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	<title>Exulanten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T18:39:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exulanten&amp;diff=190258&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Auchwaswisser: Interpunktion; überlange Referenz mit &quot;br&quot;-Tags gesplittet</title>
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		<updated>2026-04-16T14:35:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interpunktion; überlange Referenz mit &amp;quot;br&amp;quot;-Tags gesplittet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Empfang der Salzburger Exulanten.JPG|mini|Symbolische Darstellung des Empfangs Salzburger Exulanten in Preußen durch König Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exulanten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Geschichtswissenschaft]] die meist [[Protestantismus|protestantischen]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glaubensflüchtlinge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die in der Zeit zwischen dem 16. und 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wegen ihres [[Religion|religiösen]] Bekenntnisses aus ihrer Heimat vertrieben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Das Wort ist abgeleitet vom Partizip Präsens &amp;#039;&amp;#039;exulans&amp;#039;&amp;#039; des Verbs &amp;#039;&amp;#039;exulare&amp;#039;&amp;#039; (ursprünglich: &amp;#039;&amp;#039;exsulare&amp;#039;&amp;#039;), das zum Substantiv &amp;#039;&amp;#039;exsul&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Verbannter&amp;#039;&amp;#039; gebildet wurde. Dieses wiederum ist aus &amp;#039;&amp;#039;ex&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;aus … heraus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;solum&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Boden&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Land&amp;#039;&amp;#039; entstanden. Exulanten sind also wörtlich die „außerhalb ihres Landes Lebenden“. Exilant ist dagegen eine neuere Wortschöpfung, die von [[Exil]] (aus lat. &amp;#039;&amp;#039;exsilium&amp;#039;&amp;#039;, ebenfalls von &amp;#039;&amp;#039;exul&amp;#039;&amp;#039;) abgeleitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Flucht und Vertreibung aus religiösen Gründen gab es im [[Abendland]] immer wieder, seit das [[Christentum]] im 4. Jahrhundert [[Staatsreligion]] im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] geworden war. Insbesondere im hohen und späten [[Mittelalter]] sahen sich ganze Bevölkerungsgruppen wie [[Katharer]] und [[Waldenser]] in Südfrankreich oder die [[Hussiten]] in Böhmen als [[Ketzer]] verfolgt. Gegen die Katharer wurde sogar der [[Albigenserkreuzzug|Kreuzzug]] gepredigt, der mit ihrer nahezu völligen Vernichtung endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation im 16. Jahrhundert schuf in Europa erstmals seit der Spätantike wieder eine Situation, in der sich auch Fürsten in großer Zahl zu einer vom [[Katholizismus]] abweichenden Glaubensrichtung bekennen konnten. Bestand für Andersgläubige zuvor meist nur die Wahl zwischen Anpassung oder Vernichtung, konnten sie nun mit mehr oder weniger wohlwollender Aufnahme in Territorien rechnen, deren Landesherr ihr Bekenntnis teilte oder tolerierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Augsburger Religionsfrieden]] von 1555 erhielt die Möglichkeit der Auswanderung sogar eine rechtliche Grundlage. Zwar legte das &amp;#039;&amp;#039;ius reformandi&amp;#039;&amp;#039; nach dem Grundsatz &amp;#039;&amp;#039;[[cuius regio, eius religio]]&amp;#039;&amp;#039; fest, dass den Landesherren das Recht zustand, die Konfession ihrer Untertanen zu bestimmen. Die Fürsten gestanden jedoch den katholischen und lutherischen Untertanen, die nicht zu ihrer Konfession übertreten wollten, gegen Zahlung einer Abzugssteuer das &amp;#039;&amp;#039;[[ius emigrandi]]&amp;#039;&amp;#039; zu, das freie Abzugsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;ius emigrandi&amp;#039;&amp;#039; war nur ein schwaches Ventil angesichts der Repressionen, die das &amp;#039;&amp;#039;ius reformandi&amp;#039;&amp;#039; heraufbeschwören konnte. Zumindest aber Katholiken und Lutheraner hatten nun ein verbrieftes Recht, in Länder auswandern zu dürfen, in denen ihr Glaube geduldet wurde. Sie mussten in diesem Fall nicht länger fürchten, wegen Verletzung ihrer [[Untertan]]en&amp;lt;nowiki /&amp;gt;pflichten belangt zu werden. [[Reformierte]] und Täufer wie die [[Mennoniten]] waren von dieser Regelung zunächst ausgenommen. Sie wurden weiterhin sowohl von katholischen als auch von andersgläubigen protestantischen Fürsten verfolgt und vertrieben. Die Verfolgung der Mennoniten „mit Feuer und Schwert“ war sogar durch mehrere Reichstagsbeschlüsse ausdrücklich vorgeschrieben. Im Laufe der Zeit wurden diese Beschlüsse jedoch von einer wachsenden Anzahl von Territorien kaum noch umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] erlangten auch die Reformierten die reichsrechtliche Gleichstellung mit Katholiken und Lutheranern. Außer dem Recht auf ungehinderte Auswanderung hatten die Angehörigen der nunmehr drei offiziell anerkannten Konfessionen seit 1648 das Recht, auf dem Gebiet eines andersgläubigen Landesherrn ihren Glauben privat auszuüben. Den Mennoniten blieb diese Gleichstellung noch verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gewährten nur [[Polen]] und [[Siebenbürgen]] völlige [[religiöse Toleranz]]. Alle anderen Monarchien, insbesondere die katholischen Länder [[Spanien]] und [[Frankreich]], gingen rigoros gegen Andersgläubige vor. In England wurden die bürgerlichen Rechte der Katholiken eingeschränkt, ebenso in den weitgehend toleranteren [[Niederlande]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die wichtigsten Exulantenströme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:EdiktPotsdam.jpg|mini|Druck des Potsdamer Toleranzedikts für Kurbrandenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies führte seit Anfang des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu einem wachsenden Strom von Exulanten in ganz Europa und im Mittelmeerraum. Nach der [[Vertreibung der Juden aus Spanien]] 1492 suchten [[Sefardim|spanische Juden]] in verschiedenen Staaten Europas sowie im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] Zuflucht. Nach dem Widerruf des 1598 erlassenen [[Edikt von Nantes|Toleranzedikts von Nantes]] durch [[Ludwig XIV.]] im Jahr 1685 flohen französische [[Hugenotten]] nach England, in die Schweiz, die Niederlande und nach Deutschland. Man bezeichnete sie auch als &amp;#039;&amp;#039;Refugianten&amp;#039;&amp;#039; (von frz. &amp;#039;&amp;#039;refuge&amp;#039;&amp;#039; = Zuflucht). Besonders [[Brandenburg-Preußen]] konnte von der Zuwanderungswelle profitieren. [[Kurfürst]] [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] erließ noch im gleichen Jahr 1685 das [[Edikt von Potsdam|Toleranzedikt von Potsdam]], das eine starke Einwanderungswelle von etwa 20&amp;amp;nbsp;000 französischen Flüchtlingen zur Folge hatte. Die Exulanten wurden in der [[Mark Brandenburg]] angesiedelt und trugen im Folgenden erheblich zum Wirtschaftsaufschwung und zur späteren Machtstellung [[Preußen]]s bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Dezembernacht 1653 von Ludwig Richter.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Dezembernacht 1653&amp;#039;&amp;#039;. Nach Sachsen fliehende Exulanten. Grafik von [[Ludwig Richter]] 1834]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Entvölkerung zu vermeiden, betrieb die [[Habsburgermonarchie]] nach den Bauernkriegen eine Suppressionspolitik, die erst mit den [[Josephinische Reformen|Theresianisch-Josephinischen Reformen]] gelockert wurde. Protestantisch waren neben der Bauernschaft insbesondere die Bergleute und Gewerke, die mit dem Salzabbau im [[Salzkammergut]] und der Eisenindustrie beim [[Erzberg]] eine wirtschaftliche Basis der Monarchie stellten. Hier waren Zwangskonvertierungen und [[Kryptoprotestantismus]] vorherrschend. Ausnahmen machte die Suppressionspolitik in Ansiedlungen an der [[Militärgrenze]] zum Osmanischen Reich ([[Kroatien]], [[Slawonien]], [[Banat]], [[Siebenbürgen]]), wo weitestgehend [[Religionsfreiheit]] herrschte, auch aus Rücksicht gegenüber den dort ansässigen orthodoxen Christen und kaisertreuen Muslimen. Der Anteil der protestantischen Bevölkerung lag in diesen Gebieten aber im niedrigen Prozentbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Franken Schwaben}}Aber auch aus den Ländern der [[Habsburger]] mussten immer wieder Protestanten in großer Zahl fliehen: In Österreich unter der Enns (Niederösterreich) und ob der Enns ([[Oberösterreich]]) sowie in der [[Steiermark]], [[Kärnten]] und [[Krain]], vor allem aber aus [[Böhmen]] wurden vom Ende des 16. Jahrhunderts bis in die 1670er Jahre in mehreren Wellen Protestanten zur Auswanderung gezwungen. Nach dem städtischen Bürgertum, den Multiplikatoren der evangelischen Konfession (Pfarrer, Lehrer) und dem Adel&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Wilhelm Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Exulanten in oberdeutschen Reichsstädten. Zur Migration von Führungsschichten im 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. München 1992 (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, 101).