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	<title>Führererlass - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T14:55:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%BChrererlass&amp;diff=194134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pyaet: +Kat, da seine Erlasse</title>
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		<updated>2026-01-04T22:59:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Kat, da seine Erlasse&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Führererlass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Führerverordnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Führerbefehl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, war eine Anordnung von [[Adolf Hitler]], die für alle [[Behörde]]n und alle [[Deutsche Staatsangehörigkeit|deutschen Staatsangehörigen]] auf dem Gebiet des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] Gesetzeskraft hatte. Die Bestätigung eines Führererlasses durch andere [[Verfassungsorgan]]e war weder notwendig noch vorgesehen. Ein Führererlass konnte geltendes [[Recht]] verändern oder neues [[Rechtsetzung|Recht setzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hitlers Möglichkeit, per [[Erlass (Verwaltungsrecht)|Erlass]] Verfügungen mit Gesetzeskraft zu treffen, ging auf das Recht des [[Reichspräsident]]en der [[Weimarer Republik]] zurück, durch Erlass die Organisation der [[Reichsregierung]] und die der [[Deutsches Reich 1933 bis 1945#„Oberste Reichsbehörden“|obersten Reichsbehörden]] zu verändern. Infolge der Vereinigung beider Staatsämter 1934 gingen dessen gesamte Befugnisse auf [[Reichskanzler]] Hitler als neues [[Staatsoberhaupt]] über.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.documentarchiv.de/ns/stobrhpt.html &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs&amp;#039;&amp;#039; vom 1. August 1934] (RGBl. I S. 747), das am 2. August 1934 [http://www.documentarchiv.de/ns/1934/staatsoberhaupt-deutschen-reichs_erl.html durch Vollzug in Geltung gesetzt] wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gingen seine Führererlasse über [[Staatsorganisationsrecht|staatsorganisationsrechtliche]] Bestimmungen hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] Anfang 1933 gab das [[Ermächtigungsgesetz]] der [[Kabinett Hitler|Reichsregierung]] die [[Vollmacht]], [[Gesetz]]e zu erlassen, die auch ohne Zustimmung des [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstags]] gültig waren. Damit war das [[NS-Staat|Deutsche Reich ab 1933]] eine [[Diktatur]] unter Hitler (die Regierung trat nicht als [[Kollegialorgan]] in Erscheinung). Nach dem Tod des Reichspräsidenten [[Paul von Hindenburg|Hindenburg]] erhielt Hitler 1934 außerdem das Recht, nach Artikel 48 der [[Weimarer Verfassung|Weimarer Reichsverfassung]] sogenannte [[Notverordnung]]en zu erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Beschluss des Großdeutschen Reichstags vom 26. April 1942]] wurde Hitlers [[Autorität]] und innenpolitische [[Macht]] durch eine weitgehende Erweiterung seiner Befugnis zur Befehlserteilung gestärkt (mit dem Argument, ihm ein flexibles Vorgehen ermöglichen zu wollen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Im Kampf des deutschen Volkes um Sein und Nichtsein […] muss der Führer […] – ohne an bestehende Rechtsvorschriften gebunden zu sein – in seiner Eigenschaft als Führer der Nation, als [[Oberbefehlshaber|oberster Befehlshaber]] der [[Wehrmacht]], als [[Regierungschef]] und oberster Inhaber der vollziehenden Gewalt, als oberster Gerichtsherr und als Führer der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Partei]] jederzeit in der Lage sein, nötigenfalls jeden Deutschen […] bei Pflichtverletzung nach gewissenhafter Prüfung ohne Rücksicht auf sogenannte wohlerworbene Rechte mit der ihm gebührenden Sühne zu belegen und ihn im besonderen ohne Einleitung vorgeschriebener Verfahren aus seinem Amte, aus seinem Rang und seiner Stellung zu entfernen.|Quelle=[[Reichsgesetzblatt|RGBl.]] I 1942, S. 247|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Düring, [[Walter Rudolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Texte zur deutschen Verfassungsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1979.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1942&amp;amp;page=349&amp;amp;size=45 &amp;#039;&amp;#039;Beschluß des Großdeutschen Reichstags vom 26. April 1942&amp;#039;&amp;#039;] (RGBl. I S. 247).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Aufzählung ist nicht vollständig und gibt nur Beispiele wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vor dem allgemeinen Beschluss des Großdeutschen Reichstages vom 26. April 1942 ===&lt;br /&gt;
