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	<title>Füßebinden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-09T14:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Fu%C3%9F&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Fuß (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Fuß&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Fu%C3%9F_in_der_Kultur&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Fuß in der Kultur (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Fuß in der Kultur&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:EineGruppe des schonenGeschlechts ausDeutsh-ChinaTsingtao.jpg|mini|Frauen mit abgebundenen Füßen, um 1910]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ChineseLadieFoot.gif|mini|Normaler und abgebundener Fuß]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Füßebinden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein bis ins [[20. Jahrhundert]] in [[China]] verbreiteter [[Brauch]], bei dem die [[Fuß|Füße]] von kleinen Mädchen durch [[Knochenbruch|Knochenbrechen]] und anschließendes extremes Abbinden irreparabel deformiert wurden. Hintergrund war eine vermutlich bereits seit dem [[10. Jahrhundert]] existierende [[Schönheitsideal|Schönheitsnorm]] für den Frauenfuß, die beschönigend &amp;#039;&amp;#039;Lotosfuß&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lilienfuß&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. Angestrebt wurden kleine Füße von etwa 10 Zentimetern Länge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem Mädchen aus höhergestellten Familien wurden in meist frühem Kindesalter Opfer dieses Brauches, der gravierende gesundheitliche Schäden mit sich brachte, den [[Hominisation#Aufrechter Gang|Gang]] [[Gehbehinderung|behinderte]] und nur unter [[Schmerz]]en ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1911 verboten und teilweise heimlich weitergeführt, wurde das Füßebinden 1949 durch [[Mao Zedong]]s gesetzlich verankertes Verbot endgültig abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cast of women&amp;#039;s foot deformed by foot binding Wellcome L0005105.jpg|mini|Gipsabguss eines durch Einbinden deformierten Fußes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe und Ursprung des Füßebindens ==&lt;br /&gt;
Während die Stellung der Frauen zur Zeit der liberal geprägten [[Tang-Dynastie]] innerhalb der Familie und der Ehe von Achtung und Selbstbewusstsein geprägt war, änderte sich dieses Rollenbild allmählich während der darauffolgenden [[Song-Dynastie]]. Die zeitgleich aufkommende Mode der eingebundenen Füße begünstigte dabei die zunehmend untergeordnete Position der Frau. Aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfähigkeit waren Frauen meist zu Hause und entsprechend ihren Möglichkeiten an den Haushalt gebunden. Sie waren dadurch von ihren Männern abhängiger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayerischer Rundfunk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch des Füßebindens geht angeblich auf eine Tänzerin zurück, die Geliebte von [[Li Houzhu]] war, des letzten Herrschers (reg. 961–976) des [[Südliches Tang-Reich|Südlichen Tang-Reiches]]. Sie bandagierte sich die Füße,&amp;lt;ref name=&amp;quot;schiavenza-2013-09-16&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Matt Schiavenza|url=https://www.theatlantic.com/china/archive/2013/09/the-peculiar-history-of-foot-binding-in-china/279718/|titel=The Peculiar History of Foot Binding in China|werk=The Atlantic|datum=2013-09-16|zugriff=2019-01-19|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; um auf der goldenen, [[Lotosblumen|lotosblütenförmigen]] Bühne, die der Kaiser ihr bauen ließ, besondere Leistungen vollbringen zu können. [[Yu Huai]], ein chinesischer Historiker des 17. Jahrhunderts, spürte der Wurzel des Füßebindens nach und fand dabei Folgendes heraus:&lt;br /&gt;
