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	<title>Fürstenaufstand - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%BCrstenaufstand&amp;diff=247981&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heied am 22. März 2026 um 23:07 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstenaufstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstenkrieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstenverschwörung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wird ein Aufstand protestantischer [[Fürst]]en unter der Führung von [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]] gegen Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] im Jahre 1552 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Ziele des Fürstenaufstandes ==&lt;br /&gt;
Im [[Heiliges Römisches Reich|Reich]] wuchs die Unzufriedenheit mit den Beschlüssen des Augsburger Reichstages von 1548, dem sogenannten [[Geharnischter Reichstag|Geharnischten Reichstag]], und im Norden schlossen sich die protestantischen Fürsten insgeheim im [[Vertrag von Torgau]] vom 22. Mai 1551 zu einem Bündnis zusammen. Zu ihnen zählten unter anderen Herzog [[Johann Albrecht I. (Mecklenburg)|Johann Albrecht von Mecklenburg]], [[Albrecht (Preußen)|Albrecht von Brandenburg]], der Kronprinz [[Wilhelm IV. (Hessen-Kassel)|Wilhelm von Hessen]] (der in Hessen die Regierungsgeschäfte für seinen gefangenen Vater, Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp I.]] führte) und der Markgraf [[Albrecht II. Alcibiades]] von Brandenburg-Kulmbach. Sie wollten die „[[teutsche Libertät]]“, das heißt die Freiheit der Reichsfürsten, und den [[Protestantismus]] verteidigen. Auch planten sie, den Landgrafen Philipp I. von Hessen, der 1547 vom Kaiser festgesetzt worden war, zu befreien. Nach ersten Kontakten mit König [[Heinrich II. (Frankreich)|Heinrich II.]] erklärte Frankreich im Herbst 1551 dem Kaiser den Krieg und stieß bis zum Rhein vor. Im [[Vertrag von Chambord]] vom Januar 1552 versprach Heinrich II. außerdem Hilfsgelder und Waffenhilfe für die Fürsten, dafür sicherten diese ihm das [[Reichsvikar]]iat über die französischsprachigen Reichsstädte [[Cambrai]], [[Metz]], [[Toul]] und [[Verdun]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle des Kurfürsten Moritz von Sachsen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lucas Cranach the Younger - Prince Elector Moritz of Saxony - Google Art Project.jpg|mini|[[Lucas Cranach der Jüngere|Lucas Cranach d. J.]]: Moritz von Sachsen in Rüstung (1578)]]&lt;br /&gt;
Eine Schlüsselrolle spielte [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]]. [[Magdeburg]], das sich dem [[Augsburger Interim]] nicht beugen wollte, sollte bestraft werden. Moritz führte im Auftrag des Kaisers Truppen gegen Magdeburg, verbündete sich aber mit der Stadt und den Gegnern des Kaisers. Er tat dies vor allem, da er durch die antihabsburgerische Stimmung im Reich fürchtete, seine kürzlich erworbene Kurwürde zu verlieren, wenn er weiterhin dem Kaiser treu blieb. So stellte er sich an die Spitze einer Bewegung, die für ihn selbst eigentlich sehr gefährlich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Axel Gotthard]] |Titel=Das Alte Reich 1495–1806 |Sammelwerk=Geschichte Kompakt |Ort=Darmstadt |Datum=2003 |ISBN=3-534-15118-6 |Seiten=44ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frankreich erklärte im Herbst 1551 den Krieg und stieß bis zum [[Rhein]] vor. Die Truppen der verbündeten Fürsten eroberten schnell die süddeutschen, noch kaisertreuen Städte und drangen im März 1552 nach [[Tirol]] vor. Die katholischen Reichsstände verhielten sich in diesem Konflikt betont neutral, eine Stärkung der kaiserlichen Macht lag nicht in ihrem Interesse. Der Kaiser, nur knapp der Gefangennahme in [[Innsbruck]] entkommen, floh nach [[Villach]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leopold von Ranke]]: &amp;#039;&amp;#039;Karls V. Flucht aus Innsbruck 1552.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Geschichte V, Werke Bd. 5 S. 169 ff. [https://www.projekt-gutenberg.org/ranke/gescbild/chap012.html Projekt Guttenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;, um neue Truppen zu sammeln. Währenddessen verhandelte sein Bruder [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand]] mit Moritz von Sachsen und den protestantischen Fürsten. Die unverrichteter Dinge aus Innsbruck abziehenden Truppen des Kurfürsten zogen daraufhin plündernd durch das Oberinntal. Bei dieser Gelegenheit drangen sie in das [[Zisterzienserstift Stams]] ein, wo sie das Erbbegräbnis der Tiroler Landesfürsten schändeten, die Grüfte erbrachen und die den Särgen entnommenen Gebeine auf den umliegenden Äckern verstreuten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oswald Trapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Grabstätten der Landesfürsten und ihrer Familienmitglieder in Tirol&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Vereinigung katholischer Edelleute Österreichs&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1933, S. 85–136, sowie [[Gustav Sauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Knochenbestand der Tiroler Fürstengräber in Stams im Jahre 1950&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Zisterzienserstiftes Stams&amp;#039;&amp;#039;. Wagner, Innsbruck 1959, S. 221–230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen des Fürstenaufstandes ==&lt;br /&gt;
