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	<title>Färinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T14:29:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%A4ringer&amp;diff=22900&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-55898-6: Korrektur eines sinnstörenden Beistrichs</title>
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		<updated>2025-09-09T11:47:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur eines sinnstörenden Beistrichs&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Faering.jpg|mini|Ein Färinger in Tracht am Nationalfeiertag (1984)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Färinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{foS|føroyingar}} [{{IPA|ˈføːrɪŋgar}}], Einzahl &amp;#039;&amp;#039;føroyingur&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈføːrɪŋgʊr}}]), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Färöer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, sind ein nordgermanisches Volk, das die [[färöische Sprache]] spricht. Die [[Färöer-Inseln]] haben 54.000 Einwohner, von denen die meisten Färinger sind. Etwa 45.000 Färinger leben auf den Färöern, aber auch 12.000 in Dänemark und etwa 5.000 in anderen Ländern.&lt;br /&gt;
== Herkunft des Wortes ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Färinger&amp;#039;&amp;#039; ist aus dem [[Dänische Sprache|dänischen]] &amp;#039;&amp;#039;færing&amp;#039;&amp;#039; entlehnt, welches wiederum auf das [[altnordisch]]e &amp;#039;&amp;#039;færeyingr&amp;#039;&amp;#039; zurückgeht, aus dem sich auch das neufäröische &amp;#039;&amp;#039;føroyingur&amp;#039;&amp;#039; gebildet hat, jeweils gleichbedeutend mit &amp;#039;&amp;#039;Bewohner der Färöer&amp;#039;&amp;#039;. Das altnordische Wort zerlegt sich &amp;#039;&amp;#039;fær-ey-ingr,&amp;#039;&amp;#039; deutsch „Schaf-Insel-Einwohner“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[-ing]]-&amp;#039;&amp;#039; ist ein in den [[Germanische Sprachen|germanischen Sprachen]] verbreitetes [[Suffix]], das den Einwohner, Bewohner bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Henzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wortbildung.&amp;#039;&amp;#039; Halle/Saale 1947; 3. Auflage, Tübingen 1965 (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte B; Ergänzungsreihe Nr.&amp;amp;nbsp;5), S.&amp;amp;nbsp;164–167.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergleiche etwa aus dem deutschen Sprachraum den Ortsnamen &amp;#039;&amp;#039;Hedingen&amp;#039;&amp;#039;, der „bei den Angehörigen des Hadu/Hado“, „bei den Hadu/Hado-Leuten“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]]&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S.&amp;amp;nbsp;433.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Färöern ist dieses Suffix heute noch lebendig, so heißt ein Bewohner des Ortes [[Klaksvík]] &amp;#039;&amp;#039;klaksvíkingur&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ellipse (Linguistik)|Ellipse]] (Weglassung) des Wortbestandteils &amp;#039;&amp;#039;oy&amp;#039;&amp;#039; „Insel“ in der färöischen Aussprache „föringur“ führte zum dänischen Begriff &amp;#039;&amp;#039;fær-ing&amp;#039;&amp;#039;. Im Dänischen lautet die [[Plural]]form &amp;#039;&amp;#039;færinger&amp;#039;&amp;#039;. Diese wird im Deutschen –&amp;amp;nbsp;da es mit dem deutschen Bewohner-Suffix &amp;#039;&amp;#039;-er&amp;#039;&amp;#039; kontaminiert wird&amp;amp;nbsp;– auch im [[Singular]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das früher im Deutschen oft verwendete [[Adjektiv|Eigenschaftswort]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;färingisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das von &amp;#039;&amp;#039;Färinger&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet ist, wird von Färingern und anderen Skandinaviern als falsch angesehen. Heute hat sich &amp;#039;&amp;#039;färöisch&amp;#039;&amp;#039; durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bezeichnung für das Volk ist im Deutschen das nach deutschen Wortbildungskriterien gebildete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Färöer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der Färöer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurden die Färöer um [[625]] von [[Irland (Insel)|irischen]] [[Mönch]]en besiedelt, die dort als Einsiedler lebten und die Schafe auf die Insel brachten. Als die [[heidnisch]]en [[Wikinger]] nach [[825]] dorthin kamen, trafen sie vielleicht noch die irischen Mönche an, welche spätestens dann vertrieben wurden oder flüchteten. Oft wird aber davon ausgegangen, dass die Färöer zur Zeit der [[Landnahme]] nur noch von Schafen bewohnt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Faroese-Student-Midnamskolen 2003.jpg|mini|Junge Färingerin in traditioneller Tracht mit einer Mütze, die sie als frischgebackene Absolventin der Oberschule ausweist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nordischen Siedler kamen im Zuge der [[Landnahme]] als Emigranten aus West[[norwegen]] –&amp;amp;nbsp;die dialektalen Übereinstimmungen sind heute noch zahlreich&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Oskar Bandle]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur westnordischen Sprachgeographie. Haustierterminologie im Norwegischen, Isländischen und Färöischen.&amp;#039;&amp;#039; A.&amp;amp;nbsp;Textband. Kopenhagen 1967 (Bibliotheca Arnamagnæana XXVIII). B.&amp;amp;nbsp;Kartenband. Kopenhagen 1967 (Bibliotheca Arnamagnæana Supplementum IV); sowie: &amp;#039;&amp;#039;Die Gliederung des Nordgermanischen. Mit 23&amp;amp;nbsp;Karten.