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	<title>Exten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exten&amp;diff=1462893&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Extenia: /* 1885 bis 2021 */</title>
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		<updated>2025-10-25T16:23:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;1885 bis 2021&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Exten&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Rinteln&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Exten Original 1963.jpg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen seit 1963&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/10/12/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 09/5/51/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 61 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = &lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1824&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 31.12.2024&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rinteln.de/leben-in-rinteln/stadtportrait/einwohnerstatistik-der-stadt-rinteln/], abgerufen am 31. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-03-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 31737&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05751&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Poskarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der größte Ortsteil der Stadt [[Rinteln]] im [[Landkreis Schaumburg]] in [[Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Teutoburger Wald - Deutsche Mittelgebirge, Serie A-de.png|mini|hochkant=2|[[Weserbergland]]]]&lt;br /&gt;
Exten liegt südlich der [[Weser]] inmitten der Rintelner Talweitung des [[Wesergebirge]]s im [[Niedersächsisches Bergland|Niedersächsischen Bergland]]. Im Süden grenzt das Östliche Lipper Bergland an den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstgelegenen [[Großstadt|Großstädte]] sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend [[Bremen]], [[Hannover]], [[Kassel]] und [[Bielefeld]]. Die [[Nordsee]]küste liegt etwas näher an Exten als die [[Ostsee]]küste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Folgende Gemeinden der Stadt Rinteln grenzen im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an Exten: [[Rinteln]], [[Strücken (Rinteln)|Strücken]], [[Uchtdorf (Rinteln)|Uchtdorf]], [[Krankenhagen]] und [[Möllenbeck (Rinteln)|Möllenbeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarkreise ===&lt;br /&gt;
Exten liegt nahe dem [[Landkreis Hameln-Pyrmont]] ([[Niedersachsen]]) sowie den Kreisen [[Kreis Lippe|Lippe]] und [[Kreis Minden-Lübbecke|Minden-Lübbecke]] (beide in [[Nordrhein-Westfalen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Topographie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewässer ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Exter bei Rinteln (Oswald Reißert).jpg|mini|Die [[Exter (Weser)|Exter]] in Exten, Anfang des 20. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Von Süden her kommend fließt die [[Exter (Weser)|Exter]] durch Exten. Sie mündet östlich von Rinteln in die [[Weser]]. In der Ortsmitte vor dem Exterwehr wird ein Mühlengraben die &amp;#039;&amp;#039;Mühlenexter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Neue Exter&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet. Dieser versorgt den Stadtgraben in Rinteln mit Wasser und mündet nahe der Weserbrücke in die Weser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Exten.jpg|mini|hochkant|Kirche Exten]]&lt;br /&gt;
Exten gehört zu den größten und ältesten Dörfern im Wesertal zwischen [[Hameln]] und [[Minden]].&lt;br /&gt;
Seine Geschichte wie auch sein Name sind eng mit der [[Exter (Weser)|Exter]] verbunden, die hier aus dem Lippischen Bergland kommend den Ort durchfließt und unterhalb bei [[Rinteln]] in die [[Weser]] mündet. [[Johann Wolfgang von Goethe]] widmete dem Fluss ein von ihm in Exten gemaltes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchengeschichte ===&lt;br /&gt;