==== Stiftung eines Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Erlass des &amp;#039;&amp;#039;[[Führer]]s&amp;#039;&amp;#039; und [[Reichskanzler]]s des Deutschen Reiches vom 30. Januar 1937&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Stiftung eines Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; vom 30. Januar 1937 ([http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=411&amp;amp;size=45 RGBl. I S. 305]): {{Zitat|Um für alle Zukunft beschämenden Vorgängen vorzubeugen, verfüge ich mit dem heutigen Tage die Stiftung eines Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft. Dieser Nationalpreis wird jährlich an drei verdiente [[Deutsche]] in der Höhe von je 100.000 [[Reichsmark]] zur Verteilung gelangen. Die Annahme des [[Nobelpreis]]es wird damit für alle Zukunft Deutschen untersagt. […]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; über die Stiftung eines [[Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft|Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 4. Februar 1938: „Erlaß über die Führung der Wehrmacht“ ====&lt;br /&gt;
Adolf Hitler hatte [[Werner von Fritsch]], Chef des OKH ([[Oberkommando des Heeres]]), entlassen (siehe [[Blomberg-Fritsch-Krise]]). Mit dem Führererlass vom 4. Februar 1938 übernahm Hitler das neugeschaffene [[Oberkommando der Wehrmacht]] (OKW) selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eba-www.yokohama-cu.ac.jp/~kogiseminagamine/20060703KeitelChefOKW.htm &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Prozeß: Einhundertdreiundsiebzigster Tag. Montag, 8. Juli 1946.&amp;#039;&amp;#039; Der Nürnberger Prozess].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führererlass zum Euthanasieprogramm (1939) ====&lt;br /&gt;
Dieses geheime Schreiben Hitlers ermächtigte namentlich bestimmte Ärzte, dass „nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ns-archiv.de/medizin/euthanasie/faksimile/ Hitlers Euthanasiebefehl („Gnadentoderlass“) vom 1. September 1939] ([[Faksimile]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu wurden alle [[Psychische Störung|psychisch Kranken]] mit mehr als fünf Jahren Anstaltsaufenthalt auf besonderen Meldebögen erfasst. Man nimmt an, dass zwischen 60.000 und 80.000 [[Behinderung (Sozialrecht)|Menschen mit Behinderung]] dem so genannten „[[Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus|Euthanasie]]“-Programm, der [[Aktion T4]], zum Opfer fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Medizin im Nationalsozialismus|Nationalsozialistische Rassenhygiene}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Planmäßige Ermordung der Juden („Endlösung“) ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Endlösung der Judenfrage}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Vertretern des [[NS-Forschung#Intentionalisten|Intentionalismus]] gilt es als gesichert, dass Hitler spätestens seit Sommer 1941 Befehle zur [[Holocaust|Vernichtung der europäischen Juden]] (im NS-Sprachgebrauch „Endlösung der Judenfrage“) gegeben habe, auch wenn diese Befehle offenbar nicht in Schriftform ergangen oder als solche erhalten sind. Die [[NS-Forschung#Funktionalisten / Strukturalisten|Funktionalisten]] in der NS-Forschung bezweifeln, dass es einen allgemeinen Vernichtungsbefehl gegeben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Wannseekonferenz|Historikerstreit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kriegsgerichtsbarkeitserlass ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kriegsgerichtsbarkeitserlass}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem &amp;#039;&amp;#039;Erlaß über die Ausübung der Kriegsgerichtsbarkeit im Gebiet „Barbarossa“ und über besondere Maßnahmen der Truppe&amp;#039;&amp;#039; vom 13.&amp;amp;nbsp;Mai 1941, kurz „Kriegsgerichtsbarkeitserlass [Barbarossa]“ genannt, ließ Hitler die sowjetische Zivilbevölkerung faktisch für [[Vogelfreiheit|vogelfrei]] erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wigbertbenz.wordpress.com/2009/10/31/russlandfeldzugin-wissenschaft-und-unterricht/ Wigbert Benz, dort Kapitel III „Der Russlandfeldzug als Vernichtungskrieg“, abgerufen am 24.&amp;amp;nbsp;August 2010].