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	<title>Fährmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:13:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%A4hrmann&amp;diff=236857&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brüni-n: /* In der Kunst */ Wiki-Link konkretisiert</title>
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		<updated>2025-09-03T10:24:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;In der Kunst: &lt;/span&gt; Wiki-Link konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ferryman Varanasi 462751819.jpg|mini|Fährmann, [[Varanasi]], [[Indien]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fährhaus, Seewarte and Kersten-Miles-Brücke, Hamburg, Germany-LCCN2002713683.jpg|mini|Das Fährhaus ([[Deutsche Seewarte|Seewarte]]) und [[Kersten-Miles-Brücke]] in [[Hamburg]] (zwischen 1890 und 1900)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fährmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (historisch auch &amp;#039;&amp;#039;Ferge, Färer&amp;#039;&amp;#039;) führt eine [[Fähre]] über einen Wasserlauf oder See. Der Beruf des Fährmannes war sehr verbreitet, als es an den mitteleuropäischen Strömen und Flüssen noch wenig [[Brücke]]nverbindungen gab. Damals war die Fähre ein übliches [[Verkehrsmittel]], wenn Reisende keine [[Furt]] nutzen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorwiegend in [[Basel]] geprägte Spruch &amp;#039;&amp;#039;Verzell du daas em Fäärimaa!&amp;#039;&amp;#039; besagt, dass man seinem Gegenüber keinen Glauben schenkt (siehe [[Basler Fähren]]). Dem Fährmann wird dabei attestiert, er sei ein guter Zuhörer für die Sorgen seiner Fahrgäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Fährmann als Symbol und Motiv ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Charon by Patenier.jpg|mini|Der mythische Fährmann [[Charon (Mythologie)|Charon]] auf dem [[Styx]] ([[Joachim Patinir]], 1515)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luca Giordano 009.jpg|mini|Charon auf dem Styx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des Fährmanns besaß in vielen Kulturen eine mythologische Bedeutung und wurde oft mit dem Übergang vom Leben in den [[Tod]] assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrt mit einer Fähre ist in Mythen und Erzählungen oft als [[Metapher]] für &amp;#039;&amp;#039;Übergang&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;entscheidende Phasen einer Reise&amp;#039;&amp;#039; zu finden. Der Fährmann erscheint dabei meist als ein Führer oder Helfer für jene, die er zum anderen Ufer, sei es das Reich der Toten oder der nächste Abschnitt der Reise, bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Mythologie ===&lt;br /&gt;
Bereits im [[Gilgamesch-Epos]], einer der ältesten bekannten Dichtungen der Menschheit, die von der Suche des [[sumer]]ischen Königs Gilgamesch (regierte etwa 2652–2602 v. Chr.) nach Unsterblichkeit erzählt, erscheint der Fährmann &amp;#039;&amp;#039;[[Ur-šanabi]],&amp;#039;&amp;#039; der den König über die &amp;#039;&amp;#039;Wasser des Todes&amp;#039;&amp;#039; bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem [[Ägyptisches Totenbuch|Ägyptischen Totenbuch]] bringt &amp;#039;&amp;#039;[[Mahaf]]&amp;#039;&amp;#039; die [[Seele]]n der Toten auf einem Boot aus [[Papyrus]] in die Unterwelt. Das [[Totenschiff]] steht unter der Obhut des Gottes [[Cherti|Aken]], der die meiste Zeit damit verbringt, am Ruder zu schlafen. Sollen Seelen zu dessen Gemahlin Amet, die die Seelen am Tor der Unterwelt begrüßt, gebracht werden, muss Mahaf ihn erst aufwecken – was allerdings, glaubt man den alten Texten, mitunter nicht einfach ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] ist der Fährmann [[Charon (Mythologie)|Charon]] bekannt, der ebenfalls die Seelen der Toten über den Fluss [[Acheron]] (auch [[Lethe (Mythologie)|Lethe]] oder [[Styx]]) zum Eingang des [[Unterwelt der griechischen Mythologie|Hades]] bringt. Als Bezahlung für die Überfahrt wurde den Toten in Griechenland eine Münze unter die Zunge gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Iranistik]] wird der Name [[Zarathustra]] auch mit der Beschreibung einer religiösen Funktion und in diesem Zusammenhang mit „(Jenseits-)Führer“, „Fährmann“ ([[Indogermanische Sprachen|indogermanisch]] &amp;#039;&amp;#039;geront&amp;#039;&amp;#039;) und so mit einer bis zu 4000 Jahre alten religiösen Überlieferung in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]] erscheint [[Odin]] als Fährmann namens [[Hárbarðr]] („Graubart“), der seinem Sohn [[Thor]] eine Lektion erteilt. In der 25. [[Aventiure]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Nibelungenlied]]s&amp;#039;&amp;#039; erschlägt [[Hagen von Tronje|Hagen]] den unwilligen Fährmann, setzt das Burgunderheer selber über die [[Donau]] und zerstört anschließend die Fähre, um niemandem die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Kunst ===&lt;br /&gt;
Die mythologische Figur des Fährmanns fand auch Eingang in die Kunst. So erscheint in [[Dante Alighieri]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Göttliche Komödie|Göttlicher Komödie]] (Divina Comedia),&amp;#039;&amp;#039; entstanden im frühen 14. Jahrhundert, im achten Gesang des ersten Buches (&amp;#039;&amp;#039;Inferno,&amp;#039;&amp;#039; „Hölle“), der Fährmann &amp;#039;&amp;#039;Phlegias,&amp;#039;&amp;#039; um Dante und [[Vergil]] über den Fluss Styx zu bringen. Das Motiv wird in den 1950er Jahren zum Vorbild für [[Salvador Dalí]]s &amp;#039;&amp;#039;Der Nachen mit dem Engel als Fährmann,&amp;#039;&amp;#039; in seiner aus 101 [[Aquarell]]en bestehenden Serie zur &amp;#039;&amp;#039;Divina Comedia.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[August Kopisch]] lässt in seiner [[Ballade (Gedicht)|Ballade]] &amp;#039;&amp;#039;Des winzigen Volkes Überfahrt&amp;#039;&amp;#039; den Fährmann ein unsichtbares Zwergenvolk übersetzen, das vor der modernen Zivilisation fliehen will. [[Hermann Hesse]] greift das Motiv des Fährmanns in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Siddhartha (Hermann Hesse)|Siddhartha]]&amp;#039;&amp;#039; (1922) auf, indem er Siddhartha, den Suchenden, an einem Wendepunkt seines Lebens zum Gehilfen des Fährmanns Vasudeva und später selbst zum Fährmann werden lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Chris de Burgh]]s [[Popsong]] &amp;#039;&amp;#039;Don’t Pay the Ferryman&amp;#039;&amp;#039; (1982) handelt von einem Fährmann mit finsteren Absichten. In [[Max Bruch]]s [[Oper]] [[Die Loreley (Bruch)|&amp;#039;&amp;#039;Die Loreley&amp;#039;&amp;#039;]] ist ein Fährmann Vater der der Oper ihren Namen gebenden [[Lore Lay|Rheinnixe]]. &amp;#039;&amp;#039;[[Die Nacht des Fährmanns]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Roman]] von [[Jean-Pierre Lefebvre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Hallo]], der in vielen Sprachen gebräuchliche Gruß oder Anruf, um jemand auf sich aufmerksam zu machen, ist sprachgeschichtlich möglicherweise mit „holla“, dem verkürzten Ruf „Hol über!“ an den Fährmann, verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ferrymen|Fährmann}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4250663-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4250663-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fahrmann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seefahrtsberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binnenschifffahrtsberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fährverkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brüni-n</name></author>
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