&amp;lt;/ref&amp;gt; war nach dem Dreißigjährigen Krieg vor allem die bäuerliche Bevölkerung von Vertreibungen betroffen. In einer Vielzahl von Veröffentlichungen konnten die Namen und Schicksale der Betroffenen inzwischen dokumentiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten aus dem westlichen Waldviertel in Franken (ca. 1627–1670). Eine familien- und kirchengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 1997 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 5);&amp;lt;br&amp;gt;Friedrich Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Feuchtwangen. Eine familiengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 1999 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 6);&amp;lt;br&amp;gt;Konrad Barthel: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten und Zuwanderer im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Altdorf bei Nürnberg von 1626 bis 1699 (unter Einschluss der bis 1972 zum Dekanat gehörigen evangelischen Kirchengemeinde Fischbach)&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2000 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 7);&amp;lt;br&amp;gt;Manfred Enzner: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten aus dem südlichen Waldviertel in Franken. Eine familien- und herrschaftsgeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2001 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 8);&amp;lt;br&amp;gt;Gerhard Beck: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Exulanten in den Evang.-Luth. Dekanatsgebieten Oettingen und Heidenheim&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2002 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 10);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß, Friedrich Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Ansbach. Eine familiengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2004 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 13);&amp;lt;br&amp;gt;Manfred Enzner, Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten aus der niederösterreichischen Eisenwurzen in Franken. Eine familien- und kirchengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2005 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 14);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Leutershausen. Eine familiengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2006 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 15);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Nürnberg. Eine familiengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2006 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 16);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Windsbach im 17. Jahrhundert. Eine familiengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2007 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 19);&amp;lt;br&amp;gt;Manfred Enzner, Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten in der Reichsstadt Regensburg. Eine familiengeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2008 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 20);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten aus dem oberösterreichischen Mühlviertel in Franken&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2010 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 23);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Markt Erlbach&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2011 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 26);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im früheren Evang.-luth. Dekanat Markt Erlbach im 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2011 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 26);&amp;lt;br&amp;gt;Karl Heinz Keller, Werner Wilhelm Schnabel, Wilhelm Veeh (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Kärntner Migranten des 16. und 17. Jahrhunderts. Ein personengeschichtlicher Index&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2011 (gff digital – Reihe B: Personengeschichtliche Datenbanken, 1);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Neustadt an der Aisch&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 2012 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 27);&amp;lt;br&amp;gt;Eberhard Krauß: Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Wassertrüdingen. Nürnberg 2014 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 28).