Die Pfarrerei Exten war die [[Urpfarre|Urkirche]] des [[Osterburg-Gau]]es und gehörte zum Archidiakonat Ohsen des Bistums Minden. Seine erste namentliche Erwähnung findet Exten im Jahr 896, als in der Stiftungsurkunde des [[Kloster Möllenbeck|Klosters Möllenbeck]] von einer bereits bestehenden, weseraufwärts gelegenen Siedlung &amp;#039;&amp;#039;Achriste&amp;#039;&amp;#039; die Rede ist. Nach den neuesten Forschungen über die frühe kirchliche Organisation ist die Exter Kirche noch vor dem Jahre 800 n. Chr. von [[Würzburg]] aus gegründet worden, und zwar noch während der [[Sachsenkriege (Karl der Große)|Sachsenkriege]] (772–804). Der erste Bau, der wahrscheinlich eine Holzkirche war, soll zwischen 770 und 790 erbaut worden sein. In der Kirche wurden Taufbewerber, die zwischen [[Vlotho]], Schötmar, Lügde und [[Hameln]] wohnten, getauft. Zur Zeit der Christianisierung der [[Sachsen]] war Exten ein Mittelpunkt der Missionsarbeit. Von hier aus wurden die anliegenden Gebiete missioniert, weitere Gemeinden gegründet und Kirchen gebaut. Exten als [[Urpfarre]] ist demnach älter als das Stift Möllenbeck. Die Kirche zu Exten ist somit das älteste Gotteshaus im schaumburgischen Wesertal. Das heutige Gebäude stammt bis auf den 1548 erneuerten Turm aus dem 12. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grundstück, auf dem die Kirche steht, ist ein alter [[Thing]]platz. Der ganze kirchliche Grundbesitz gehörte der Sippe [[Widukind (Sachsen)|Widukind]], die im Wesertal über große Besitzungen verfügte. Später wurde das Kirchengrundstück mit den dazugehörenden Ländereien dem Bischof in Minden übereignet. Die Führung der Gemeinde lag zuerst in den Händen der Missionare, die aus Würzburg gekommen waren. Dann kam Exten vermutlich unter die Aufsicht des Bischofs zu Paderborn und wurde später dem Bistum Minden unterstellt. Im Jahr 1287 wurde die Kirche zu Exten durch den Bischof von Minden dem Jakobskloster in Rinteln übertragen. Das Gotteshaus war zuerst dem [[Kilian (Heiliger)|Heiligen Kilian]] geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert wurden die beiden [[Cosmas und Damian|Heiligen Cosmas und Damian]] die Schutzpatrone des Gotteshauses. Es wird angenommen, dass in jener Zeit in dem Kirchspiel die Pest wütete. Um vor ihr gerettet zu werden, so vermutet man, wurden die beiden Ärzte Cosmas und Damian die Schutzpatrone der Kirche. Ihre Standbilder standen seit der [[Reformation]] bis etwa 1850 unten im Kirchturm. Danach wurden sie, genau wie zwei wertvolle Kruzifixe aus Exten, in das Universitätsmuseum nach Marburg gebracht. Beide Kruzifixe sind romanisch und stammen aus dem 12./13. Jahrhundert. Die Extener Gemeinde hat sich bisher vergeblich bemüht, diese Kreuze zurückzuführen. Im Frühjahr 1936 wurde der Fußboden des Kirchenschiffes um etwa 30&amp;amp;nbsp;cm niedriger gelegt, um den Altarraum mehr hervortreten zu lassen. Bei dieser Arbeit stieß man auf riesige Steinplatten, die über den alten Grüften lagen. Hier hat der Edelhof etwa 600 Jahre lang seine Toten bestattet. Als man die östliche Gruft öffnete, sah man noch Sargreste und Schädel darin liegen. An einer anderen Stelle fand man noch zwei vollständig erhaltene Zinkschilder, aus deren Inschriften hervorgeht, dass u.&amp;amp;nbsp;a. in dieser Gruft eine 1781 gestorbene Freifrau Roeder von Diersburg, eine geborene Gräfin von Wartensleben und ihre 17 Jahre alte Tochter beigesetzt wurden. Eine weitere Inschrift bezeichnet das Grab von Hermann von [[Wartensleben]] und seiner Frau. Als die Kirche 1964/65 renoviert wurde, stießen Handwerker während Erdarbeiten auf eine große Steinplatte inmitten der Kirche. Die Maße dieser Platte sind ungefähr 3 × 6&amp;amp;nbsp;m und 40 Zentimeter stark. Da die Platte ihrer Größe wegen nicht heraustransportiert werden konnte, wurde sie in die Südwestecke des Kirchenschiffs geschoben. Sie liegt dort