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	<title>Fächerrosette - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:17:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=F%C3%A4cherrosette&amp;diff=430362&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-07T18:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HöxterFachw.jpg|mini|hochkant=1.3|Geschnitzte, geradlinige Fächerrosetten der [[Weserrenaissance]] (Haus Litto in [[Höxter]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fächerrosetten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halbrosetten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehören zum Schmuckrepertoire der europäischen und indischen [[Kunst]]. Sie sind abgeleitet aus [[Rosette (Ornamentik)|Vollrosetten]] und können sowohl stehend als auch hängend gestaltet sein. Eine weite Verbreitung als Ziermotiv haben sie an [[Renaissance]]-[[Fachwerkhaus|Fachwerkbauten]] vor allem in Deutschland gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heliodorus-Säule2.jpg|mini|[[Heliodoros-Säule]], bei [[Sanchi]] (um 100 v.&amp;amp;nbsp;Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Römerturm, Köln.JPG|mini|[[Römerturm (Köln)|Römerturm]], Köln (um 200 n.&amp;amp;nbsp;Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2012 ravenna 138.jpg|mini|Altar von [[Sant’Apollinare in Classe]], [[Ravenna]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oviedo - San Miguel de Lillo 4.jpg|mini|[[San Miguel de Lillo]], [[Oviedo]] (um 850)]]&lt;br /&gt;
Wie weit Fächerrosetten als Ornament in der Baukunst zurückreichen, ist unklar – antike Beispiele sind jedenfalls kaum bekannt. In der indischen Kunst finden sich Fächerrosetten als [[Lotosblumen|Lotos]]-Abbreviationen und eventuell auch als Symbole der auf- oder untergehenden Sonne beispielsweise an der [[Heliodoros-Säule]] bei [[Sanchi]] bzw. [[Vidisha]] (um 100 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) oder an steinernen [[Stupa]]-Zäunen (z.&amp;amp;nbsp;B. Sanchi oder [[Bharhut]]). Einige der frühesten Beispiele Mitteleuropas erscheinen am [[Römerturm (Köln)|Römerturm]] in [[Köln]]. Frühmittelalterliche Fensterrosetten finden sich in den dekorativen Fensterfüllungen der [[Westgotische Architektur|westgotischen]] Kirche [[San Juan de Baños]] bei [[Palencia]] (Kastilien) und der [[Vorromanik|präromanischen]] Kirche von [[San Miguel de Lillo]] bei [[Oviedo]] (Asturien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kennzeichen ==&lt;br /&gt;
Die Fächerrosetten der [[Weserrenaissance]] finden sich in Halb- oder Viertelkreisen an den Brüstungszonen der Fenster im Bereich der oberen Geschosse und des Giebels. Erstmals 1532 in [[Halberstadt]] nachgewiesen, tritt sie seit der Mitte des 16. Jahrhunderts zunehmend an die Stelle der gotischen [[Fußstrebe]]n. Ihren Namen erhielt sie von der fächerartigen Struktur im Inneren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fächerrosette ist als Übertragung des bei den Steinbauten der [[Renaissance]] äußerst beliebten Muschelmotivs auf den Fachwerkbau anzusehen. Während man beim Massivbau der [[Weserrenaissance]] fast nur die der [[Rocaille]] ähnliche [[Muschelrosette]] verwendete, wurde beim Fachwerk das Rosettenornament stark variiert. Neben der Muschelrosette als getreueste Nachbildung der Steinornamentik trat häufig die geradlinige Fächerrosette auf. Als weitere Abwandlungen finden sich die [[Palmettenrosette|Palmetten-]] und die [[Wirbelrosette]]. Zumeist werden diese Spielarten unter dem Oberbegriff „Fächerrosette“ aufgeführt. Seit dem 20. Jahrhundert sind die Rosetten oftmals stark farbig gefasst. An einigen Bauten ließ sich allerdings nachweisen, dass diese, in Anlehnung an die Massivbauten, durchaus monochrom gefasst sein konnten, bzw. einen steinfarbigen Anstrich aufwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adhai Din-ka-Jhonpra Window detail (6134516480).jpg|mini|Fächerrosette in einem Fenster der [[Adhai-din-ka-Jhonpra-Moschee]], [[Ajmer]], Indien (um 1200)]]&lt;br /&gt;
Fächerrosetten sind bereits in der [[Buddhistische Kunst|frühbuddhistischen Kunst]] Indiens anzutreffen und wurden später auf dem indischen Subkontinent vom Islam übernommen. Aus dem antiken und mittelalterlichen Europa sind nur wenige Beispiele erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland blieb die Fächerrosette weitgehend auf den niederdeutschen Raum beschränkt. Sehr häufig ist dieses Schmuckmotiv an den überreich verzierten Fachwerkhäusern in den Städten des Weserraumes anzutreffen ([[Weserrenaissance]]). Besonders markante Beispiele geschnitzter Fächerrosetten in dieser Region sind:&lt;br /&gt;
