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	<title>Externalismus und Internalismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:54:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Externalismus_und_Internalismus&amp;diff=2392268&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: typografische Anführungszeichen, ISBN-Format, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-03-27T20:00:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen, ISBN-Format, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Externalismus und Internalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Philosophie|philosophische]] Fachbegriffe, die aus den englischen Begriffen &amp;#039;&amp;#039;externalism&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;internalism&amp;#039;&amp;#039; in das Deutsche übertragen worden sind. Sie haben je nach Teilgebiet der Philosophie eine eigenständige [[Bedeutung]]. Ihre Anwendung findet sich in der [[Ethik]], in der [[Wissenschaftstheorie]], in der [[Erkenntnistheorie]], in der [[Bedeutung (Sprachphilosophie)|Sprachphilosophie]] bzw. [[Semantik]] sowie in der [[Philosophie des Geistes]]. Die Begriffe treten jeweils als Paar auf, mit dem gegensätzliche philosophische Positionen gekennzeichnet werden. Beim Externalismus erhält die jeweils diskutierte Erklärung eines Sachverhalts eine Information oder einen Impuls, der von außen kommt, also nicht in dem Sachverhalt selbst liegt. Umgekehrt bezeichnet der Internalismus etwas, was in der Sache oder dem Untersuchungsgegenstand selbst liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethik ==&lt;br /&gt;
In der Moralphilosophie bezeichnen die Ausdrücke verschiedene Theorien zur moralischen Motivation. Dazu ist zwischen rechtfertigendem Grund und motivierendem Motiv zu unterscheiden. Beim &amp;#039;&amp;#039;Grund&amp;#039;&amp;#039; geht es um die normative Frage, mit welcher ethischen objektiven Rechtfertigung gehandelt wird. Beim &amp;#039;&amp;#039;Motiv&amp;#039;&amp;#039; geht es um die empirische Frage, aus welchem subjektiven Antrieb ich handle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispiel: In der U-Bahn bittet ein Obdachloser um eine Spende. Ich gebe ihm einen Euro. Gefragt warum, kann ich als Grund angeben: „weil Notleidenden geholfen werden muss“. Motiv kann dieser Grund sein oder etwas Anderes: Ich will in Ruhe gelassen werden, gut vor meiner Freundin oder anderen Fahrgästen dastehen etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kontext der Moral bezeichnet der &amp;#039;&amp;#039;Internalismus&amp;#039;&amp;#039; eine Position, nach der moralische Propositionen -- im Zusammenhang mit verschiedenen geistigen Akten -- verbunden sind mit der Ausführung von Handlungen. Michael Smith sieht die Verbindung zwischen moralischen Propositionen und der Ausführung von Handlungen in &amp;#039;&amp;#039;Urteilen&amp;#039;&amp;#039;. Nach seinem Verständnis besagt der motivationale Internalismus, dass wenn ein Akteur urteilt, dass eine Sache gut ist, er auch dazu motiviert ist entsprechend seinem Urteil zu handeln&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Smith, &amp;quot;The Moral Problem&amp;quot;, Blackwell Publishing, 1994, Vgl. 61&amp;lt;/ref&amp;gt;. Davon unterschieden ist nach ihm ein Internalismus, der keine motivationale Verknüpfung, sondern eine gründegebende Verknüpfung zwischen einem moralischen Urteil und der Ausführung einer Handlung gibt. Diese drücken sich in der &amp;#039;&amp;#039;Einsicht von moralischen Wahrheiten&amp;#039;&amp;#039; aus. In diesem Fall gibt die als moralisch richtig gesehene Handlung dem Akteuren selbst Gründe für ein entsprechendes Handeln&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Smith, &amp;quot;The Moral Problem&amp;quot;, Blackwell Publishing, 1994, Vgl. 61-2&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Autoren sehen diese Verbindung im Zusammenhang des Einsehens von &amp;#039;&amp;#039;Gründen&amp;#039;&amp;#039;. In diesem Verständnis besagt ein &amp;#039;&amp;#039;Internalismus&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Aristoteles]], [[Kant]]), dass die Erkenntnis der Gründe der sittlichen Verpflichtung mich motivieren sollen. Dies schließt nicht aus, dass Grund und Motiv auseinanderfallen. Eine externe Motivation gibt es nach Aristoteles aber nur beim sittlich schlechten Handeln&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedo Ricken]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Ethik.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Stuttgart, Kohlhammer 2013, ISBN 978-3-17-022583-1, S. 254&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach Kant soll das sittliche Handeln aus Achtung vor dem Sittengesetz erfolgen – ansonsten liegt bloße Legalität vor&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otfried Höffe]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Ethik.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. München, Beck 2008, ISBN 978-3-406-56810-7: &amp;#039;&amp;#039;Gründe und Motive&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;#039;&amp;#039;Externalismus&amp;#039;&amp;#039; klafft zwischen Grund und Motiv eine „Lücke“ (vgl. [[William K. Frankena|Frankena]]&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach [[Friedo Ricken]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Ethik.