unter dem Holzfußboden. Die Vermutung liegt nahe, dass die Platte das Fundament der ersten Holzkirche in Exten war. Da hier weit und breit solche großen Steinplatten nicht zu finden sind, ist anzunehmen, dass sie auf dem Wasserweg nach Exten transportiert wurden. Am 7. März 1702 schenkte Elmerhaus von Wartensleben der Kirche eine Orgel. Die Orgel steht heute unter Denkmalschutz. Auf der rechten Seite des Barockprospektes steht das Jahr 1733. Sie soll von Christian Klausing aus [[Herford]] gebaut worden sein. Die Orgelbaufirma Hammer in Hannover datiert die ältesten Orgelpfeifen aber schon in das 16. Jahrhundert zurück. Damit ist erwiesen, dass Exten um 1550 zur Zeit der Reformation bereits eine Orgel gehabt hat. Das Orgelwerk hat 12½ [[Register (Orgel)|Register]], geteilte Laden, die es dem Organisten ermöglichen, Trio zu spielen. In der alten Chronik der Kirchengemeinde Exten wird berichtet, dass die Kirche in den früheren Jahrhunderten ein hervorragendes Geläut aus drei Glocken gehabt haben soll. Die große Glocke soll auf Befehl des damaligen Landesfürsten ihrer Größe und ihres Klanges wegen in die Residenzstadt Kassel gebracht worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Achriste&amp;#039;&amp;#039; (896) wandelte sich über &amp;#039;&amp;#039;de Eckersten&amp;#039;&amp;#039; (1224), &amp;#039;&amp;#039;Eckersten&amp;#039;&amp;#039; (1237), &amp;#039;&amp;#039;Eckerste&amp;#039;&amp;#039; (1328), &amp;#039;&amp;#039;Exterde&amp;#039;&amp;#039; (1352) und &amp;#039;&amp;#039;Ekkersten&amp;#039;&amp;#039; (1370) erstmals im Jahre 1446 zu Exten. Nach 1446 findet man bis ins 19. Jahrhundert auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ecksten&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem Sprachwissenschaftler Professor [[Jürgen Udolph]] kommt der Ortsname von der Exter die den alteuropäischen Gewässernamen &amp;#039;&amp;#039;Akrista&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Ag-istra&amp;#039;&amp;#039; trug. Die Namensgebung gehört damit wohl zu der ältesten bekannten Namensschicht in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herren von Eckersten ===&lt;br /&gt;
Bei dem &amp;#039;&amp;#039;officium Eckersten&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um eine Grundbesitzgruppierung, um eine &amp;#039;&amp;#039;villicatio&amp;#039;&amp;#039;, welche die [[Eckersten|Herren von Eckersten]] zunächst als beamtete Hauptmeier besaßen und später als Lehen hatten. Einer Sage nach, wurde ein &amp;#039;&amp;#039;Gerslaff&amp;#039;&amp;#039; vom Bischof von [[Minden]] in einer bedeutenden Angelegenheit nach Rom entsandt. Für seine Verdienste wurde Gerslaff 1213 vom Bischof mit Land in Exten und Rinteln belohnt. Die Familie von Gerslaff erbaute dann 1236 nahe den heutigen Gebäuden des Extener Rittergutes einen &amp;#039;&amp;#039;wehrhaften Adelshof&amp;#039;&amp;#039;. Das Geschlecht der &amp;#039;&amp;#039;von Eckersten&amp;#039;&amp;#039; oder wie in anderen Urkunden &amp;#039;&amp;#039;Eckerstein&amp;#039;&amp;#039; nannte sich dann nach dem Ort Exten, nicht umgekehrt. Der erste urkundlich erwähnte &amp;#039;&amp;#039;Ritter Frideric von Eckersten&amp;#039;&amp;#039; wird wohl ein Sohn von Gerslaff gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner romanischen Kirche, dem bedeutenden Adelshof der Familie von Eckersten und zahlreichen Mühlen und Hammerwerken, welche die Wasserkraft der Exter nutzbar machten, entwickelte sich Exten früh zu einem der einwohnerstärksten Dörfer in der [[Grafschaft Schaumburg]]. Das Dorf war zu dieser Zeit neben dem Rittergut von einer Vielzahl mittlerer und kleiner Hofstellen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rittergut Exten ===&lt;br /&gt;