* [[Bad Salzuflen]]: Haus Backs (1532)&lt;br /&gt;
* [[Einbeck]]: Ratswaage (1565), [[Altes Rathaus (Einbeck)|Altes Rathaus]] (um 1560)&lt;br /&gt;
* [[Hameln]]: [[Stiftsherrenhaus]] (1558)&lt;br /&gt;
* [[Höxter]]: Alte [[Dechanei]] (1561)&lt;br /&gt;
* [[Paderborn]]: [[Adam-und-Eva-Haus]] (um 1560)&lt;br /&gt;
* [[Stadthagen]]: Amtspforte (1553)&lt;br /&gt;
* [[Verden]]: [[Fachwerkhaus Strukturstraße 7]] (1577)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter östlich in [[Sachsen-Anhalt]] finden sich mehrere Beispiele in&lt;br /&gt;
* [[Quedlinburg]]: [[Breite Straße 53 (Quedlinburg)|Breite Straße 53]], [[Hohe Straße 29 (Quedlinburg)|Hohe Straße 29]], [[Schloßberg 10 (Quedlinburg)|Schlossberg 10]], [[Kunsthoken]]&lt;br /&gt;
* [[Stadt Gernrode|Gernrode]]: [[Häuschenstraße 6 (Gernrode)|Häuschenstr. 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Nordrhein-Westfalen]] kommt die Fächerrosette vornehmlich in Ostwestfalen (westlich bis [[Bielefeld]], [[Halle (Westf.)]]), im ehemaligen Fürstentum Lippe und im Hellwegraum vor ([[Soest]], [[Unna]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Niedersachsen]] reicht ihre Verbreitung im Südosten bis in den Harz ([[Goslar]], [[Osterode am Harz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Schleswig-Holstein]] ist das Motiv seltener zu finden ([[Mölln]], [[Lütjenburg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hessen taucht es ebenfalls nur selten auf (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Langsdorf (Lich)|Langsdorf]] bei [[Lich]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mecklenburg wurden beim [[Deutsches Haus (Rehna)|Deutschen Haus]] in Rehna in der ersten Bauphase im 16. Jahrhundert Fächerrosetten als Zierelemente verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fächerrosette blieb keineswegs auf die großen [[Bürgerhaus|Bürgerhäuser]] der Städte beschränkt. Sie findet sich auch an Adelssitzen und Bauernhäusern ([[Haus Aussel]] bei [[Wiedenbrück]]; [[Valepagenhof]] bei [[Delbrück]], jetzt im [[Westfälisches Freilichtmuseum Detmold|Westfälischen Freilichtmuseum Detmold]]). Auf dem Land hielt sich diese Schmuckform bis weit in das 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:10 Downing Street. MOD 45155532.jpg|mini|Eingang zu [[Downing Street 10]], [[London]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Verglaste Fächerrosetten finden sich manchmal als obere Türzier [[Georgianische Architektur|georgianischer]] und [[Viktorianische Architektur|viktorianischer]] Häuser, darunter auch am Amtssitz des britischen Premierministers in [[Downing Street 10]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[G. Ulrich Großmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Fachwerk in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Imhof Verlag, Petersberg 2006, ISBN 3-86568-154-9.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Günther Bigalke|Hans-Günter Bigalke:]] &amp;#039;&amp;#039;Fachwerkhäuser. Verzierungen an niederdeutschen Fachwerkbauten und ihre Entwicklung in Celle.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2000, ISBN 3-87706-588-0, S. 283 ff. ([https://books.google.de/books?id=qTaAbnbNtSwC&amp;amp;pg=PA283&amp;amp;dq=Bigalke+in+celle+spiele+f%C3%A4cherrosetten+kaum+eine+rolle&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi84qTp--WHAxWtgP0HHcKkLzsQ6AF6BAgIEAI#v=onepage&amp;amp;q=Bigalke%20in%20celle%20spiele%20f%C3%A4cherrosetten%20kaum%20eine%20rolle&amp;amp;f=false Google Books])&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Hansen (Museumsleiter)|Wilhelm Hansen]], Herbert Kreft: &amp;#039;&amp;#039;Fachwerk im Weserraum&amp;#039;&amp;#039;. CW Niemeyer, Hameln 1980, ISBN 3-87585-048-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fan-shaped rosettes (ornament)|Fächerrosette}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rdklabor.de/wiki/F%C3%A4cherrosette &amp;#039;&amp;#039;Fächerrosette – Fotos + Infos&amp;#039;&amp;#039;] (RDK-Labor)&lt;br /&gt;
* [https://www.fotografie-architektur.de/stockphoto-galerie-2a-q03.html &amp;#039;&amp;#039;Fächerrosetten an Fachwerkhäusern in Quedlinburg – Fotos + Infos&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachwerk|Facherrosette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament (Bauteil)|Facherrosette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Ostwestfalen-Lippe)|Facherrosette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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