In [[Passau]] schlossen beide Parteien im August 1552 den [[Passauer Vertrag]]. Die aufständischen Fürsten gaben ihr Bündnis mit Frankreich auf und die Kaiserlichen ließen ihre Gefangenen frei. In der Glaubensfrage gelangte man zu einer Kompromissformel, die auch die Grundlage des [[Augsburger Religionsfrieden]]s von 1555 werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Markgrafenkrieg|Zweite Markgrafenkrieg]] in [[Franken (Region)|Franken]] entwickelte sich unmittelbar aus dem Fürstenaufstand 1552; er dauerte weitere drei Jahre, bis Markgraf [[Albrecht II. Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach]] entscheidend besiegt wurde und somit seine kriegerischen Auseinandersetzungen mit den katholischen Hochstiften [[Hochstift Würzburg|Würzburg]] und [[Hochstift Bamberg|Bamberg]] ein Ende fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische König Heinrich II. belagerte Cambrai 1552 vergeblich. Die Städte Metz, Toul und Verdun konnte er vertragsgemäß einnehmen und unter seine Herrschaft bringen. Die drei Hochstifte verblieben &amp;#039;&amp;#039;de facto&amp;#039;&amp;#039; bei Frankreich, wobei die Rückeroberungsversuche von kaiserlicher Seite im Rahmen der [[Italienische Kriege|Italienischen Kriege]] noch bis 1556 andauerten. &amp;#039;&amp;#039;De jure&amp;#039;&amp;#039; kamen die [[Trois-Évêchés|Drei Bistümer]] erst 1648 im [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] unter französische Hoheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martina Fuchs, Robert Rebitsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Kurfürst – Aspekte des Fürstenaufstandes 1552.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff Verlag, Münster 2010; ISBN 978-3-402-13991-2.&lt;br /&gt;
* [[Robert Rebitsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Tirol, Karl V. und der Fürstenaufstand von 1552.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2000; ISBN 3-8300-0246-7.&lt;br /&gt;
* Kerstin Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Der Fürstenaufstand gegen Karl V. im Jahr 1552. Entstehung, Verlauf und Ergebnis – vom Schmalkaldischen Krieg bis zum Passauer Vertrag.&amp;#039;&amp;#039; Driesen Verlag, Taunusstein 2009; ISBN 978-3-86866-110-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Autor  = Ines Grund| Titel  = Die Ehre – die Freiheit – der Krieg Frankreich und die deutsche Furstenopposition gegen Karl V. 1547/48 – 1552|Ort =  Regensburg| Datum  = 2006| Seiten = 217-243 |Online =  https://epub.uni-regensburg.de/10547/1/Grund-DissT1.pdf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.historicum.net/themen/reformation/glossar/f#Fürstenaufstand Artikel bei historicum.net]&lt;br /&gt;
* Margarethe Baumgartner, Dominique Frings, Johannes Renz:  [https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/einfueh.php?bestand=3065 &amp;#039;&amp;#039; Deutscher Krieg&amp;#039;&amp;#039;] Landesarchiv Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
* [[Karl Marx]]: [https://sites.google.com/site/sozialistischeklassiker2punkt0/karl-marx/1880/karl-marx-chronologische-auszuege/v-karl-v-und-deutschland-bis-zum-augsburger-reichstag-1555 V. &amp;#039;&amp;#039;Karl V. und Deutschland bis zum Augsburger Reichstag 1555&amp;#039;&amp;#039;] In: Chronologische Auszüge zur deutschen Geschichte vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Westfälischen Frieden. In: [[Friedrich Christoph Schlosser]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte für das deutsche Volk&amp;#039;&amp;#039;, Oswald Geehagen`s Verlag, Berlin, 1898, 1. Ausgabe, Bd. 11–14.&lt;br /&gt;
* Ralph Glücksmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Passauer Vertrag vom 2. August 1552&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Frühneuhochdeutschen übertragen [https://www.ra.smixx.de/media/files/Passauer-Vertrag-1552.pdf PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4624307-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Furstenaufstand}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformation (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand im Heiligen Römischen Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1552]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl V. (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand (16. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heied</name></author>
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