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	<title>Expressionismusdebatte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T10:15:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Expressionismusdebatte&amp;diff=1186678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-06T11:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Expressionismusdebatte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die Auseinandersetzung um die Kunstform des [[Expressionismus]] in den Jahren 1933 bis 1938 zum einen unter [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], zum anderen unter den emigrierten [[Marxismus|Marxisten]] in der deutschen Sektion des Verbandes sowjetischer Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialistische Expressionismusdebatte ==&lt;br /&gt;
Die Konturen der nationalsozialistischen Kunstpolitik waren unmittelbar nach der [[Machtergreifung]] noch unscharf, die Frage nach einem „Staatsstil“ noch offen. Anhänger moderner Kunst versuchten, einen „Nordischen Expressionismus“ im völkischen Sinne zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/aktuell/startseite/article8RZME-1.279419 &amp;#039;&amp;#039;„Die Brücke“ als Staatskunst des Dritten Reichs? Die Kontroverse um den Nordischen Expressionismus im Sommer 1933&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Juli 2003; abgerufen am 24. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Joseph Goebbels]] wollte 1933 die Expressionisten [[Emil Nolde]] und [[Ernst Barlach]] zu „Prototypen des nordischen Künstlers“ ausrufen, stieß aber auf Widerstand des [[Kampfbund für deutsche Kultur|Kampfbundes für deutsche Kultur]] von [[Alfred Rosenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Petrow: &amp;#039;&amp;#039;Der Dichter als Führer? Zur Wirkung Stefan Georges im „Dritten Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Tectum Verlag, Marburg 1995, ISBN 3-929019-69-8, S.&amp;amp;nbsp;73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1933 veranstaltete der [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund]] in Berlin die Ausstellung [[30 Deutsche Künstler]]. Gezeigt wurden überwiegend Werke moderner, expressionistischer Künstler. Die Ausstellung stieß auf schärfste Kritik von [[Alfred Rosenberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Martin Papenbrock, Gabriele Saure |Titel=Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen |Band=Teil 1. &amp;#039;&amp;#039;Ausstellungen deutscher Gegenwartskunst in der NS-Zeit&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften |Ort=Weimar |Datum=2000 |ISBN=3-89739-041-8 |Seiten=22 |DOI=10.1466/20061109.28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde nach nur 3 Tagen geschlossen. Nach einer Intervention der Organisatoren über [[Walther Funk]] bei [[Joseph Goebbels]] wurde die Ausstellung nach einigen Tagen wieder freigegeben. Der NS-Studentenbund durfte aber nicht mehr als Veranstalter auftreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Andreas Schreiber]]: [http://www.otto-andreas-schreiber.de/Schreiber/Sarg.html &amp;#039;&amp;#039;Vom Sarg aus gesehen&amp;#039;&amp;#039;.] Biografische Kommentare&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hitler persönlich entschied schließlich den „Expressionismusstreit“. Auf den Reichsparteitagen 1933 und 1934 äußerte er sich im Konflikt Rosenberg-Goebbels noch nicht eindeutig, sowohl die „avantgardistische Moderne“, als auch die „völkische Reaktion“ wurden verworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Funke, [[Karl Dietrich Bracher]], Hans Adolf Jacobsen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutschland 1933–1945. Neue Studien zur nationalsozialistischen Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; [[Bundeszentrale für Politische Bildung]], Düsseldorf 1993, ISBN 3-89331-185-8, S.&amp;amp;nbsp;261&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 11. September 1935 aber rechnete er in seiner „Kunstrede“ endgültig mit der Kunst der Moderne ab. Goebbels schwenkte um, verfolgte nun eifrig moderne Kunst, die fortan als „entartet“ verfemt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Juli 1937 eröffnete in München die Wanderausstellung [[Entartete Kunst (Ausstellung)|Entartete Kunst]], die als Kontrastprogramm zur zeitgleich in München gezeigten [[Große Deutsche Kunstausstellung|Großen Deutschen Kunstausstellung]] angelegt war. Ausgestellt wurden auch Arbeiten von [[Ernst Barlach]] und [[Emil Nolde]] (der sich selbst wiederholt als glühenden Parteigänger der Nationalsozialisten erklärte) sowie Werke des „Kieler Expressionisten“ [[Friedrich Peter Drömmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marxistische Expressionismusdebatte ==&lt;br /&gt;