&amp;#039;&amp;#039; Basel/Stuttgart 1973 (Beiträge zur nordischen Philologie 1), 2.&amp;amp;nbsp;Auflage (mit einer Einführung von Kurt Braunmüller) Tübingen 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;amp;nbsp;– und den norwegisch eroberten Gebieten [[Schottland]]s, [[Irland (Insel)|Irlands]] und der [[Isle of Man]]. Dadurch kamen auch [[Kelten|keltische]] Einflüsse ins Land, die sich nach Meinung vieler Färinger nicht nur an einigen Ortsnamen auf [[Suðuroy]] nachweisen lassen, sondern auch an einem gewissen &amp;#039;&amp;#039;Menschenschlag&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 999 wurden die Färinger [[Christianisierung|christianisiert]], die [[Wikingerzeit auf den Färöern]] war vorbei, und die Inseln gerieten ab 1035 unter [[Norwegen|norwegische]] Herrschaft. Seit der Aufkündigung der [[Dänisch-norwegische Personalunion|Personalunion zwischen den Königreichen Norwegen und Dänemark]] 1814 im [[Kieler Frieden]] sind die Färinger endgültig Untertanen der dänischen Krone. Seit 1948 sind sie als &amp;#039;&amp;#039;sich selbst regierende Volksgemeinschaft innerhalb des Dänischen Reichs&amp;#039;&amp;#039; (dänisch: „Selvstyrende Folkesamfund i Det Danske Rige“) anerkannt. In den färöischen Personaldokumenten steht als Nationalität hinter &amp;#039;&amp;#039;Danmark&amp;#039;&amp;#039; deshalb &amp;#039;&amp;#039;Føroyingur&amp;#039;&amp;#039;, also: „Nationalität: Dänemark, Färinger“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute leben auf den Färöern neben 5 % (ethnischen) [[Dänen]] auch (vergleichsweise) viele [[Grönländer]], [[Isländer (Volk)|Isländer]], [[Norweger]], [[Vereinigtes Königreich|Briten]] und [[Polen (Ethnie)|Polen]], insgesamt Menschen aus 77 Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der heutigen Färinger stammen auch von vereinzelten Einwanderern ab, die im 18.&amp;amp;nbsp;oder 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus den skandinavischen Ländern und den britischen Inseln oder auch Deutschland kamen. Letzteres zeigt sich an bekannten Familiennamen wie von [[Elinborg Lützen]]. Andere deutschstämmige Familien kamen als Dänen ins Land, die dort schon ansässig waren, wie zum Beispiel im Falle der väterlichen Linie von [[V.&amp;amp;nbsp;U.&amp;amp;nbsp;Hammershaimb]], dem die Färinger ihre Schriftsprache verdanken. Ein bekannter Fall sind auch die vielen Färinger mit dem Familiennamen Debes bzw. Debess. Sie alle sind mit [[Lucas Debes]]’ Schwester verwandt, die mit ihm aus Dänemark auf die Färöer kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft und Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Färinger-alltagskleidung.jpg|mini|Färinger in der typischen Alltagskleidung mit dem braunen Schafswollpullover, dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Fólkaflokstoyggja&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Religion und die [[Färöische Volkskirche|Kirche]] spielen im Alltag der Inselbewohner eine weitaus wichtigere Rolle als in den meisten europäischen Ländern. Färinger gelten als „skandinavisch zurückhaltend“, hilfsbereit und außerordentlich gastfreundlich. Durch die abgelegene Inselwelt und die relativ geringe Population ist man „unter sich“. Dabei verfügen die Färinger über ein ausgesprochen gutes Bildungs- und Sozialwesen und leben in einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, die im Wesentlichen von der [[Fischerei]] abhängt. Andererseits haben sie mit dem [[Färöischer Kettentanz|färöischen Kettentanz]] ein mittelalterliches Relikt in die Alltagskultur der Neuzeit gerettet, das in Europa seinesgleichen sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das färöische Volk hat sich eine [[Färöische Kunst|eigenständige Kunst-]], [[Färöische Literatur|Literatur-]], [[Färöische Musik|Musik-]], und [[Färöisches Theater|Theaterszene]] geschaffen. Die Färinger gelten als besonders lesehungrig. In keinem Land der Erde werden so viele Buchtitel pro Kopf der Bevölkerung verlegt, wie auf den Färöern. Der färöische Kunstkritiker [[Bárður Jákupsson]] schrieb über seine Landsleute:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Voraussetzung [für die Entfaltungs- und Wachstumsmöglichkeiten der Künstler in diesem kleinen Land] ist in erster Linie ein aktives Publikum. Die ca. 17.000 Einwohner ihrer Hauptstadt machen ein besonders engagiertes Kunstpublikum aus, wie man es wohl kaum sonst findet&amp;amp;nbsp;– [[Tórshavn]] müsste dafür eigentlich weltberühmt sein.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dänische Kritiker Bent Irve schrieb:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es ist bemerkenswert, dass die färöischen Künstler –&amp;amp;nbsp;im Gegensatz zu ihren Kollegen in anderen kleinen Ländern&amp;amp;nbsp;– niemals über die Gefahr des Provinzialismus diskutieren. In dem Sinne ist man sich selbst genug, aber das nicht negativ gemeint. Die Angst vor dem Provinzialismus ist nämlich auf ihre Weise eine defätistische Angst, die zu nichts Kreativem gebraucht wird&amp;amp;nbsp;– hat man Angst davor, provinziell zu werden, so ist man es bereits&amp;amp;nbsp;–, die Angst selber ist provinziell.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Færøernes billedkunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Faringer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischsprachige Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
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