&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist auf dem Weg über [[Regensburg]] zogen die Vertriebenen in die vom Krieg entvölkerten Teile [[Franken (Region)|Frankens]] und [[Schwaben]]s, siedelten sich an und trugen hier zum wirtschaftlichen und kulturellen Wiederaufschwung bei. Zahlreiche Familiengeschichten können noch heute auf ihre exulantische Herkunft zurückgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1682 Exulantenmarsch Rochlitz.jpg|mini|Böhmische Rochlitzer Exulanten fliehen 1682 nach Schwarzbach im lutherischen Queiskreis. Grafik von [[Jürgen Gerner]] 2006]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele österreichische Exulanten lassen sich aber auch in [[Brandenburg]] und [[Schweden]] nachweisen. Die [[Böhmische Brüder|Böhmischen Brüder]] und andere deutschsprachige protestantische Böhmen aus den Herrschaften Friedland, Starkenbach, Harrach, [[Rokytnice nad Jizerou|Rochlitz]], Hohenelbe, [[Hostinné|Arnau]] und Nordböhmen wanderten größtenteils ins benachbarte [[Kurfürstentum Sachsen|Sachsen]] oder in die [[Mark Brandenburg]] aus. Der Bevölkerungsverlust durch Abwanderung bezifferte sich auf bis zu 150.000 Exulanten, zum größten Teil aus Böhmen, was 36.000 Familien entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Patzelt (Beiträge v. Hans Pichler, Josef Purmann) |Titel=Die alte Heimat, Tschermna, Die Geschichte eines Dorfes im Vorland des Riesengebirges |Hrsg=Heimatkreis Hohenelbe/Riesengebirge e.&amp;amp;nbsp;V. |Sammelwerk=Ortsbücher |Band=12 |Nummer= |Auflage= |Verlag=Benedict Press |Ort=Münsterschwarzbach Abtei |Datum=2008 |ISBN= |Seiten=106}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1680 führten katholische Repressionen dazu, dass es zur nächtlichen Exulantenflucht ganzer Protestantendörfer kam. Die Fluchtbewegung erzeugte ein überregionales Desaster. Es gab Rückführungsbefehle aus Wien und Prag und Rechtfertigungsschreiben aus [[Sachsen]], in denen sich die obskuren gesellschaftlichen Verhältnisse widerspiegeln. Die Exulantenflucht der protestantischen Gemeinde von [[Rokytnice nad Jizerou|Rochlitz an der Iser]] am 15. Juli 1682 in den [[Queiskreis]], die der Dorfrichter [[George Gernert]] anführte, ist dafür ein gut dokumentiertes Beispiel.&amp;lt;ref&amp;gt;Quellen zur Geschichte der Herrschaft Starkenbach im Riesengebirge im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von Fanz Donth, Hans H.Donth, München -Collegium Carolinum, Verlag Robert Lerche auf S.&amp;amp;nbsp;378&amp;amp;nbsp;ff., 389–403 (Nath.Müller; Gernert) und [https://www.exulanten.geschichte.uni-muenchen.de/index.php?module=welcome Bergmann-Liste im Staatsarchiv Dresden]; als Internetliste der Uni-München&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Salzburger Exulanten]], die infolge des [[Salzburger Emigrationspatent|Emigrationspatents]] des Fürsterzbischofs [[Leopold Anton von Firmian]] 1731 aus ihrer Heimat vertrieben wurden, fanden größtenteils Aufnahme in [[Westpreußen|West-]] und [[Ostpreußen]]. Ein anderer Teil wurde unter der Regentschaft von [[Karl VI. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;VI.]] und [[Maria Theresia]] nach [[Siebenbürgen]] deportiert (siehe [[Landler (Protestanten)|Landler]] bzw. [[Transmigration (Österreich)|Transmigration]]). Nach dem [[Toleranzpatent]] von 1781 konnte innerhalb der Erblande migriert werden, wenn keine Toleranzgemeinde genehmigt wurde. Wie manche Verfolgte ihre Lage selbst sahen, beschreibt das Gedicht eines aus dem [[Fürsterzbistum Salzburg]] ausgewiesenen Protestanten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|[[Ich bin ein armer Exulant]],&amp;lt;br /&amp;gt;also muss ich mich schreiben.&amp;lt;br /&amp;gt;Man tut mich aus dem Vaterland&amp;lt;br /&amp;gt;um Gottes Wort vertreiben.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch weiß ich wohl,&amp;lt;br /&amp;gt;Herr Jesu mein,&amp;lt;br /&amp;gt;es ist dir auch so gangen,&amp;lt;br /&amp;gt;jetzt soll ich dein Nachfolger sein,&amp;lt;br /&amp;gt;mach’s Herr nach dein’m Verlangen!&lt;br /&gt;
