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	<title>Fürstbischof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ NDL</title>
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		<updated>2025-05-05T23:17:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; NDL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Balduineum Wahl Heinrich VII.jpg|mini|Die sieben Kurfürsten wählen [[Heinrich VII. (HRR)|Heinrich von Luxemburg]] 1312 zum [[römisch-deutscher König|römisch-deutschen König]]. Links im Bild, kenntlich an ihren Kopfbedeckungen, die drei &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurfürsten, die zugleich Erzbischöfe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind. (Köln, Mainz, Trier)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstbischof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürsterzbischof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Bischof]] bzw. [[Erzbischof]], der in [[Personalunion]] mit seiner geistlichen Macht auch weltliche Herrschaft über ein [[geistliches Territorium]] ausübte, dem er als [[Landesherr]] vorstand. Auf dem Gebiet des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation]] verschwand die Funktion de facto mit der Auflösung des Reiches im Jahre 1806. In einigen Bistümern überdauerte die Bezeichnung bis nach dem Ersten Weltkrieg. Der Gebrauch der Titel &amp;#039;&amp;#039;Fürstbischof&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Fürsterzbischof&amp;#039;&amp;#039; sowie die Verwendung der damit verbundenen weltlichen Würdezeichen (wie [[Fürstenhut]] und [[Wappenmantel|-mantel]]) wurden 1951 durch Papst [[Pius XII.]] auch formell abgeschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Gall (Historiker)|Franz Gall]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Wappenkunde. Handbuch der Wappenwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Böhlau Verlag, Wien 1992, S. 219, ISBN 3-205-05352-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fürstbischöfe im Heiligen Römischen Reich ==&lt;br /&gt;
=== Definition ===&lt;br /&gt;
[[Datei:COA Prince-Bishop of Freising DE Eckher Johann Franz.png|mini|hochkant|Wappen des [[Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck|Johann Franz Eckher von Kapfing]] als Fürstbischof (1696–1727) von [[Hochstift Freising|Freising]] mit fürstlichen und bischöflichen Rangzeichen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Fürstbischof&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Bischof]] im [[Fürst#Kirchenfürsten|Fürst]]enrang. Sein Stand war der eines [[Reichsfürst]]en des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]. Diese weltliche Herrscherfunktion von Bischöfen ging auf die Politik der [[Mittelalter|frühmittelalterlichen]] deutschen [[König]]e zurück, sich zur Eindämmung des Einflusses mächtiger Fürstenfamilien auf die von ihnen ernannten Bischöfe zu stützen. Etliche dieser Bischöfe erhielten damals königliche Rechte ([[Regalien]]) verliehen. Im Zuge der Entwicklung von [[Territorialstaat|Territorialfürstentümern]] bauten auch diese Bischöfe ihre Herrschaftsgebiete zu weltlichen [[Territorium|Territorien]] aus, die als [[Hochstift]] bezeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtliche Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die drei angesehensten geistlichen Fürsten des Reiches wurden 1356 durch die [[Goldene Bulle von Karl IV.|Goldene Bulle]] des Kaisers [[Karl IV. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;IV.]] neben vier weltlichen Fürsten zu [[Kurfürst]]en des Reiches ernannt, das heißt zu königswahlberechtigten Fürsten: Dies waren die Fürsterzbischöfe von [[Kurmainz|Mainz]], [[Kurköln|Köln]] und [[Kurtrier|Trier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1521 bestanden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation 53 katholische geistliche Fürstentümer, [[Reformation]] und [[Säkularisation]] reduzierten diese Zahl bis 1648 auf 23, die sich im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auf 26 wieder leicht erhöhte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. und frühen 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hatte es neben diesen katholisch bleibenden Hochstiften auch eine Reihe evangelischer Hochstifte gegeben – allen voran das bedeutende [[Erzbistum Magdeburg]]. Fast alle diese evangelischen geistlichen Staaten, die in der Regel von Prinzen mächtiger benachbarter Dynastien als [[Administrator (Evangelische Kirche)|Administratoren]] regiert wurden, verwandelte der [[Westfälischer Frieden|Westfälische Frieden]] von 1648 in weltliche Fürstentümer (zugunsten größerer weltlicher Staaten wie etwa [[Brandenburg-Preußen]]), was zuletzt in Magdeburg 1680 umgesetzt wurde. Übrig blieb als evangelisches Hochstift einzig das [[Hochstift Lübeck|Bistum Lübeck]], als Grenzfall ferner das konfessionell zwischen Katholiken und Lutheranern alternierend besetzte [[Hochstift Osnabrück|Bistum Osnabrück]]. Alle übrigen Hochstifte, die zwischen 1648 und 1802/03 noch bestanden, waren exklusiv katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem 16. und frühen 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden die Fürstbischofs-Positionen nahezu ausschließlich mit Vertretern bestimmter Gruppen des Altadels besetzt&amp;amp;nbsp;– mit Fürstensöhnen, Reichsrittern und altem Mediatadel. Insofern war die deutsche Reichskirche bis 1803 in den Führungspositionen primär eine Adelskirche.