fürstentums&lt;br /&gt;
 Wappen Deutsches Reich - Fürstentum Lippe.png|Großes Staatswappen des Fürstentums&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orden und Ehrenzeichen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruis met kroon van de Leopoldsorde van Lippe na 1916.jpg|mini|hochkant|[[Leopold-Orden (Lippe)|Leopold-Orden]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als souveräner Staat vergab Lippe auch Orden und Ehrenzeichen. Die meisten Orden und Ehrenzeichen stammen aus der Zeit des Fürstentums, aber auch in der Republik wurden weiterhin Orden verliehen. Dies waren u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
* [[Rettungsmedaille (Lippe)|Rettungsmedaille]] für heldenhafte Rettung von Leben oder Besitz&lt;br /&gt;
* [[Orden für Kunst und Wissenschaft (Lippe)|Orden für Kunst und Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Lippischer Hausorden]], gemeinsamer Hausorden des [[Haus Lippe|Hauses Lippe]] für Verdienste am lippischen oder schaumburg-lippischen Fürstenhaus&lt;br /&gt;
* [[Leopold-Orden (Lippe)|Leopold-Orden]] für Verdienste um den Staat&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverdienstkreuz (Lippe)|Kriegsverdienstkreuz]] für Tapferkeit im Krieg&lt;br /&gt;
* [[Kriegsehrenkreuz für heldenmütige Tat]] für Heldentum im Krieg&lt;br /&gt;
* [[Militär-Verdienstmedaille (Lippe)|Militär-Verdienstmedaille]] für Militärangehörige&lt;br /&gt;
* [[Kriegs-Ehrenmedaille (Lippe)|Kriegs-Ehrenmedaille]] für Verdienste um die öffentliche Wohlfahrt, insbesondere in der Pflege der verwundeten und erkrankten Krieger&lt;br /&gt;
* [[Bertha-Orden]], Frauenverdienstorden in vier Klassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Das Fürstentum (1887: 1.215,20&amp;amp;nbsp;km²) zählte&lt;br /&gt;
* 1871: 111.135 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1881: 112.452 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1885: 123.212 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1905: 145.610 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1910: 150.937 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich: Der heutige, 1.246,29&amp;amp;nbsp;km² große Landesteil von Nordrhein-Westfalen zählt&lt;br /&gt;
* 2008: 355.178 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Arndt (Historiker)|Johannes Arndt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Fürstentum Lippe im Zeitalter der Französischen Revolution, 1770–1820.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann, Münster 1992, ISBN 3-89325-090-5.&lt;br /&gt;
* Johannes Arndt, [[Peter Nitschke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität und Umbruch in Lippe – Sozialpolitische Verhältnisse zwischen Aufklärung und Restauration 1750–1820&amp;#039;&amp;#039;, Landesverband Lippe, Detmold 1994, ISBN 3-9802787-6-X.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Erich Kittel]] |Titel=Geschichte des Landes Lippe. Heimatchronik der Kreise Detmold und Lippe |Reihe=Heimatchroniken der Städte und Kreise des Bundesgebietes |BandReihe=18 |Verlag=Archiv für Deutsche Heimatpflege |Ort=Köln |Datum=1957 |ZDB=749758-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wolfgang J. Neumann |Titel=Der lippische Staat. Woher er kam – wohin er ging |Verlag=Neumann |Ort=Lemgo |Datum=2008 |ISBN=978-3-9811814-7-0}}&lt;br /&gt;
* [[Conrad Bornhak]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Thronfolge im Fürstentum Lippe, unter Benutzung archivalischer Materialien.&amp;#039;&amp;#039; Fontane, Berlin 1895 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-477610}}).&lt;br /&gt;
* Margarete Hamer, Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld: &amp;#039;&amp;#039;275 Jahre Lippe-Weißenfeld.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Wanderung vom Land Lippe in die Lausitz.&amp;#039;&amp;#039; Auf der Grundlage familienhistorischer Quellen. Sollermann, Leer/Ostfriesland 2009, ISBN 978-3-938897-30-0, S.&amp;amp;nbsp;360.&lt;br /&gt;
* Margarete Hamer, Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld: &amp;#039;&amp;#039;275 Jahre Lippe-Weißenfeld.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Wanderung vom Lipper Land über die Niederlausitz in die Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Auf der Grundlage familienhistorischer Quellen. Oberlausitzer Verlag Nürnberger, Spitzkunnersdorf 2017, ISBN 978-3-936867-68-8, S. 440.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Principality of Lippe|Fürstentum Lippe}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Lippe}}&lt;br /&gt;
* [http://s2w.hbz-nrw.de/llb/nav/classification/134657 Digitale Sammlung der Lippischen Landesbibliothek Detmold, Fachgebiet „Lippe“]&lt;br /&gt;
* [http://www.dhm.de/lemo/objekte/karten/D1871/lippedetmold.html Karte Fürstentum Lippe] [[Deutsches Historisches Museum]]&lt;br /&gt;
* [http://www.rosenland-lippe.de/ Rosenland. Zeitschrift für lippische Geschichte]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20250222214106if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/lippe1900.htm |titel=Fürstentum Lippe (Ämter und Gemeinden) 1910 |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-03-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241215164134if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?lippe1900.htm |archiv-datum=2024-12-15 |abruf=2026-03-04}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hausorden.de/index.html Die Orden und Ehrenzeichen des Fürstentums Lippe-Detmold] auf hausorden.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bundesstaat des Norddeutschen Bundes|Lippe, Furstentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1789]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1918]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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