|[[Joseph Schaitberger]] (1658–1733)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einige Exulanten versuchten, sich möglichst nahe der früheren [[Heimat]] anzusiedeln, wanderten viele nach Übersee aus. Einige [[Herrnhuter Brüdergemeine]]n gründeten beispielsweise Siedlungen und Missionsstationen zwischen [[Grönland]] und [[Südamerika]]. Pfälzische [[Mennoniten]] und [[Amische]] gingen nach [[Pennsylvania]], wo ihre Nachfahren bis heute leben. Mennoniten aus dem [[Weichsel]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;delta und pietistische Gruppen wiederum folgten der Einladung der [[Zar]]in [[Katharina II.|Katharina der Großen]] und siedelten in den von [[Russisches Kaiserreich|Russland]] neu eroberten Gebieten am Unterlauf der [[Geschichte der Russlanddeutschen#Siedler im Wolgagebiet|Wolga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung von Exulantenstädten und -dörfern ==&lt;br /&gt;
Insbesondere nach den Verheerungen des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] erkannten immer mehr Landesherren die wirtschaftlichen Chancen, die sich durch die Aufnahme von Exulanten ergaben. König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]] von [[Königreich Preußen|Preußen]] legte im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert mit Edikten und Dekreten zur Bevölkerungsmehrung die Grundlage für eine erfolgreiche Binnenkolonisation ([[Friderizianische Kolonisation]]). Er rief rund 60.000 Siedler in sein Land und ließ etwa 900 [[Kolonistenhaus|Kolonistendörfer]] errichten. Ein Ausdruck dieser eher an Nützlichkeitserwägungen als an prinzipieller Toleranz orientierten Haltung ist sein bekannter Ausspruch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Alle Religionen seindt gleich und gut, wan nuhr die leute, so sie profesieren, Ehrlige leute seindt, und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land pöplieren, so wollten wir sie Mosqueen und Kirchen bauen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hatten einige Denker der Frühaufklärung aus dem Vergleich der Niederlande mit Spanien erkannt, dass Zusammenhänge bestanden zwischen religiöser Toleranz und dem Wohlstand eines Landes einerseits sowie zwischen Intoleranz und wirtschaftlichem Niedergang andererseits. Dafür gab es einen einfachen Grund: Wer seine Heimat aus religiösen Gründen verließ, musste sich dies auch wirtschaftlich leisten können. Es flohen also meist diejenigen, die ihren Besitz zu Geld machen konnten oder die ihr Kapital in Form von Wissen oder handwerklichen Fertigkeiten mit sich tragen konnten. So kam es, dass in vielen Fällen die Exulanten bald die Wirtschaft ihrer Aufnahmegebiete prägten und erheblich zu deren Wohlstand beitrugen. Ein Beispiel dafür ist der [[Musikwinkel]] im sächsischen [[Vogtland]], der von böhmischen [[Musikinstrument]]en&amp;lt;nowiki /&amp;gt;machern besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell in Deutschland entstand – meist auf landesherrliche Initiative – eine Reihe von [[Exulantenstadt|Exulantenstädten]], in denen Flüchtlinge einer oder mehrerer Konfessionen aufgenommen wurden. Ein besonders markantes Beispiel dafür ist die Gründung der Stadt [[Neuwied]] am [[Rhein]], in der eine weitgehende Religionsfreiheit für alle Bekenntnisse herrschte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Volk: &amp;#039;&amp;#039;Peuplierung und religiöse Toleranz. Neuwied von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Vierteljahrsblätter&amp;#039;&amp;#039; 55 (1991), S.&amp;amp;nbsp;205–231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Beispiel Neuwied ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mennonitenkirche-Neuwied.jpg|mini|250px|Die ehemalige Mennonitenkirche in Neuwied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte [[Grafschaft Wied]] war im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] weitgehend verarmt. Von der Teilhabe am Rheinhandel versprach sich Graf [[Friedrich III. (Wied)|Friedrich&amp;amp;nbsp;III. zu Wied]] wirtschaftliche Impulse. Daher ließ er 1653 an der schmalen, häufig von [[Überschwemmung]]en betroffenen Rheinfront seiner Grafschaft die neue Residenz [[Neuwied]] gründen. Um mehr Bewohner in die nur langsam wachsende und topografisch ungünstig gelegene Siedlung zu locken, verlieh er ihr 1662 ein Stadtrechtsprivileg, das den Einwohnern zahlreiche Freiheiten garantierte – vor allem das Recht auf weitgehende [[Religionsfreiheit]] sowie die zivilrechtliche Gleichstellung unabhängig von ihrer [[Konfession]]sangehörigkeit. In der übrigen Grafschaft war dagegen weiterhin nur das reformierte Bekenntnis zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Privilegierung, unterstützt von regelrechten Anwerbemaßnahmen, ließen