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Stuttgart, Kohlhammer 2013, ISBN 978-3-17-022583-1, S. 254&amp;lt;/ref&amp;gt;). Es bedarf nach dem Externalismus zur Motivation ein vom Grund verschiedenes äußeres Motiv (Furcht vor Sanktionen, Scham- oder Schuldgefühlen; Anerkennung, Selbstachtung etc.)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otfried Höffe]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Ethik.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. München, Beck 2008, ISBN 978-3-406-56810-7: &amp;#039;&amp;#039;Gründe und Motive&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftstheorie ==&lt;br /&gt;
In der Wissenschaftstheorie ist strittig, ob es Theorien geben kann, deren Gehalt sich allein aus der Sache selbst begründet (Internalismus), oder ob jede Theorie zumindest in einigen Faktoren durch Kultur und soziale Verhältnisse, also nicht im Gegenstand liegende Interessen bestimmt ist (Externalismus). Bekannte Beispiele für die Auseinandersetzungen zu diesem Thema sind der [[Werturteilsstreit]] oder der [[Positivismusstreit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkenntnistheorie ==&lt;br /&gt;
In der Erkenntnistheorie wird gegenübergestellt, ob die Rechtfertigung einer Aussage auf Gründen beruht, die der Person, die diese Begründung abgibt, vollständig zu eigen sind (Internalismus), oder ob die Person eine Instanz, ihren Lehrer oder Gott, als ausreichenden Maßstab betrachtet, die den Grund manifestiert (Externalismus). Die [[Korrespondenztheorie]] der [[Wahrheit]] entspricht einem Externalismus, da es außerhalb des Subjekts liegende Maßstäbe für die Erkenntnis der Wahrheit gibt. Ein Argument für den Externalismus ist das [[Gettier-Problem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachphilosophie ==&lt;br /&gt;
In der Sprachphilosophie ist der Begriff Externalismus eng mit dem [[Semantischer Externalismus|semantischen Externalismus]] von [[Hilary Putnam]] verbunden. Dieser hatte in dem Aufsatz „Die Bedeutung der Bedeutung“ (The Meaning of ‚Meaning’) die These entwickelt, dass Bedeutung nicht nur im Kopf erzeugt wird und dieses Argument anhand des [[Gedankenexperiment]]s einer [[Zwillingserde]] erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie des Geistes ==&lt;br /&gt;
In der Philosophie des Geistes wird das Gegensatzpaar in den letzten Jahren unter dem Stichwort [[Erweiterter Geist]] diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marcus Birke: &amp;#039;&amp;#039;Wenn nicht im Kopf, wo dann?: der Externalismus als Problem in der Philosophie des Geistes&amp;#039;&amp;#039;, Lit, Münster 2001, ISBN 978-3-8258-4893-4&lt;br /&gt;
* Sandra Dellantonio: &amp;#039;&amp;#039;Die interne Dimension der Bedeutung: Externalismus, Internalismus und semantische Kompetenz&amp;#039;&amp;#039;, Lang, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-631-56512-4&lt;br /&gt;
* [[Hilary Kornblith]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Epistemology: Internalism and Externalism&amp;#039;&amp;#039;, Blackwell, Oxford 2001&lt;br /&gt;
=== Internalismus und Externalismus in der Ethik ===&lt;br /&gt;
* [[Otfried Höffe]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Ethik.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. München, Beck 2008, ISBN 978-3-406-56810-7: &amp;#039;&amp;#039;Gründe und Motive&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Friedo Ricken]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Ethik.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Stuttgart, Kohlhammer 2013, ISBN 978-3-17-022583-1, S. 253–255&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Englische [http://www.ucs.louisiana.edu/%7Ekak7409/EpistPapersBySubject.html#Internalism Aufsätze] zum internalistischen und externalistischen Positionen in der neueren [[Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Holger Lyre]]: [http://philpapers.org/archive/LYREKU.1.pdf Erweiterte Kognition und mentaler Externalismus] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schurz]]: [http://www.dgphil2008.de/fileadmin/download/Sektionsbeitraege/05-2_Schurz.pdf Die Bedeutung des internalistischen Wissensbegriffs für den rationalen Diskurs] (PDF; 114&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/content-externalism/|Externalism About the Mind|Mark Rowlands, Joe Lau, Max Deutsch|2020}}&lt;br /&gt;
* {{IEP|https://www.iep.utm.edu/int-ext/|Internalism and Externalism in Epistemology|Ted Poston}}&lt;br /&gt;
=== Internalismus und Externalismus in der Ethik ===&lt;br /&gt;
* Nico Scarano: Stichwort [http://www.philosophie.phil.uni-erlangen.de/lehrstuehle/lehrstuhlIII/Scarano_Motivation.pdf Motivation] (PDF; 710&amp;amp;nbsp;kB) in: Marcus Düwell, Christoph Hübenthal, [[Micha Werner|Micha H. Werner]] (Hrsg.): Handbuch Ethik. 2. akt. Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie des Geistes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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