Das [[Rittergut Exten]] war der Sitz bedeutender Familien; es erschien erstmals 1224 in den Schriftquellen. Nach der Familie von Eckersten, die 1543 ohne Nachkommen blieb, kam die Familie von [[Wartensleben]]. Der preußische Generalfeldmarschall und Minister [[Alexander Hermann von Wartensleben]] (1650–1734) wuchs hier auf. 1727 wurde das heutige Haupthaus des Rittergutes durch den Bremer Baumeister Conrad Georg Conradi für Karl Christian Graf von Wartensleben auf den Grundmauern eines älteren Hauses das heutige repräsentative Herrenhaus des Rittergutes im spätbarocken Régencestil errichtet. Die übrigen Wirtschaftsgebäude und die im Gutspark gelegene Orangerie entstanden kurz nach 1800. Nach der französischen Besetzung im Jahr 1807 kam Exten mit der Grafschaft an das [[Königreich Westphalen]]. König war [[Jérôme Bonaparte]], jüngster Bruder Napoleons. Angeblich aus Besorgnis, dass Jérôme Bonaparte das Rittergut ohne Entschädigung einziehen würde, verkaufte Ferdinand Graf von Wartensleben es 1809 für 55.000 Taler an Bernard Diederik Gijsbert Freiherr von Wardenburg. Die Zeit der Extener von Wartensleben war damit vorbei. 1810 wurden mächtige Scheunen aus Bruchsteinmauerwerk (50 und 80&amp;amp;nbsp;m lang) gebaut. Zu dieser Zeit lebten in Exten etwa 500 Menschen. 1814 kam das Anwesen für das Meistgebot von 35.000 Talern an den Kaufmann Wilhelm Grimmell aus [[Bremen]]. Nach dem Tod Grimmells 1839 ging das Gut anfänglich auf dessen Schwester Wilhelmine, dann auf seine einzige Nichte Luise, die spätere Ehefrau des Detmolder Regierungspräsidenten [[Christian Theodor von Meien]], über. Noch heute ist das Rittergut im Besitz der Familie von Meien. Von Meien stammte von der Domäne Hellinghausen und war nach dem Jurastudium in den lippischen Staatsdienst eingetreten. 1817 wurde er von Fürstin Pauline in die Staatsregierung berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des heutigen Gutes wurde in den 1950er Jahren ein rechteckiger Platz beobachtet, der von einer zugeworfenen Gräfte umgeben war. Dies könnte der Platz der 1545 in einem Erbvertrag erwähnten „Burgstätte zu Exten“ gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Maack |Titel=„Burgstätte“ und „Alter Hof“ in Exten. Der Edelhof wuchs aus zwei alten Hofstätten zusammen |Sammelwerk=Schaumburger Heimatblätter |Datum=1954 |Seiten=17-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit dem frühen 19. Jahrhundert nahmen die Extener [[Eisenhammer|Eisenhämmer]] einen bedeutenden Aufschwung, nun wandelte sich das Dorf zu einer stark gewerblich geprägten Landgemeinde, in der sich bäuerlicher und frühindustrieller Alltag eng berührten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Niedergang der Eisenindustrie wurde Exten eine Hochburg der [[Korbmacher|Korbflechterei]]. Im Jahr 1878 entstand die später größte Korbmacherei in Exten, nämlich die Korbwarenfabrik Hermann Meyer. Waren es vor dem Ersten Weltkrieg 70.000 Körbe, die jährlich in Exten hergestellt wurden, so wuchs die Zahl bald in die Hunderttausende und Millionen. In den 1950er Jahren ging die Korbindustrie in Exten nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. August 1837 brachte die Exter, die den Bürgern sonst Arbeit und somit das tägliche Brot lieferte, ein schweres Unglück über das Dorf. Infolge eines unmittelbar oberhalb des Ortes niedergehenden Wolkenbruches stieg sie innerhalb weniger Minuten um fast 4&amp;amp;nbsp;m. Beinahe das ganze Dorf wurde überflutet. Häuser stürzten ein, alle drei Brücken wurden weggerissen und viel Vieh ertrank. Auch ein Menschenleben war zu beklagen; ein vierjähriges Kind wurde aus einem Haus auf der „Insel“ durch das Fenster fortgetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1894 ist Exten Ortsteil der Kreisstadt Rinteln mit eigener Post, evangelischer Pfarrkirche und Eisenwarenfabriken. Das zuständige Amtsgericht ist Rinteln.&lt;br /&gt;
Seit 1927 gehört der Ort zur [[Grafschaft Schaumburg]] mit Amtsgericht und Finanzamt in Rinteln sowie eigener Post in Exten. Zwischen 1904 und 1977 gehörte Exten zum [[Landkreis Grafschaft Schaumburg]] mit Sitz in Rinteln. Seit 1977 ist Exten Gemeinde des [[Landkreis Schaumburg|Landkreises Schaumburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