{{Zitat|In alten Zeiten bestand zwischen den Füßen der Männer und denen der Frauen kein Unterschied … Meine Nachforschungen haben ergeben, dass das Fußeinbinden zur Zeit Li Houzhus der Südlichen Tang-Dynastie Mode zu werden begann. Er hatte eine königliche Dienerin namens Yao Niang, die wegen ihrer zarten Schönheit und ihrer Tanzbegabung berühmt wurde. So ließ er eine goldene Lotosblüte anfertigen, die sechs Fuß hoch und mit kostbaren Edelsteinen, Girlanden und Seidenquasten geschmückt war. Diese goldene, in vielen Farben leuchtende Lotosblüte stand in der Mitte der Halle. Yao Niang musste sich nun, die Füße mit Seidenbändern umwunden, in diese Blüte schmiegen und die Form der Mondsichel nachahmen. Sie tanzte auf ihren weißen Socken auf der Lotosblüte, machte Pirouetten und erweckte den Eindruck, als wären die weiten Ärmel ihres Gewandes Wolken. Ihr Stil wurde von vielen nachgeahmt. Yao Niang war also die erste, die mit dem Fußeinbinden begann.}}&lt;br /&gt;
In dieser Zeit wurden die Füße aber nur locker bandagiert und es kam nicht zu Verstümmelungen wie später. In der [[Song-Dynastie]] wurden unter dem Einfluss des [[Neokonfuzianismus]] die Rechte und Möglichkeiten von Frauen zunehmend eingeschränkt. Von da an war es üblich, die Füße von Mädchen aus den gehobenen Schichten ab dem frühen Kindesalter einzubinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch verbreitete sich bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in allen Schichten der Bevölkerung, mit Ausnahme der ärmsten Bauern, die für die Feldarbeit Frauen mit intakten Füßen benötigten. Auch die [[Mongolen]], die von 1279 bis 1368 die [[Yuan-Dynastie]] stellten, und die [[Mandschu]], die von 1644 bis 1911 China regierten, schlossen sich diesem Brauch nicht an. Im Gegensatz zu den [[Han-Chinesen]] hielten die [[Mandschuren]] nichts von abgebundenen Füßen; daher konnte man Mandschurinnen leicht an ihren normalen Füßen erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung der Prozedur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The American Museum journal (c1900-(1918)) (17538875184).jpg|mini|Bildbeschreibung: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Mädchen, die jünger sind als acht oder neun Jahre, spielen glücklich auf der Straße, aber wenn sie älter werden, sitzen sie mit schmerzverzerrten Gesichtern auf den Türschwellen und halten ihre gequälten Füße. In [[Yunnan]] sind nicht einmal die Frauen der [[Kuli (Tagelöhner)|Kuli]]-Klasse ausgenommen, und man sieht sie auf den Feldern herumhumpeln, kaum in der Lage, auf ihren gebundenen Füßen zu gehen.&amp;#039;&amp;#039; Yvette Borup Andrews, The American Museum Journal, 1917]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GebundenFuss.jpg|mini|links|Abgebundener Fuß mit Bandagen, um 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Mädchen wurden die Füße meist im Alter von fünf bis acht Jahren von der Mutter oder der Großmutter abgebunden.&lt;br /&gt;
Voraussetzung war, dass das Kind das „Alter der Vernunft“ erreicht hatte und für Argumente der älteren Frauen zugänglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dorothy Ko |Titel=Teachers of the Inner Chambers: Women and Culture in Seventeenth-century China |Ort=Stanford |Verlag=Stanford University Press |Jahr=1994 |ISBN= 978-0804723596 |Seiten=149 |Online={{Google Buch |BuchID=0nNcRiE-TKsC |Seite=149 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst wurde der Fuß in einer Flüssigkeit aus Kräutern und Alaun eingeweicht, die Zehennägel so kurz wie möglich geschnitten, um ein Einwachsen und damit einhergehende Infektionen zu vermeiden, und der Fuß dann massiert. Der Fuß wurde anschließend so eng mit Bandagen umschlungen, dass er im Wachstum gehemmt und zum [[Klumpfuß]] verformt wurde. Dann wurden die Mädchen gezwungen, mit kleinen Schuhen zu laufen, um die Durchblutung der Füße zu fördern. Mit Ausnahme der großen Zehe wurden alle Zehen gebrochen und unter die Fußsohle gebogen. Den jungen Mädchen wurden die Zehen dabei alle zwei Tage erneut mit nassen und immer engeren Bandagen, die beim Trocknen noch enger wurden, unter die Fußsohle geschnürt, damit sie schmale, spitze Füße bekamen. Mit solcherermaßen deformierten Füßen konnten die Frauen keine weiten Strecken mehr gehen. Die gebrochenen, eingeschnürten Klumpfüße führten oft zu Komplikationen – eingewachsene und entzündete Fußnägel, eitrig infizierte Knochensplitter, verfaulte Haut und abgestorbene Zehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perverses&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=Perverses Schönheitsideal |url=http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/i-o/orthopaedie/?full=10161 |wayback=20090929033957 }} Ärztewoche Online&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bound Feet Qualvolle Tradition: Die letzten Frauen Chinas mit Lotusfüßen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/bound-feet-1248621/8.html &amp;quot;Bound Feet&amp;quot; Qualvolle Tradition: Die letzten Frauen Chinas mit &amp;quot;Lotusfüßen&amp;quot;] Brigitte.