die Einwohnerzahl der jungen Stadt nach 1662 stetig wachsen. Daher behielten auch die Nachfolger Friedrichs&amp;amp;nbsp;III. seine Politik der religiösen Toleranz in Neuwied bei. Zuzugswillige Gruppen erhielten im Rahmen der wiedischen [[Peuplierung]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;politik Konzessionen zur Ansiedlung. Damit waren sie nicht länger auf die wohlwollende Duldung des regierenden Fürstenhauses angewiesen, sondern konnten ihre verbrieften religiösen und bürgerlichen Rechte in [[Untertanenprozess]]en vor dem [[Reichskammergericht]] oder dem [[Reichshofrat]] einklagen. Dies war vor allem für Angehörige von reichsrechtlich nicht anerkannten Religionsgemeinschaften ein wichtiges Zugeständnis. Unter Friedrichs Enkel, Fürst [[Johann Friedrich Alexander (Wied-Neuwied)|Johann Friedrich Alexander zu Wied-Neuwied]] lebten im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Angehörige von sieben verschiedenen Religionsgemeinschaften dauerhaft in Neuwied: [[Calvinismus|Calvinisten]], denen auch das Grafenhaus angehörte, [[Lutheraner]], [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]], [[Mennoniten]], [[Herrnhuter Brüdergemeine|Herrnhuter]], [[Inspirierte]] und [[Juden]]. Zeitweilig hatten sich auch [[Quäker]] und französische [[Hugenotten]] in der Stadt niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Neuwied brachten die Exulanten vielfach neue [[Gewerbe]]zweige und Fertigkeiten mit, die der Stadt eine wirtschaftliche Blüte bescherten. So waren die [[Möbel]] aus der [[Manufaktur]] der Herrnhuter [[Abraham Roentgen|Abraham]] und [[David Roentgen]] oder die kunstvollen [[Uhr]]en von [[Peter Kinzing]] an den Fürstenhöfen ganz [[Europa]]s gefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts galt Neuwied in der [[Aufklärung|aufgeklärten Welt]] als Musterbeispiel einer religiösen Freistatt. Ein Besucher der Stadt schrieb 1792 in einem Reisebericht: „Wer die Folgen der Duldung bezweifelt, der komme hierher und schäme sich seines Kleinglaubens. Die Bekenner der verschiedensten Religionssysteme wohnen hier fredlich nebeneinander, und Industrie und Handel blühen unter ihren Händen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Stefan Volk: &amp;#039;&amp;#039;Peuplierung und religiöse Toleranz. Neuwied von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Vierteljahrsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 55 (1991), S.&amp;amp;nbsp;205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Beispiele für Exulantensiedlungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wain Exulantenbrunnen.JPG|miniatur|Exulantenbrunnen in Wain]]&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=25em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Böhmisch-Rixdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Brüderwiese]]&lt;br /&gt;
* [[Deutschgeorgenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Deutschkatharinenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Deutschneudorf]]&lt;br /&gt;
* [[Erlangen]]&lt;br /&gt;
* [[Estherwalde]],&amp;lt;ref&amp;gt;Geschichte von Gebhardsdorf im Queiskreis, Staatsarchiv Sachsen Bautzen, Steuerrezesse&amp;lt;/ref&amp;gt; polnisch Wola Augustowska bei [[Giebułtów|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giebułtów&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Gebhardsdorf&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
* [[Freudenstadt]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrichstadt]]&lt;br /&gt;
* [[Zinnwald-Georgenfeld|Georgenfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Glückstadt]]&lt;br /&gt;
* [[Hanau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Reininghaus: &amp;#039;&amp;#039;Gewerbe in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; München 1990, S.&amp;amp;nbsp;10, 33, 37, 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Gründung Hanauer Neustadt 1597 für Glaubensflüchtlinge)&lt;br /&gt;
* [[Herrnhut]]&lt;br /&gt;
* [[Johanngeorgenstadt]]&lt;br /&gt;
* [[Karlshafen]]&lt;br /&gt;
* [[Kleinneuschönberg]]&lt;br /&gt;
* [[Klingenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Markneukirchen]]&lt;br /&gt;
* [[Neu-Isenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Neusalza-Spremberg#Stadt Neusalza|Stadt Neusalza]]&lt;br /&gt;
* [[Neuwernsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Niederneuschönberg]]&lt;br /&gt;
* [[Nowawes]] (siehe dazu auch [[Babelsberg]] und [[Potsdam]])&lt;br /&gt;
* [[Oberneuschönberg]]&lt;br /&gt;