=== 1885 bis 2024 ===&lt;br /&gt;
* Jahr - Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
* 1885 - 789&lt;br /&gt;
* 1925 - 958&lt;br /&gt;
* 1933 - 1.033&lt;br /&gt;
* 1939 - 968&lt;br /&gt;
* 2008 - 2.017&lt;br /&gt;
* 2015 - 1.801&lt;br /&gt;
* 2018 - 1.906&lt;br /&gt;
* 2019 - 1.886&lt;br /&gt;
* 2020 - 1.882&lt;br /&gt;
* 2021 - 1.886&lt;br /&gt;
* 2024 - 1.824&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeinde Exten Schild.png|mini|hochkant|[[Amtsschild|Gemeindeschild]] mit Wappen von 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen von Exten.jpg|mini|Umgestaltetes Gemeindewappen Exten von 1976]]&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Exten hat seit 1963 ein offizielles [[Wappen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In rotem Feld mit goldenem [[Nesselblatt]], gevierter Herzschild von Schwarz mit pfahlweise angeordnetem Horn und Rot mit pfahlweise angeordnetem Schlüssel (Bart oben und nach rechts außen zeigend)“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei bildlichen Elemente des Wappens ergeben sich alle aus der Geschichte der frühen Grafschaft Schaumburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schaumburg (Burg)|Schaumburg]], im Mittelalter der Stammsitz der Schaumburger Grafen, steht auf dem &amp;#039;&amp;#039;Nesselberg&amp;#039;&amp;#039; im Ortsteil Schaumburg der Stadt Rinteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlüssel symbolisiert den [[Schlüssel Petri|Schlüssel]] des [[Simon Petrus|Heiligen Petrus]]. Er wird in vielen Wappen der Region gezeigt, meist jedoch in der Form zweier gekreuzter Schlüssel. Er war bereits das Symbol der [[Liste der Bischöfe von Minden|Bischöfe von Minden]]. Die Darstellung auf rotem Feld ist in all diesen Wappen typisch. Exten gehörte seit seiner urkundlichen Nennung im Jahre 896 zum Bistum Minden. Die Bischöfe des Bistums Minden siedelten die Ritter von Eckersten um 1213 in Exten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hörner sind die Hauptelemente im Wappen derer von Eckersten, die von 1213 bis 1550 das herrschende Adelsgeschlecht in Exten waren. Man findet ihre Symbolik auch in der Familienloge der Kirche zu Exten wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis:&lt;br /&gt;
Das Gemeindewappen von 1963 (Französisches Schild) darf nach dem Niedersächsischen Wappengesetz nur von den Dienststellen der Gemeinde als Hoheitszeichen verwendet werden. Eine Verwendung durch Dritte ist untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 wurde das Wappen umgestaltet. Es wurde das sog. „Exten-Zeichen“ für alle außerhalb der Gemeindeverwaltung liegenden Verwendungen eingeführt. Dieses ist als [[Bild-Wort-Marke]] konzipiert und besteht aus einem roten Wappenschild (Spanische Form) mit weißem Nesselblatt und geviertem Herzschild mit Horn und Schlüssel mit dem darüber in weißem Feld stehenden Wort „Exten“. Das Zeichen ist urheberrechtlich geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flagge ===&lt;br /&gt;
Die Flagge Extens ist eine horizontal zweigeteilte Flagge, bestehend aus zwei Querstreifen in den Farben weiß und rot (von oben nach unten). Auf der Flagge ist zudem das Wappen der Gemeinde Exten zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Querstreifen und die Farben begründen sich durch das Wappen der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]]. Nach Teilung der [[Grafschaft Schaumburg]] 1647 in einen lippischen und einen hessischen Teil zeigt das Wappen der hessischen Grafschaft Schaumburg in Rot ein von Silber über Rot geteiltes Schildchen umgeben von einem silbernen Nesselblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Beflaggung öffentlicher Gebäude in Deutschland]] an gesetzlichen Beflaggungstagen gibt es eine Flagge im Querformat und eine Bannerflagge im Hochformat. Für den privaten Gebrauch gibt es eine Bürgerfahne im Querformat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Exten