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Gatz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder von 1785/1803 bis 1945. Bemerkungen zu einem biographischen Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stimmen der Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 202 (1984), S. 137–141, hier S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich aber ermöglichte sie begrenzte Formen sozialer Mobilität, indem bestimmte nichtfürstliche Adlige und bis ins 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch noch Bürgerliche durch ein Bischofsamt den persönlichen Aufstieg zur Reichsfürstenwürde nehmen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wachsende Legitimationsverlust geistlicher Staaten im Zeitalter von [[Rationalismus]] und [[Aufklärung]], der ab 1792 hinzutretende Einfluss des revolutionären [[Frankreich]], wo die Kirchengüter bereits „nationalisiert“ und verkauft worden waren, und der materiell motivierte Annexionismus benachbarter weltlicher Staaten in Deutschland führten mit dem [[Frieden von Lunéville]] 1801 binnen eines knappen Jahrzehnts die [[Säkularisation]] aller geistlichen Staaten in Deutschland herbei. Fast alle Hochstifte wurden bereits im Jahre 1802 von ihren weltlichen Nachbarterritorien besetzt, was der [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 auch reichsrechtlich sanktionierte. Insgesamt waren es 15 Fürstbischöfe, die im Zuge der Säkularisation 1802/1803 ihre Territorien im Heiligen Römischen Reich verloren, jedoch als Bischöfe im Amt blieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Gatz: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder von 1785/1803 bis 1945. Bemerkungen zu einem biographischen Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stimmen der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 202 (1984), S. 137–141, hier S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einziger konnte der letzte Kurfürst/Erzbischof von Mainz, [[Karl Theodor von Dalberg]], als [[Erzamt|Kurerzkanzler]] des Reiches bzw. (ab 1806) als [[Fürstprimas]] des [[Rheinbund]]es für einige Jahre noch einen geistlichen Staat regieren (Schwerpunkte: [[Fürstentum Regensburg|Regensburg]] und [[Fürstentum Aschaffenburg|Aschaffenburg]]), der 1810 jedoch ebenfalls säkularisiert und in das [[Großherzogtum Frankfurt]] umgewandelt wurde, das Dalberg noch bis 1813 regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herrschaftsgebiet der Habsburger trugen manche Bischöfe den Fürstbischofs- bzw. Fürsterzbischofstitel auch ohne weltlichen Herrschaftsbereich als geborene Mitglieder des Herrenhauses bis zum Ende der Monarchie 1918 weiter z.&amp;amp;nbsp;B. [[Erzdiözese Wien|Wien]], [[Erzdiözese Prag|Prag]]. Die Eigenbistümer des Erzbistums Salzburg, [[Diözese Gurk-Klagenfurt|Gurk]], [[Diözese Lavant|Lavant]] und [[Diözese Graz-Seckau|Seckau]] besaßen ebenfalls keine Reichsstandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochstifte um 1800 ===&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1800, vor seinem Ende, hatte das Heilige Römische Reich Deutscher Nation folgende Erz- bzw. Hochstifte mit Sitz im [[Reichsfürstenrat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|&lt;br /&gt;
* Kurfürstentum [[Kurmainz|Mainz]]&lt;br /&gt;
* Kurfürstentum [[Kurköln|Köln]]&lt;br /&gt;
* Kurfürstentum [[Kurtrier|Trier]]&lt;br /&gt;
* [[Erzstift Salzburg]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Augsburg]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Bamberg]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Basel]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Brixen]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Chur]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Corvey]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Eichstätt]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Freising]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Fulda]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Hildesheim]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Konstanz]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Lübeck]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Lüttich]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Münster]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Osnabrück]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Paderborn]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Passau]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Regensburg]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Speyer]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Straßburg]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Trient]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Worms]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Würzburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fürstbischöfe außerhalb des Heiligen Römischen Reiches ==&lt;br /&gt;