* [[Szprotawka|Sprottischwaldau]],&amp;lt;ref&amp;gt;Urkunden des Stadtarchivs Grünberg in Polen, Sprottau Stadtgemeinde Sprottischwaldau, https://wiki.genealogy.net/Sprottischwaldau&amp;lt;/ref&amp;gt; polnisch Szprotawka&lt;br /&gt;
* [[Wain]]&lt;br /&gt;
* [[Mysłakowice|Zillerthal-Erdmannsdorf]],&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia-Eintrag [[Zillertaler Inklinanten]]&amp;lt;/ref&amp;gt; polnisch Mysłakowice&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
In einigen [[Exulantenstadt|Exulantensiedlungen]] errichteten die Exulantengemeinden eigene Kirchen, die &amp;#039;&amp;#039;[[Exulantenkirche]]n&amp;#039;&amp;#039;; zuweilen ließen der aufnehmende Landesherr oder die aufnehmende Stadt für ihre Neubürger eine Exulantenkirche bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Herrnhuter Brüdergemeine]]&lt;br /&gt;
* [[Mennonitische Auswanderung]]&lt;br /&gt;
* [[Rundkirche Zum Friedefürsten (Klingenthal)|Rundkirche „Zum Friedefürsten“]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Geigenbaus in Klingenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Zillertaler Inklinanten]]&lt;br /&gt;
* [[George Gernert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans R. Guggisberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Religiöse Toleranz. Dokumente zur Geschichte einer Forderung&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart-Bad Cannstatt 1984 (Neuzeit im Aufbau. Darstellung und Dokumentation, Bd.&amp;amp;nbsp;4).&lt;br /&gt;
* Erich Hassinger: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftliche Motive und Argumente für religiöse Duldsamkeit im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: Archiv für Reformationsgeschichte 49 (1958), S.&amp;amp;nbsp;226–245.&lt;br /&gt;
* H. Kamen: &amp;#039;&amp;#039;Intoleranz und Toleranz zwischen Reformation und Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;. München 1967.&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Kiesel]]: &amp;#039;&amp;#039;Problem und Begründung der Toleranz im 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Ernst Walter Zeeden.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1960 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte; Suppl. Bd.&amp;amp;nbsp;2), S.&amp;amp;nbsp;370–385.&lt;br /&gt;
* [[Harm Klueting]]: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-2012091813 &amp;#039;&amp;#039; Katholische Konfessionsmigration&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Europäische Geschichte Online]], hrsg. vom [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 2012; Abruf am 17. Dezember 2012.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Lutz (Historiker)|Heinrich Lutz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Toleranz und Religionsfreiheit&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1977 (Wege der Forschung, Bd.&amp;amp;nbsp;246).&lt;br /&gt;
* Vera von der Osten-Sacken: &amp;#039;&amp;#039;Erzwungenes und selbstgewähltes Exil im Luthertum. Bartholomäus Gernhards Schrift «De Exiliis» (1575).&amp;#039;&amp;#039; In: Henning P. Jürgens, Thomas Weller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Religion und Mobilität, Wechselwirkungen zwischen raumbezogener Mobilität und religiöser Identitätsbildung im frühneuzeitlichen Europa.&amp;#039;&amp;#039; Kolloquium des Instituts für Europäische Geschichte vom 12. bis 14. Februar 2009, Göttingen 2010, (VIEG Beiheft 81) S.&amp;amp;nbsp;41–58.&lt;br /&gt;
* Vera von der Osten-Sacken: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-2013041205 &amp;#039;&amp;#039;Exul Christi: Konfessionsmigration und ihre theologische Deutung im strengen Luthertum zwischen 1548 und 1618.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]] (Hrsg.): [[Europäische Geschichte Online]], 2013; Abruf am 29. August 2013.&lt;br /&gt;
* Hermann Schempp: &amp;#039;&amp;#039;Gemeinschaftssiedlungen auf religiöser und weltanschaulicher Grundlage&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1969.&lt;br /&gt;
* Werner Wilhelm Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Oberösterreichische Protestanten in Regensburg. Materialien zur bürgerlichen Immigration im ersten Drittel des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;16, Linz 1990, S.&amp;amp;nbsp;65–133, {{OoeGeschichte|pdf=mooela_16_0065-0086.pdf}}.&lt;br /&gt;
* Werner Wilhelm Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Exulanten in oberdeutschen Reichsstädten. Zur Migration von Führungsschichten im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, 101). München 1992.&lt;br /&gt;