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ordnete an, dass Straftaten von [[Zivilperson]]en, die in den Ostgebieten gegen die [[Wehrmacht|deutsche Wehrmacht]] erfolgten, nicht durch ordentliche Verfahren vor [[Standgericht]]en oder [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Kriegsgerichten]] geahndet werden durften. Vielmehr waren Zivilpersonen, die Wehrmachtsangehörige angreifen, „mit äußersten Mitteln niederzukämpfen“, festgenommene Tatverdächtige nach Ermessen eines Offiziers zu [[Erschießung|erschießen]]. Wehrmachtsangehörige mussten nicht damit rechnen, sich nach einem Übergriff oder [[Kriegsverbrechen|militärischen Verbrechen]] vor einem [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgericht]] verantworten zu müssen. Damit bildete der Erlass die „Rechtsgrundlage“ für die [[Verbrechen der Wehrmacht]] in der [[Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Unternehmen Barbarossa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommissarbefehl ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kommissarbefehl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juni 1941 erließ Hitler den sogenannten „Kommissarbefehl“ (&amp;#039;&amp;#039;Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ns-archiv.de/krieg/1941/kommissarbefehl.php Text des Kommissarbefehls vom 6. Juni 1941]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er enthielt die völkerrechtswidrige Anweisung, [[Politoffizier|Politkommissare]] der [[Rote Armee|Roten Armee]] nicht als [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangene]] zu behandeln, sondern sie ohne Verhandlung zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nacht-und-Nebel-Erlass ====&lt;br /&gt;
Am 7. Dezember 1941 wurden geheime &amp;#039;&amp;#039;Richtlinien für die Verfolgung von Straftaten gegen das Reich oder die Besatzungsmacht in den besetzten Gebieten&amp;#039;&amp;#039; erlassen, die später unter der Bezeichnung „[[Nacht-und-Nebel-Erlass]]“ bekannt wurden. Danach wurden rund 7000 des Widerstands verdächtige Personen aus [[Frankreich]], [[Belgien]], den [[Niederlande]]n und [[Norwegen]] nach Deutschland verschleppt und dort heimlich abgeurteilt oder bei erwiesener Unschuld in Haft behalten, ohne dass die Angehörigen irgendwelche Auskünfte erhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führerbefehl an Rosenberg, 1. März 1942 ====&lt;br /&gt;
[[Juden]] und [[Freimaurerei|Freimaurer]] wurden von Hitler bezichtigt, Urheber des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zu sein. Reichsleiter [[Alfred Rosenberg]] erhielt mit Befehl vom 1. März 1942 die Vollmacht, [[Bibliothek|Büchereien]] und [[Archiv]]e, deren Eigentümerschaft man Juden oder Freimaurern zuordnete, zu [[Beschlagnahmung|beschlagnahmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem allgemeinen Beschluss des Großdeutschen Reichstages vom 26. April 1942 ===&lt;br /&gt;
==== Führerbefehl an den Oberbefehlshaber des deutschen Afrikakorps Erwin Rommel, 9. Juni 1942 ====&lt;br /&gt;
Dieser Befehl erging schriftlich an [[Erwin Rommel]] (zu dieser Zeit [[Generaloberst]], späterer [[Generalfeldmarschall]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ns-archiv.de/krieg/frankreich/fuehrerbefehl_rommel.php Führerbefehl vom 9. Juni 1942]&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin wurde angeordnet, dass deutsche politische Flüchtlinge, die auf französischer Seite kämpften und in [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|deutsche Kriegsgefangenschaft]] gerieten, zu liquidieren seien. Rommel [[Gehorsamsverweigerung|verweigerte]] die Ausführung dieses Befehls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Deutsches Afrikakorps}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führerbefehl Nr. 11 vom 8. März 1944 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Feste Plätze Ostfront 1944.png|miniatur|Lage der 29 „Festen Plätze“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befehl bestimmte 29 Orte zu „Festen Plätzen“ (Näheres im Artikel [[Fester Platz (Wehrmacht)]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Führerbefehl 11&amp;quot;&amp;gt;Führer-Befehl Nr. 11 (&amp;#039;&amp;#039;Kommandanten der festen Plätze und Kampfkommandanten&amp;#039;&amp;#039;) vom 8. März 1944, zitiert in: [[Walther Hubatsch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Weisungen für die Kriegführung 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;, Bernard &amp;amp; Graefe Verlag für Wehrwissen, Frankfurt am Main 1962, Dok. 53, S. 243–250.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führerbefehl vom 23. August 1944 („Trümmerfeldbefehl“) ====&lt;br /&gt;