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:True bound foot of a chinese woman 43 years Wellcome V0031188.jpg|mini|links|Röntgenaufnahme, um 1929]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lotosfuesse-2010.jpg|mini|links|Yunnan, China, August 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern betrachteten das Abbinden der Füße als notwendige Investition in die Zukunft ihrer Töchter. Das Füßebinden wurde in den oberen Bevölkerungsschichten zu einem Zeichen von Wohlstand. Töchter ärmerer Familien aus der Landwirtschaft entgingen teilweise der Verstümmelung, da sie bei der Feldarbeit benötigt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayerischer Rundfunk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wurden beim Füßebinden eine Fußlänge von drei „[[Cun (Einheit)|Cun]]“ (10&amp;amp;nbsp;cm)  – solche  Füße  wurden  „goldene  Lotos“  genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Jihong Fu: &amp;#039;&amp;#039;Das Frauenbild in den Abbildungen der Schulbücher in der Volksrepublik China und der Republik China. Eine Inhaltsanalyse.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Philosophie der Universität Hamburg, 1999; S. 49. [http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/d/1999/fu/diss1-fu.pdf PDF-Volltext].&amp;lt;/ref&amp;gt; und entsprechen etwa der [[Schuhgröße]] 17. Tatsächlich erreichten jedoch nur wenige Füße diese Länge. Im Durchschnitt maßen abgebundene Füße 13&amp;amp;nbsp;cm bis 14&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perverses&amp;quot; /&amp;gt; In der Regel wurden die Bandagen parfümiert und kunstvoll gestaltete Spezialschuhe getragen. Bandagen mussten rund um die Uhr getragen werden, um das weitere Wachstum der Füße zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die irreparable [[Behinderung|Deformation]] waren die Frauen nicht mehr in der Lage, sich ohne massive Schmerzen fortzubewegen, was ihre Bewegungsfreiheit einschränkte. Reiche Frauen ließen sich in einer [[Sänfte]] tragen, die von allen Seiten verhängt war. Die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit ließ viele Frauen zudem [[Adipositas|fülliger]] werden, was positiv wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenslange Schmerzen und die körperliche Behinderung der Frauen wurden von der damaligen Gesellschaft akzeptiert und von Männern als attraktiv empfunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayerischer Rundfunk&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/geschichte/lotus/hintergrund/ | wayback=20071018222236 | text=Goldener Lotus – Die gebundenen Füße der Frauen in China}} [[Bayerischer Rundfunk]] – Radio Wissen&amp;lt;/ref&amp;gt; Der kleinschrittige Gang wurde von chinesischen Dichtern und Poeten als erotisch beschrieben und die kleinen Füße häufig als der [[Deformations-Fetischismus|erotischste]] Teil des weiblichen Körpers wahrgenommen. Die Hilflosigkeit weckte angeblich den „Beschützerinstinkt“ der Männer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayerischer Rundfunk&amp;quot; /&amp;gt; Es kam sogar vor, dass Männer gar nicht mehr auf das Gesicht ihrer Braut achteten, wenn nur die Füße klein waren, und dass Frauen mit größeren Füßen [[Diskriminierung|diskriminiert]] wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/planet-wissen-wdr/video-lotusfuesse--102.html Lotusfuesse], WDR&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschaffung des Füßebindens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A Chinese Golden Lily Foot by Lai Afong, c1870s.jpg|mini|Ohne Bandagen]]&lt;br /&gt;