Die Auseinandersetzung ging vor allem um den Bezug des Expressionismus zum [[Faschismus]] und Nationalsozialismus sowie um die Alternative einer „materialistischen Ästhetik“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus-Michael Bogdal|K.-M. Bogdal]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Kunstwerk, 5.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Lukács]] trug seine Kritik in dem Aufsatz „Größe und Verfall des Expressionismus“ in der Zeitschrift &amp;#039;Internationale Literatur&amp;#039; (1934, Heft 1) vor. Seine eigene Position fasst er u.&amp;amp;nbsp;a. in dem Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Es geht um den Realismus&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Gegenideal sind die [[Bürgerlicher Realismus|bürgerlichen Realisten]] und ihre Nachfolger. Diese würden, so Lukács, die Wirklichkeit nicht wiedergeben, wie sie subjektiv erscheine, sondern wie sie objektiv sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Für einen kurzen Abriss der zugrundeliegenden ästhetischen Position vgl. K.-M. Bogdal: &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Kunstwerk, 5.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptteil der Expressionismuskritik wurde in der Moskauer Emigrantenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Das Wort&amp;#039;&amp;#039; publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kritik entgegen stehen u.&amp;amp;nbsp;a. [[Ernst Bloch]], [[Bertolt Brecht]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bertolt Brecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;. Band 19, S. 290 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Hanns Eisler]]. Diese bestehen „u.&amp;amp;nbsp;a. auf der Anerkennung des ästhetischen Innovationscharakters der bürgerlichen [[Avantgarde]]bewegungen“.&amp;lt;ref&amp;gt;K.-M. Bogdal: &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Kunstwerk, 5.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Streitpunkte ist die Beurteilung [[Gottfried Benn]]s. Dieser hatte in einem am 5. November 1933 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Zukunft|Deutschen Zukunft]]&amp;#039;&amp;#039; erschienenen Aufsatz (&amp;#039;&amp;#039;Der Expressionismus&amp;#039;&amp;#039;, leicht verändert 1934 in &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Macht&amp;#039;&amp;#039; erschienen) sich zunächst nationalsozialistischer Expressionismuskritik angeschlossen. Uwe-K. Ketelsen spricht hierbei davon, den Expressionismus „in einer Weise zu &amp;#039;traditionalisieren&amp;#039;, die auch der nationalsozialistischen Kritik geläufig war, und ihn der deutschen, ja arisch-europäischen Tradition einzugliedern, war wohl in der Tat ein taktisches Entlastungsmanöver“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die dreißiger und vierziger Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In:  W. Hinderer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Lyrik&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 1983, S. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alfred Kurella]] vertrat die These, Benns [[Nihilismus]] „lasse nur einen Salto mortale in das Lager Hitlers zu“; [[Ernst Bloch]] kommentierte dies süffisant 1938 in seinem Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Diskussion über Expressionismus&amp;#039;&amp;#039; mit der Bemerkung, dieses Urteil sei „selbst eine Art geistlicher Salto mortale“.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvio Vietta: &amp;#039;&amp;#039;Probleme – Zusammenhänge – methodische Fragen&amp;#039;&amp;#039;. In: ders. / Hans-Georg Kemper: &amp;#039;&amp;#039;Expressionismus&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Fink Verlag, München 1975, S. 208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hildegard Brenner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstpolitik des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Hamburg 1963, S. 65–86.&lt;br /&gt;
* [[Fritz J. Raddatz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Marxismus und Literatur. Eine Dokumentation in drei Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Reinbek bei Hamburg 1969.&lt;br /&gt;
* Hans-Jürgen Schmitt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Expressionismusdebatte. Materialien zu einer marxistischen Realismuskonzeption.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/Main 1973 &amp;lt;small&amp;gt;(Enthält die in &amp;#039;&amp;#039;Das Wort&amp;#039;&amp;#039; erschienenen Aufsätze)&amp;lt;/small&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Jan Berg u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Expressionismusdebatte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sozialgeschichte der deutschen Literatur von 1918 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1981, S. 458–460.&lt;br /&gt;
* [[Robert Cohen (Schriftsteller)|Robert Cohen]]: &amp;#039;&amp;#039;Expressionismus-Debatte.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Fritz Haug (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Argument, Berlin 1997, S. 1167–1183.&lt;br /&gt;
* Dieter Schiller: Die Expressionismus-Debatte 1937 – 1939. Aus dem redaktionellen Briefwechsel der Zeitschrift „Das Wort“ (=Pankower Vorträge 42), Helle Panke, Berlin 2002.&lt;br /&gt;
* [[Detlev Schöttker]]: &amp;#039;&amp;#039;Expressionismus, Realismus und Avantgarde. Literatur- und medienästhetische Debatten im sowjetischen Exil.&amp;#039;&amp;#039; In: Wilhelm Haefs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus und Exil 1933-1945.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München/Wien 2009, ISBN 978-3-446-12784-5, S. 230–244.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturelle Kontroverse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Expressionismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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