besitzt den Status eines Ortsteiles der Gemeinde Stadt Rinteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsrat ===&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm|LAND=DE|TITEL=Ortsratswahl 2021|TITEL2=&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 55,77 %&amp;lt;/small&amp;gt;|JAHRNEU=2021|PARTEI2=CDU|ERGEBNIS2=24.3|PARTEI3=Grüne|ERGEBNIS3=11.1|PARTEI1=SPD|ERGEBNIS1=50.3|ERGEBNIS4=10.8|PARTEI4=WGS|FARBE4=89cff0|ANMERKUNG4=[[Wählergemeinschaft]] Schaumburg in Rinteln|ERGEBNIS5=3.5|PARTEI5=RI|FARBE5=8A2BE2|ANMERKUNG5=Wählerbündnis Rintelner Interessen}}Der [[Ortsrat]] von Exten setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahljahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| style=&amp;quot;width: 8em&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || style=&amp;quot;width: 8em&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || style=&amp;quot;width: 8em&amp;quot; | [[Bündnis 90/Die Grünen|GRÜNE]] || style=&amp;quot;width: 8em&amp;quot; | WGS || style=&amp;quot;width: 8em&amp;quot; |  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2021&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager.kdo.de/20210912/03257031/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_2329 |titel=Ergebnis Ortsratswahl 2021 |abruf=2022-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;|| 4 || 1 || 1 || 1 || 7 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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! &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2011&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 2 || 3 || 1 || 1 || 7 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl]] 12.&amp;amp;nbsp;September 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsbürgermeister ===&lt;br /&gt;
* Dennis Luthe (CDU) seit 2023 &lt;br /&gt;
* Bernd Kirchhoff ([[SPD]]), 2021 - 2023&lt;br /&gt;
* Bernd Kirchhoff ([[SPD]]), 2016 - 2021&lt;br /&gt;
* Thorsten Kretzer ([[CDU]]), 2001 - 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Adelshofexten.JPG|mini|Rittergut Exten]]&lt;br /&gt;
* Kirche [[St. Cosmas und Damian (Exten)|St. Cosmae et Damiani]] - zwischen 770 und 790 als Holzkirche gegründet. Das heutige Gebäude stammt bis auf den 1548 erneuerten Turm aus dem 12. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappenportalexten.JPG|mini|Drei Wappen der Besitzer des Rittergutes Exten (v.l.: von Eckersten, von [[Wartensleben]], von Meien)]]&lt;br /&gt;
* Rittergut – 1727 errichtet der Bremer Baumeister Conrad Georg Conradi für Karl Christian Graf von [[Wartensleben]] auf den Grundmauern eines älteren Hauses das heutige repräsentative Herrenhaus des Rittergutes im spätbarocken [[Régence]]stil.&lt;br /&gt;
[[Datei:Orangerie Exten.jpg|mini|Orangerie Exten]]&lt;br /&gt;
* Orangerie – um 1810 errichtetes [[Orangerie]]gebäude des Rittergutes. Im 19. Jahrhundert beherbergte sie eine berühmte Sammlung exotischer Pflanzen, die 1883 nach Hannover verkauft wurde. Heute ist es zu Wohnzwecken eingerichtet.&lt;br /&gt;
* Der Gutspark – im frühen 18. Jahrhundert als [[Barockgarten]] nach dem Vorbild Hannovers mit Graft, Hecken und Alleen gestaltete Anlage, wurde um 1800 in einen Landschaftsgarten umgewandelt. Mit seinen verschlungenen Wegen und mächtigen Bäumen entlang der Exter entfaltet er auch heute noch einen eigenen Reiz. Im Westbereich des Gartens befindet sich die Grablege der Familie von Meien mit einem hohen Sandsteinobelisken.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gasthaus Kehl.jpg|mini|Kehlhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
* [[Heimatstube Exten]] - museum für dorfkultur, 1973 gegründet als [[Heimatmuseum]] zur Bewahrung der Geschichte, Tradition und Kultur. Dauerausstellung zahlreicher Exponate des dörflichen Alltags sowie der Dorfchronik.&lt;br /&gt;
* Industriemuseum „[[Unterer Eisenhammer]]“, 1746 gegründet durch Johann Peter Kretzer. Sehenswürdigkeit im Verlauf der [[Niedersächsische Mühlenstraße|Niedersächsischen Mühlenstraße]]. Seit 2006 denkmalgeschütztes [[Industriedenkmal]].&lt;br /&gt;