Dieser erging an [[Dietrich von Choltitz]], den Stadtkommandanten von Paris:&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Die Verteidigung des Brückenkopfes Paris ist von entscheidender militärischer und politischer Bedeutung. […] Innerhalb der Stadt muss gegen erste Anzeichen von Aufruhr mit schärfsten Mitteln eingeschritten werden, z.&amp;amp;nbsp;B. Sprengung von Häuserblocks, öffentliche Exekutierung der Rädelsführer, Evakuierung des betroffenen Stadtteils, da hierdurch eine Ausbreitung am besten verhindert wird. Die Seinebrücken sind zur Sprengung vorzubereiten. Paris darf nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen.}}&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.choltitz.de/bilderseiten/redentexte/truemmerfeldbefehl.htm Foto des Befehls] (Faksimile).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Choltitz entschloss sich zur [[Gehorsamsverweigerung|Befehlsverweigerung]]; er kapitulierte am 25. August 1944 und übergab Paris, das so fast unzerstört blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führerbefehl vom 19. März 1945 („Nerobefehl“) ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nerobefehl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem &amp;#039;&amp;#039;Befehl betreffend Zerstörungsmaßnahmen im Reichsgebiet&amp;#039;&amp;#039; zufolge, später kurz „Nerobefehl“ genannt, sollte beim Rückzug der deutschen Armee jegliche nutzbare Infrastruktur und Sachwerte zerstört werden und den feindlichen Streitkräften auf dem Reichsgebiet buchstäblich nichts anderes als [[verbrannte Erde]] in die Hände fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rüstungsminister [[Albert Speer]] nahm später für sich in Anspruch, die am 7. April 1945 erfolgte Abschwächung des Befehls durch seine [[Denkschrift]]en erreicht zu haben. Die kolportierten Gesprächszitate von Hitlers Reaktionen auf Speers Denkschriften sind jedoch Nachkriegsformulierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Magnus Brechtken]]: &amp;#039;&amp;#039;Albert Speer. Eine deutsche Karriere&amp;#039;&amp;#039;. München 2018, ISBN 978-3-570-55380-0, S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führerbefehl an die Berliner Bevölkerung, 22. April 1945 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Führerbefehl April 1945.jpg|mini|Flugblatt an die [[Berlin]]er Bevölkerung mit Warnung vor der Schwächung der Widerstandskraft Berlins, 22. April 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befehl wurde über [[Flugblatt|Flugblätter]] verbreitet. Er ordnete die sofortige Erschießung von Personen an, die die deutsche „Widerstandskraft“ beim [[Schlacht um Berlin|Kampf um Berlin]] schwächten (sogenannte [[Defätismus|Defätisten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Führerprinzip]]&lt;br /&gt;
* [[Führerbefehle des Obersten SA-Führers]]&lt;br /&gt;
* [[Weisungen für die Kriegführung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walther Hubatsch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Weisungen für die Kriegsführung 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Dokumente des Oberkommandos der Wehrmacht. Verlag Bernard und Graefe, Koblenz 1983 (von Nr. 1 bis 51).&lt;br /&gt;
* [[Martin Moll]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=Q-4Dw_Bt0zcC&amp;amp;printsec=frontcover#PPP1,M1 „Führer-Erlasse“ 1939–1945]: Edition sämtlicher überlieferter, nicht im Reichsgesetzblatt abgedruckter, von Hitler während des Zweiten Weltkrieges schriftlich erteilter Direktiven aus den Bereichen Staat, Partei, Wirtschaft, Besatzungspolitik und Militärverwaltung&amp;#039;&amp;#039;. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-06873-2.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schönfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reichsgesetze. Sammlung des Verfassungs-, Gemein-, Straf- und Verfahrensrechts für den täglichen Gebrauch&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1944 (Loseblatt-Ausgabe).&lt;br /&gt;
* [[Carl Sartorius]]: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung von Reichsgesetzen staats- und verwaltungsrechtlichen Inhalts&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1935–1937.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Führerbefehl}}&lt;br /&gt;
* [http://www.documentarchiv.de/da/fs-fuehrerbefehle-fuehrererlasse.html &amp;#039;&amp;#039;Erlasse, Verordnungen, Befehle und Weisungen des Führers und Reichskanzlers des »Dritten Reichs«&amp;#039;&amp;#039;] (documentArchiv.de)&lt;br /&gt;
* [http://www.ns-archiv.de/krieg/frankreich/fuehrerbefehl_rommel.php Führerbefehl an Rommel, 9. Juni 1942] (ns-archiv.de)&lt;br /&gt;
* [http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/20004451 Führerbefehl an die Berliner Bevölkerung, 22. April 1945]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fuhrererlass}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (Zeit des Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adolf Hitler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pyaet</name></author>
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