Noch während der späten [[Qing-Dynastie]] (&amp;#039;&amp;#039;Anfang des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;) und in der [[Republik China (1912–1949)|Republik China]] war es üblich, den Mädchen die Füße zu binden. Während der [[Industrialisierung]] entstand jedoch zunehmend der Bedarf nach Arbeitskräften, um gegenüber den USA, Europa und Japan konkurrenzfähig zu bleiben. Auch entstanden mehrere gesellschaftliche Bewegungen, die das Füßebinden ablehnten und unter anderem von der [[Feministin]] [[Qiu Jin]] unterstützt und wie folgt kommentiert wurden:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Warum lassen wir Frauen uns das gefallen, dass wir unser Leben für zwei Füße opfern, deren Knochen zerquetscht und deren Füße verkümmert sind? (…) Die Ursache liegt nur bei euch selbst, die ihr euch für wertlose Wesen haltet und die ihr nicht danach trachtet, euch beruflich zu qualifizieren, so dass ihr eueren Lebensunterhalt selbst verdienen könnt. Es ist eure Schuld, dass ihr euch immer den Männern anvertraut und eure ganze Energie daran wendet, ihnen zu schmeicheln und tausend neue Wege zu finden, wie ihr euch bei ihnen lieb Kind machen könnt.}}&lt;br /&gt;
Die Überwindung des Füßebindens wurde unter anderem auch durch die Gründung von Elterngruppen forciert, die sich gegenseitig versprachen, weder ihren Töchtern die Füße zu brechen und zu binden, noch ihre Söhne an Frauen mit gebundenen Füßen zu verheiraten. Damit wurden Kollektive mit neuen Verhaltensmustern geschaffen, die von den Eltern als Bezugsgruppen akzeptiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise wurden eingebundene Füße als Symbol für das traditionelle China so massiv abgelehnt, dass bereits abgebundene Füße wieder aufgebrochen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Dekret]] gegen das Füßebinden wurde kurz nach dem [[Boxeraufstand]] 1900 durch die Kaiserinwitwe [[Cixi]] erlassen, dann wieder aufgehoben, 1902 wurde es erneut verboten, jeweils nur mit bedingtem Erfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kai Vogelsang]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Chinas.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2012, S. 484&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des Kaiserreichs 1911 wurde auch von der [[Republik China (1912–1949)|Republik China]] das Füßebinden verboten. Es wurde jedoch mit abnehmender Tendenz noch bis in die 1930er Jahre fortgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Frauen in diesem Übergangszeitraum war die Situation besonders hart. Manche Frauen, denen die Füße als Kinder unter Schmerzen abgebunden wurden, wurden dann von ihren Ehemännern deswegen verlassen oder wurden durch öffentliche Entblößung ihrer Füße gedemütigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schiavenza-2013-09-16&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung der [[Volksrepublik China]] 1949 wurde das Füßebinden unter [[Mao Zedong]] endgültig verboten und geächtet, vermutlich weil die Regierung die Gleichberechtigung der Frau verlangte und Arbeitskräfte benötigt wurden. Frauen mit gebundenen Füßen mussten mit Sanktionen rechnen. Heutzutage ist das Füßebinden sowohl verboten als auch unüblich geworden. Auch die früheren chinesischen Damenschuhe werden heutzutage nicht mehr produziert. Die letzte Fabrik, die Spezialschuhe für abgebundene Füße herstellte, schloss 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute leben in China ältere Frauen mit abgebundenen Füßen. Die Künstlerin [[Beate Passow#Lotuslillies (2000)|Beate Passow]] hat in ihrer Fotoserie &amp;#039;&amp;#039;Lotuslillies (2000)&amp;#039;&amp;#039; Bilder inszeniert, auf denen die Frauen prachtvoll bestickte Schuhe tragen. Auf dem indirekten Weg der subtilen Inszenierung, in der der schöne Schein die harte Realität verdeckt, wird hier eine Anklage gegen die Unterdrückung der Frau zum Ausdruck gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;beate-pa-Text_von&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.beate-passow.de/de/text_burkas.htm |titel=Burkas |autor=Wolfgang Ullrich |werk=beate-passow.de |datum= |zugriff=2017-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* [[Die Herberge zur 6. Glückseligkeit]], US-Filmdrama (1958)&lt;br /&gt;
* [[Pearl S. Buck]] machte mit ihrem Roman [[Die gute Erde]] erstmals ein größeres Publikum in den USA mit dem Füßebinden bekannt.&lt;br /&gt;
* [https://www.kulturtechnik.hu-berlin.de/binding-bodies-perspektiven-auf-gebundene-fuesse/ BINDING BODIES. Perspektiven auf gebundene Füße]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotogalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wuzhen Xizha 2009-07.jpg|Ein weinendes Mädchen bekommt die Füße gebunden, Diorama, Museum für die Geschichte der eingebundene Füße in [[Wuzhen Xizha]]&lt;br /&gt;