Außerhalb des Heiligen Römischen Reiches gab es keine Fürstbischöfe, wenn man von der höherrangigen Ausnahme des vom [[Papst]] (der zugleich ja Bischof von Rom ist) regierten [[Kirchenstaat]]es in [[Mittelitalien]] und einigen wenigen weiteren Ausnahmen absieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Päpste}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italien ===&lt;br /&gt;
Der Bischof von Brescia bekam 844 von Kaiser [[Ludwig II. (Italien)|Ludwig II.]] den Titel eines Grafen von [[Brescia]] verliehen. Auch war von 1077 bis 1420 der [[Patriarchat von Aquileja|Patriarch von Aquileja]] Fürstbischof eines eigenen Territoriums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Bischöfe von Brescia|Liste der Patriarchen von Aquileia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baltikum ===&lt;br /&gt;
Die Bischöfe der [[Preußen (historische Landschaft)|altpreußischen]] Bistümer [[Fürstbistum Ermland|Ermland]], [[Fürstbistum Samland|Samland]], [[Bistum Kulm|Kulm]] und [[Bistum Pomesanien|Pomesanien]] sowie der [[Livländische Konföderation|livländischen]] Bistümer [[Erzbistum Riga|Riga]], [[Bistum Kurland|Kurland]], [[Bistum Dorpat|Dorpat]] und [[Bistum Ösel-Wiek|Ösel-Wiek]] herrschten über ein eigenes Territorium und traten teilweise auch als Reichsfürsten auf, obwohl ihre Herrschaftsgebiete außerhalb der Reichsgrenzen lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Deutschordensstaat#Kirchliche_Strukturen|titel1=Kirchliche Strukturen im Deutschordensstaat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Montenegro ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fürstbistum Montenegro}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Ausnahmefall bildet die sich seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert herausbildende politische Rolle des [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] Bischofs von [[Cetinje]] in der Region [[Montenegro]]. Während das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] und sein [[Sultan]] nach der Eroberung [[Königreich Serbien|Serbiens]] um 1470/80 auch die Herrschaft über Montenegro beanspruchten, wehrten sich die dortigen Bergstämme häufig erfolgreich gegen die faktische Umsetzung dieses Anspruchs. Der Bischof (Vladika) von Cetinje wurde von den Stammesführern als eine Art unparteiischer Präsident dieses lockeren Staatswesens genutzt und anerkannt. Danilo [[Petrović (Dynastie in Montenegro)|Petrović Njegoš]] (Petrovitsch Njegosch), der 1697 das Amt des [[Vladika]] übernahm, gelang es, einen Neffen zu seinem Nachfolger zu bestimmen, woraufhin das Amt im Laufe des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in seiner Familie erblich und folglich „dynastisiert“ wurde. Doch erst Fürstbischof [[Petar I. (Montenegro)|Petar&amp;amp;nbsp;I.]] (1782–1830) vermochte das weltlich-geistliche Führungsamt dauerhaft der Familie Petrović Njegoš zu sichern, und erst sein Neffe [[Petar II.|Peter&amp;amp;nbsp;II. (Petar&amp;amp;nbsp;II Petrović Njegoš)]] (1831–1851) schaltete einen rivalisierenden mächtigen Clan so weit aus, dass der Fürstbischof zum unangefochtenen politischen Führer in Montenegro aufstieg. Insofern war es folgerichtig, dass dessen Neffe und Nachfolger [[Danilo II. Petrović-Njegoš|Danilo&amp;amp;nbsp;II.]] (1851–1860) bereits 1852 das Bischofsamt aufgab und sich zum weltlichen [[Fürstentum Montenegro|Fürsten von Montenegro]] proklamierte. Dieses Fürstentum der Petrović Njegoš wurde unter Danilos Neffen und Nachfolger [[Nikola (Montenegro)|Nikolaus&amp;amp;nbsp;I.]] (Nikola, manchmal auch Nikita) (1860–1918) 1910 zum [[Königreich Montenegro|Königreich]] aufgewertet, wurde jedoch bereits 1918 dem neu gegründeten „[[Königreich Jugoslawien|Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen]]“ angeschlossen, dem späteren [[Jugoslawien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Bischöfe von Montenegro|Liste der Herrscher Montenegros|Petrović (Dynastie in Montenegro)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== England ===&lt;br /&gt;
Das Bistum [[Durham]] war wegen seiner Nachbarschaft zu Schottland von strategischer Bedeutung. Die Fürstbischöfe von Durham (engl. &amp;#039;&amp;#039;prince bishops&amp;#039;&amp;#039;) bekamen daher im Mittelalter vom englischen König besondere Rechte wie die Macht über Leben und Tod verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Bischöfe von Durham}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