* Werner Wilhelm Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Glaubensflüchtlinge in Franken. Integration und Assimilation von Exulanten im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Hopfinger, Horst Kopp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirkungen von Migrationen auf aufnehmende Gesellschaften. Referate des 13. interdisziplinären Colloquiums im Zentralinstitut&amp;#039;&amp;#039;. Neustadt/A. 1996 (Schriften des Zentralinstituts für Fränkische Landeskunde und Allgemeine Regionalforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg, 34), S.&amp;amp;nbsp;161–173.&lt;br /&gt;
* Werner Wilhelm Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Exulantenlieder. Über Konstituierung und Verfestigung von Selbst- und Fremdbildern mit literarischen Mitteln&amp;#039;&amp;#039;. In: Mirosława Czarnecka, Thomas Borgstedt, Tomasz Jabłecki (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frühneuzeitliche Stereotype. Zur Produktivität und Restriktivität sozialer Vorstellungsmuster. V. Jahrestagung der Internationalen Andreas Gryphius Gesellschaft Wrocław 8. bis 11. Oktober 2008&amp;#039;&amp;#039;. Bern u.&amp;amp;nbsp;a. 2010 (Jahrbuch für Internationale Germanistik, Reihe A – Kongreßberichte, 99), S.&amp;amp;nbsp;317–353.&lt;br /&gt;
* Alexander Schunka: &amp;#039;&amp;#039;[http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-2012051419 Lutherische Konfessionsmigration.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]] (Hrsg.): [[Europäische Geschichte Online]], 2012; Abruf am 6. Juni 2012.&lt;br /&gt;
* Jürgen Gerner: &amp;#039;&amp;#039;[https://kat.martin-opitz-bibliothek.de/vufind/Record/0470872]&amp;#039;&amp;#039;, Sprottischwaldau: Chronik der Kolonie: 1776 - 1945: Szprotawka: kronika kolonii: 1945 - 2010, (Eine Friderizianische Kolonie in Niederschlesien)&lt;br /&gt;
* Wilfried Ströhm: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrnhuter Brüdergemeine im städtischen Gefüge von Neuwied&amp;#039;&amp;#039;. Boppard 1988&lt;br /&gt;
* George Turner: &amp;#039;&amp;#039;Die Heimat nehmen wir mit. Ein Beitrag zur Auswanderung Salzburger Protestanten im Jahr 1732, ihrer Ansiedlung in Ostpreußen und der Vertreibung 1944/45&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2008.&lt;br /&gt;
* Stefan Volk: &amp;#039;&amp;#039;Peuplierung und religiöse Toleranz. Neuwied von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinische Vierteljahrsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 55 (1991), S.&amp;amp;nbsp;205–231.&lt;br /&gt;
* Wulf Wäntig: &amp;#039;&amp;#039;Grenzerfahrungen. Böhmische Exulanten im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Konstanz 2007.&lt;br /&gt;
* Ernst Walter Zeeden: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der Glaubenskämpfe&amp;#039;&amp;#039;. München 1983 (Gebhardt Handbuch der Deutschen Geschichte, Bd.&amp;amp;nbsp;9).&lt;br /&gt;
* Fanny Stamm: &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluss der französischen Refugianten auf die Kultur Basels&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1934/1934_0648.html Basler Jahrbuch 1934, S.&amp;amp;nbsp;12–36].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4153435-9}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gf-franken.de/de/exulantenforschung.html Exulantenforschung] Gesellschaft für Familienforschung in Franken e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [http://www.wugwiki.de/index.php?title=Exulantennamen_im_Raume_Wei%C3%9Fenburg Exulantennamen im Raume Weißenburg] Stadtwiki Weißenburg&lt;br /&gt;
* [https://www.sn.at/wiki/Familiennamen_der_Salzburger_Emigranten Familiennamen der Salzburger Emigranten] Salzburg WIKI&lt;br /&gt;
* [http://www.exulanten.geschichte.uni-muenchen.de Digitalisierung der sog. Bergmann’schen Exulantensammlung]&lt;br /&gt;
* {{HLS|26884|Protestantische Glaubensflüchtlinge|Autor= Danièle Tosato-Rigo}}&lt;br /&gt;
* [http://www.exulanten.com/ Geschichte des Joseph Schaitberger aus Sicht seiner Nachkommen in USA] (Engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153435-9|LCCN=sh85112313}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Protestantismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exulantenbewegung| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Migration)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Auchwaswisser</name></author>
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