* Industriemuseum „[[Oberer Eisenhammer]]“ aus der Zeit um 1710. Sehenswertes Fachwerkhaus in südlicher Ortsrandlage im Verlauf der Niedersächsischen Mühlenstraße. Seit 2012 denkmalgeschütztes [[Industriedenkmal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Das Historische [[Schützenfest]] mit der „Schlacht im Exterfelde“ führt zurück auf die Feiern zum [[Sedantag]] nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/71. Es wird jährlich gefeiert und ist ein überregionales Spektakel. Der persiflierte Schlachtverlauf erinnert an die Kapitulation der französischen Armee und der Gefangennahme des französischen Kaiser [[Napoleon&amp;amp;nbsp;III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rundfunk und Film ===&lt;br /&gt;
1976 diente das Rittergut Exten mit seinem historischen Park als Filmkulisse für Filmaufnahmen der [[Regina Ziegler]] Film GmbH &amp;amp; Co. KG (Berlin + Köln) des Fernsehspielfilmes [[Die Brüder (1976)|Die Brüder]]. In dem deutschen Familiendrama von [[Wolf Gremm]] spielen [[Klaus Löwitsch]], [[Erika Pluhar]] und [[Doris Kunstmann]] in den Hauptrollen. Der Männergesangverein Exten von 1879 spielt in einigen Szenen mit seinen Auftritten eine Nebenrolle. Der Film wurde am 11. Januar 1977 uraufgeführt. Die Fernseherstausstrahlung erfolgte am 16. Dezember 1983 im [[ZDF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flug -Nordholz-Hammelburg 2015 by-RaBoe 0519 - Exten.jpg|mini|Das Industriegebiet Rinteln-Süd westlich von Exten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:OrtsschildExten.jpg|mini|Ehemaliges Ortsschild Exten]]&lt;br /&gt;
;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Straßenverkehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Exten liegt nahe der [[Bundesautobahn 2]] mit der Anschlussstelle [[Bad Eilsen]]. Die [[Bundesstraße 238]] führt direkt westlich am Ort vorbei. Ebenso wie die von Rinteln nach Barntrup führende [[Extertalstraße]]. Die ortsdurchführende [[Landesstraße]]&amp;amp;nbsp;433, die im Verlauf bis [[Hameln]] führt, ist Abschnitt der sehenswerten [[Niedersächsische Mühlenstraße|Niedersächsischen Mühlenstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schienenverkehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Am Exter Bahnhof, heute Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Rinteln Süd&amp;#039;&amp;#039;, endet die mittlerweile stillgelegte [[Extertalbahn]]. Sie führte bis 1969 durch die Altstadt in Rinteln über die [[Weser]]brücke bis zum [[Bahnhof Rinteln]]. Der Exter Bahnhof war bis dahin wichtigster Umschlagplatz für die in Exten produzierten Güter. Zu denen gehörten vor allem handgeflochtene Weidenkörbe in allen Größen, die von hier aus in langen Güterzugkolonnen ihren Weg in die Welt antraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luftverkehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Exten liegt in naher Entfernung zum [[Flugplatz Rinteln|Sportflugplatz]] Rinteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Die Firma [[Riha Richard Hartinger Getränke]] produziert Fruchtsäfte und Mineralwasser. Sie ist seit Gründung im Jahre 1934 in Exten ansässig, größter Arbeitgeber der Stadt Rinteln und weltweit tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
* Die [[Freiwillige Feuerwehr]] Exten sorgt für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe.&lt;br /&gt;
* Die Verwaltungsstelle Exten&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rinteln.de/politik-und-verwaltung/verwaltungsstellen-der-stadt-rinteln/]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist das Bindeglied zwischen den Bürgern und der Stadtverwaltung der Stadt Rinteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