Einige der Bischöfe Frankreichs gehörten zu den &amp;#039;&amp;#039;alten Pairs&amp;#039;&amp;#039; des Königreichs. Dies war der [[Erzbistum Reims|Erzbischof von Reims]], der bereits vor 1216 zum Herzog von Reims wurde und der [[Bistum Langres|Bischof von Langres]], der ebenso noch vor 1216 Herzog von Langres wurde. Noch vor 1216 wurde der [[Bistum Beauvais|Bischof von Beauvais]] zum Grafen von Beauvais, der [[Bistum Châlons|Bischof von Châlons]] zum Grafen von Châlons und der [[Bistum Noyon|Bischof]] von [[Noyon]] zum Grafen von Noyon. Herzog von Laon wurde noch vor 1228 der [[Bistum Soissons|Bischof]] von [[Laon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bischöfe in den Gebieten des Heiligen Römischen Reiches, die im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an Frankreich fielen, waren Fürstbischöfe, so die [[Drei Bistümer]] sowie die Erzbistümer: [[Erzbistum Straßburg|Straßburg]] und [[Erzbistum Besançon|Besançon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1674 kam noch der (ein halbes Jahrhundert zuvor erst Metropolit gewordene) [[Erzbischof von Paris]] hinzu, der auf Grund seiner Bedeutung das Herzogtum von Saint-Cloud mit der Pairswürde erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mazedonien ===&lt;br /&gt;
Das [[Erzbistum Ohrid|Bistum Ohrid]] blieb nach der Eroberung des [[Geschichte Bulgariens|Bulgarischen Reichs]] durch die Byzantiner als autonomes Erzbistum, in dem der Erzbischof auch die weltliche Macht besaß, bestehen. Unter der Herrschaft der [[Osmanisches Reich|Osmanen]] wurden ihm später auch große Teile der orthodoxen Christen in Serbien unterstellt, bis diese das Erzbistum von [[Ohrid]] im Einvernehmen mit dem [[Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel|Patriarchen von Konstantinopel]] 1767 auflösten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Erzbischöfe von Ohrid}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polen ===&lt;br /&gt;
Von 1443 bis 1791 waren die [[Liste der Bischöfe von Krakau|Bischöfe von Krakau]] auch [[Herzogtum Siewierz|Herzöge von Siewierz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andorra ===&lt;br /&gt;
Die [[Liste der Bischöfe von Urgell|Bischöfe von Urgell]] in Spanien sind seit 1278 bis heute [[Kofürst von Andorra|Co-Fürsten]] von [[Andorra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich-Ungarn ===&lt;br /&gt;
In Österreich-Ungarn führten einige Bischöfe den Titel Fürstbischof, wobei es sich in vielen, aber nicht allen Fällen um Weiterführung alter Titel aus HRR-Zeiten handelte; der Titel wurde vom Kaiser aber auch verliehen (so an Krakau 1889). Mit dem Titel war zwar kein weltliches Herrschaftsgebiet, wohl aber bestimmte staatliche Funktionen innerhalb der habsburgischen Monarchie verbunden, insbesondere der Sitz im [[Reichsrat (Österreich)|Herrenhaus des Reichsrats]], oder, im Falle des Fürsterzbischofs von [[Erzbistum Esztergom-Budapest|Gran-Esztergom]], 1867 aus dem nunmehr nur noch cisleithanischen Reichsrat ausgeschieden, die Rolle des ersten staatlichen Würdenträgers in Ungarn nach dem Apostolischen König. Anders als &amp;#039;&amp;#039;Fürstbischof&amp;#039;&amp;#039; war &amp;#039;&amp;#039;Fürsterzbischof&amp;#039;&amp;#039;, außer in letzterem Fall, ein reiner Ehrentitel, da Erzbischöfe schon ohneweiters alle Rechte von Fürstbischöfen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hochstift]]&lt;br /&gt;
* [[Fürstabt]]&lt;br /&gt;
* [[Fürstpropstei]]&lt;br /&gt;
* [[Kirchenfürst]]&lt;br /&gt;
* [[Römisch-katholische Kirche im Heiligen Römischen Reich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geistliche Fürsten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]]. Vierter Band: Faith and Order bis Hannibaldis.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i. Br. 1960 (Sonderausgabe), ISBN 3-451-20756-7, Sp. 619–622.&lt;br /&gt;
* Bettina Braun, Mareike Menne, Michael Ströhmer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geistliche Fürsten und geistliche Staaten in der Spätphase des Alten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Bibliotheca Academica, Epfendorf 2008, ISBN 978-3-928471-72-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Prince-Bishops of the Holy Roman Empire|Fürstbischöfe}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Fürstbischof}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4304876-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4304876-6|LCCN=sh85014419|NDL=00570981}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Furstbischof}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürstbischof| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischöfliches Amt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchlicher Titel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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