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	<title>Exulantenstadt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exulantenstadt&amp;diff=1895772&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Beispiele */ BKL Fix</title>
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		<updated>2026-02-12T13:45:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exulantenstädte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, gelegentlich auch Exilantenstädte genannt, sind Gründungen durch und/oder für [[Exulanten]] (Glaubensflüchtlinge) infolge der [[Reformation]] und der [[Konfessionalisierung]] in der frühen Neuzeit. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gab es mehrere Gründungswellen. Neben der Anlage von Neustädten als Stadterweiterungen bei bestehenden Siedlungen gab es auch völlige Neusiedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Der Hintergrund war die Flucht von protestantischen Bevölkerungsgruppen nach der Durchsetzung der [[Gegenreformation]] in Territorien katholischer Herrscher. Anhänger der [[Böhmische Brüder|Böhmischen Brüder]] etwa ließen sich in Teilen Schlesiens und Polens nieder. Protestanten aus Flandern flohen häufig in das Gebiet des Niederrheins und nach Norddeutschland. Französische Hugenotten kamen über das Rheinland bis nach Mitteldeutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadttypus ==&lt;br /&gt;
Die Exulantenstädte im engeren Sinn entstanden ausschließlich auf dem Territorium protestantischer Fürsten. Sie wurden häufig als Idealstädte nach einem festen Plan gegründet und ihre Bewohner mit besonderen Privilegien versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Roeck: &amp;#039;&amp;#039;Lebenswelt und Kultur des Bürgertums in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. München 1991, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Benannt wurden die neuen Städte häufig nach dem Fürsten, der ihre Gründung förderte. Karlshafen zum Beispiel wurde nach Landgraf [[Karl (Hessen-Kassel)|Karl]] benannt. Andere Stadtnamen spiegelten die Freude über die sichere Zuflucht wider, so in [[Glückstadt]] und [[Freudenstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Exulantensiedlungen wurden auch spezielle [[Exulantenkirche]]n errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Landesherren, die die Gründung oder Vergrößerung einer Stadt mit Hilfe von Exulanten planten, richteten sich in der Regel nur an eine bestimmte Religionsgemeinschaft, oft Angehörige der eigenen Konfession die anderenorts verfolgt oder benachteiligt wurden. So entstand [[Freudenstadt]] 1599 als Zufluchtsort für Protestanten aus der [[Steiermark]] und [[Kärnten]] und 100 Jahre später [[Karlshafen]], wo aus Frankreich geflohene [[Hugenotten]] Aufnahme fanden. 1654 genehmigte Kurfürst [[Johann Georg I. (Sachsen)|Johann Georg&amp;amp;nbsp;I.]] von Sachsen die Gründung von [[Johanngeorgenstadt]] – unmittelbar an der sächsischen Grenze im Amt Schwarzenberg – durch böhmische Exulanten, die aus der [[Horní Blatná|Bergstadt Platten]] und Umgebung vertrieben worden waren. Die kleine kursächsische Stadt Neu-Salza, heute [[Neusalza-Spremberg]], die [[Christoph Friedrich von Salza]] 1670 auf seinem Besitztum Spremberg gründete, etablierte sich als Exulantenstadt für protestantische Glaubensflüchtlinge aus [[Böhmen]], [[Mähren]], [[Schlesien]] und [[Ungarn]]. [[Krefeld]] hat [[Mennoniten]] aus den Niederlanden neue Lebensmöglichkeiten geboten und erhielt Privilegien für die Seidenherstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hildegard Schötteler-von Brand: &amp;#039;&amp;#039;Stadtbau- und Stadtplanungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2008, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Beispiele sind das 1616 als Exulanten-, Hafen- und Festungsstadt gegründete [[Glückstadt]] sowie [[Bezirk Altona|Altona]], [[Neu-Isenburg]], [[Friedrichsdorf]], [[Friedrichstadt]] oder die Neustadt von [[Hanau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene und frühe Ausnahme stellt das 1653 gegründete [[Neuwied am Rhein]] dar, das der im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] verarmten [[Grafschaft Wied]] die Teilnahme am Rheinhandel ermöglichen sollte. Um das Wachstum seiner neuen Residenz zu beschleunigen, erteilte ihr Graf [[Friedrich III. (Wied)|Friedrich III. von Wied]] 1662 ein Stadtrechtsprivileg, das eine weitgehende religiöse Toleranz für die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen vorsah. So ließen sich außer [[Reformierte]]n, denen das Grafenhaus selbst angehörte, im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts auch [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]], [[Lutheraner]], [[Mennoniten]], [[Inspirierte]], [[Herrnhuter]] und [[Juden]] in Neuwied nieder, vorübergehend auch [[Hugenotten]] und [[Quäker]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Volk: &amp;#039;&amp;#039;Peuplierung und religiöse Toleranz. Neuwied von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Rheinische Vierteljahrsblätter]], Jg. 55 (1991), S. 205–231&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Heineberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadtgeographie&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn, 2006, ISBN 978-3-506-75708-1, S. 209&lt;br /&gt;
* [[Lutz Mohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Neusalza-Spremberg – Eine Zeitreise 1242-2017&amp;#039;&amp;#039;. Autoren- und Verlagsservice Frank Nürnberger ([[Oberlausitzer Verlag]]), Spitzkunnersdorf 2017, ISBN 978-3-9818434-0-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/exulantenstadt/2311 Eintrag in Lexikon Geographie], Spektrum.de&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/portal/einfuehrung/stadttypen/exulantenstadt.html Exulantenstadt] auf www.uni-muenster.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exulantenbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatstheorie und -praxis des Barock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exulantenstadt| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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