Chinese Apothecary 1.JPG|Utensilien zum Füßebinden, oben Schuhe, unten Kräuter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feet of a Chinese woman, showing the effect of foot-binding.jpg|Gebundene Füße sehen unterschiedlich aus&lt;br /&gt;
Bound feet (X-ray).jpg|Röntgenbild&lt;br /&gt;
Plaster model of left foot deformed by foot-binding Wellcome L0064889.jpg|Gipsabguss und Seidenschuhe, Hong Kong&lt;br /&gt;
Foot binding shoes 1.jpg|Bestickte Schuhe&lt;br /&gt;
Pair of Woman&amp;#039;s Slippers for Bound Feet LACMA M.67.8.136a-b.jpg|Spezialschuh&lt;br /&gt;
Chinese boots for bound feet, Shanghai, early 20th century, leather - Bata Shoe Museum - DSC00077.JPG|Lederschuhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scenes from every land, second series; a collection of 250 illustrations picturing the people, natural phenomena, and animal life in all parts of the world. With one map and a bibliography of (14767101325).jpg|Chinesische Frauen, 1909&lt;br /&gt;
Small foot lady and gentleman in Qing dynasty.jpg|Frau mit eingebundenen Füßen und Mann mit normalen Füßen, vor 1908&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A dancing girl, Changde, Hunan, China, ca.1900-1919 (IMP-YDS-RG008-358-0008-0015).jpg|Tänzerin, 1919&lt;br /&gt;
Theatre school&amp;#039;s model student by Ellen Catleen.jpg|Elevinnen einer Tanzschule in Peking, 1934&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Andritzky]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Z.&amp;amp;nbsp;B. Schuhe – vom bloßen Fuß zum Stöckelschuh. Eine Kulturgeschichte der Fußbekleidung&amp;#039;&amp;#039; 4. AUfl. Anabas, Frankfurt 1998, ISBN 3-87038-138-8, S.&amp;amp;nbsp;210–213.&lt;br /&gt;
* Dorothy Ko: &amp;#039;&amp;#039;Cinderella’s Sisters: A Revisionist History of Footbinding.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Los Angeles 2005 (Taschenbuchausgabe 2008), ISBN 0-520-25390-6.&lt;br /&gt;
* Gerry Mackie: &amp;#039;&amp;#039;Ending Footbinding and Infibulation: A Convention account.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Sociological Review.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, 1996, S. 999–1017.&lt;br /&gt;
* Beverley Jackson: &amp;#039;&amp;#039;Splendid Slippers: A Thousand Years of an Erotic Tradition.&amp;#039;&amp;#039; 10 Ten Speed Press, California 1998, ISBN 978-0898159578.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belletristik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Jung Chang: &amp;#039;&amp;#039;Wilde Schwäne. Drei Frauen in China von der Kaiserzeit bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Knaur TB, 2004, ISBN 3-426-62705-1.&lt;br /&gt;
* Kathryn Harrison: &amp;#039;&amp;#039;Die gebundenen Füße.&amp;#039;&amp;#039; Roman. List, München 2001, ISBN 3-471-79432-8.&lt;br /&gt;
* Lisa See: &amp;#039;&amp;#039;Der Seidenfächer.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Bertelsmann, München 2005, ISBN 3-570-00875-4.&lt;br /&gt;
* [[Stephan Thome]]: &amp;#039;&amp;#039;Gott der Barbaren.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Suhrkamp, Berlin 2018, ISBN 978-3-518-42825-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Foot binding|Füßebinden}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.8ung.at/aeons-world/Aeons+World/Koerper/Lotus.html | wayback=20060504222745 | text=&amp;#039;&amp;#039;Goldener Lotus&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://jo4507.wix.com/jofarrell#!living-history-24/c1xaq Living History 24]&amp;#039;&amp;#039;, Projekt der Fotografin Jo Farrell – Porträts von Frauen mit gebundenen Füßen 2014, abgerufen am 25. Juli 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fussebinden}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgeschichte (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauengeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewalt gegen Frauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Orthopädie und Unfallchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fuß in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körpermodifikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen (China)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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