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	<title>Fürstenland - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T23:42:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%BCrstenland&amp;diff=77927&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Theresia Freistetter: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-05-23T20:19:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstenland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Landschaft in der [[Ostschweiz]]. Sie umfasst ungefähr die heutigen Wahlkreise [[Wahlkreis Wil|Wil]], [[Wahlkreis St. Gallen|St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] (ohne die damalige [[St. Gallen|Stadt St.&amp;amp;nbsp;Gallen]]) und [[Wahlkreis Rorschach|Rorschach]] des [[Kanton St. Gallen|Kantons St.&amp;amp;nbsp;Gallen]]. Die Bezeichnung rührt daher, dass dieses Gebiet – auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alte Landschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet – bis 1798 den Kern der [[Herrschaft (Territorium)|Territorialherrschaft]] der [[Fürstabtei St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] bildete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung «Alte Landschaft» für das Gebiet zwischen [[Rorschach]] und [[Wil SG]] erschien erstmals 1580 in Urkunden. Der Name entstand wohl erst durch die Erwerbung der [[Grafschaft Toggenburg]] durch die Fürstabtei St. Gallen. Deren altes Kernland wurde damit zur Alten Landschaft. Der Begriff Fürstenland für dasselbe Gebiet ist erst ab dem 18. Jahrhundert nachzuweisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt; und lehnt sich an die [[Fürst|fürstliche]] Stellung der [[Abt|Äbte]] des Klosters St. Gallen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung und Grenzen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Fuerstabtei St Gallen.png|mini|Der St. Galler Klosterstaat 1468–1798]]&lt;br /&gt;
Die Alte Landschaft gliederte sich in ein Ober- und ein [[Wileramt|Unteramt]]. Das Unteramt wurde auch als [[Wileramt]] bezeichnet. Das Oberamt umfasste das [[Landshofmeisteramt]], das [[Oberbergeramt]] und das [[Rorschacheramt]], zu dem auch die [[Exklave]] [[Altenrhein SG|Altenrhein]] gehörte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt; und das nicht zum Fürstenland gehörende [[Romanshorneramt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|7665|Rorschacheramt|Autor=Lorenz Hollenstein}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die im [[Spätmittelalter]] geltenden örtlichen Rechtsordnungen hatte Abt [[Ulrich Rösch]] in [[Offnung]]en festhalten lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die Niedergerichte und Hauptmannschaften der Alten Landschaft sind in den einzelnen Artikel der Ämter des Fürstenlands aufgelistet.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1458 bis 1460 war die Grenze zu [[Kanton Appenzell|Appenzell]] fixiert worden. Die Grenze zum [[Toggenburg]], hauptsächlich durch [[Thur (Rhein)|Thur]] und [[Glatt (Thur)|Glatt]] gebildet, wurde bereits 1471 festgehalten. Die Grenzziehung zum [[Landgrafschaft Thurgau|Thurgau]] erfolgte nach dem [[Schwabenkrieg]] 1499. Gegen das [[Vogtei Rheintal|Rheintal]] bildete der Markbach östlich von [[Schloss Wartensee|Wartensee]] die Grenze. Einzelne fürstäbtliche Hoheitsrechte wie [[Berufung (Recht)|Appellation]], [[Huldigung]] und zum Teil das Mannschaftsrecht blieben allerdings auch ausserhalb der Alten Landschaft in den thurgauischen und rheintalischen [[Niedergericht]]en erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-NB - Sankt Gallen, Abtei - Collection Gugelmann - GS-GUGE-FEYERABEND-C-17.tif|mini|hochkant|Uniform der fürstäbtischen Mannschaft]]&lt;br /&gt;