* Kindergarten MinniMax&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rinteln.de/leben-in-rinteln/kinder-und-jugend/kindertagestaetten/staedtische-kindertagesstaetten/minnimax/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Grundschule Exten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.grundschule-exten-krankenhagen.de/pages/intro.php]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* Frauenchor der evangelischen Kirche&lt;br /&gt;
* Posaunenchor der evangelischen Kirche&lt;br /&gt;
* Hundesportverein Exten e.&amp;amp;nbsp;V&lt;br /&gt;
* Verein für Heimatpflege und Kultur e.&amp;amp;nbsp;V&lt;br /&gt;
* Gesangverein Exten von 1879 (bis 2012 Männergesangverein Exten von 1879)&lt;br /&gt;
* Schützengilde Exten&lt;br /&gt;
* Seniorenclub&lt;br /&gt;
* Turn - und Sportverein Eintracht von 1911&lt;br /&gt;
* Unterhaltungsclub Gemütlichkeit&lt;br /&gt;
* [[Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
* Die [[Niedersächsische Mühlenstraße|Niedersächsischen Mühlenstraße]] verläuft durch Exten.&lt;br /&gt;
* Der Geologische Wanderweg Nr. 1 in der [[Grafschaft Schaumburg]] durch das lippische [[Keuperbergland]] beginnt in Exten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
* Hermann Simon von Wartensleben (um 1589–1654), Hofmeister des Grafen Ernst von Schaumburg und Sternberg zu Stadthagen, wurde 1642 in die [[Fruchtbringende Gesellschaft]] aufgenommen&lt;br /&gt;
* [[Alexander Hermann Graf von Wartensleben]] (1650–1734), preußischer Generalfeldmarschall, am 16. Dezember 1650 als ältester Sohn des Extener Gutsbesitzers und seiner Ehefrau Elisabeth von Haxthausen in [[Lippspringe]] geboren. Exten war der Stammsitz der Familie. Lippspringe wurde zufällig nur Geburtsort, da seine Mutter gerade ihren Bruder dort besuchte. Getauft wurde er am 15. Januar 1651 in Exten&lt;br /&gt;
* Wilhelm Ludwig Gustav Graf von Wartensleben (1734–1821), Offizier und Träger des Kommandeurskreuz des [[Maria-Theresien-Orden]]s (1790)&lt;br /&gt;
* [[Walter Maack]] (1907–1971), Schriftsteller und Heimatforscher&lt;br /&gt;
* [[Helmut Preul]] (1933–2001), ehrenamtlicher Bürgermeister von Bückeburg und Träger des [[Bundesverdienstkreuz]]es&lt;br /&gt;
* Heinrich Krüger (1928–2019), Buchdrucker, Mitbegründer der Gewerkschaft in Rinteln [[DGB]], Träger des [[Bundesverdienstkreuz]]es, des Verdienstkreuz 1. Klasse des [[Niedersächsischer Verdienstorden|Niedersächsischen Verdienstordens]], der [[Hans-Böckler-Medaille]] und der [[Leonhard Mahlein|Leonhard-Mahlein-Medaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Maack]]: Chronik von Exten, handschriftlich 1932, Nachdruck: Kirchenkreisamt, Rinteln 1974&lt;br /&gt;
* [[Walter Maack]]: Die Leute von der Nagelei, Bösendahl, Rinteln 1951&lt;br /&gt;
* [[Walter Maack]]: Dörfer und Fluren des Rintelner Beckens, Bösendahl, Rinteln 1964&lt;br /&gt;
* Stefan Meyer &amp;#039;&amp;#039;Die ersten Schaumburger &amp;quot;Entrepreneurs&amp;quot;. Aus der Gründerzeit der Extener Eisenhämmer.&amp;#039;&amp;#039; in: Schaumburgische Mitteilungen 1 (2017), S. 96–103.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Exten}}&lt;br /&gt;
* [http://www.heimatverein-exten.de/] Offizielle Internetpräsenz von Exten&lt;br /&gt;
* [https://www.rinteln.de/leben-in-rinteln/stadtportrait/ortsteile/exten/ &amp;#039;&amp;#039;Exten&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website der Stadt Rinteln&lt;br /&gt;
* [https://www.rinteln.de/leben-in-rinteln/stadtportrait/ortsteile/exten/ Historischer Ortsspaziergang durch Exten] auf rinteln.de&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/channel/UC3LxRIBSKPbg40h7I78caXg/ Exten hören und entdecken] Audioguide Historischer Ortsspaziergang durch Exten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Rinteln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Schaumburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaft von Rinteln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Schaumburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Extenia</name></author>
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