Die Anfänge der weltlichen Herrschaft der Abtei St. Gallen gehen zurück auf die 818 von Kaiser [[Ludwig der Fromme|Ludwig dem Frommen]] erlangte [[Kirchliche Immunität|Immunität]]. In der Folgezeit wurde die [[hohe Gerichtsbarkeit]] von klösterlichen [[Schirmvogtei|Kastvögten]] ausgeübt, die, nachdem die Kastvogtei 1180 durch Erbgang zur Reichsvogtei geworden war, nicht mehr in einem unmittelbaren Abhängigkeitsverhältnis zur Abtei standen. Abt Ulrich Rösch erwarb sämtliche [[Blutgerichtsbarkeit|Hochgerichte]] der Abtei in der Alten Landschaft und begann, die fürstäbtischen Herrschaftsrechte zu vereinheitlichen. [[Rorschach]], [[St. Fiden]], [[Gossau SG|Gossau]] und [[Wil SG|Wil]] wurden Hochgerichtsstätten. Diese Entwicklung führte zur Bildung der [[frühneuzeit]]lichen [[Herrschaft (Territorium)|Territorialherrschaft]] des Fürstabts von St. Gallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1512 erhielt die Alte Landschaft von Papst [[Julius II.]] eigens einen wertvollen «[[Juliusbanner]]» für die 1508–1510 im «Grossen Pavier Feldzug» geleisteten Dienste zur Vertreibung der Franzosen. Das Kloster und die Stadt St. Gallen erhielten zudem je einen separat.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Hecht: &amp;#039;&amp;#039;Das Juliusbanner des zugewandten Ortes Rottweil.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Geschichtsfreund: Mitteilungen des Historischen Vereins Zentralschweiz&amp;#039;&amp;#039;. 126/7 (1973/4). {{doi|10.5169/seals-118647}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung der Alten Landschaft, die so genannten Gotteshausleute, waren mehrfach mit den Äbten von St. Gallen in Konflikte um ihre Rechtsstellung verwickelt, vor allem im Zuge der [[Reformation]] zwischen 1525 und 1531. Die [[Geschichte der Stadt Zürich|Stadt Zürich]] versuchte die mehrheitlich der Reformation zugewandten Untertanen der Abtei unter ihre [[Schirmherrschaft#Geschichte|Schirmherrschaft]] zu nehmen. Ziel dieser Politik war die Umwandlung der Alten Landschaft in eine [[Gemeine Herrschaft]] innerhalb der [[alte Eidgenossenschaft|schweizerischen Eidgenossenschaft]]. Die Niederlage der reformierten Kantone im [[Zweiter Kappelerkrieg|Zweiten Kappelerkrieg]] setzte diesen Bestrebungen 1531 ein Ende. Die Einwohner der Alten Landschaft mussten sich wieder dem katholischen Glauben zuwenden&lt;br /&gt;
und die Fürstäbte herrschten hier als [[Absolutismus|absolute Herren]], ohne dass das Volk ein Mitspracherecht gehabt hätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[französische Revolution|französischen Revolution]] entstand eine neue Freiheitsbewegung, die 1795 im so genannten Gütlichen Vertrag mit der Abtei mündete. Der letzte Abt des Klosters St. Gallen, [[Pankraz Vorster]], gewährte 1797 der Alten Landschaft ein eigenes [[Siegel]] und die Wahl eines Landrats. Am 4. Februar 1798 entliess das Kloster St. Gallen die Alte Landschaft schliesslich in die Unabhängigkeit und am 14. Februar fand in Gossau die konstituierende [[Landsgemeinde]] der «Freien Republik der Landschaft St. Gallen» statt, die jedoch nur knapp drei Monate bestand. Nach der Annahme der [[Helvetische Republik|Helvetischen Verfassung]] im Mai 1798 wurde die Alte Landschaft in den am 12. Mai 1798 geschaffenen [[Kanton Säntis]] integriert. Nach dessen Auflösung wurde sie 1803 Teil des [[Kanton St. Gallen|Kantons St. Gallen]].&lt;br /&gt;
[[Bild:Karte Kanton St.Gallen Wahlkreise.png|miniatur|Die Wahlkreise des Kantons St. Gallen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Höhener: &amp;#039;&amp;#039;Der Grenzatlas der stiftsanktgallischen Alten Landschaft von ca. 1730.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cartographica Helvetica.&amp;#039;&amp;#039; Heft 6, 1992, S. 33–37, [[doi:10.5169/seals-4424]].&lt;br /&gt;
* [Johannes Huber]: &amp;#039;&amp;#039;Entlang der Fürstenland-Strasse: Die Kulturlandschaft der Abtei St. Gallen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Verlag am Klosterhof, St. Gallen 2008, ISBN 978-3-906616-88-9.&lt;br /&gt;
* Johannes Huber: &amp;#039;&amp;#039;Die Fürstenland-Strasse entdecken in der Kulturlandschaft St. Gallen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 130). Thorbecke, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7995-1718-8. [https://www.digishelf.de/objekt/bsz014854767_2012/6/ Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|7641|Alte Landschaft (SG)|Autor=Werner Vogler}}{{HLS-Hinweis|Abschnitte}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Alte Landschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4294138-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Furstenland}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton St. Gallen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Theresia Freistetter</name></author>
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